Das Netzwerk Fokus Tierwohl lädt am 04.08.2025 zur Online-Veranstaltung: Feuer im Stall – Brandschutz in Nutztierställen gewährleisten ein. Experten zeigen, wie Tiere bei Bänden gerettet werden und worauf es bei Brandschutz und Verhalten im Ernstfall ankommt.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
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01.08.2025
01.08.2025
Rukwied: Umbau der Tierhaltung erfordert mehr Geflügel, Schwein
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, kritisiert die Planungen der Bundesregierung für den Agrarhaushalt im Bundeshaushalt 2026 und mahnt erhebliche Nachbesserungen an: „Der deutliche Zuwachs im gesamten Bundeshaushalt 2026 findet sich im Einzelplan 10 nicht wirklich wieder. Die vorgesehenen Mittel für den Umbau der Tierhaltung steigen zwar an, bleiben aber hinter den Erwartungen und sind bei weitem nicht ausreichend, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Hier kommt es auch auf einen schnellen Mittelabfluss an. Wenn der Umbau nicht unverzüglich mit Änderungen und Erleichterungen im Bau- und Immissionsschutzrecht flankiert wird, droht weiterer Stillstand. Bei der Finanzierung und Förderabwicklung darf es keine Denkverbote geben; hier sind neue Konzepte gefragt.
In der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) sind keine zusätzlichen Mittel für die ländliche Entwicklung vorgesehen, obwohl dies im Koalitionsvertrag klar vereinbart wurde. Damit kommt die GAK als das prädestinierte Programm für den ländlichen Raum und für die ländliche Infrastruktur deutlich zu kurz. Auch die Kürzung des Bundeszuschusses in der Unfallversicherung bei steigenden Kosten wird der Situation nicht gerecht. Die Parlamentarier sind nun gefordert, die Weichen für eine echte Investitionsoffensive zu stellen.“
01.08.2025
Spanien verliert HPAI-Freiheitsstatus Geflügel
Spanien gilt nicht länger als frei von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI). Die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) bestätigte am 18. Juli einen H5N1-Ausbruch in einem kommerziellen Truthahnbetrieb mit 7.000 Tieren in der Provinz Badajoz (Extremadura). Nach über zwei Jahren ohne Nachweis in Nutzgeflügel war das Virus zuletzt nur bei Wildvögeln aufgetreten – in fünf Fällen in Extremadura und Andalusien. Die Behörden vermuten einen Eintrag aus dem Wildtierbestand. Der Verlust des HPAI-freien Status hat Handelsfolgen: Hong Kong hat den Import von Geflügelprodukten aus der betroffenen Region ausgesetzt. Gleichzeitig profitiert Australien: Seit der offiziellen Wiedereinstufung als HPAI-frei im Juni nehmen Länder wie Argentinien, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate wieder Geflügelprodukte ab.
01.08.2025
EU-Fleischverzehr und -produktion fast unver-ändert Geflügel, Milch und Rind, Schwein
(AMI) – Die EU-Kommission geht in ihrer neuesten Schätzung von Ende Juli 2025 davon aus, dass im laufenden Jahr eine zum Vorjahr fast unveränderte Menge an Fleisch produziert werden dürfte. So ergibt sich mit einer erwarteten Bruttoeigenproduktion von knapp 42,9 Mio. t ein minimaler Zuwachs von 0,1 %. Mit 21,2 Mio. t entfällt fast die Hälfte der in der EU erzeugten Menge auf Schweinefleisch. Obwohl die Produktion im ersten Quartal 2025 über der des Vorjahres lag, wird insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wegen der verringerten Sauenbestände mit einer rückläufigen Erzeugung gerechnet. Insgesamt wird mit einer geringen Abnahme von -0,4 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Bei Rind- und Schaffleisch dürfte die Produktion etwas deutlicher zurückgehen. Eine Steigerung der Fleischherstellung wird nur im Bereich Geflügel erwartet. Als einen Grund für diese Entwicklung nennt die EU-Kommission das attraktive Preisniveau.
Wie bei der Fleischerzeugung werden auch beim durchschnittlichen Pro-Kopf-Verzehr insgesamt nur geringfügige Änderungen erwartet. Leicht zurückgehen dürften die verzehrten Mengen bei Rind- und Schaffleisch. Bei Schweinefleisch wird hingegen nach einem Anstieg im Vorjahr mit einem stabilen Konsum gerechnet. Etwas höher als 2024 dürfte der Verzehr von Geflügel ausfallen. Erwartet wird eine Zunahme um 2,0 % auf 25,5 kg pro Kopf. Die Ursache dafür liegt in der höheren Verfügbarkeit wegen der steigenden Produktion sowie dem positiven Image von Geflügelfleisch. Auch der im Vergleich mit anderen Fleischarten günstige Preis für Geflügel dürfte eine Rolle für die Verbraucher spielen.
31.07.2025
Zuschuss Klimabilanz und Zinsbonus der Rentenbank für Landwirte Milch und Rind
Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet seit Anfang Juli ein neues Förderprodukt an, den Zuschuss Klimabilanz. Zudem soll es in naher Zukunft den sogenannten Zinsbonus Klimabilanz geben. Beide Produkte sind unabhängig voneinander.
Zuschuss Klimabilanz bereits gestartet
Seit dem 1. Juli 2025 können landwirtschaftliche Betriebe beim Programm „Zuschuss Klimabilanz“ der Rentenbank Fördermittel beantragen. Gefördert wird die Erstellung einer einzelbetrieblichen Klimabilanz durch qualifizierte Beratung:
- Förderquote: 90 % der Netto-Beratungskosten,
- maximal 1.000 € pro Betrieb,
- bis zu 5.000 Betriebe können teilnehmen.
Das Antragsverfahren ist zweistufig:
Bis Mitte August können Betriebe eine Interessenbekundung im Förderportal der Rentenbank abgeben. Danach erfolgt – nach Prüfung – die Einladung zur eigentlichen Antragstellung. Wichtig: Es handelt sich nicht um ein Windhundverfahren.
Die geförderte Klimabilanz muss alle drei Emissions-Scopes (1–3) abdecken und einen konkreten Maßnahmenkatalog zur Emissionsreduktion enthalten.
Klimabilanz schafft Zinsvorteile – auch für Betriebe der Klimaplattform Milch
Landwirtinnen und Landwirte, die bei der Rentenbank ein Darlehen beantragen und dabei eine einzelbetriebliche Klimabilanz vorlegen, sollen von vergünstigten Finanzierungskonditionen profitieren.
Vorgesehen ist, dass auch die Klimabilanz der Klimaplattform Milch als Nachweis für den Zinsbonus genutzt werden kann. Damit eröffnen sich für Milcherzeugerbetriebe, die bereits bilanziert haben oder dies planen, dass die Einordnung des Betriebes so nach den Konditionen (Basis/Top/Premium) um bis zu 25 Basispunkte (0,25%) verbessert werden kann.
Mehr Infos unter: http://www.rentenbank.de/zuschussprogramme/klimabilanz/.
30.07.2025
EU-Schlachtzahl gegenüber Vorjahr gestiegen Schwein
(AMI) Von Januar bis April 2025 wurden in der EU rund 76,1 Mio. Schweine geschlachtet, ein Plus von 1,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Spanien war mit 19 Mio. Tieren Spitzenreiter und baute seine Produktion weiter aus. Auch Deutschland, Polen und Portugal verzeichneten steigende Zahlen, während Rückgänge etwa in Frankreich und den Niederlanden ausgeglichen werden konnten. Dank höherer Schlachtgewichte stieg die erzeugte Fleischmenge um 3,2 %, stärker als die Schlachtzahlen. Damit liegt die Schweinefleischerzeugung im zweiten Jahr in Folge über dem Vorjahresniveau. Dennoch bleibt sie unter den Spitzenwerten früherer Jahre. Angesichts rückläufiger Bestände wird in den kommenden Monaten mit stabilen oder leicht sinkenden Schlachtzahlen gerechnet.

30.07.2025
Niederlande: Schweinebestand unter 10 Millionen Schwein
(AgE) Erstmals seit 45 Jahren liegt der Schweinebestand in den Niederlanden unter 10 Millionen Tieren. Zum Stichtag 1. April 2025 wurden laut Statistikamt CBS noch 9,96 Mio. Schweine gezählt (-5,1% zu 2024). Auch die Zahl der schweinehaltenden Betriebe sank deutlich: um 7,1 % auf 1.900. Besonders betroffen waren kleine Betriebe (< 500 Schweine) sowie mittlere Höfe (2.000 bis 5.000 Tiere), hier lagen die Rückgänge bei rund 10 %. Im Zehnjahresvergleich zeigt sich der tiefgreifende Strukturwandel: Seit 2015 hat sich die Zahl der Schweinehalter fast halbiert. Von den kleinen Betrieben ist nur noch rund ein Drittel übrig. Gleichzeitig wuchs die durchschnittliche Bestandsgröße je Betrieb auf 5.000 Schweine, ein Plus von 50 % gegenüber 2015.


