Die Sozialwahlen 2023 gehen in die letzte Runde. Auch bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) müssen am 31. Mai 2023 die Stimmen für die Wahl zur Vertreterversammlung der SVLFG per Brief eingegangen sein. DBV-Präsident Joachim Rukwied ruft alle Wahlberechtigten auf, sich an der Wahl zu beteiligen: „Die Vertreterversammlung der SVLFG trifft wichtige organisatorische, ökonomische und strategische Entscheidungen für die soziale Absicherung unserer Bauernfamilien. Mit Ihrer Stimme können Sie über die Ausrichtung und Entwicklung der SVLFG in den nächsten sechs Jahren mitentscheiden.“
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
26.05.2023
QS bei „Lass uns reden“ – Podiumsdiskussion am Abend Geflügel
(QS GmbH) Nie zuvor war die Vielfalt an Lebensmitteln größer als heutzutage. Am 6. Juni 2023 ab 19 Uhr werden F.A.Z.-Konferenzen und top agrar gemeinsam mit QS bei der Veranstaltungsreihe „Lass und reden“ mit Konsumenten, Landwirten und Experten diese Frage diskutieren. Es wird ein kritischer Blick auf die gesamte Lebensmittelproduktion geworfen – vom Trog bis auf den Teller. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.faz-konferenzen.de/zukunft-der-landwirtschaft/reihe-3/
25.05.2023
Ernteaussichten in Europa weitestgehend günstig Pflanzen
Einzig Spanien und Portugal haben mit einer anhaltenden Dürre zu kämpfen, zuletzt wurde von sintflutartigen Regenfällen berichtet, welche Felder überfluteten. In Mitteleuropa sind die Bedingungen derzeit günstig, heftige Niederschläge bremsten nur vereinzelt die Feldarbeiten.
Die Witterungsbedingungen waren im Zeitraum vom 01.04-14.05.2023 in ganz Europa von gegensätzlichen Mustern geprägt, die sowohl trockener als auch feuchter als üblich waren, was sich in vielen Gebieten negativ auf die Bestände auswirkte. Die anhaltende und verstärkte Trockenheit auf der Iberischen Halbinsel hat die Aussichten für die Ernten in Spanien und Portugal weiter verschlechtert. In beiden Ländern sind die Ertragsprognosen für die bedeutsamsten Kulturen deutlich unter das unterdurchschnittliche Vorjahresniveau gerutscht. Ein deutlicher Niederschlagsüberschuss und kältere Bedingungen als üblich führten zu Verzögerungen bei der Aussaat der Kulturen und beeinträchtigten weitere Feldarbeiten in einem breiten Gürtel, der sich von Irland bis Bulgarien und der Ukraine erstreckt. Ein wichtiger positiver Aspekt des Niederschlagsüberschusses ist allerdings, dass die Bodenfeuchtigkeit und der Grundwasserspiegel in den meisten betroffenen Gebieten für die Wasserversorgung der Kulturen derzeit sehr günstig sind.
Während sich der Nordwesten Italiens von der im April gemeldeten Dürre erholt, wurden im Nordosten und im Süden des Landes überdurchschnittliche Niederschläge gemeldet. Die erheblichen Regenfälle und aufgrund dessen über die Ufer getretene Flüsse haben örtlich schwere Ertragsverluste bei Weizen und Gerste sowie erhebliche Schäden an Dauerkulturen verursacht.
In Irland und im Vereinigten Königreich verzögerte sich durch den Niederschlagsüberschuss die Aussaat von Gerste bis Anfang Mai sowie von Kartoffeln und Mais, insbesondere im Nordosten Irlands. Auch in Belgien, den Niederlanden, Westdeutschland und Nordfrankreich behinderten die anhaltend überdurchschnittlichen Niederschläge, wenn auch nicht so stark wie im März, die Aussaat und andere Feldarbeiten (Quelle: AMI).

25.05.2023
Winterweizenfläche in Deutschland unter Vorjahr Pflanzen
Der Anteil der Winterkulturen dürfte zur kommenden Ernte deutlich zunehmen, während der Anteil des Sommergetreides rückläufig ist. Besonders das Sommerweizenareal dürfte deutlich kleiner ausfallen als noch 2022.
Zur kommenden Ernte 2023 haben die deutschen Landwirte auf rund 2,85 Mio. ha Winterweizen angebaut, dies teilte jüngst das Statistische Bundesamt mit. Damit verfehlt die Fläche das Vorjahresergebnis um 1,4 %. Die Winterungen stellen gemessen an der Gesamtanbaufläche auch 2023 mit 84 % den größten Anteil. Wintergerste bauten die Landwirte auf 1,27 Mio. ha an, rund 5 % mehr als noch im Vorjahr. Die Anbaufläche von Winterraps dürfte ebenfalls zunehmen und auf 1,16 Mio. ha angebaut werden, ein Plus von 7,6 % gegenüber der vorigen Saison.
Sommergetreide wurde dagegen in diesem Frühjahr deutlich weniger angebaut. Die Sommerweizenfläche liegt voraussichtlich bei 28.800 ha, ein Minus von 45 % gegenüber Vorjahr. Die Sommergerstenfläche dürfte, wenn auch nicht so deutlich, ebenfalls kleiner ausfallen. Mit schätzungsweise 329.000 ha würden 2023 auf rund 41.600 ha weniger angebaut werden als ein Jahr zuvor. Silomais, welcher auf voraussichtlich 2,07 Mio. ha (+2,1 %) angebaut werden dürfte, bleibt hinter Winterweizen die flächenmäßig wichtigste Kultur. (Quelle: Destatis/AMI)

25.05.2023
Brotweizen unter 200 EUR/t Pflanzen
Mit dem Minus in Paris wurden auch die Gebote am Markt für Brotgetreide zurückgenommen. Umsatz steht jedoch kaum dahinter.
Auch in der laufenden Handelswoche setzten die Pariser Weizennotierungen ihre Berg- und Talfahrt fort. So konnte sich der Fronttermin zwischenzeitlich zwar etwas befestigen, verzeichnet auf Wochensicht jedoch einen Rückgang um 3 auf 222,50 EUR/t. Am 22.05.2023 erreichten die Notierungen mit 221 EUR/t sogar den tiefsten Stand seit Ende Juli 21. Druck kam dabei insbesondere von den jüngsten Entwicklungen in Osteuropa, immerhin einigten sich Russland, die Ukraine und die Vereinten Nationen, das Abkommen über eine sichere Handelspassage um weitere 60 Tage zu verlängern.
Angesichts der Abwärtskorrekturen in Paris wurden auch die Gebote für Brotgetreide auf Erzeugerstufe zurückgenommen. So werden für Brotweizen im Bundesdurchschnitt rund 196,80 (180-220) EUR/t verlangt und damit 9,80 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Für Qualitätsweizen wurden mit 203 (185-230) EUR/t durchschnittlich knapp 12 EUR/t weniger verlangt. Brotroggen wird für 168 (145-215) EUR/t offeriert und vergünstigt sich damit um 7 EUR/t. Die geringste Preiskorrektur erfuhr Braugerste. Hier werden mit 256,90 (229-280) EUR/t im Bundesdurchschnitt rund 5,40 EUR/t weniger genannt.
In dem fallenden Markt agieren Käufer weiterhin zurückhaltend und verharren vorerst in abwartender Haltung. So bleibt die Handelsaktivität am heimischen Markt gering. Regional nimmt die Unsicherheit der Erzeuger jedoch zu, denn an einen deutlichen Preisanstieg im Übergang zur kommenden Saison glaubt mittlerweile kaum noch einer. So kann die Abwärtskorrektur wenigstens regional die ein oder andere Lagerpartie aus Erzeugerhand locken. Andernorts bleibt die Abgabebereitschaft weiterhin gering. (Quelle: AMI)

25.05.2023
Umsatzloser Rapsmarkt Pflanzen
Rückläufige Notierungen an den Terminmärkten ziehen die Kassapreise für Raps kräftig nach unten. Der Handel ruht weiterhin.
Nahezu ungebremst bewegen sich Notierungen an der Pariser Börse weiter nach unten. Auslöser dafür war die Verlängerung des Exportabkommens in Osteuropa um weitere 60 Tage, welche die Sorge um einen globalen Versorgungsengpass verblassen ließ. Hinzu kommt die Aussicht auf eine komfortable Versorgung 2023/24, immerhin korrigierte der Internationale Getreiderat (IGC) seine Prognose der globalen Rapserzeugung zuletzt um 1,3 auf 86,4 Mio. t nach oben. Vor diesem Hintergrund rutschten die Pariser Rapsnotierungen mit 392,75 EUR/t zwischenzeitlich sogar auf den tiefsten Stand seit Anfang November 20, konnten sich zuletzt allerdings wieder etwas befestigen.
Beim Großhandel waren am 24.05. mit 404 EUR/t franko Niederrhein rund 16 EUR/t weniger möglich als noch in der Woche zuvor. Franko Hamburg sind in der 21. KW für prompte Partien bis zu 388 EUR/t im Gespräch. Für Partien der Ernte 23 werden bis zu 395 EUR/t in Aussicht gestellt.
Die rückläufigen Börsennotierungen setzen auch die Erzeugerpreise am heimischen Kassamarkt unter Druck. Im Bundesdurchschnitt werden aktuell 366,40 EUR/t verlangt und damit 26,90 (!) EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 315-430 EUR/t. Zum Vorjahreszeitpunkt wurden noch 893 EUR/t gefordert, im Mai 21 waren es noch 519 EUR/t. Auch Vorkontrakte der Ernte 23 wurden um 22,20 auf 369,90 (340-399,50) EUR/t zurückgenommen. (Quelle: AMI)

25.05.2023
Spannungen am Markt für Speisekartoffeln Pflanzen
Mehr und mehr wird der Kartoffelmarkt zu einem Verkäufermarkt. Das Angebot wird vor dem Hintergrund von Nässe und geringen Erträgen in Spanien kleiner. Lagerkartoffeln gibt es kaum noch. Bislang blieben die Preise stabil.
Der Speisekartoffelmarkt ist zwar weiterhin gut mit Kartoffeln aus den verschiedenen Herkünften versorgt, mitunter kommt aber nun Anspannung auf, unter welcher das Verarbeitungssegment schon länger zu leiden hat. Bisher waren vor allem Versorgungslücken in einigen Wochen für möglich gehalten worden. Vergangene Woche wurde aber auch schon eine dünne Versorgungsdecke bei mindestens einer LEH-Kette offenkundig. Und nun müssen die Kunden der Lieferanten in Spanien bangen, dass die Programme nicht wie erwartet laufen, da es auf der iberischen Halbinsel nach länger Dürre angefangen hat, reichlich zu regnen. Auf leichten Böden kommt man mit der Ernte noch voran, bindigere Böden, die dominieren, könnten aber bei noch mehr Wasser in dieser Woche auch länger kaum zu beernten sein. Reste aus deutschen Lagern werden kaum noch helfen, den Bedarf zu decken. In der Südhälfte ist sowieso schon längst alles geräumt und diese Woche stellt der Heidekartoffelverbund seine Preisfeststellung ein, weil es keine dafür nötigen Umsätze mehr gibt.
Preislich ändert sich indessen so gut wie nichts. Die Frühen aus Israel und Ägypten sind längst abgewickelt, Lagerkartoffeln verändern sich in den letzten Tagen ihrer 2022/23er Saison auch nicht mehr im Preis und bisher wird von unveränderten Forderungen in Spanien berichtet, die bei etwa 95,00 EUR/dt liegen und damit die Spitze für Packware markieren. (Quelle: AMI)
25.05.2023
Regionaler Marktkommentar Pflanzen
Für Betriebe, die weiterhin Getreide aus der letzten Ernte loswerden müssen, gab es vergangene Woche kaum gute Nachrichten. Nach langen Verhandlungen ist das Schwarzmeer-Getreideabkommen letztendlich doch wieder verlängert worden. Nicht nur aus diesem Grund rutschten die Preise an der Pariser Börse erneut ab und fielen zwischenzeitlich auf den niedrigsten Wert seit zwei Jahren. Hiesige Märkte folgten diesem Trend und Großhandels- sowie Kassapreise entwickelten sich ebenfalls negativ. Die Aussicht auf eine global gute Ernte 2023 übte weiteren Druck aus. So werden zwar geringere Mengen aus der Ukraine und Russland erwartet, diese Defizite können laut Prognose jedoch durch Ware aus den USA, Kanada, Indien und China ausgeglichen werden. Auf den heimischen Flächen sind die Bestände weitestgehend zufriedenstellend, jedoch wird das Wetter in den kommenden Wochen einen kritischen Einfluss auf Qualität und Umfang der Ernte haben. Am Rapsmarkt ist die Lage sogar noch angespannter. Auch hier sind das Getreideabkommen und eine gute Versorgungslage die Hauptfaktoren für schmelzende Preise. Hinzu kommen schwache Roh- und Pflanzenölnotierungen. An den Börsen tendierten die Kontrakte rund um 400 EUR/t. Frei Erfasserlager wurde diese Marke teils deutlich unterschritten. Währenddessen werden die ersten heimischen Frühkartoffeln vermarktet. Die Nachfrage an den Hofläden ist zwar aktuell noch begrenzt, jedoch könnte das belebte Spargelgeschäft in den kommenden Tagen für höhere Absätze sorgen. Die Bestände alterntiger Speisekartoffeln nehmen stetig ab, können jedoch die ruhige Nachfrage noch bedienen, was dazu führt, dass sich die Preise kaum verändern. Der Ruf nach Verarbeitungsware bleibt hingegen ungebrochen laut. Inzwischen wurden an der Terminbörse sogar die 50 EUR/t überschritten. Die Erzeugerpreise haben sich entsprechend ebenfalls noch einmal erhöht.
