(AMI) Nach der aktuellen Schätzung der EU-Kommission vom Juli 2025 ist Geflügelfleisch das einzige Fleischsegment in der EU, das in diesem Jahr wachsen dürfte. Während die Gesamtfleischproduktion nahezu unverändert bleibt und Schweine-, Rind- sowie Schaffleisch stagnieren oder rückläufig sind, wird im Geflügelbereich ein spürbarer Anstieg erwartet. Ausschlaggebend sind das attraktive Preisniveau, die höhere Verfügbarkeit und das positive Image bei den Verbrauchern. Auch beim Konsum setzt sich der Trend fort: Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verzehr von Geflügel soll 2025 um 2 % auf 25,5 kg steigen – begünstigt durch günstige Preise im Vergleich zu anderen Fleischarten.
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08.08.2025
Klimaschutzleistungen der Landwirtschaft bestätigt Geflügel, Schwein
Der DBV sieht die Leistungen der Landwirtschaft in der Senkung von Treibhausgasemissionen in dem aktuellen Klimaschutzbericht der Bundesregierung bestätigt. Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft übererfüllt die Reduktionsziele des Klimaschutzgesetzes auch im Jahr 2024 und liegt rund 5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente unterhalb der festgelegten Jahresemissionsmengen. Die Bestrebungen der Landwirte zur Effizienzsteigerung von Düngung und Tierhaltung sind erfolgreich, die Landwirte sind weiterhin auf dem Zielpfad in Sachen Klimaschutz, erklärt Bernhard Krüsken, DBV-Generalsekretär, anlässlich der Verabschiedung des Klimaschutzberichtes durch die Bundesregierung. Kritisch sieht der DBV, dass der Rückgang der Tierbestände neben Effizienzsteigerungen bei der Düngung ein Treiber dieses Trends ist. „Ein Abbau von Tierbeständen in Deutschland ist keine zukunftsfähige Klimaschutzmaßnahme und darf nicht zur Strategie werden. Es wäre global betrachtet klimaschädlich, wenn sich die Produktion ins Ausland verlagert,“ so Krüsken.
08.08.2025
EFSA-Gutachten zum „Wohlergehen von Fleischrindern“ Milch und Rind
Auf Ersuchen der EU-Kommission hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein wissenschaftliches Gutachten zum Wohlergehen von Fleischrindern veröffentlicht. Die Schwerpunktthemen im Gutachten liegen bei der Bodengestaltung (insb. Liegefläche), dem Zugang zu Wasser, der Fütterung, Stress bei hohen Umgebungstemperaturen, mangelnder Umweltreize, mangelndem Zugang zu Auslauf und dem Platzangebot. Um das Wohlergehen von Rindern im Schlachthof zu überwachen, werden auch eine Auswahl von tierbezogenen Indikatoren (Animal-Based Measures, ABM) vorgeschlagen. Das Gutachten finden Sie hier: www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/9518. Eine einseitige Infografik ist unter folgendem Link abrufbar: www.efsa.europa.eu/en/infographics/welfare-beef-cattle-farm.
Die EFSA weist darauf hin, dass noch weitere Forschung nötig sei, unter anderem zur optimalen Gestaltung von Ställen und zur Wirksamkeit von Beschäftigungsmaterialien.
Die EU-Kommission muss das Gutachten zum Wohlergehen bei Fleischrindern nicht unbedingt für legislative Zwecke verwenden, jedoch es ist sehr wahrscheinlich, dass es als Leitfaden dienen wird, wenn die Kommission beschließen sollte, einen Gesetzesvorschlag vorzulegen. Über den deutschen und den europäischen Bauernverband wird sich das Landvolk Niedersachsen kritisch mit dem Gutachten auseinander setzen.
08.08.2025
Klimaschutz-Erfolg der Landwirtschaft bestätigt Milch und Rind
Der DBV sieht die Klimaschutzleistungen der Landwirtschaft durch den aktuellen Klimaschutzbericht 2025 bestätigt. Die Branche unterschreitet 2024 die gesetzlich festgelegten Emissionsziele um rund 5.Mio Tonnen CO2– Äquivalente. Laut DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken zeigen Effizienzsteigerungen bei Düngung und Tierhaltung Wirkung. Kritisch sieht der Verband jedoch den Rückgang der Tierbestände als Emissionstreiber – dies dürfte keine langfristige Klimastrategie werden, da eine Verlagerung ins Ausland global schädlich wäre.
08.08.2025
Silvia Breher soll neue Tierschutzbeauftragte werden Milch und Rind
Der Vertrag von Tierschutzbeauftragter Ariane Kari wird zum 31. August 2025 nicht verlängert. Das Amt bleibt bestehen. Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin im BMLEH, soll laut Vorschlag von Minister Alois Rainer ihre Nachfolge antreten. Die Entscheidung muss noch im Bundeskabinett getroffen werden. Der DBV fordert eine sachliche, fachlich fundierte und praxisnahe Amtsführung.
08.08.2025
100-Tage-Bilanz des BMLEH Milch und Rind
Anlässlich der 100-tägigen Amtszeit von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer äußerte sich DBV-Präsident Joachim Rukwied, dass dies lediglich ein Einstieg sei – entscheidend sei die Umsetzung künftiger Maßnahmen. Der Deutsche Bauernverband begrüßt erste Schritte wie die Abschaffung der Stoffstrombilanz und die Wiedereinführung der Agrardieselrückerstattung. Kritisch sieht der Verband hingegen die Erhöhung des Mindestlohns. Aus Sicht des DBV sind Fortschritte beim Bürokratieabbau, beim Umbau der Tierhaltung sowie eine praxisnahe Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) dringend erforderlich.
08.08.2025
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) In der 30. KW ist die Milchanlieferung in Deutschland saisonal um 0,6 % gesunken, lag aber weiterhin 0,5 % über dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage nach abgepackter Butter ist stabil und wird als gut eingeschätzt. Molkereipreise sanken leicht, Endverbraucherpreise blieben unverändert. Der Blockbuttermarkt ist stabil bei 6,90 – 7,10 EUR/kg. Die Nachfrage ist etwas belebt, jedoch bei meist kurzfristigen Käufen. Der Schnittkäsemarkt ist stabil und ausgeglichen, bei guter Nachfrage aus Handel und Industrie. Wetterbedingt fehlen jedoch Impulse aus der Gastronomie. Reifebestände sind normal, Spotmarktpreise zeigen sich stabil.

Der Markt für MMP ist ferienbedingt ruhig bei stabil bleibenden Preisen. Teils leichte Aufschläge bei langfristigen Abschlüssen. Futtermittelware fester. Die Nachfrage bei VMP ist verhalten und geprägt vom Wettbewerb unter den EU-Ländern. Preise in Deutschland uneinheitlich. Der MP-Markt ist uneinheitlich, hier sinkende Nachfrage aus Südostasien, in der EU jedoch stabil. Preise seitwärts bis leicht fester. Futtermittel teils fester.
08.08.2025
Jungbullenpreise europaweit stark erhöht Milch und Rind
(AMI) – Sehr groß fallen die Anstiege bei den Jungbullenpreisen in der EU im ersten Halbjahr 2025 aus. So wurden im Durchschnitt für Jungbullen der Handelsklasse R3 mit 6,28 EUR/kg gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 24,7 % erzielt.
Sehr extrem legten die Preise für Jungbullen in den Niederlanden, Irland und Deutschland zu. Im europäischen Vergleich konnten damit Landwirte in unserem Land für Schlachtbullen leicht überdurchschnittliche Erlöse erreichen. Der Hintergrund für diese Preissteigerungen sind die in den vergangenen Jahren immer weiter verringerten Rinderbestände bei einer fast konstanten Nachfrage nach Rindfleisch und damit auch nach Schlachtrindern. Bei den Winterzählungen wurde allein im vergangenen Jahr EU-weit ein Rückgang um 2,6 % festgestellt. Seit 2019 reduzierte sich die Rinderzahl in der EU um 5,4 Mio. Tiere oder 7,0 %. Durch häufigere Dürreperioden und damit verbundener Futtermittelunsicherheit gaben fortlaufend Landwirte die Rinderhaltung auf oder verringerten ihre Herde. Zusätzlich verminderten sich die Rinderbestände durch Einbußen aufgrund von Tierseuchen wie die Blauzungenkrankheit oder die Maul- und Klauenseuche.
06.08.2025
100-Tage-Bilanz: Erste Schritte, große Aufgaben Schwein
Nach den ersten 100 Tagen im Amt von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zieht der DBV eine verhaltene Zwischenbilanz. Erste politische Signale seien positiv, doch die eigentlichen Herausforderungen stünden noch bevor. DBV-Präsident Joachim Rukwied erklärt: „100 Tage sind ein Einstieg. Entscheidend ist, was in den nächsten Jahren umgesetzt wird. Da liegen noch sehr große Herausforderungen vor uns. Mit der Abschaffung der Stoffstrombilanz und der Wiedereinführung der Agrardieselrückerstattung sind erste positive Signale gesetzt. Stark belastend ist jedoch die Erhöhung des Mindestlohns. Für unsere Betriebe ist dringend notwendig, dass wir beim Bürokratieabbau und beim Umbau der Tierhaltung vorankommen. Auch die zukünftige Ausgestaltung der GAP ist von großer Bedeutung.“ Auch die kurzfristige Verschiebung der Frist zur Kennzeichnung nach dem Tierhaltungskennzeichnungsgesetz – verbunden mit der Bereitschaft, das Gesetz nun praxistauglich weiterzuentwickeln – war ein wichtiges und richtiges Zeichen.
