Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

20.09.2023
Maisernte

Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr

Freudig haben die Landwirt*innen der Maisernte entgegengefiebert, nun hat sie endlich begonnen. Doch die großen Landmaschinen, die für die Ernte benötigt werden, sorgen auf den Straßen nicht immer für Freude. „Jeder von uns kennt natürlich die Situation, dass man einen wichtigen Termin hat und ausgerechnet dann fährt der 3,50 Meter breite 40-Tonner vor einem, da kommt bei dem einen oder anderen schon mal Ungeduld auf. Anstatt dann jedoch ein riskantes Überholmanöver zu starten, gilt es jetzt einmal tief durchzuatmen und die Ruhe zu bewahren, um sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer nicht in Gefahr zu bringen. Denn am Ende zählt es vor allem sicher am gewünschten Ziel anzukommen! Und auch die Berufskollegen sind selbstverständlich ebenso in der Pflicht bei den Erntefahrten stets die Sicherheit im Blick zu behalten“, setzt sich der Landvolk-Kreisverbands-Vorsitzende Christian Intemann für mehr gegenseitige Akzeptanz auf den Straßen während der aktuellen Maisernte ein.

14.09.2023
Deutscher Engagementpreis

Jägerschaft Verden nominiert

Die Jägerschaft Verden ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert - einer bundesweiten Auszeichnung für freiwilliges Engagement. Er wird jedes Jahr um den Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember in Berlin verliehen und durch das Bündnis für Gemeinnützigkeit und den Bundesverband Deutscher Stiftungen vergeben.

Auch wir als Kreisverband arbeiten seit Jahren partnerschaftlich mit der Verdener Jägerschaft zusammen.

Auf der Homepage der Jägerschaft Verden könnt ihr ganz einfach online abstimmen.

14.09.2023
Zeitfaktor zählt bei Debatte um den Wolf

Entnahmen müssen schnell und unbürokratisch möglich sein – Kritik am Herdenschutz

Nachdem die Debatte um den Wolf lange nur mit festgefahrenen Positionen geführt wurde, ist nun Bewegung erkennbar. „Was jetzt an Vorschlägen auf dem Tisch liegt, ist teilweise aber nicht neu und in vielen Punkten auf das Engagement und die Hartnäckigkeit betroffener Tierhalter und anderer Akteure aus dem ländlichen Raum zurückzuführen“, bewertet Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers die aktuelle Absichtserklärung der niedersächsischen Fachminister, sich für ein regionales Bestandsmanagement und veränderte Regeln beim Herdenschutz und Schadensausgleich einzusetzen.

Auch wenn das „Hin und Her“ um Zuständigkeiten immer noch kein Ende nimmt, so sollen doch zumindest manche Handlungsgrundlagen anders bewertet werden. Dazu zählt die Frage, wann von einem „günstigen Erhaltungszustand“ des Wolfes zu sprechen ist. Das Verfahren zur Erhebung könnte vorgezogen werden, um schneller Folgemaßnahmen ergreifen zu können. Derzeit wird auf der Grundlage von Zahlen aus 2018 gearbeitet; dabei kann die Landesjägerschaft jederzeit aktuelle Zahlen liefern.

Auch das komplizierte und zeitraubende Verfahren bis zur Erlaubnis eines Wolfsabschusses soll gestrafft werden. Ehlers fordert dazu: „Hier brauchen wir den Verzicht auf eine genetische Überprüfung, und wir müssen einfach schneller handeln können.“ Der Landwirt aus dem Landkreis Verden befürwortet die Absicht der Landesregierung, sich endlich für regional differenziertes Bestandsmanagement einzusetzen. Dies entspreche einer langjährigen Forderung des Landvolks.

Gina Strampe, die beim „Dialogforum Weidetierhaltung und Wolf“ in dieser Woche für das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement dabei war, kritisiert die Idee, den Herdenschutz neu zu regeln, weil dieser nur für die Risse von Schafen, Ziegen oder Gatterwild in Form einer „Kopfprämie“ gezahlt werden soll. Nutztierhalter*innen sollen, so der Vorschlag, frei entscheiden können, welche Schutzmaßnahme finanziert werden soll, also auch weiter ein Zaun oder ein Herdenschutzhund. „Leider gilt dieser Ansatz für Großtiere wie Rinder oder Pferde nicht, hier werden die Halter benachteiligt“, sagt Strampe. Der Ausgleich der Kosten wäre wohl schlicht unbezahlbar, räumt die Niedersächsische Landesregierung selbst ein. Für die Weidetierhalterin wird damit das Versprechen „Wir müssen den Herdenschutz weiter stärken – unabhängig von möglichen Wolfsabschüssen“ nicht eingehalten.

13.09.2023
Umfrage zum Thema Wolf

Anonyme Erfassung eines Meinungsbildes der Bürger aus dem Landkreis Verden

In Niedersachsen leben mittlerweile mehr Wölfe als in Schweden und Norwegen zusammen.

Immer häufiger kommt es zu Rissen von Weidetieren, obwohl sie durch staatliche geförderte Herdenschutzzäune als ausreichend gesichert gelten.

Mit einer anonymen Onlineumfrage soll ein Meinungsbild der Bürger aus dem Landkreis Verden zum zukünftigen Umgang mit der Wolfspopulation eingeholt werden

Die Umfrage findet in der Zeit vom 15.09.-15.10.2023 HIER statt.

12.09.2023
Agrarministerkonferenz in Kiel

Bauernverband Schleswig-Holstein organisiert Demo

Vom 20.-22.09.2023 findet die Agrarministerkonferenz (AMK) in Kiel statt. Auf der Tagesordnung der AMK stehen unter anderem die Themen „Anpassung der GAP-Strategiepläne“, die zukünftige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die Zukunft der Milcherzeugung in Deutschland, der Umbau der Nutztierhaltung, praxisgerechter Immissionsschutz für mehr Tierwohl, das Thema „Vollzug des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes bundeseinheitlich ausgestalten“ und auch der Wolf wird wieder eine Rolle spielen.

Anlässlich der AMK organisiert der Bauernverband Schleswig-Holstein am 21.09.2023 eine Demo am Hauptbahnhof in Kiel. Ab 9:30 Uhr sind Landwirtinnen und Landwirte eingeladen, ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.

11.09.2023
Wildbienen entdecken und erkennen

Wildbienenbestimmungskurs in Kirchwalsede

Beim Stichwort Biene denken die meisten von uns zuerst an die Honigbiene. Doch die Honigbiene ist nur eine Bienenart unter vielen. Allein in Niedersachsen leben etwa 360 verschiedene Wildbienenarten. Eines haben alle Wildbienen gemeinsam: Sie übernehmen eine entscheidende Funktion in unseren Ökosystemen. Sie bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Das Erkennen und Bestimmen der Wildbienen ist allerdings nicht so leicht. Am Mittwoch, den 18. Oktober 2023 findet daher von 16:00 bis 21:00 Uhr im Rahmen des Projektes “Eigene Vielfalt - Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft” ein Wildbienenbestimmungskurs im Vereinsraum TuS & FC Walsede (Am Osterfelde 7 in 27386 Kirchwalsede) statt. Anmeldeschluss ist der 11. Oktober 2023, die Anmeldungen erfolgen bitte per Email an jakob.klucken@nds.bund.net . Für Essen und Getränke während der Veranstaltung wird gesorgt. Der Bestimmungskurs richtet sich an Interessierte ohne Bestimmungserfahrung. Gemeinsam wird die Vielfalt der Wildbienen und ihre spannende Lebensweise entdeckt. Es wird die Bestimmung anhand von Sammlungsmaterial mit dem Stereomikroskop vorgenommen und spielerisch gelernt häufige Arten anhand von auffälligen Merkmalen zu erkennen.

Dank der Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung ist der Kurs kostenlos. Bestimmungsliteratur wird für die Dauer des Kurses gestellt.

07.09.2023
Schutzstatus Wolf: EU braucht Daten

Landwirt*innen können sich melden

Die EU-Kommission fordert Kommunen, Wissenschaft und ALLE am Thema Interessierten auf, ihr bis zum 22. September 2023 aktuelle Daten über die wachsenden Wolfspopulationen und die Folgen zu melden. Dies bietet auch Landwirt*innen und insbesondere Weidetierhalter*innen die Möglichkeit ihre Betroffenheit noch einmal darzustellen und darauf aufmerksam zumachen. Dazu kann man sich ab sofort und ohne Anmeldung unter der folgenden E-Mail-Adresse melden: EC-WOLF-DATA-COLLECTION@ec.europa.eu.

Weitere Informationen finden Sie HIER.

29.08.2023
Maschinenvorführung und Informationsschau

„Von der Aussaat bis zur Ernte – Techniken rund um den Maisanbau"

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen veranstaltet folgende spannende Maschinenvorführung „Von der Aussaat bis zur Ernte – Techniken rund um den Maisanbau“, welche am Donnerstag, den 7. September 2023 von 9.00 – 16.00 Uhr auf einer Fläche des landwirtschaftlichen Betriebes Alexander von Hammerstein in 27404 Gyhum / Bockel stattfindet.

Auf der Veranstaltung werden 60 Maschinen in verschiedenen Aufgabenfeldern im praktischen Einsatz vorgestellt. Die Veranstaltung bietet damit eine tolle Gelegenheit sich kostenlos zum aktuellen Stand der Technik im Maisanbau zu informieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei sein, inwieweit es durch den Einsatz der richtigen Technik möglich sein wird auch zukünftig erfolgreich Mais anzubauen, sollten die nationalen und von der EU angestrebten Reduktionen beim Pflanzenschutzeinsatz umgesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie HIER.

15.08.2023
Zahl der Sauenhalter seit 2010 um 70 Prozent gesunken

Landvolk setzt auf weitere Gespräche zum Umbau der Tierhaltung

Aktuelle Zahlen zum sinkenden Fleischkonsum nimmt das Landvolk Niedersachsen zum Anlass, an die im Koalitionsvertrag der Berliner „Ampel“ formulierten Ziele zum artgerechten Umbau der Tierhaltung als vorrangiges Ziel zu erinnern. Das Gesetz zur Erleichterung der tierwohlgerechten Umstellung bestehender Ställe wurde noch vor der Sommerpause von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. „Allerdings sind weitere Erleichterungen dringend notwendig, da die aktuellen Regelungen keine geeigneten Perspektiven und Planungssicherheit für einen umfassenden Umbau bieten“, fordert Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. „Stattdessen scheinen die Regelungen auf Nischenprogramme abzuzielen, und das reicht nicht aus.“

Das Landvolk hat wiederholt den starken Strukturwandel in der Schweinehaltung kritisiert. Der Bestand in Niedersachsen ist im Zeitraum 2010 bis 2023 um 15 Prozent zurück gegangen und liegt aktuell mittlerweile unter sieben Millionen. Die Zahl der Schweinehalter*innen hat sich im gleichen Zeitraum mehr als halbiert (Rückgang um 54 Prozent). Noch gravierender ist der Einbruch in der Sauenhaltung in Niedersachsen: Die Anzahl der Sauenhalter*innen hat sich seit 2010 um 70 Prozent vermindert und die Anzahl der Sauen um 35 Prozent. Dabei handelt es sich aber nicht mehr um einen kontinuierlichen Rückgang: In den letzten drei Jahren ab 2020 ist vielmehr ein beschleunigter Absturz der des Sauen- und Schweinebestandes festzustellen, teilt der Landesbauernverband mit.

„Die neuen Zahlen zum weiter sinkenden Fleischkonsum stimmen unsere Berufskollegen nicht froh. Dazu kommt die immer stärker ausufernde Bürokratie und der enorme Investitionsbedarf zur Erfüllung gesetzlicher Auflagen im Bereich Tier- und Umweltschutz.“, sagt Ehlers, selbst Schweinehalter aus dem Landkreis Verden. „Wir befürchten, dass dieser Trend vermutlich anhalten wird. Wir setzen jetzt auf weitere politische Gespräche zum Umbau der Tierhaltung, und wir bieten ausdrücklich unsere Zusammenarbeit beim geplanten Diversifizierungsprogramm des Landes Niedersachsens an. Hierzu müssen noch konkrete Richtlinien erarbeitet und eine gesicherte Finanzierung auf die Beine gestellt werden. Es darf am Ende nicht so weit kommen, dass bei uns die Tierhalter*innen aus Kostengründen aufhören, und wir uns mit Fleisch erzeugt zu einfachsten Standards aus dem Ausland versorgen.“

10.08.2023
Kürzungen gefährden Entwicklung ländlicher Gebiete

Rotstift bei GAK-Förderung ist das völlig falsche Signal

Entgegen der Absichtsbekundung im eigenen Koalitionsvertrag wollen Ministerinnen und Minister im Bundeskabinett die Mittel in der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) nicht aufstocken, sondern drastisch kürzen. Um rund ein Viertel soll der Bundesetat in diesem Bereich zusammengestrichen werden, und die Sonderrahmenpläne „Förderung der ländlichen Entwicklung“ und „Ökolandbau und biologische Vielfalt“ sollen 2024 gleich ganz wegfallen, damit die Schuldenbremse eingehalten werden kann. Damit stünden allein vom Bund etwa 300 Millionen Euro weniger zur Verfügung. „Uns Landwirt*innen und unseren Städten und Gemeinden im ländlichen Raum droht sogar noch deutlich mehr Geld verloren zu gehen – durch die zusätzlich wegfallenden Kofinanzierungsmittel der Länder könnte der ländliche Raum bis zu 500 Millionen Euro verlieren“, mahnt Landvolk-Vizepräsident Manfred Tannen.

Angesichts der geplanten Mittelkürzungen könne er nur „mit dem Kopf schütteln“, wenn er die herausfordernden Aufgaben denke, mit denen der ländliche Raum konfrontiert sei: der demografische Wandel, Digitalisierung und Energiewende oder die Bekämpfung und Anpassung an den Klimawandel. Die Liste an Herausforderungen – insbesondere im Bereich der Landwirtschaft – ließe sich noch fortsetzen. Tannen weiter: „Deshalb ist der angesetzte Rotstift bei der GAK das völlig falsche Signal.“

Nach Ansicht des Landvolks braucht es lebendige, lebenswerte und wettbewerbsfähige ländliche Räume für eine starke Landwirtschaft und deshalb verlässliche Förderprogramme, um diese zu entwickeln. Die dafür notwendige Planungssicherheit bei der Finanzierung muss gewährleistet sein. Der ländliche Raum prägt Niedersachsen vom Emsland bis nach Lüchow und von Leer bis an den Harz, und die GAK ist Kernbestandteil des deutschen Fördersystems für strukturschwache Regionen. „Die geplanten Kürzungen gefährden die bisherigen Anstrengungen, für gleichwertige Lebensverhältnisse in den heterogen entwickelten Regionen Deutschlands zu sorgen“, sagt Manfred Tannen. „Schaue ich allein in meine Heimatregion entlang der Nordseeküste Niedersachsens, haben wir uns auch dank der Förderung über die GAK in den zurückliegenden Jahren erfolgreich in wichtigen Wirtschaftsfeldern wie Landwirtschaft und Tourismus weiterentwickelt. Diese Etappenerfolge dürfen nicht gefährdet werden.“

Eine Mittelkürzung der GAK um fast 300 Millionen Euro wäre eine fatale Fehlentscheidung. Im laufenden Jahr 2023 stellt der Bund für die GAK noch gut 1,1 Milliarden Euro Bundesmittel zur Verfügung. Zusammen der Kofinanzierung der Länder entfaltet die GAK eine enorme Hebelwirkung, denn jeder Euro Förderung bewirkt bis zu sieben Euro an privaten Investitionen im ländlichen Raum. „Ich fordere unsere niedersächsischen Bundestagsabgeordneten auf, sich in den parlamentarischen Haushaltsverhandlungen gegen die Kürzung der GAK-Mittel zu stemmen“, so Tannen abschließend.

Aktuelles aus dem Landesverband

16.01.2026
DBV mit der Molkereiwirtschaft im Austausch
Milch und Rind

(DBV) Im Vorfeld der Grünen Woche fand das traditionelle Auftakttreffen des DBV mit der Molkereiwirtschaft statt. Auf der Agenda standen die Milchmarktperspektiven, die Bewertung der Mehrwertprogramme, die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und die Sektorstrategie 2030 der Deutschen Milchwirtschaft. Die Anwesenden waren sich in ihrer Kritik an dem Niedrigpreiskampf bei Butter zwischen den LEH-Discountern Lidl und ALDI einig. Vor dem Hintergrund des volatilen Marktes wird die Warenterminbörse wieder stärker in den Fokus für die Preisabsicherung rücken und die politische Forderung nach einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage für Landwirte erneuert.

16.01.2026
DBVexklusiv – Wir haben umgestellt!
Milch und Rind

(DBV) Die App der Verbandszeitung dbk – Deutsche Bauernkorrespondenz ist auf die neue Website www.exklusiv.bauernverband.de/ umgezogen – das neue digitale Zuhause für alle Bauernverbandsmitglieder. Mitglieder melden sich einfach mit ihrer Mitgliedsnummer an, andere berechtigte Nutzer mit ihrem Freischaltcode, den sie vom DBV erhalten haben. Sie sind interessiert oder haben Fragen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail an dbvexklusiv@bauernverband.net.

16.01.2026
Strukturwandel setzt sich fort
Milch und Rind

(ZMB) Im November 2025 ist lt. Statistischem Bundesamt die Zahl der Milchviehhalter im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 47.157 (-3,1 %) Halter gesunken. Dagegen hat sich die Zahl der Milchkühe geringfügig um 8.000 (+0,2 %) auf 3,597 Mio. Tiere erhöht. Die stärksten Zuwächse gab es in den Betrieben mit mehr als 200 Kühen. Der bundesweite Herdendurchschnitt beträgt damit 76 Kühe je Betrieb.

16.01.2026
Schulungen zur Milchpreisabsicherung am Di. 10.02. und am Fr 13.02. (10-15 Uhr online)
Milch und Rind

(ife Institut) Das ife bietet im Winter Einsteiger-Schulungen im Rahmen eines vom Förderungsfonds der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt geförderten Projekts an. Innerhalb von 2 x 2 Std. wird online erklärt wie die jeweils aktuellen Milchmarktentwicklungen eingeschätzt werden. Es folgen Kurzbeiträge von Experten des ife Instituts und von StoneX mit Antworten und Diskussionen zu den Fragen „Wie kann ich eine Preissicherungsstrategie bei Milch aufsetzen?“, „Was kann ich tun bei bereits sinkenden Märkten?“, „Bei welchen Milchpreisen macht Preisabsicherung für mich überhaupt Sinn?“, „Welche Möglichkeiten bieten derzeit Molkereien an und welche Möglichkeiten gibt es für eigenständige Preisabsicherung ohne die Molkerei?“.

Anmeldungen und Fragen zu der Veranstaltung bitte per email (henrike.burchardi@ife-kiel.de) oder telefonischem Kontakt unten. Die Plätze sind begrenzt.
Die Veranstaltung kostet 100 EUR zzgl. MwSt., Milcherzeugungsbetriebe und Auszubildende erhalten einen Rabatt von 50%.

16.01.2026
Etwas mehr Wintergetreide in Deutschland ausgesät
Pflanzen

(AMI) Die Herbstaussaat für die Ernte 2026 zeigt insgesamt eine stabile Entwicklung der Wintergetreideflächen in Deutschland. Nach den deutlichen Verschiebungen im Vorjahr haben sich die Anbauentscheidungen wieder normalisiert. Mehr Wintergerste und Raps begrenzen allerdings den Spielraum für Mais. Im Herbst 2025 haben die Erzeuger in Deutschland auf knapp 5 Mio. ha Ackerland Wintergetreide für die kommende Erntesaison 2025 ausgesät. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die Aussaatfläche für Wintergetreide damit 1,3 % größer als die Anbaufläche des Jahres 2025. Die Winterweizenfläche, die flächenmäßig bedeutendste Getreideart in Deutschland, bleibt mit 2,9 Mio. ha nahezu unverändert gegenüber der Ernte 2025. Nach dem starken Flächenaufbau im Vorjahr ist damit eine Phase der Konsolidierung erreicht. Deutlicher fällt der Zuwachs bei der Wintergerste aus. Die Aussaatfläche erhöht sich um 4,9 % auf 1,27 Mio. ha. Auch Winterraps gewinnt weiter an Bedeutung: Die Rapsfläche steigt ebenfalls um 4,9 % auf 1,14 Mio. ha. Flächenzuwächse werden dabei insbesondere in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gemeldet. Roggen und Wintermenggetreide verlieren leicht an Fläche und kommen auf 0,53 Mio. ha. Triticale legt moderat um 2,3 % auf 0,29 Mio. ha zu. Insgesamt deutet die Herbstaussaat 2025 damit auf eine ausgewogenere Fruchtartenverteilung hin, nachdem witterungsbedingte Sondereffekte in den Vorjahren die Anbauentscheidungen stark beeinflusst hatten. Mehr Wintergerste und Winterraps bei stabilem Winterweizen bedeutet: weniger Spielraum für Sommerungen, daher begrenzt es den Spielraum für den Anbau von Mais. In Regionen mit viel Futterbau wird Mais aber vor allem vom Futterbedarf, der Witterung und der Wirtschaftlichkeit getrieben – nicht von der Wintergetreidestatistik allein.

16.01.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB)  Die Milchanlieferung blieb Anfang Januar 2026 hoch und stagnierte kurzfristig, lag aber weiterhin deutlich über dem Vorjahrsniveau mit einem Plus von 5,9 %. Nachfrage nach abgepackter Butter war Anfang Januar gut, der Rückgang nach Weihnachten gering und die Preise blieben stabil. Nachfrage nach Blockbutter ist gut, hat sich aber etwas beruhigt; die Preise bleiben stabil, während Käufer teils niedrigere Gebote abgeben. Die Nachfrage nach Schnittkäse ist Anfang Januar stark, die Produktion hoch und die Lagerbestände bleiben knapp. Die Preise sind stabil auf Vorwochenniveau.

Am Markt für MMP gab es in der zweiten Januarwoche eine spürbare Belebung. Kurzfristige Mengen waren knapp, und sowohl Lebensmittel- als auch Futtermittelqualitäten wurden zu festeren Preisen gehandelt. VMP-Markt zeigt ein ruhiges bis leicht belebtes Bild, die Preise bleiben in der Spanne der Vorwochen stabil. Bei MP bleibt der Markt stabil. Lebensmittelware gut nachgefragt und tendiert zu festen Preisen, während Futtermittelware stabil bis leicht schwächer gehandelt wird. Molkenproteinkonzentrat weiterhin feste Preisentwicklung.

16.01.2026
Scharfer Wettbewerb am Exportmarkt drückt Weizenkurse
Pflanzen

(AMI) Die Weizenkurse geben auf Wochensicht nach. Vor allem die große Konkurrenz aus Australien und Argentinien zieht die Notierungen nach unten.

Die Weizenkurse an der Pariser Börse können das Vorwochenniveau nicht halten. Am 15.01.2026 schloss der Fronttermin bei 189,25 EUR/t und verzeichnet ein Wochenminus von 2,25 EUR/t. Hierbei hielten sich die Kursschwankungen von -2,50 bis +1,00 EUR/t aber in Grenzen. Der Schlusskurs für den Kontrakt der Ernte 26 lag jüngst bei 195,50 EUR/t und damit 1,25 EUR/t unter Vorwoche.

Die global komfortable Angebotssituation von Weizen, vor allem in wichtigen Exportländern, drückt weiterhin auf die Kurse. Das unterstrich zuletzt auch nochmals die aktualisierte Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums zu Angebot und Nachfrage. Die vorige Produktionsprognose für 2025/26 wurde nochmals nach oben korrigiert. Nun liegt zu Gunsten der globalen Vorräte zwischen Weizenerzeugung und -verbrauch eine deutliche Differenz von rund 22 Mio. t. Das zog die Notierungen in Paris nochmals nach unten.

Hinzu kommen die trüben Exportaussichten der EU für die zweite Saisonhälfte 2025/26. Eine erwartete Rekordernte in Argentinien trägt zur überreichlichen Weizenversorgung bei und verschärft den Wettbewerb am Exportmarkt. Aufgrund dessen rechnen Marktteilnehmer nun damit, dass die Kurse weiter fallen könnte, damit westlicher EU-Weizen wettbewerbsfähig bleiben kann.

Aktuell liegen die Weichweizenausfuhren der EU nach Angaben der EU-Kommission mit 11,56 Mio. t bis zum 12.01.2026 aber nur knapp unter Vorjahresvolumen von 11,75 Mio. t. In der Saison 2023/24 lagen die Exporte bis Mitte Januar 24 allerdings bereits bei 17,63 Mio. t. Wie zuvor erwähnt ist Marokko das wichtigste Abnehmerland von EU-Weizen. Bislang importierte Marokko rund 2,17 (Vorjahr: 1,18) Mio. t EU-Weizen und macht damit knapp ein Fünftel der EU-Weizenlieferungen aus. Mit deutlichem Abstand nimmt Saudi-Arabien Platz zwei ein. Bisher wurden 934.923 t Weichweizen in das Land exportiert. Hierbei macht Saudi-Arabien gut 8 % der gesamten EU-Exporte aus, gegenüber 514.947 t und einem Marktanteil von 4,4 % zum Vorjahreszeitpunkt.

16.01.2026
Deutsche Weizenpreise nähern sich an
Pflanzen

(AMI) Am deutschen Brotgetreidemarkt zeigen die Preise auf Wochensicht eine heterogene Entwicklung. Im Großen und Ganzen bleibt die Marktsituation weiterhin ruhig. Das niedrige Preisniveau bietet keinen Anreiz zum Verkauf.

Insgesamt hat sich an der ruhigen Marktlage im Vergleich zur Vorwoche somit kaum etwas geändert. Die national wie international reichliche Getreideversorgung begrenzt den Preisspielraum nach oben – eine Situation, die sich voraussichtlich auch in den kommenden Wochen fortsetzen dürfte. Auf der Nachfrageseite ist sowohl im Inland als auch im Export nur wenig Kaufinteresse zu verzeichnen. Angesichts der üppigen Angebotslage sehen viele Abnehmer keinen unmittelbaren Handlungsbedarf, zumal die vor den Weihnachtsfeiertagen beschafften Mengen vielerorts noch ausreichend sind.

Auf Erzeugerebene zeigt sich somit ein uneinheitliches Preisbild. Zur Mitte der 3. Kalenderwoche werden im Bundesdurchschnitt für Eliteweizen 179,25 (167–187) EUR/t frei Erfasserlager aufgerufen, was einem Rückgang von 1,90 EUR/t gegenüber der Vorwoche entspricht. Brotweizen verfehlt das Vorwochenniveau mit aktuell 167,57 (153–178) EUR/t nur knapp um 0,14 EUR/t. Demgegenüber kann Qualitätsweizen innerhalb einer Woche um 2,08 EUR/t auf 173,82 (160–180) EUR/t zulegen. Auch Brotroggen verteuert sich, um 1,35 EUR/t auf durchschnittlich 145,10 (136–160) EUR/t.

Für Braugerste werden im Schnitt 161,96 (153–168) EUR/t frei Erfasserlager genannt, was einem leichten Anstieg von 0,19 EUR/t gegenüber der Vorwoche entspricht. Die Vermarktung gestaltet sich jedoch zunehmend schwierig, insbesondere im Norden Deutschlands, nachdem mehrere Brauereien ihren Betrieb eingestellt haben.

Angeboten wird Getreide vor allem aus Liquiditätsgründen oder aus Sorge vor einer möglichen Überlagerung zum Saisonwechsel. Zusätzlich wirkt das derzeit wenig attraktive Preisniveau verkaufshemmend. Entsprechend beschränkt sich das Marktgeschehen überwiegend auf die Abwicklung bereits bestehender Kontrakte.

16.01.2026
Rapspreise können sich behaupten
Pflanzen

(AMI) Nach dem jüngsten Preisrutsch zeigen sich die Rapspreise wieder gefestigt. Festere Börsenkurse und Großhandelspreise stützen den Markt, während die Vermarktungsbereitschaft weiterhin begrenzt bleibt.

Nach dem deutlichen Preisrutsch der Vorwoche haben sich die Erzeugerpreise am Rapsmarkt zuletzt behauptet. Zwar blieb der Handel insgesamt ruhig, weitere Abschläge blieben jedoch aus. Die Vermarktungsbereitschaft zeigte sich angesichts des erreichten Preisniveaus weiterhin begrenzt, während Käufer abwartend agierten.

Am Terminmarkt konnte Raps zuletzt zulegen. In Paris schloss der Fronttermin Februar 2026 am 15.01.2026 bei 471 EUR/t, ein leichtes Plus von 1,25 EUR/t gegenüber der Vorwoche. Impulse kamen vor allem vom kanadischen Canolamarkt, der sich deutlich fester zeigte. Belastende Signale vom Sojamarkt begrenzten jedoch den Spielraum nach oben, sodass größere Anschlusskäufe im insgesamt ruhigen Handel ausblieben.

Auf Großhandelsebene zogen die Forderungen ebenfalls an. Für Partien zur Lieferung ab Januar 2026 legten die Preise sowohl franko Hamburg als auch franko Niederrhein jeweils um Plus 7 EUR/t zu. In Hamburg sind aktuell 479 EUR/t möglich. Am Niederrhein stiegen die Preise auf 488 EUR/t. In Rostock fiel der Anstieg mit plus 9 EUR/t aufgrund einer höheren Prämie etwas stärker aus. Trotz der festeren Forderungen bleibt der Handel insgesamt ruhig, regional wird hingegen Ware gesucht. Abschlüsse werden allerdings weiterhin nur vereinzelt gemeldet.

Auf Erzeugerebene bestätigte sich die Stabilisierung. Der bundesweite Durchschnittspreis für Raps frei Erfasserlager stieg auf 443,13 EUR/t, ein Plus von 0,21 EUR/t gegenüber der Vorwoche. Die Vorkontrakte für die Ernte 2026 legten nach dem deutlichen Minus in der Vorwoche stärker zu und erreichten im Mittel 419,44 EUR/t, ein Plus von 3,16 EUR/t. Regional zeigen sich die Preise uneinheitlich, bewegen sich jedoch überwiegend in einer stabilen Spanne. Die Vermarktungsbereitschaft bleibt angesichts des ruhigen Marktumfelds begrenzt.

16.01.2026
Nach Frost Spekulationen am Kartoffelmarkt
Pflanzen

(AMI) Der starke Frost vergangener Tage hat einige Kartoffeln geschädigt, wohl aber nicht in großem Umfang. Den gibt es eher bei Spekulationen, die auch Osteuropa einbeziehen. Für Erzeuger wird nichts besser.

Nachdem wochenlang die schon bekannten fundamentalen Daten bei der Beschreibung und Analyse des Kartoffelmarktes von rechts nach links gedreht wurden, hat die Branche nach dem Frost Futter für Spekulationen darüber, ob Vorräte den niedrigen Temperaturen zum Opfer gefallen sein könnten. Sicher ist das hier und da geschehen, die Quantifizierung der Schäden ist aber kaum möglich. In klimatisierten Hallen dürfte so gut wie nichts passiert sein, es werden aber auch immer noch Kartoffeln in Provisorien vermutet. Auch gibt es beispielweise in Niedersachsen noch Feldmieten. Die sollen teilweise mit hohem Aufwand für die Isolierung erstellt worden sein, was dort auch noch Speiseware vermuten lässt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Frost in Deutschland die Überschusssituation aber nicht erledigt haben.

Ein anderer Aspekt ist die Lage in Ost- und Südosteuropa. Dort gibt es natürlich auch professionelle Lagerhaltung, aber wohl nicht so verbreitet wie in Westeuropa. Ob dann aber Kartoffelexporte für diese Regionen, die sicherlich nicht jetzt sondern in ein paar Wochen einsetzen, den Markt retten, bleibt auch dahingestellt. Es ist von den Größenordnungen her etwas völlig anderes, ob der Beneluxraum zu wenige Verarbeitungsrohstoff aufnimmt oder ein paar Speisekartoffeln nach Rumänien fließen. Außerdem warten nicht nur Versender in Deutschland, sondern auch in Frankreich auf ihre Gelegenheit.

Von Entspannung am Speisekartoffelmarkt kann also weiterhin keine Rede sein. Im Gegenteil: wenn jetzt in größerem Umfang auch noch Verarbeitungskartoffeln verschenkt werden und das medial Aufmerksamkeit bekommt, erweisen die Akteure dem Markt einen Bärendienst. Sowieso kommt bei den Landwirten seit der Ernte immer weniger Deckungsbeitrag an. Den fressen die Lagerkosten und die Bonituren auf. Es bräuchte bald einen weiteren Lagerkostenaufschlag. Der, so meinen Befragten, rückt aber in immer weitere Ferne – speziell in den Überschussgebieten.