Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

11.09.2020
Tierwohlkennzeichenverordnung
Geflügel

Info Geflügel

DBV und ZDG haben zum Referentenentwurf einer Tierwohlkennzeichenverordnung Stellung bezogen. Die Verordnung legt zunächst Tierwohlkriterien für eine Kennzeichnung im Bereich Schweine fest, regelt aber auch weitere Einzelheiten zur Verwendung des Tierwohlkennzeichens sowie zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit. Darunter fallen auch Verfahren zur Zulassung der Kontrollstellen und der Prüf- und Kontrolltätigkeit in den teilnehmenden Betrieben. Nach Auffassung der Landwirtschaft bedarf es einer gesicherten Finanzierung der Mehrkostenerstattung für die Umsetzung der Tierwohlmaßnahmen und demnach einer entsprechenden Folgenabschätzung. Eine nationale Tierwohlkennzeichnung auch bei Geflügel muss neben voller Konformität mit den EU-Vermarktungsnormen für Geflügel zudem die Einbeziehung des Großverbrauchersegments umfassen. Mit einem Mengenanteil von rund 65 % beim Pro-Kopf-Verbrauch von Hähnchen- und Putenfleisch spielt das Großverbrauchersegment hier die zentrale Rolle. Sollte die Kennzeichnung analog zum Sektor Schwein auch für das Geflügel vorgesehen sein, müssten die verwendeten Kategorien der Haltungsform bzw. die hinterlegten Kriterien in Konformität mit der dann geltenden Fassung der EU-Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch in Einklang stehen.

11.09.2020
Klöckner legt Gesetz zum Verbot des Tö-tens von Eintagsküken vor – Verbot zum 31.12.2021
Geflügel

Info Geflügel

Ziel der Bundesregierung ist es, das Töten männlicher Eintagsküken bis Ende 2021 zu beenden. Mit dem Entwurf soll das Verbot des Tötens von Eintagsküken und schmerzempfindlichen Hühnerembryonen geregelt werden. Verfahren zur Geschlechtsbestimmung ab dem 7. Bebrütungstag sollen als Brückentechnologie noch bis Ende 2023 zulässig sein. Nach dem 31.12.2021 dürfen Eintagsküken nicht mehr getötet werden. Da derzeit noch keine Verfahren zur Geschlechtsbestimmung vor dem 7. Bebrütungstag verfügbar sind, wurde eine längere Übergangsfrist bis Ende 2023 gewählt. Das BMEL geht gegenwärtig davon aus, dass bis dahin das endokrinologische und das genanalytische Verfahren zur Verfügung stehen. Auch die an der TH Ostwestfalen-Lippe entwickelte Methode unter Anwendung der Fluoreszenzspektroskopie zielt auf eine Geschlechtsbestimmung bis zum 6. Bebrütungstag und könnte mittelfristig Anwendungsreife finden. Der Handel wirbt in Teilen schon jetzt mit einer Geschlechtsbestimmung ab Tag 4.

11.09.2020
Biosicherheitsmaßnahmen im eigenen Betrieb überprüfen
Schwein

Info Schwein

Wichtig ist nun, dass jeder Betrieb seine eigenen Biosicherheitsmaßnahmen nochmals überprüft und verstärkt. Eine Einschleppung des ASP-Virus in den Hausschweinebestand muss unter allen Umständen verhindert werden. Insbesondere die Hygieneschleuse, die Absicherung der Verladerampe, Einzäunung von Futter- und Fahrsilos und die Beschränkung des freien Zugangs zum Betriebsgelände sind besonders zu überprüfen.

11.09.2020
Worauf kommt es jetzt an?
Schwein

Info Schwein

Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes und des Landvolks Niedersachsen müssen Politik und Behörden nun alles daransetzen, diese Seuche einzudämmen und wieder aus Deutschland zu verdrängen. Dazu gehört weiter die konsequente, intensive Bejagung von Schwarzwild. Das Monitoring von Wildschweinen muss intensiviert werden. Wir brauchen einen stabilen Zaun und eine wildschweinfreie Zone an der polnischen Grenze. Reisende dürfen Wurstbrote und andere Essensreste nicht unachtsam wegwerfen – denn auch darin kann das Virus überleben und verbreitet werden. Für den Menschen selbst besteht keine Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest, der Verzehr von Schweinefleisch ist und bleibt unbedenklich. Das BMEL muss die Regionalisierungsanstrengungen für den Export verstärken, damit aus den ASP-freien Regionen in Deutschland weiterhin Schweinefleisch u.a. nach China exportiert werden kann. Hinsichtlich der Märkte erwarten wir von den Beteiligten in allen Stufen, diese Situation nicht auszunutzen und für Preisdruck zu verwenden. Der Preisrückgang heute von 20 Cent für Mastschweine und 12,- Euro für Ferkel ist aus Sicht des Landvolks und DBV unangemessen. Bleibt zu hoffen, dass damit eine Bodenbildung erreicht wird.

11.09.2020
Vorbereitungsmaßnahmen müssen nun greifen
Schwein

Info Schwein

Es war zu befürchten, dass die ASP auch Deutschland erreicht. Deswegen haben sich Wirtschaft und Behörden seit Jahren gut darauf vorbereitet. Die initiierten Maßnahmen müssen nun umgesetzt werden und greifen. In diesem Zusammenhang ist vor allem auf die Krisenpläne der Wirtschaft zu verweisen: VDF-Muster-Krisenhandbuch-ASP für Schlachtbetriebe, DRV-Musterkrisenhandbuch-ASP für Tier-, Warentransporte, Viehsammelstellen und Berater und das Krisenhandbuch-ASP für Schweinehaltungen aus der niedersächsischen AG „Krisenpläne der Wirtschaft – Veredlungs- und Fleischwirtschaft“. Diese Krisenhandbücher wurden gemeinsam von Wirtschaft, Behörden und Wissenschaft erstellt und enthalten umfangreiche Informationen für die einzelnen Sektoren bzw. Bereiche incl. Checklisten! Eine Downloadmöglichkeit besteht über folgenden Link: https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/start
seite/anzeigepflichtige_tierseuchen/klauentiere/afrikani
sche_schweinepest/krisenplane_der_wirtschaft/krisenplaene-der-wirtschaft-174650.html

11.09.2020
Restriktionszonen werden eingerichtet
Schwein

Info Schwein

Die zuständigen Veterinärbehörden der betroffenen Landkreise Oder-Spree und Spree-Neiße haben gemeinsam mit einer Expertengruppe die Restriktionszonen um den Fundort des Wildschweins sowie die darin geltenden Maßnahmen festgelegt. Zur Eingrenzung des ASP-Ausbruchs wurden ein vorläufiges Gefährdetes Gebiet um den Fundort mit einem Radius von 15 km und eine Pufferzone mit einem Radius von 30 km festgelegt. Diese reichen bis nach Polen hinein. Innerhalb des Gefährdeten Gebiets wurde eine Kernzone mit einem Radius von 3 bis 4 km festgelegt. Diese Kernzone wird eingezäunt. Sie betrifft jeweils zur Hälfte den Landkreis Spree-Neiße und Oder-Spree.

11.09.2020
Erster ASP-Fall bei einem Wildschwein in Brandenburg
Schwein

Info Schwein

Wie bereits gestern berichtet, hat gestern früh das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut den amtlichen Verdacht von ASP bei einem Wildschwein in Brandenburg bestätigt. Der Fundort des Kadavers liegt im Landkreis Spree-Neiße an der Grenze zum Nachbarkreis Oder-Spree und ist ca. 7 km von der polnischen Grenze entfernt. Die Vermutung liegt daher nahe, dass es sich um den ASP-Virusstamm aus Westpolen handelt.

11.09.2020
Deutsche Bio-Milchmenge wächst langsamer
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) – Die deutschen Landwirte haben von Januar bis Juli 2020 rund 738 Mio. kg Bio-Milch an deutsche milchwirtschaftliche Unternehmen geliefert. Im Vergleich zum Vorjahr übersteigt die diesjährige Anlieferung die Vorjahresmengen um 4,1 %, so die Milchstatistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Die saisonal höchste Monatsanlieferung wurde im Mai dieses Jahres mit knapp 115 Mio. kg erreicht. Von der in den ersten sieben Monaten des aktuellen Jahres angelieferten Kuhmilch in Deutschland wurde 3,9 % nach Bio-Richtlinien erzeugt.

11.09.2020
Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Wildschwein in Brandenburg
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Bundesministerin Julia Klöckner hat am 10.09.2020 im Rahmen einer Pressekonferenz den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in Brandenburg bestätigt. Das Friedrich-Löffler-Institut als Referenzlabor hat das Virus in Proben des Wildschweins nachgewiesen, das in Brandenburg, Kreis Spree-Neiße, Gemeinde Schenkendöbern, gefunden wurde. Aktuelle Informationen zum Seuchengeschehen werden zeitnah und aktuell auf der Tierseuchen-Infoseite des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) eingestellt. Dort gibt es bereits eine Fragen- und Antworten-sammlung zur ASP sowie im Vorfeld bereits angefertigte Krisenpläne der Wirtschaft. Zur aktuellen Situation „ASP Ausbruch beim Wildschwein – präventive Maßnahmen für Hausscheine“ gibt es konkrete Hinweise für Schweinehalter. Für Gemischtbetriebe (Rinder und Schweine) gibt es ebenfalls Informationen auf folgender Seite der Tierseucheninformation Niedersachsen.