Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

12.02.2021
Überschuss an Schweinefleisch schrumpft nur langsam
Schwein

Info Schwein

AMI – Im Zuge der Corona-Pandemie nahm die Menge des deutschlandweit erzeugten Schweinefleischs 2020 deutlich ab. Insgesamt wurden noch rund 5,2 Mio. t erzeugt, was einem Rückgang um 2,4 % entspricht.

Hier machen sich die fehlenden Schlachtkapazitäten bemerkbar, einzig das sehr hohe Schlachtgewicht verhinderte noch deutlichere Rückgänge. Zugleich ist aber auch der nationale Verbrauch weiter geschrumpft. Aufgrund des über weite Strecken eingeschränkten oder fehlenden Außer-Haus-Verzehrs nahm der Verbrauch auf 3,78 Mio. t ab. Da auch 2020 dennoch weiterhin edlere Teilstücke eingeführt wurden, entstand für 2020 ein bundesweiter Überschuss an Schweinefleisch von knapp 2,3 Mio. t. Auch wenn diese Zahl so niedrig ist wie zuletzt 2010, ist Deutschland damit doch auf einen umfangreichen Außenhandel angewiesen.

Export gestaltet sich schwierig

Gerade der Außenhandel gestaltete sich im vergangenen Jahr allerdings schwierig. Mit dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest im Spätsommer wurden Lieferungen in die meisten Drittländer untersagt, insbesondere der fehlende Export nach China machte sich bemerkbar. Konnte Deutschland im 1. Halbjahr noch Rekordmengen ins Land der Mitte liefern, fehlt dieser Absatzkanal inzwischen komplett. Nach aktuellen Schätzungen dürften die Lieferungen in Drittländer insgesamt um mehr als 10 % schrumpfen. Zwar konnte diese Entwicklung teilweise durch den innereuropäischen Handel ausgeglichen werden, dennoch dürften die Ausfuhren insgesamt rund 5 % niedriger ausfallen als noch 2019. Erschwerend kommt hinzu, dass China der Hauptabnehmer für Nebenartikel war. Hier fehlt es noch immer an alternativen Absatzwegen, was den Druck auf die Fleischpreise deutlich erhöht. Auch die Vermarktung innerhalb der EU ist mit einem starken Konkurrenzkampf verbunden, niedrige Preise sind hier aktuell an der Tagesordnung.

Schlachtschweinemarkt schrumpft 2021

Für das laufende Jahr gehen aktuelle Prognosen von einem deutlichen Schrumpfen des deutschen Schlachtschweinemarktes aus. Aufgrund der abgestockten Sauenbestände und der seit vergangenem Jahr deutlich rückläufigen Ferkelimporte ist im Jahresverlauf von einem geringen Angebot auszugehen. Für die inländische Schweinefleischerzeugung wird dementsprechend ein Rückgang auf 4,76 Mio. t Schlachtgewicht erwartet. Dies wäre der tiefste Stand seit 2006. Zugleich wird wohl auch der Verbrauch weiter sinken, allerdings nicht mehr so deutlich wie zuletzt. Entsprechend ist von einem Rückgang des Inland-Überschusses auf rund 2 Mio. t auszugehen. Abzuwarten bleibt, wie sich das Schrumpfen des Marktes auf die Preise auswirkt. Sofern Corona hier keinen Strich durch die Rechnung macht, können die Erzeuger in den kommenden Monaten aber auf deutlich festere Preise hoffen.

Am 19. Februar 2021 bietet die AMI ihr Web-Seminar „Deutscher Schlachtschweinemarkt – Krise oder Chance?“. Neben den aktuellen Entwicklungen am deutschen und globalen Schweinemarkt erhalten Sie alle wichtigen Daten und Fakten, um rechtzeitig die erforderlichen Weichen für Ihre tägliche Arbeit zu stellen.

12.02.2021
Milchmarkt
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI, ZMB) – Die Milchanlieferung ist in KW 4 im Vergleich zur Vorwoche um 0,7 % gestiegen, liegt jedoch mit -1,7 % weiterhin unter dem Vorjahr. Aktuell treten regional witterungsbedingte Behinderungen bei der Milchabholung auf. Die Preise für Magermilchkonzentrat und Industrierahm sind sehr fest. Die Nachfrage nach abgepackter Butter ist für die Jahreszeit normal. Es besteht gute Nachfrage nach Blockbutter. Am Markt für Schnittkäse ist eine gute Nachfrage aus dem Inland zu beobachten. Die Lage am Markt für Magermilch-, Vollmilch- und Molkepulver ist anhaltend fest.

12.02.2021
Tiertransporte: Abstimmung im Bundesrat
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Heute hat der Bundesrat über einen Entschließungsantrag abgestimmt, mit dem das Verbot einer Beförderung von Tieren in bestimmte Drittstaaten eingefordert wird. Insbesondere die Begrenzung der Transportzeit auf max. 8 Stunden und Transportverbote bei Außentemperaturen oberhalb von 25 °C und unterhalb von +5°C, sind kritisch zu bewerten. Aus Sicht des DBV dient die Positionierung nicht der Verbesserung des Tierwohls, sondern würde bei Umsetzung zu einer Verlagerung der Tierzucht ins Ausland führen.

12.02.2021
Insektenschutzpaket geht den falschen Weg
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Das vom Bundeskabinett verabschiedete Insektenschutzpaket wird von DBV-Präsident Rukwied deutlich kritisiert. Er mahnt an, dass der Gesetzentwurf kurzsichtig und strategisch falsch sei. Insektenschutz sei von hoher Bedeutung für die Landwirtschaft, allerdings müssten Kooperationen gebildet werden, statt über Verbote zu agieren. „Dieses Gesetzespaket gefährdet die Existenzgrundlage vieler Bauernfamilien. Es zerstört vor allem das Vertrauen bei denjenigen Bauernfamilien, die in Schutzgebieten wirtschaften und freiwillige Leistungen im Naturschutz erbracht haben,“ so Rukwied. Das verabschiedete Paket droht nun die erfolgreichen Bemühungen um den kooperativ angelegten „Niedersächsischen Weg“ massiv zu gefährden. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft hat die Problematik bereits in einem MyKuhtube-Beitrag von Milcherzeuger Amos veröffentlicht.

12.02.2021
Kriterien für QM Tierwohl auf der Zielgeraden
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

In der Arbeitsgruppe von ITW, QM-Milch und QS wurden diese Woche mit Vertretern von Landwirtschaft, Verarbeitung und LEH die Kriterienkataloge für die geplanten Programme ITW Rindfleisch und QM Tierwohl weitgehend finalisiert. Aus Sicht des DBV sind die Anforderungen praktikabel und werden einer großen Zahl der Rinderhalter eine Teilnahme ermöglichen. Damit wurde eine wichtige Hürde genommen. In den kommenden Wochen sollen nun die notwendigen Honorierungssätze sowie das Finanzierungmodell erarbeitet werden.

12.02.2021
Seminarreihe: Preisabsicherung im Milch-sektor
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

Seminarreihe: Preisabsicherung im Milchsektor Im März 2021 führt das ife-Institut gemeinsam mit DBV, DRV, EEX und StoneX Group eine Fortbildungsreihe zur Absicherung von Milchpreisen durch. Die Seminarreihe findet online statt und legt den Fokus auf die möglichen Vorteile und die Durchführung der Absicherung zukünftiger Preise. Die Seminarreihe findet in zwei Basisseminaren (10. oder 22. März) sowie vier Intensivseminaren (12., 16., 18. oder 26. März) statt. Weitere Informationen sowie die Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier!

12.02.2021
In Deutschland 2020 weniger Fleisch erzeugt
Milch und Rind

Info: Milch/Rind

(AMI) – Leicht rückläufig entwickelte sich im vergangenen Jahr die Fleischerzeugung in Deutschland. Insgesamt wurden im Jahr 2020 rund 7,8 Mio. t Fleisch aus gewerblichen Schlachtungen erzeugt. Das sind gegenüber dem Vorjahr 1,6 % weniger. Damit setzt sich der Trend der leicht sinkenden Fleischerzeugung weiter fort. Sowohl bei Schweinefleisch als auch bei Rindfleisch verringerten sich die produzierten Fleischmengen. Dagegen legte die Erzeugung von Geflügelfleisch mit einem Plus von 1,9 % erneut zu. Bei Schweinefleisch ging die produzierte Menge um 2,4 % zurück. Die Anzahl der geschlachteten Schweine sank mit einem Minus von 3,5 % deutlicher. Allerdings kamen insbesondere durch Corona bedingte Schließungen und durch den Lieferstopp im September wegen des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest viele Tiere verspätet zur Schlachtung und die Schlachtgewichte stiegen stark an. Sehr deutlich sanken die Schlachtungen von eingeführten Schweinen mit einer Abnahmerate von 31,3 %. Bei den Rindern wurde die Schlachtmenge des Vorjahres um 2,8 % unterschritten.

12.02.2021
Klarheit zur 16-Wochen-Regelung
Geflügel

Info Geflügel

(dgs) Wieder einmal müssen Freilandlegehennen aufgrund der Aufstallungspflicht, bedingt durch das deutschlandweite Geflügelpestgeschehen, im Stall bleiben. Risikobasierte Aufstallungsanordnungen für Freilandlegehennenhaltungen wurden ausgesprochen und die 16-Wochen-Regelung gemäß Anhang II der EU-Vermarktungsnorm für Eier (VO589/2008), die eine begrenzte Weitervermarktung als Eier aus Freilandhaltung erlaubt, kam zur Anwendung.

  • Hinweise des BVEi zur aktuellen Auslegung

Ein Freilandbetrieb, der während einer andauernden Stallpflicht neue Junghennen einstallt, behält seinen Freilandstatus für diese Herde für maximal 16 Wochen. Die übliche Eingewöhnungszeit ohne Freilandzugang ist in diese 16 Wochen einzurechnen.

Ein Freilandbetrieb, der während einer mehr als 16 Wochen anhaltenden Aufstallungspflicht zur Bodenhaltung umregistriert wird, kann bei Neueinstallung wieder zur Freilandhaltung zurückregistriert werden. Für einen Legehennenstall, der zu Beginn der Stallpflicht nicht oder als Bodenhaltung registriert ist, ist keine Um- oder Neuregistrierung als Freilandhaltung möglich.

Nach einem aktuellen Auslegungshinweis der EU-Kommission ist eine mehrmalige Anwendung der 16-Wochen-Regelung auf dieselbe Herde in der konventionellen Haltung zulässig, soweit auf epidemiologischer Ebene kein Zusammenhang zwischen den Aufstallungsanordnungen vorliegt. In der ökologischen Haltung greift die Regelung, dass den Hennen ein Drittel ihrer Lebenszeit Auslauf gewährt werden muss.