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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
21.04.2023
ARD-Dokumentation zur Putenhaltung Geflügel
In der ARD-Dokumentation „Die verborgene Welt der Turboputen“ vom 17.04.2023 wurde erstmals die komplette Putenproduktion von den Elterntier-Farmen über Brüterei und Mast bis zum Schlachthof gezeigt. Dabei geht der Film auch auf die nach wie vor bestehenden Tierschutz-Probleme ein und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf. Die Sachverhalte werden von Prof. Nicole Kemper, Direktorin des Instituts für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie der TiHo Hannover eingeordnet. Weitere Erläuterungen gibt Prof. Rudolf Preisinger, Genetiker bei der EW-Group – insbesondere zu Tierwohlfragen.
Die ARD-Dokumentation ist abrufbar unter https://www.ardmediathek.de/video/ard-wissen/die-verborgene-welt-der-turboputen/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2FyZC13aXNzZW4vMjAyMy0wNC0xN18yMi01MC1NRVNa
21.04.2023
TAMG: Fristen und neue Nutzungsarten beachten Geflügel
Wie die Tierärztekammer Niedersachsen mitteilt, sind Maßnahmenpläne zur Antibiotikaminimierung nach Kennzahlüberschreitung bislang nur für Masthähnchen und Mastputen verpflichtend einzureichen. Die Maßnahmenpläne für das 1. Kalenderhalbjahr 2023 werden bis zum 01. Oktober 2023 fällig. Nach dem neuen Tierarzneimittelgesetz (TAMG) müssen künftig auch Tierhalter der Nutzungsarten Legehennen zur Konsumeierproduktion sowie Junghennen zur Konsumeierproduktion das Antibiotikaminimierungskonzept durchführen und somit ggf. Maßnahmenpläne erstellen. Diese Verpflichtung gilt erst ab 1. Januar 2024 gemäß einer Übergangsregelung im TAMG. Die Maßnahmenpläne zu allen aktuellen Nutzungsarten für das 2. Kalenderhalbjahr 2023 müssen bis 01. April 2024 beim Veterinäramt eingereicht werden.
21.04.2023
DBV-Positionspapier zu EU-Mercosur-Abkommen Geflügel
Der Agrarteil im Freihandelsabkommen EU-Mercosur muss neu verhandelt werden. Das fordert der DBV in seinem jüngsten Positionspapier. Die deutschen Bauern stehen grundsätzlich zum Handel, heißt es darin, doch Handel brauche Regeln. Nur so kann nach Ansicht des DBV „Handel positiv für Wirtschaft, Gesellschaft, Verbraucher und das internationale Miteinander sein“. Weiter heißt es „für eine nachhaltige Landwirtschaft ist es existenziell, dass im Agrarhandel vergleichbare Mindestanforderungen im Umwelt-, Klima- und Tierschutz befolgt werden“. Doch genau das sei, so der DBV, aktuell bei den Mercosur-Ländern bei weitem nicht der Fall. Es gehe darum, die europäische Landwirtschaft bzw. die Ernährungsautonomie der EU zu sichern. Der DBV fordert daher von der EU-Kommission, vom EU-Ministerrat und vom EU-Parlament, die hohen EU-Standards und die Farm-to-Fork-Strategie konsequent in das Mercosur-Abkommen zu verankern.
Das DBV-Positionspapier finden Sie unter
21.04.2023
Starker landwirtschaftlicher Strukturwandel in der EU Geflügel
Aus aktuell veröffentlichten Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat geht hervor, dass von 2005 bis 2020 in der EU mehr als fünf Mio. landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben haben (https://ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-eurostat-news/w/ddn-20230403-2).
Wurden im Jahr 2005 noch rund 14 Mio. Betriebe gezählt, gab es in 2020 lediglich 9,1 Mio. landwirtschaftliche Betriebe. Hierbei waren die Nutztier haltenden Betriebe besonders von dem Strukturwandel betroffen; hier verzeichnete Eurostat einen Rückgang von 2,6 Mio. Betriebe. Auf die Tierhaltung entfiel im Berichtsjahr 2020 ein Anteil von 22 % der Betriebe, wobei die Milchviehhaltung mit 5 % den größten Anteil hatte. Jeweils 4 % entfielen auf die übrige Rinderhaltung sowie die Geflügelproduktion.
21.04.2023
Online-Supermarkt Oda neuer ITW-Teilnehmer Geflügel
Seit Jahresbeginn ist Oda, Norwegens führender Online-Lieferdienst, auch auf dem deutschen Markt aktiv und hat sich nun als Teilnehmer der Initiative Tierwohl (ITW) angeschlossen. Oda wird große Teile des Sortiments von Rind-, Puten-, Hähnchen- und Schweinefleisch mit dem Siegel der Initiative Tierwohl kennzeichnen und verwendet zudem die vierstufige Haltungsform-Kennzeichnung. Das Online-Angebot unter www.oda.de ist derzeit für Haushalte im Großraum Berlin verfügbar.
21.04.2023
Internationale Getreidemärkte extrem volatil Pflanzen
Die europäischen Getreidekurse werden derzeit maßgeblich von den Entwicklungen am Schwarzen Meer beeinflusst.
An der Pariser Börse ging es nach einer turbulenten Woche insgesamt aufwärts. Am 20.04.2023 schlossen die Weizennotierungen mit 254 EUR/t rund 3 EUR/t über Vorwochenniveau. Die Maiskurse lagen mit 245,25 EUR/t rund 0,50 EUR/t darüber.
Im Fokus der Marktteilnehmer lagen die Entwicklungen am Schwarzen Meer. Für regelrechte Kurssprünge hatten die Ankündigungen einiger Staaten an der Ostgrenze der EU gesorgt. Weizen legte in drei Handelstagen um 13,50 EUR/t zu, Mais um 11 EUR/t. Polen, die Slowakei und Ungarn hatten den Import ukrainischen Agrarprodukten zum Schutz der heimischen Landwirtschaft gestoppt. Das umfangreiche Angebot aus dem Nicht-EU-Land treibt nicht nur die Lagerung und den Transport an seine Kapazitätsgrenzen. Auch verlassen viele Transitpartien das Land gar nicht, sondern werden von der heimischen Verarbeitungsindustrie als preisgünstigere Alternative präferiert. Die dortigen Erzeuger sehen sich nicht nur starkem Preisverfall, sondern auch einem nahezu gesättigten Inlandsmarkt gegenüber, zumal das Exportgeschäft von Russland dominiert wird. Das veranlasste die Politik der Oststaaten zu rigoroser Grenzschließung, was allerdings Brüssel auf den Plan rief. Die Streitigkeiten wurden mit monetärer EU-Hilfe beigelegt, die Grenzen für die Lieferungen aus der Ukraine wieder geöffnet. Die Kurswirkung war direkt erkennbar, Weizen gab knapp 7 EUR/t, Mais 5,50 EUR/t nach.
So ist der Landweg jetzt vorerst wieder sicher, aber es schwelt der Konflikt über die Schwarzmeerlieferungen. Russland droht, das Getreideabkommen, das Mitte Mai ausläuft, nicht zu verlängern. Das schürte die Besorgnis über die ukrainischen Getreide- und Ölsaatenausfuhren und führt zu unerwarteten Deckungskäufen.
Für einen Dämpfer sorgt der feste Eurokurs, der die ohnehin schon schleppenden EU-Exporte zusätzlich behindert. Gegen die preisgünstige Konkurrenz russischen Weizens am Weltmarkt kommen EU-Partien kaum zum Zuge. Das hatte bereits in der Vorwoche das USDA dazu bewogen, die Exportschätzung der EU um 2 auf 35 Mio. t zu reduzieren, weil gleichzeitig die russische Prognose um 1,5 auf 45 Mio. t angehoben wurde und der Weltmarkt sogar mit 210 Mio. t weniger Weizen aufnehmen dürfte als bislang angenommen. (Quelle: AMI)

21.04.2023
Brotgetreide uneinheitlich, Braugerste verliert Pflanzen
Während die Notierungen an den Börsen sprunghaften Schwankungen unterliegt, kommen Großhandel und Erzeugerpreise nur bedingt nach und verlieren teilweise den Anschluss.
Der Großhandel passte in der zurückliegenden Berichtswoche seine Prämien an, sodass die Ausschläge nicht ganz so groß wie an den Terminmärkten ausfielen; weder in die eine noch in die andere Richtung. Damit wurde für Brotweizen franko Niederrhein am 19.4.23 rund 5 EUR/t weniger genannt als am Vortag, aber dennoch 7 EUR/t mehr als eine Woche zuvor. Das Kaufinteresse der Verarbeiter bleibt sehr verhalten. Sie sind gut versorgt, schieben zum Teil ihre Kontrakte oder nehmen die vertraglich festgelegten Mengen nur schluckweise auf.
Die Erzeugerpreise entwickelten sich uneinheitlich. Zwar ergeben sich im Bundesdurchschnitt für Weizen und Roggen etwas höhere Werte, aber regional gab es teils starke Korrekturen nach unten. Für Brotweizen können die höheren Erzeugerpreise in Ostdeutschland, Rheinland-Pfalz und Bayern das Minus in den anderen Meldegebieten gerade so kompensieren, sodass das Bundesmittel mit 223,75 EUR/t gegenüber Vorwoche unverändert blieb. Qualitätsweizen konnte um 1,20 auf 233,40 EUR/t zulegen, allerdings auch nur, weil hier weniger westdeutschen Regionen melden. Die Bewertung von Brotroggen ist ähnlich der für Brotweizen, sodass hier ebenfalls ein marginales Plus von 0,40 auf knapp 192 EUR/t verzeichnet wird. Mit den sprunghaft festeren Kursen belebte sich die Abgabebereitschaft der Erzeuger kurzzeitig, doch am Kassamarkt war die Ware nur schwer zu platzieren und schon gar nicht mit Aufschlägen gegenüber der Vorwoche. Das reduzierte das Angebot sehr schnell wieder.
Deutlich verloren hat indes Braugerste. Während in den Wochen zuvor die allgemeine Preisschwäche für Getreide an der Braugerste vorbeiging, wurde in der 16. KW kräftig nach unten korrigiert. Regional wurden bis zu 11,50 EUR/t weniger gemeldet als noch in der Vorwoche, sodass der Bundesdurchschnitt mit knapp 273,50 EUR/t um rund 5,50 EUR/t nachgegeben hat. Auf Großhandelsstufe zeigen sich aktuell kaum noch Käufer und die Verkaufsideen liegen zur Vorwoche franko Oberrhein stabil. Anpassungen gab es allerdings für Braugerste zur Lieferung ab Oktober 23.
Erzeuger machen sich derzeit mehr Sorgen um ihre Feldbestände als um die Vermarktung. Nasskalte Witterung führt zu Verzögerungen der Feldarbeiten, da auf vielen Äckern das Wasser steht. Wo die Befahrbarkeit es erlaubt, werden nun in aller Eile die längst notwendigen Maßnahmen durchgeführt. Teils ist es für Pflanzenschutzmaßnahmen oder Düngung eigentlich bereits zu spät. Aber auch die Vegetation ist ja noch nicht so weit wie üblich. Fehlende Sonne und niedrige Temperaturen haben regional zu einer Entwicklungsverzögerung von 2-3 Wochen geführt. Und auch eine termingerechte Aussaat der Sommerungen ist bislang noch nicht überall möglich gewesen. (Quelle: AMI)

21.04.2023
Raps dreht erst ins Plus und verliert dann erneut Pflanzen
Die europäischen Rapsnotierungen drehten jüngst ins Plus. Grund dafür waren die Importstopps vieler EU-Länder von Getreide und Ölsaaten aus der Ukraine.
In Paris gaben die Rapsnotierungen bis zum Ende der 15. KW binnen dreier Tage um 22 auf 439 EUR/t nach. Bis Mitte der laufenden Woche tendieren die Kurse allerdings wieder fest und legten innerhalb von zwei Tagen um 38 auf 477 EUR/t am 18.04.2023 zu. Zwei Tage später schloss der Kurs bei 457 EUR/t erneut schwächer.
Grund für die festen Notierungen zum Anfang der Woche war die Ankündigung Polens, der Slowakei und Ungarns, die ukrainischen Importe von Getreide und Ölsaaten ab sofort zu stoppen. Auch Rumänien und Bulgarien zogen in Erwägung, ihre Grenzen für ukrainische Agrarrohstoffe zu schließen. Nachdem die Länder Einigungen über Transitmöglichkeiten bekannt gegeben hatten, war dieser Trend jedoch nicht zu halten und die Notierungen tendierten erneut schwächer.
Seit Beginn der russischen Invasion auf ukrainischem Gebiet am 24.02.2022 wurden laut ukrainischem Landwirtschaftsministerium 17 Mio. t Getreide per LKW und Zug aus der Ukraine gebracht, die meisten davon Richtung Polen. Dazu gehören 8 Mio. t Mais, 2,2 Mio. t Weizen, 1,47 Mio. t Raps, 1,44 Mio. t Sonnenblumenöl, 1,31 Mio. t Sonnenblumenkerne, 1,22 Mio. t Ölschrote und 950.000 t Sojabohnen. (Quelle: AMI)
