Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

03.05.2022
Tag des Wolfes

Weidetierhalter bringen ihre Tiere in die Stadt

„Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Wolfs und damit unvermeidlich verbunden im Zeichen der Zukunft der Weidetierhaltung in ganz Deutschland und in Niedersachsen“, sagt Schäfer und Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, Wendelin Schmücker. Einige Aktionen fanden auch in Niedersachsen statt: So waren Schäfer und Weidetierhalter am 29. April mit ihren Tieren nach Hannover und Uelzen in der Stadt, denn auf dem Land sind die Weidetiere vor dem Wolf nicht mehr sicher.

„Weidetierhalter bringen ihre Tiere in die Stadt“ hieß es am Freitag, 29. April, sowohl in Hannover als auch in Uelzen. Von 11 bis 13 Uhr wurden einige Schafe, Ziegen und Pferde vor dem Landtag in Hannover stellvertretend für ihre vielen Artgenossen die Weide mit dem Asphalt tauschen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die Schäfer und Weidetierhalter nutzten den Hannah-Arendt-Platz am Landtag als auch den Herzogenplatz in Uelzen, um mit Politikern sowie mit Bürgerinnen und Bürgern über ihre Situation auf dem Land ins Gespräch zu kommen und über die Wolfsproblematik zu informieren. „Die ungebremste Ausbreitung der Wölfe und die Untätigkeit der Bundespolitik fordert immer mehr Opfer. Viele Weidetierhalter geben auf, weil sämtliche Herdenschutzmaßnahmen nicht nur versagen, sondern die ständig steigenden Anforderungen an die Tierhalter nicht mehr zu stemmen sind“, erklärt Wendelin Schmücker den Grund für diese Aktion. Deutschland weise die weltweit dichteste Wolfspopulation auf. Dies führe nicht nur zur Bedrohung und Tötung der Weidetiere, sondern auch zu einer Gefährdung von Menschen, führt Schmücker aus. „Das beweisen die ständig steigenden Risszahlen und auch die zunehmenden Sichtungen in den Dörfern und Städten: Spaziergänger, Jogger und Erholungsuchende werden von Wölfen verfolgt. Wer dies als Panikmache abtut, handelt verantwortungslos“, richtet der Vorsitzende seine Forderung an die Politik, endlich den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Ohne Weidetiere drohe nicht nur der Verlust von Biodiversität und Artenschutz, sondern auch von Naturraum, in dem nicht nur der Mensch Ruhe und Erholung findet. Am eigentlichen Tag des Wolfes, 30. April, wurde - wie schon im vergangenen Jahr - von Seiten des Deutschen Bauernverbandes ein bundesweiter digitaler Aktionstag in den sozialen Medien initiiert.

02.05.2022
Hofluft schnuppern

Schüler*innen besuchen landwirtschaftliche Betriebe beim Zukunftstag

In diesem Jahr fand der Zukunftstag, an dem Jungen und Mädchen einen Einblick in die Berufswelt erhalten sollen, endlich wieder statt. Auch auf den landwirtschaftlichen Betrieben im Verbandsgebiet des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V. begleiteten viele Schülerinnen und Schüler die Landwirtinnen und Landwirte einen Tag lang bei ihrer Arbeit.

Mark Schunert (rechts) erklärt Jonas Lüdemann, wie der morgendliche Frost sich auf die Pflanze auswirkt.

Vom Schweinestall über Hofladen bis hin zum Hühnermobil lernten die Jungen und Mädchen ein breites Spektrum der täglichen Arbeit auf einem Betrieb kennen. „Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen Landwirtinnen und Landwirten, die den Kindern einen ereignisreichen und sicherlich auch lehrreichen Zukunftstag beschert haben“, sagt Jörn Ehlers, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden e. V.

19.04.2022
Viel Neues im Bereich Biogas

Nachhaltigkeitszertifizierung nun auch für Biogasanlagen

(sie). Die Europäische Union möchte in ihrem Energiemix bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 32 % an Erneuerbaren Energien erreichen. Angerechnet werden kann dabei nur Energie aus Bioenergie, welche die geforderten Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Dies gilt mit der neuen Richtlinie RED II nun neben Biokraftstoffen ebenfalls für Strom, Wärme und Kälte. Konkret bedeutet dies, dass zukünftig auch Biogasanlagen unter die Richtlinie fallen. Während sich im Kraftstoffbereich (Raps, Getreide und Rüben für Bioethanol) für die Landwirte also nur wenig ändert, müssen sich Betreiber und Lieferanten von Biogasanlagen auf Veränderungen einstellen.

Umfassende Informationen erhalten Sie hier.

13.04.2022
14.05.2022 Informationstag im Evangelischen Dorfhelferinnenseminar in Loccum

(sie). Wenn Mutter oder Vater ausfallen – durch Krankheit, Unfall, Reha – stehen an mehr als 20 Dorfhelferinnenstationen in ganz Niedersachen die Fachkräfte des Evangelischen Dorfhelferinnenwerks bereit und übernehmen das Familienmanagement auf Zeit. Um diesen Service der professionellen Versorgung und Betreuung von Familien in der häuslichen Umgebung aufrecht erhalten zu können, erweitert das Evangelische Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen ab sofort sein Aus- und Weiterbildungsangebot, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Neben dem bewährten 14-monatigen Weiterbildungskurs zum Dorfhelfer oder zur Dorfhelferin für vorgebildete und erfahrene Kräfte, die sich beruflich weiterentwickeln, umorientieren oder – zum Beispiel nach eigener Familienphase – beruflich neu durchstarten wollen, bietet das Dorfhelferinnenwerk ab sofort auch eine dreijährige Vollzeitausbildung zum/zur „Staatlich anerkannten Haus- und Familienpfleger*in“ an.

Am Samstag, den 14. Mai 2022, findet ab 10.30 Uhr ein Informationstag im Evangelischen Dorfhelferinnenseminar in Loccum statt. Um Anmeldung wird bis zum 1. Mai 2022 per E-Mail an seminar@dorfhelferin-nds.de oder telefonisch über 05766-7274 gebeten. Da die Wege zum Beruf der Familienpflegerin und Dorfhelferin sehr individuell sind, wird ausdrücklich auch schon jetzt eine telefonische Vorab-Beratung im Dorfhelferinnenseminar in Loccum empfohlen.

06.04.2022
FINKA Feld-Tag bietet Infos vor Ort

(sie). Gespannt starten wir in dem Projekt „FINKA“ (Förderung von Insekten im Ackerbau) in das zweite Projektjahr. Landwirtinnen, Wissenschaft und Beratung engagieren sich auch im weiteren Projektverlauf, um die Biodivestät auf Ackerflächen zu erhöhen. Hierzu verzichten 30 konventionell arbeitende Landwirtinnen auf einer Versuchsfläche auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Insektiziden und Herbiziden. Dabei werden sie von ökologisch arbeitenden Kollegen*innen aus ihrer Region beraten.

Mintja und Heinrich Blohme bilden gemeinsam mit Uwe Michaelis eines von drei FINKA-Betriebspaaren im Landkreis Verden. Ihre bisherigen Projekterfahrungen möchte das Verdener Betriebspaar Interessierten gerne am 21.04.2022 im Rahmen eines Feld-Tages von 10 bis 12 Uhr vorstellen. Darüber hinaus erfolgt ein Fachvortrag zum Thema Raps durch den Referenten André Buske (Landberatung Verden e.V.). Vinzenz Spengler (Bioland e.V.) wird das Thema Kulturführung ohne Herbizide aufgreifen und dabei u.a. auf das Striegeln eingehen.

Interessierte sind herzlich eingeladen sich für den Feld-Tag anzumelden. Hier geht es direkt zur Anmeldung.

Da es eine Teilnehmerbegrenzung gibt, bitten wir um frühzeitige Anmeldung. Den genauen Standort erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung von uns per Mail.

Verbundpartner im Projekt sind die Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V., das Landvolk Niedersachsen e.V. sowie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (ZFMK) und die Georg-August-Universität Göttingen.

Das Projekt FINKA wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

06.04.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Allgemeinverfügung vom 16.11.2021 über die Anordnung zur Aufstallung von Geflügel und Untersagung von Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art zum Schutz gegen die Aviäre Influenza wurde am 06.04.2022 für das gesamte Kreisgebiet Verden aufgehoben.

Das bedeutet, dass jegliches Geflügel wieder im Freien gehalten werden darf und Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art stattfinden dürfen.

Hier gelangen Sie zur entsprechenden Allgemeinverfügung

Bei Fragen steht Ihnen der Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz unter veterinaerdienst@landkreis-verden.de oder 04231 15 770 zur Verfügung.

30.03.2022
Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden

(sie). Noch bis zum 10. April 2022 findet im Rahmen des FINKA-Projektes eine Umfrage zu landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden statt, die Teilnahme dauert ca. 5-10 Minuten. Die gemeinwohlbilanzierte e-fect eG führt diese im Auftrag des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) durch. Die Befragungsergebnisse werden zur Evaluation und Verbesserung von Projekten zur Erprobung alternativer Bewirtschaftungsmethoden in der Landwirtschaft und für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Ihre Antworten werden so gespeichert, dass keine Rückschlüsse auf Ihre Person gezogen werden können.

Hier geht es direkt zur Umfrage.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne unter folgender Mailadresse melden: survey-team@e-fect.de

21.03.2022
Teilaufhebung der Aufstallungspflicht im LK Verden

(sie). Die Veterinärbehörde des Landkreises Verden hebt die seit Mitte November für den Landkreis geltende Aufstallungspflicht für Geflügel für weite Teile des Kreisgebietes auf. Mit Ausnahme der Ortschaften Hülsen und Westen in der Gemeinde Dörverden dürfen Geflügelhalter seit Samstag, 19. März ihren Tieren wieder Freilauf gewähren. In den Ortschaften Hülsen und Dörverden besteht weiterhin Stallpflicht.

Die Aufstallungspflicht war zum Schutz der heimischen Geflügelhaltung vor einer Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest angeordnet worden. Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Niedersachsen sowie im Landkreis Verden und in den Nachbarlandkreisen ist in den letzten Wochen rückläufig. Ab sofort gilt nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht für Geflügelhaltungen in den Ortschaften Hülsen und Westen, da sich diese in der Nähe von avifaunistisch wertvollen Gebieten in der Allerniederung befinden. Die Veterinärbehörde weist darauf hin, dass weiterhin jeder Verdacht der Erkrankung auf Geflügelpest dem Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landkreises Verden unter der Telefonnummer (04231) 15-770 oder per E-Mail an veterinaerdienst@landkreis-verden.de zu melden ist.

20.03.2022
Aufhebung der Aufstallungspflicht im LK Rotenburg

(sie). Am 16.03.2022 endete die Stallpflicht für die heimischen Geflügelhaltungen im Landkreis Rotenburg. Die Verwaltung hob die allgemeine Verfügung auf, die seit dem 1. Februar kreisweit gegolten hatte. Die Aufstallungspflicht war angeordnet worden, um die heimische Geflügelhaltung vor einer Infektion mit dem Geflügelpest-Virus zu schützen. „Eine aktuelle Betrachtung der Seuchenlage in Niedersachsen, der Wildvogelfunde im Landkreis sowie der umgebenden Gebiete macht es nach derzeitigem Stand möglich, die Pflicht aufzuheben“, hieß es aus dem Kreishaus. Bei einer Verschärfung der Tierseuchenlage könne sie jedoch jederzeit erneut angeordnet werden. Auffällige Tierverluste seien dem Veterinäramt unter der Telefonnummer 04261/983-2366 beziehungsweise 2358 oder per E-Mail an veterinaeramt.row@lk-row.de zu melden.

17.03.2022
24.03.2022 Online-Veranstaltung zur aktuellen Tierseuchensituation

(sie). Am Donnerstag, den 24.03.2022 um 19:30 Uhr veranstalten wir für unsere Mitglieder eine digitale Veranstaltung zur aktuellen Tierseuchensituation. Inhalt der informationsreichen Veranstaltung werden die aktuelle Situation der ASP, Vorsorgemaßnahmen und Konsequenzen bei einem Seuchenbefall für unsere Betriebe, die Geflügelpest und ihre Folgen sowie das Equine Herpesvirus sein.

Interessierte Mitglieder bitten wir um Anmeldung bis zum 23.03.2022 um 12 Uhr per E-Mail unter homann@landvolk-row-ver.de. Aus organisatorischen Gründen können Anmeldungen danach nicht mehr angenommen werden. Die Veranstaltung wird über Zoom durchgeführt. Der digitale Tagungsraum ist ab 19:00 Uhr geöffnet. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Aktuelles aus dem Landesverband

21.11.2025
DBV zum Bundeshaushalt 2026
Milch und Rind

(DBV) DBV-Generalsekretärin Sabet sieht anlässlich der gestrigen Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 Licht und Schatten und fordert für 2027 konkrete finanzielle Spielräume für den Anschub landwirtschaftlicher Zukunftsinvestitionen. Positiv ordnet sie die Fortführung des Bundeszuschusses für die LUV auf Vorjahresniveau sowie die Anhebung der Finanzmittel für Ackerbau, ökologischen Landbau und Proteinpflanzenanbau ein. Kritisch bewertet sie sich jedoch die Mittelkürzung zum Stallbau. Mit Blick auf 2027 fordert der DBV für Zukunftsinvestitionen Mittelbereitstellungen, z.B. für eine praxisgerechte bundesweite Stallbauförderung.

21.11.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 45. KW sank die Milchanlieferung gegenüber der Vorwoche leicht um 0,2 %. Der Abstand zum Vorjahr vergrößerte sich deutlich und liegt nun bei 6,9 %. Nachfrage nach abgepackter Butter bleibt hoch, zeigt aber regionale Unterschiede. Die Molkereiabgabepreise sanken am 19.11.2025 in Kempten auf 5,10 bis 5,60 EUR/kg. Blockbuttermarkt zeigt sich schwächer, Industrienachfrage ist ruhig. Das Angebot ist ausreichend, teils ergänzt durch Bestandsware. Für das erste Quartal werden niedrigere Preise erwartet. Die Notierung in Kempten wurde zuletzt auf 5,10 – 5,40 EUR/kg zurückgenommen. Schnittkäsemarkt ist stark gefragt, Lagerbestände sinken, Angebot knapp. Weihnachtsgeschäft sorgt für hohe Aufträge, Spotmarktpreise steigen wieder.  

MMP-Markt ist stabil: Nachfrage gut, EU-Ware international konkurrenzfähig, preise unverändert. VMP-Markt ist ruhig: geringere Nachfrage der Schokoladenindustrie, kaum Exportimpulse, Preise teils schwächer. Markt für MP ist stabil: Lebensmittelqualität gefragt, Importe aktiv, Preise konstant. Futtermittel schwächer, Molkenkonzentrat gesucht.

19.11.2025
Investitionen brauchen finanzielle Mittel
Schwein

Die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet, bewertet die Ergebnisse der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 als gemischt und spricht sich für zusätzliche finanzielle Spielräume im Bundeshaushalt 2027 aus, um Investitionen in die Landwirtschaft und den ländlichen Raum zu fördern. Positiv bewertete sie die Fortführung des Bundeszuschusses für die Landwirtschaftliche Unfallversicherung auf Vorjahresniveau sowie Erhöhungen der Mittel für beispielsweise Ackerbau und ökologischen Landbau. Kritisch sieht der DBV, dass diese Erhöhungen überwiegend durch Kürzungen beim Stallumbau finanziert wurden. Im Bereich „Heimat“ wurde eine erste Grundausstattung bereitgestellt, die nun durch eine klare Strategie und konkrete Maßnahmen ergänzt werden soll. Trotz bestehender Sparvorgaben fordert der DBV für den Bundeshaushalt 2027 gezielte Mittel zur Förderung landwirtschaftlicher Zukunftsinvestitionen im ländlichen Raum. Besonders wichtig sei eine praxisgerechte, bundesweite Förderung des Stallbaus.

19.11.2025
Aktueller Schweinemarkt in Europa
Schwein

(AMI) In vielen europäischen Ländern wird das Angebot an Schlachtschweinen als groß und teils über der Nachfrage eingeschätzt. Die Impulse durch das Weihnachtsgeschäft sind bisher gering. In Frankreich ist das Angebot hoch, die Preise konnten sich zuletzt knapp behaupten. In Belgien halten sich Angebot und Nachfrage die Waage, die Preise sind seit Ende Oktober stabil. Dänemark meldet zunehmenden Druck im europäischen Handel, bedingt durch chinesische Importzölle und hohe Lagerbestände in Drittländern. In Spanien bleibt das Schlachtaufkommen hoch, die Schlachtgewichte liegen über Vorjahr. In Italien hemmen geringe Inlandsnachfrage und Exporte den Handel, die Preise stehen weiter unter Druck. In Deutschland berichten Schlachtunternehmen von Angebotsdruck und hohen Lagerbeständen.

19.11.2025
Schlachthof Landshut schließt
Schwein

(AgE) Die Vertreterversammlung der Erzeugergemeinschaft Südbayern (EG Südbayern) hat am vergangenen Mittwoch beschlossen, den Schlachthof in Landshut zu schließen. Als Grund wird ein erhebliches finanzielles Defizit des Betriebs genannt. Für das Gelände des Schlachthofs gibt es nach Angaben der Erzeugergemeinschaft mehrere Interessenten. Bis Ende 2024 gehörte der Schlachthof mehrheitlich zur Vion Food Group. Deren Anteile wurden von der EG Südbayern übernommen, die zuvor bereits 49 % der Anteile hielt.

17.11.2025
Bürokratie schützt keine Bäume
Milch und Rind

Anlässlich des Vorschlags der EU-Kommission zur teilweisen Verschiebung und Anpassung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) hat sich das Landvolk Niedersachsen erneut mit seinen Forderungen an die niedersächsischen Europaabgeordneten gewendet. Der Kommissionsvorschlag berücksichtigt die Herausforderungen der EUDR unzulänglich und sieht bspw. nur eine Verschiebung des Anwendungsbeginns für Klein- und Kleinstunternehmen auf den 30.12.2026 vor. Außerdem soll weiterhin keine Null-Risiko-Kategorie eigeführt werden. Das Landvolk Niedersachsen fordert diese vierte Kategorie, um Erzeuger in Ländern ohne Entwaldungsrisiko von unnötiger zusätzlicher Bürokratie zu befreien. Daneben ist eine Verschiebung des Anwendungsbeginns für alle Unternehmen um mindestens ein Jahr dringend erforderlich, da weiterhin Unklarheiten bzgl. der Umsetzung bestehen und die technischen Voraussetzungen von Seiten der EU noch nicht geschaffen wurden. Die Zeit für eine Einigung auf EU-Ebene drängt, denn wenn vor dem 30. Dezember 2025 keine Änderung der Verordnung verabschiedet wurde, tritt die EUDR mit aktuellem Stand in Kraft.

17.11.2025
ITW-Rind: Keine Änderungen vor 2027
Milch und Rind

(QS) Das Rinderprogramm der Initiative Tierwohl (ITW) wird bis zum 31. Dezember 2026 mit den bestehenden Anforderungen fortgeführt. Entgegen früheren Überlegungen erfolgen zum 1. Januar 2026 keine Änderungen an den Kriterien. Darauf haben sich Vertreter aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Handel verständigt.

Auch die Prüfsystematik bleibt 2026 unverändert. Jeder Betrieb wird einmal jährlich auditiert, zusätzlich erfolgt ein Bestandscheck bei einem Drittel der teilnehmenden Betriebe. Ebenso bleiben die Preisaufschläge mit 10,7 Cent/kg SG für Mastrinder und 4 Cent/kg SG für Schlachtkühe stabil.

Änderungen ab 2027:

  • Die relevante Haltungsperiode vor der Schlachtung wird von 6 auf 8 Monate verlängert.
  • Eine Revision der Prüfsystematik sowie der Anforderungen ist für 2027 geplant.

Aktuell nehmen mehr als 1.400 Betriebe aus Rindermast, Kälbermast, Milchvieh- und Mutterkuhhaltung am Programm teil, das eine verbesserte Tierhaltung sicherstellt. Produkte dieser Betriebe können weiterhin mit dem bekannten ITW-Siegel gekennzeichnet werden und entsprechen der Haltungsform 2 (Stall plus Platz) – deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard.

17.11.2025
Rindfleischexporte nach Japan wieder möglich
Milch und Rind

(BMLEH) Deutschland kann wieder frisches Rindfleisch nach Japan exportieren. Das im Januar 2025 aufgrund des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg verhängte Einfuhrverbot wird gemäß Mitteilung des japanischen Landwirtschaftsministeriums aufgehoben. Vor allem aufgrund der Abnahme hochpreisiger Innereien vom Rind ist der japanische Markt für hiesige Exporteure von Relevanz. Auch für die deutsche Molkereiwirtschaft hat die Wiederöffnung des japanischen Marktes positive Effekte, denn der Export nicht wärmebehandelter Milcherzeugnisse wie Rohmilchkäse ist wieder möglich. Die Pressemitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums können Sie unter https://www.bmleh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/110-rindfleischexporte-japan.html nachlesen.

17.11.2025
COPA Working Party Organic Farming diskutiert Änderungen EU Öko-VO intern und mit Kommission – Reform der Öko-Weidehaltung weiterhin strittig
Öko-Landbau

(DBV) Die COPA Working Party Organic Farming disku­tierte bei ihrer regulären Sitzung am 16. Okt  Änderungsbedarf in der EU Öko-VO mit dem neuen Leiter der Unit Organic Farming der Kommission Carazo und seinem ebenfalls neuen Vertreter. Der DBV konnte anhand der Rückgänge der Öko-Milchviehhaltung in großen Mitgliedsstaaten um 10% und mehr (F, At, Dt und Dk) verdeutlichen das der Handlungsfokus bei der Verbesserung und Verschlankung des Öko-Rechts auf der Tierhaltung liegen muss. Die Kommission plant bis Jahresende Verbesse­rungen auch im Ökobasisrecht, der EU VO 2018/848, anzugehen. Dazu fragt sie nach ein­hellig aus allen EU-Staaten unterstützten Vor­schlägen. Einstimmig unterstütze Änderungs­vorschläge hatte die COPA-WP bereits vor 3 Wochen vorgelegt, wovon die Öko-Geflügelhal­tung, sowie der Schweinemast profitieren werden. Bei den aus deutscher Sicht dringlichen Öko-Weidevorgaben konnte erneut keine ein­stimmige Unterstützung erreicht werden. Insbesondere die Ver­treter Frankreichs und Italiens sperren sich gegen die erforder­lichen Veränderungen der Wei­devorgaben. Es wurde allerdings vereinbart, über gewisse Flexibi­lisierungen weiter zu beraten. DBV und der dänische DAFC wol­len hierzu zeitnah einen gs. Vor­schlag vorlegen. Das Problembe­wusstsein über den deutlichen Rückgang der Öko-Milchvieh­haltung ist jetzt aber bei allen Nachbarländern und in der Kommission ver­ankert worden.