Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

04.07.2025
LEH legt Fokus auf Werbung von Grillfleisch
Geflügel

(AMI) – Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) setzt auch in diesem Jahr in der Werbung auf Fleisch, um die Verkäufe zu steigern. Aktuell steht, wie zu dieser Jahreszeit üblich, bei sommerlichen Temperaturen Grillfleisch hoch im Kurs.

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres ergab sich bei der Zahl der Anzeigen ein geringes Plus von 0,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Am häufigsten vertreten war das naturbelassene Hähnchensteak, welches von den Einzelhändlern rund ein Zehntel mehr beworben wurde. Ein Anstieg der Aktionen gab es auch bei der Bratwurst vom Schwein. Diese tauchte gut ein Viertel häufiger in den Werbeheften auf als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Werbung für Schweinesteaks wurde hingegen etwas zurückgefahren.

Von den verschiedenen Fleischarten wurde Schweinefleisch am intensivsten beworben. Die Anzeigen legten um 4,1 % zu und hatten einen Anteil von 40,7 % an der Gesamtwerbung für Fleisch. Auch Geflügel wurde deutlich mehr als im Vorjahr in den Prospekten präsentiert. Rund ein Drittel entfiel auf diese Produktgruppe. Einen deutlichen Rückgang der Werbung gab es dagegen bei Rindfleisch. Die Aktionen dafür wurden um 12,2 % reduziert, so dass der Anteil bei nur noch einem Fünftel liegt. Die Hauptursache für diese Entwicklung dürfte in den stark gestiegenen Preisen für Rindfleisch liegen. In den kommenden Wochen ist damit zu rechnen, dass sich die Fleischwerbung auf Grillfleisch konzentriert. Erst mit kühler werdenden Temperaturen dürfte das Sortiment im LEH und der Werbung umgestellt werden.

04.07.2025
DBV-Geschäftsbericht 2024/25
Geflügel

Der neue DBV-Geschäftsbericht 2024/25 steht unter dem Leitmotiv „Mehr Politikwechsel wagen“ und ist ab sofort online verfügbar. In Zeiten globaler Krisen betont der DBV-Geschäftsbericht 2024/25: Landwirtschaft braucht echten Politikwechsel die zentrale Rolle der Landwirtschaft für die Versorgungssicherheit – eine Leistung, die auf dem täglichen Einsatz engagierter Landwirte beruht. DBV-Präsident Joachim Rukwied und Generalsekretär Bernhard Krüsken fordern einen Kurswechsel in der Agrarpolitik: weniger Bürokratie, mehr wirtschaftliche Stabilität, Innovationsfreude und ein vertrauensvoller Dialog zwischen Politik und Praxis. Den interaktiven Geschäftsbericht finden Sie unter: Deutscher Bauernverband e.V. – Geschäftsbericht

04.07.2025
Neue Prozesse für QS-Geflügelhalter
Geflügel

(QS) Ab Juli 2025 wird die Meldung von Tierbestandsveränderungen aus der QS-Antibiotikadatenbank erstmals zentral am 11. Juli erfolgen. Tierhalter haben bis zu diesem Tag, 11 Uhr, Zeit, ihre Daten in der QS-Datenbank zu prüfen, ggf. zu ergänzen oder zu korrigieren, bevor die Daten an die staatliche Herkunfts- und Informationssystem für Tierhaltung (HIT) Datenbank übertragen werden. Nachträgliche Änderungen sind dann nur noch direkt in HIT möglich, nicht mehr bei QS. Nullmeldungen werden weiterhin automatisch an HIT übermittelt, sofern die Zustimmung dafür vorliegt. Ein besonderer Fall betrifft den sogenannten „Restbestand“ bei einer vollständigen Ausstallung einer Geflügelherde. Falls nach der Ausstallung noch Tiere im Betrieb verbleiben, muss dieser Restbestand ebenfalls als Abgang bis spätestens 7. Juli 2025, 13:00 Uhr gemeldet sein. QS wird diese Stichtagsmeldungen in HIT abfragen und für die Berechnung berücksichtigen. Voraussetzung ist, dass der Restbestand in QS als Abgang gemeldet wird, Herden als „vollständig ausgestallt“ gekennzeichnet sind und eine gültige Tierhaltererklärung zur Meldung von Tierbewegungen vorliegt. Diese Neuerungen sollen die Datenqualität verbessern und den Meldeprozess erleichtern.

04.07.2025
Niederlande verbieten Käfighaltung für Legehennen
Geflügel

Ab 2035 ist auch die Käfighaltung von Legehennen in den Niederlanden verboten, Neubauten dürfen ab 2027 keine Käfigsysteme mehr nutzen. Aktuell werden rund 12 % der Hennen in Käfigen gehalten – auf weniger als 12 % der Betriebe. Trotz geringer Betroffenheit ist die wirtschaftliche Belastung wegen der langen Amortisationszeit hoch. Der Umstieg auf alternative Haltungssysteme dürfte laut Wageningen Livestock Research zu höheren Emissionen von Ammoniak und Feinstaub führen, jedoch nicht zu mehr Geruch. Belgien plant ein Verbot ab 2036. Zudem sollen bis 2040 maximal acht Hennen pro Quadratmeter erlaubt sein (im Ökolandbau: sechs). Für die Junghennenaufzucht gelten ab 2030 18 Tiere/m², ab 2040 nur noch 16 – nach KAT-Vorgaben. Weitere Regelungen betreffen Sitzstangen, Einstreu und Kükenbereiche. Ein Leitfaden zur guten Praxis ist geplant. Vorgaben zur Rassenwahl fehlen bislang; Herausforderungen wie Federpicken oder Knochenbrüche sollen weiter erforscht werden.

04.07.2025
Copa-Cogeca Fragebogen für Landwirte mit Tierhaltung
Geflügel

Copa-Cogeca, der Zusammenschluss der europäischen Bauernverbände und Genossenschaftsverbände, bittet um Ihre Mithilfe. Angesprochen sollen sich Landwirte aus der Vieh- und Fleischbranche fühlen und einen Fragebogen ausfüllen, der in sieben Sprachen zur Verfügung steht. Ziel dieses Fragebogens ist es, aus erster Hand Informationen über die wichtigsten Herausforderungen zu erhalten, mit denen der Viehzuchtsektor derzeit konfrontiert ist. Darüber hinaus soll herausgefunden werden, welche Unterstützung die Landwirte benötigen, um diese Herausforderungen zu bewältigen sowie die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität des EU-Tierhaltungssektors zu gewährleisten. Die gesammelten Daten können Copa-Cogeca genutzt werden, um Themen für künftige Arbeitsgruppensitzungen oder für Präsentationszwecke vorzuschlagen.

Hier gelangen Sie zum Fragebogen.

Internal questionnaire on livestock sectors – livestock workstream

Um eine Teilnahme wird bis zum 25.07.2025 gebeten.

04.07.2025
Weizenkurse können sich behaupten
Pflanzen

Nach der Talfahrt in der Vorwoche können sich Weizenkurse in Chicago und Paris behaupten. Inzwischen gilt die laufende bzw. bevorstehende Ernte auf der Nordhalbkugel als eingepreist.

(AMI) Die Weizenkurse in Paris konnten sich in den vergangenen Handelstagen nach den Verlusten der Vorwoche wieder etwas erholen. Am 03.07.2025 schloss der Frontermin September 25 bei 197,25 EUR/t und damit 2 EUR/t über Vorwochenlinie. In KW26 hatte der Kontrakt noch um über 10 EUR/t nachgegeben. Zuletzt überwogen auch die bullischen Faktoren. Diese sind allerdings inzwischen weitestgehend eingepreist.

So lastet die Aussicht auf umfangreiche Ernten auf der Nordhalbkugel auf den Kursen. Die globale Versorgungslage hat sich weiter entspannt. Weltweit erwartet der Internationale Getreiderat für 2025/26 eine Weizenernte von 808 Mio. t, das sind 2 Mio. t mehr als zuvor. Für die EU hat die Kommission ihre Schätzung für die Weichweizenernte 2025/26 auf 128,2 Mio. t angehoben – ein Plus von 1,6 Mio. t gegenüber der vorherigen Prognose. Zudem ist in Frankreich die Wintergerstenernte bereits weit fortgeschritten und zeigt gute bis sehr gute Erträge, was auch auf stabile Erträge beim Weizen hoffen lässt. Zwar gab es Hitzeperioden seit Mitte Juni, doch die meisten Weizenbestände in Frankreich haben die kritischen Entwicklungsstadien bereits durchlaufen. Erste Weizenfelder wurden gedroschen, Ertragseinbußen sind bisher kaum ein Thema.

Der feste Euro lastet schwer auf dem Weizenkurs an der Börse in Paris. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar ein 3½-Jahreshoch erreicht. Dadurch wird Weizen aus Westeuropa auf dem Weltmarkt teurer und verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Das belastet die Exportaussichten erheblich. Druck auf die Kurse übte auch die Konkurrenz vom Schwarzen Meer aus. In der Ukraine ist 11,5 %-Weizen derzeit rund 10–15 USD/t günstiger als französischer Weizen. Insbesondere der feste Euro erschwert westeuropäischen Anbietern den Zugang zum Weltmarkt.

04.07.2025
Zum Start des Wirtschaftsjahres herrscht Preisdruck am deutschen Brotgetreidemarkt
Pflanzen

Regional hat die Winterweizenernte begonnen. Erzeuger hoffen, dass sich die guten Ergebnisse bei Gerste auf Weizen übertragen lassen. Die volatilen Vorgaben vom Terminmarkt erschweren dagegen weiter die Preisfindung.

(AMI) Zum Start des neuen Wirtschaftsjahres haben sich die Aussichten am Markt für Brotgetreide nicht verbessert. Der Kursrutsch am Terminmarkt in der vergangenen Woche hat den Handel mit Brotgetreide vollständig zum Erliegen gebracht. Es gibt nahezu keine Nachfrage mehr für Getreide der alten Ernte. Verarbeiter und Exporteure blicken auf die bald reichlich eintreffenden Partien aus der Ernte 25. Allerdings sind in dieser Saison auch aufgrund der unsicheren Vorgaben vom Terminmarkt bei weitem nicht so viel Vorkontrakte wie in den zurückliegenden Jahren geschlossen worden. Aktuell ist die Preisfindung noch in Bewegung bis Qualitäten und Erträge gesichert vorliegen. Wer einlagern kann, wird dies sicherlich tun.

Regional wird vom Agrarhandel berichtet, dass sich seitens der Landwirtschaft die Anfragen nach alternativen Vermarktungswegen mehren. So geben Landwirte zunehmend ihre Ware beim Handel ab, wobei die Preisfindung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen soll – ein Vorgehen, das angesichts der unklaren Marktsituation und der unsicheren Preisentwicklung an Bedeutung gewinnt. Händler rechnen damit, dass solche Vereinbarungen in den kommenden Wochen weiter zunehmen werden.

Die Spannung unter den Marktteilnehmern steigt, denn es bleibt abzuwarten, ob sich die regional positiven Ergebnisse der Gerste auch auf Weizen übertragen lassen. Angesichts der Hitzewelle war die Unsicherheit beim Weizen groß. Eine mögliche Notreife könnte sich negativ auf Qualität und Ertrag auswirken. Nun muss abgewartet werden, wie sich der Wetterumschwung auf die Bestände auswirkt. Regionale Starkregenereignisse werden die Feldbestände mancherorts in Mitleidenschaft gezogen haben. Die Gerstenernte läuft vielerorts auf Hochtouren und regional wird auch schon der erste Winterweizen gedroschen.

Vor dem Hintergrund des Kursrutsches am Terminmarkt gab Brotgetreide aller Art nach. Prompter Qualitätsweizen frei Erfasserlager rutscht im Bundesdurchschnitt weiter ab. Mit 192 (172-220) EUR/t waren es noch einmal knapp 4 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Brotweizen kostet mit 179 (148-197) EUR/t sogar gut 7 EUR/t weniger. Bei Brotroggen beträgt das Minus knapp 3 EUR/t. Dieser wird aktuell für 158 (133-180) EUR/t besprochen. Auffällig ist, dass sich die Spannen deutlich vergrößert haben. Ein Zeichen für die unsichere Preisfindung.

04.07.2025
Deutliche Preisrücknahmen zum Saisonstart bei Raps
Pflanzen

Im Einklang mit dem kräftigen Minus am Terminmarkt rutschen auch die Kassapreise für Raps deutlich ab. Damit kommt auch der Handel zum Erliegen.

(AMI) Die Pariser Rapsnotierungen kannten in der laufenden Handelswoche nur eine Richtung – und die ging abwärts. In der Spitze verzeichnete der Kurs Tagesverluste von bis zu 14,25 EUR/t. So schloss der Fronttermin August am 03.07.2025 bei 461 EUR/t und damit glatt 16 EUR/t niedriger als noch in der Woche zuvor. So wenig wurde zuletzt Mitte März notiert. Auch der Folgetermin November rutscht ab, mit einem Minus von 6 auf 482,50 EUR/t fällt die Korrektur hier jedoch etwas weniger deutlich aus. Der August-26-Kontrakt verliert indes 2 auf 470,5 EUR/t.

Druck kam dabei unter anderem von Übersee, nachdem auch die Notierungen für US-Sojabohnen ihr Niveau nicht halten konnten. Hinzu kommen die laufenden Rapsernten in Teilen der EU, welche das Angebot saisontypisch vergrößern. In Teilen Frankreichs, insbesondere im nördlichen Burgund konnten die Arbeiten sogar bereits abgeschlossen werden. Kanadas Feldbestände geben hingegen weiterhin Anlass zur Sorge, trotz der jüngst lang ersehnten Niederschläge. Die Bewertungen der als gut bis ausgezeichnet eingestuften Rapsbestände liegen in Alberta (44,7 %) und Saskatchewan (52 %) deutlich unter denen des Vorjahres (76 und 77 %).

Mit dem Minus in Paris geht es auch auf Großhandelsebene deutlich abwärts. Partien zur Lieferung ab Juli vergünstigen sich franko Hamburg bei unverändertem Aufgeld um 22 auf 451 EUR/t. Franko Niederrhein sind bei ebenfalls unveränderter Prämie mit 446 rund 22 EUR/t weniger möglich. Mit den deutlichen Preisrücknahmen gehen die Umsätze aktuell gegen Null. Auch der Abschlag vom August- zum November-Kontrakt, der sogenannte Carry, bremst den Handel. Dieser ist von 9,25 EUR/t in der 26. KW auf zuletzt 19 EUR/t gestiegen.

Auch auf Erzeugerebene rutschen die Rapspreise deutlich ab. Preismeldungen für Raps der Ernte 2024 sind kaum noch erhältlich. Raps der Ernte 2025 wird indes im Mittel für 444,60 EUR/t angeboten. In der Vorwoche waren mit 466,20 EUR/t noch rund 21,50 EUR/t mehr im Gespräch. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 416-495 EUR/t. Mit dem Abwärtskorrekturen erlischt auch die Abgabebereitschaft der Erzeuger. Damit kommt die Vermarktung der neuen Ernte erneut zum Erliegen.

Auch in einigen Gebieten im Osten Deutschlands ist der Startschuss für die diesjährige Rapsernte gefallen. Treibender Faktor war dabei insbesondere die Sorge vor einem vorzeitigen Aufplatzen der Schoten infolge des angekündigten Regens. Das könnte sich negativ auf die Ertragsqualität auswirken und stellt Erzeuger vor eine zusätzliche Herausforderung. Aus Sachsen wird zudem von Erdflöhen berichtet, die lokal zum Abfall ganzer Bestände führten. Andernorts stehen die Bestände bislang gut dar.

04.07.2025
6,4 % mehr Kartoffelanbau in Niedersachsen
Pflanzen

InVeKos-Daten bestätigen in Niedersachsen ein deutliches Anbauplus. Speisekartoffeln gewannen mehr hinzu als Industrieware. Die Stimmung am Markt wird zusätzlich von Hitze getrübt.

(AMI) Eine erste Anbauschätzungen hatten im Mai für Deutschland schon ein Plus von 5 % gesehen. Der Flächenzuwachs wird nun aus Niedersachsen nach der Auswertung der Flächenbeihilfeanträge (InVeKos) mit plus 6,4 % bestätigt. Dabei wird im Bundesland mit dem mit Abstand umfangreichsten Kartoffelanbau zwischen Stärke- bzw. Veredelungskartoffeln (plus 5,4 %) und Speisekartoffeln (plus 7,4 %) unterschieden. kommen. Insgesamt stehen in Niedersachsen dieses Jahr wohl 143.652 ha Kartoffeln für die Ernte bereit, ein Rekord. Mit Fokus auf den Verarbeitungsrohstoff wies NRW auf Basis der InVeKos-Daten zuvor schon plus 8 % aus. In kaum einer Region ist dieses Jahr mit einem Flächenschwund zu rechnen. Bei aller Unruhe, die dadurch bereits ausgelöst wurde, wird nun geschaut, welchen Einfluss die aktuelle Hitzewelle auf die Kartoffelernten hat.

Eine Auswirkung der Hitze verspüren alle Vermarkter von frischen Speisefrühkartoffeln schon seit dem Wochenende: die Nachfrage ist regelrecht eingebrochen, so die Beschreibung von Befragten der Branche. Selbst in Werbeaktionen, die bisher meistens sehr gute Ergebnisse brachten, lief nur wenig. Für Frühkartoffeln aus Deutschland bedeutete das unmittelbar weniger Absatz in den Kanälen, wo man bereits präsent ist und mittelbar weniger Absatz dort, wo eine Umstellung von Importware noch erfolgen muss. Letzte Israeli, Ägypter oder Spanier brauchen noch ein paar Tage länger, bis sie vollständig geräumt sind.

Das Versandgeschäft im Südwesten und Norden wird trotzdem ab der zweiten Wochenhälfte an Fahrt aufnehmen. Um allerdings alles, was schon länger auf den Feldern nach der Abreife auf Absatz wartet, unterzubringen, dürfte es nicht ganz reichen. Es sieht danach aus, als ob Frühkartoffelbestände mit längerer Wartezeit auch lange Strecken im Juli ein Thema bleiben werden.

Die aktuelle Preissituation wurde Ende der Vorwoche eingestielt und wie zwischen Käufern und Verkäufern vereinbart auch gehalten. Einzelne Schnäppchen, die man bei nicht organisierten Erzeugern machen kann, schließt das natürlich nicht aus. An einem Markt, an dem sich in den Vorjahren festere Vermarktungsbeziehungen gebildet habe, tun sich Dritte aber sehr schwer. Derer gibt es diese Saison sicher mehr, sie dürften aber die Hauptverlierer werden.

Angesichts der hohen Temperaturen kommen Gespräche immer wieder auf die Entwicklung der Haupternte. Die ist sicherlich im Süden und Westen stärker gefährdet als im Norden. Die Nordhälfte Deutschlands beherbergt weit über 50 % der Kartoffelanbauflächen und die steht verbreitet unter Beregnung. Außerdem ist die Hitze dort kürzer und weniger intensiv. Trotzdem, gepaart mit sehr intensiver Sonneneinstrahlung und der frühen Entwicklung wird zumindest über Haltbarkeit und Qualität im Lager spekuliert.

04.07.2025
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Die niedersächsische Getreideernte ist in vollem Gang. Etwas früher als üblich ist die Wintergerste vor allem auf den leichten Böden abgereift und bringt ersten Ergebnissen zufolge durchschnittliche bis gute Erträge. Die Qualitäten scheinen dabei meist sehr gut zu sein und somit sind Erzeuger bei Hektolitergewichten, die aktuell zwischen 62 – 70 kg/hl rangieren, sehr zufrieden. Während der Fokus somit beim Drusch liegt, lassen die Erzeugerpreise deutlich nach. Gute Ertragsmeldungen sind gleichzeitig immer auch ein Treiber für negative Preisentwicklungen. Gleichzeitig gibt es von den internationalen Märkten nur wenige Impulse. Der historisch starke Euro sorgt dafür, dass Ware am Exportmarkt kaum wettbewerbsfähig ist. Anhand der veröffentlichen Invekos-Zahlen ist die Fläche, auf der in Niedersachsen Wintergerste ausgesät wurde, leicht rückläufig. Mit 147.771 ha liegt sie etwa 1,2 % unter der Fläche zur Ernte 2024. Am Rapsmarkt gab es zuletzt eine deutliche Trendwende, was die Notierungen an den Terminmärkten angeht. In den letzten zwei Wochen gaben die Kurse deutlich nach. Der Fronttermin an der Matif verzeichnete binnen 14 Tagen ein massives Minus um knapp 45 EUR/t. Die Einkaufspreise am hiesigen Markt rangierten zu Beginn der Berichtswoche noch 459 – 469 EUR/t. Hintergrund zu der Preisentwicklung sind unter anderem die sinkenden Rohölpreise, welche wiederum Resultat der Entspannung im Nahost-Konflikt sind. Hinzu kommt eine sehr gute Entwicklung der US-Soja-Bestände. Beides setzt die Preise am Ölsaatenmarkt unter Druck. Am Kartoffelmarkt ist noch keine Entspannung zu erkennen. Auch wenn das Angebot alterntiger Lagerware und importierter Frühware spürbar zurückgeht, wird die schwächelnde Nachfrage mehr als gut bedient. Was in Niedersachsen von den Flächen kommt, hat eine gute Qualität, die mehr und mehr schalenfest ist. Dementsprechend würde man auf Erzeugerseite gerne mehr Kartoffeln roden. Allerdings ist die frische Ware kaum lagerfähig. So kann bei ruhiger Nachfrage nur das von den Flächen geholt werden, was auch tatsächlich nachgefragt wird.