Fr, 11.09.2020
Worauf kommt es jetzt an?
Info Schwein
Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes und des Landvolks Niedersachsen müssen Politik und Behörden nun alles daransetzen, diese Seuche einzudämmen und wieder aus Deutschland zu verdrängen. Dazu gehört weiter die konsequente, intensive Bejagung von Schwarzwild. Das Monitoring von Wildschweinen muss intensiviert werden. Wir brauchen einen stabilen Zaun und eine wildschweinfreie Zone an der polnischen Grenze. Reisende dürfen Wurstbrote und andere Essensreste nicht unachtsam wegwerfen – denn auch darin kann das Virus überleben und verbreitet werden. Für den Menschen selbst besteht keine Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest, der Verzehr von Schweinefleisch ist und bleibt unbedenklich. Das BMEL muss die Regionalisierungsanstrengungen für den Export verstärken, damit aus den ASP-freien Regionen in Deutschland weiterhin Schweinefleisch u.a. nach China exportiert werden kann. Hinsichtlich der Märkte erwarten wir von den Beteiligten in allen Stufen, diese Situation nicht auszunutzen und für Preisdruck zu verwenden. Der Preisrückgang heute von 20 Cent für Mastschweine und 12,- Euro für Ferkel ist aus Sicht des Landvolks und DBV unangemessen. Bleibt zu hoffen, dass damit eine Bodenbildung erreicht wird.