DBV-Präsident Rukwied hat in der vergangenen Woche ein Zukunftskonzept für die deutsche Land-wirtschaft vorgestellt, das vier Vorschläge beinhaltet, wie sowohl Landwirte als auch Verbraucher neues Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Branche gewinnen können. Ziel des Konzeptes ist es, offene Diskussionen über die Zukunft von Landwirtschaft und Ernährung auf nationaler Ebene anzustoßen und dabei alle Akteure zu beteiligen. Mehr Details dazu hier.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
30.04.2021
30.04.2021
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) Das Milchaufkommen ist in der 15. KW um 0,5 % im Vgl. zur Vorwoche gestiegen. Damit liegt die angelieferte Milchmenge 0,1 % über der Vorjahreslinie. Der Milchmarkt ist momentan durch ruhige Produktmärkte gekennzeichnet. Der Buttermarkt zeigt sich verhalten mit leicht reduzierten Preisen bei Blockbutter und abgepackter Butter. Mit dem Anlaufen der verzögerten Spargelsaison wird mit einer Belebung gerechnet. Für Blockbutter gehen die Preisvorstellungen zwischen Anbietern und Nachfragern momentan auseinander. Der Käsemarkt ist weiter ausgeglichen bei unveränderten Preisen. Die Bestände in den Reifelagern liegen auf normalem Niveau. Der Milchpulvermarkt tendiert ebenfalls ruhig mit stabilem Preisniveau. Für Magermilchpulver werden vor allem die bestehenden Kontrakte bedient.

Der durchschnittliche bundesweite Milcherzeugerpreis ist für März 2021 im Vgl. zum Vormonat um 0,8 Ct/kg auf 32,8 Ct/kg (bei 4,2 % Fett; 3,4 % Ei-weiß) gestiegen. Der Mittelwert der 25 % höchsten Vergleichspreise hat sich um 0,8 Ct/kg und der der 25 % niedrigsten Vergleichspreise um 0,6 Ct/kg erhöht.
30.04.2021
Pflanzenschutzmittelkartell Pflanzen
Das Bundeskartellamt hat im Januar 2020 gegen die Mitglieder des Pflanzenschutzmittelkartells ein Bußgeld in Höhe von 155 Mio. € verhängt. Gegen die Kartellmitglieder besteht ein Schadensersatzanspruch. Klageinteressierte Mitglieder der Kreisverbände können sich auf einer vom Landesverband eingerichteten Website der vom Landvolkverband initiierten Klägergemeinschaft anschließen. Sie tragen kein Prozessrisiko, erhalten aber im Fall des Obsiegens 75 % der zugesprochenen Summe. Nähere Information erhalten Sie bei Ihrem Kreisverband. Beitritt unter: http://psmklage.landvolk.net
30.04.2021
Neue Höchstpreise Pflanzen
Die Rapserzeugerpreise in Deutschland sind deutlich gestiegen. Alterntig wurden 520 EUR/t im Bundesdurchschnitt erreicht. Neuerntig wurden die Forderungen sogar kräftig um 15 auf 481 EUR/t angehoben. Trotz der hohen Preise wird jedoch nicht viel gehandelt am deutschen Rapsmarkt. Neuerntig sieht es etwas anders aus. Noch ist hier längst nicht alles verkauft, doch der Vermarktungsstand bei Erzeugern soll höher als üblich sein, motiviert durch das hohe, sehr attraktive Preisniveau. Viele sind bereits bis an die Grenze des Vertretbaren gegangen, manche finden bei meist günstiger Bestandentwicklung und ausreichender Wasserversorgung aber auch noch die Motivation für weitere Verkäufe. Aber die großen Absätze bleiben im Moment aus. Nun müssen erst einmal einige Wochen mit guter Witterung ins Land gehen, bevor weiter verkauft wird.
30.04.2021
Kartoffeln: Absatzboom geht an Frühkartoffeln vorbei Pflanzen
Die Einkäufe privater Haushalte bleiben lebhaft. Im März bedeutete das einen neuen Absatzrekord. Es wurde noch mehr gekauft als im Hamstermonat März 2020. Der große Bedarf kann locker zu stabilen Preisen mit Lagerkartoffeln bedient werden. Frühkartoffelanbieter melden teils einen so schlechten Absatz im April, wie lange nicht. Die Preise für Frittenrohstoff steigen, obwohl die Datenlage in Europa unverändert ungünstig scheint. Es wird auf Ernteverspätung und Ende des Lockdowns spekuliert.
30.04.2021
Paris: Weizen-Fronttermin gewinnt 8,5 % Pflanzen
Die Weizenkurse in Paris sind kräftig gestiegen. Der Mai-Kontrakt beendete den Handelstag am 28.04. auf 251 EUR/t und damit rund 20 EUR/t (8,5 %) über Vorwochenlinie. Der September-Kontrakt hat sich um 13,50 EUR/t (6,3 %) auf 227 EUR/t nach oben geschraubt. Von den Kursrückgängen der beiden jüngsten Handelstage für Weizen in Chicago zeigte sich die Pariser Notierung unbeeindruckt. Unterstützung kommt in erster Linie vom Exportmarkt. Die Nachfrage nach Futterweizen am Weltmarkt könnte sich im Zuge der steigenden Maispreise beleben und damit die Flaute der EU-Ausfuhren beenden. Zudem hat sich Algerien als Weizenkäufer zurückgemeldet. Die staatliche Getreideagentur OAIC sucht in einer internationalen Ausschreibung Mahlweizen optionaler Herkunft. Über den Zuschlag ist noch nichts Genaues bekannt, Schätzungen zufolge, könnten rund 200.000 t zu einem Preis von umgerechnet 260 EUR/t gekauft worden sein. Die Maiskurse an der Börse in Paris schreiben grüne Vorzeichen. Der Juni-Kontrakt erreichte zuletzt einen Schlussstand von 236,50 EUR/t, der die Vorwochenlinie um 7,50 EUR/t übertrifft. Angetrieben wurden die Pariser Notierungen vor allem von den explodierenden US-Maiskursen.; anhaltende Trockenheit in Brasilien und die Aussaatverzögerungen in den USA sowie knappe Vorräte und global sinkendes Angebot bei gleichzeitig lebhafter Nachfrage.

30.04.2021
Brotgetreide: Die Rallye nimmt kein Ende Pflanzen
Der April 2021 war von heftigen Kursausschlägen nach oben gekennzeichnet. In Paris legte der Fronttermin innerhalb des Monats um 42 EUR/t (20 %) auf zuletzt über 251 EUR/t zu. Einen so rasanten Kursanstieg hatte es zuletzt 2012 gegeben, als ebenfalls Trockenheit die Ertragsaussichten trübte. Das ist auch aktuell der Kurstreiber, zusammen mit den unterdurchschnittlichen Temperaturen, teils noch Nachtfrösten. Die ausgesäten Sommerungen kommen nur schwer in Gang, die Winterungen sind hierzulande bislang kaum in Mitleidenschaft gezogen worden. In anderen Ländern, gerade dort, wo auch die Terminbörsen angesiedelt sind, sieht es anders aus. Das treibt die Sorge vor Ertragseinbußen und zusätzlich die Spekulationen auf eine kleinere Ernte. Aber lässt den deutschen Kassamarkt vergleichsweise unbeeindruckt, auch wenn die deutlich höheren Vorkontraktpreise nun doch noch Abschlussbereitschaft bei den Erzeugern mobilisieren konnten. Immerhin wurden in der 17. KW für Brotweizen im Streckengeschäft im Schnitt 201,50 EUR/t genannt, 15 EUR/t mehr als in der Vorwoche und 34 EUR/t mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Braugerste der nächsten Ernte wird von den Erzeugern vorerst nicht mehr offeriert. Auch dafür wurden bereits umfangreiche Kontrakte abgeschlossen, aber die suboptimalen Vegetationsbedingungen bremsen den Verkauf weiterer Mengen.
28.04.2021
Landwirtschaft im Dialog Geflügel
Am 5. Mai 2021 lädt top agrar zu einem digitalen Live Stream ein. Mehr Tierwohl in den Ställen und bessere Arbeitsbedingungen an den Schlachthöfen: „Was leistet der Markt und wo braucht es den Staat?“ Darüber werden Politiker mit Vertretern der Agrarwirtschaft, Wissenschaftlern, Verbandsvertretern und Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen in einem neutralen Rahmen debattieren. Das Programm finden Sie unter
https://www.topagrar.com/dl/3/8/3/6/2/1/4/LiD_Einladung_5_2021.pdf
Verfolgen Sie die Veranstaltung am 5. Mai ab
19 Uhr kostenlos auf YouTube unter
28.04.2021
Danish Crown: Produktionseinschränkung in Boizenburg Schwein
Danish Crown hat angekündigt, die Kapazität seiner Entbeinungsanlage in Boizenburg (ca. 60 km östlich von Hamburg) deutlich zu verringern. Damit verbunden ist der Wegfall einer von zwei Schichten, was die Entlassung von 100 Mitarbeitern nach sich zieht. In Boizenburg wurden seit 2002 Schlachtschweine für den Export entbeint.
Während die Produktion ursprünglich maßgeblich für den russischen Markt bestimmt war, konnten die Lieferungen nach 2013 auf Japan umgestellt werden. Seit dem ASP-Ausbruch in Deutschland ist dieser Absatzweg jedoch versperrt, da die aus Dänemark stammenden und in Mecklenburg-Vorpommern verarbeiteten Tiere international als deutsche Herkünfte gelten.
