In spanischen Sauenbeständen gibt es seit längerem große Gesundheitsprobleme mit dem PRRS-Virus. Es ist deshalb zu vermehrten Saugferkelverlusten und Leistungseinbußen bei den Sauen gekommen. Als Folge davon fehlten Ferkel für die Mast, so dass die spanischen Mäster vermehrt Ferkel aus dem Ausland zugekauft haben. Im ersten Quartal 2023 hat die Einfuhr damit um fast 300 000 Ferkel (gut 50 %) zum Vorjahreszeitraum auf insgesamt 873 300 Tiere zugenommen. Hauptlieferländer waren die Niederlande mit gut 621 000 Ferkeln (+45,5 % zum Vorjahresquartal) und Belgien, das mit 134 600 Ferkeln seine Lieferungen versechsfachte. Zu den weiteren Ferkellieferanten Spaniens zählten Dänemark mit 48 400 und Portugal mit rund 43 000 Tieren, wobei hier jedoch kein Handelszuwachs zu verzeichnen war. Aus Deutschland wurde eine Einfuhr von 19 000 Ferkeln gemeldet; das waren 5 700 Tiere weniger als im ersten Quartal 2022.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
14.06.2023
MeVoPo verschärft Brandschutz für Ställe Schwein
Vor dem Hintergrund des Großbrands in der Schweinezuchtanlage Alt Tellin in 2021 will Mecklenburg-Vorpommern nun die Anforderungen an die Brandschutzkonzepte für Ställe verschärfen. Die Landesregierung hat daher über einen entsprechenden Richtlinienentwurf beraten und die Verbandsanhörung gestartet. Der Entwurf sieht Verschärfungen bei der Unterteilung großer Ställe in Brandabschnitte vor. Auch soll die Versorgung mit Löschwasser und der Zugang zu den Anlagen für Feuerwehrfahrzeuge verbessert werden. Zudem ist die Zahl und Größe der Ausgänge für die Tierrettung zu überprüfen.
Das BMEL hatte Anfang Mai angekündigt, den Brandschutz in Nutztierhaltungsanlagen zu verschärfen.
09.06.2023
Trockenheit treibt Getreidekurse an den internationalen Börsen Pflanzen
Sowohl die Notierungen für Mais als auch für Weizen schlossen zuletzt deutlich über Vorwochenniveau. Neben der Sorge um trockenheitsbedingte Ertragseinbußen bedingten auch die jüngsten Entwicklungen in Osteuropa den Anstieg.
Nach dem Auf und Ab der vergangenen Woche konnten sich die Weizenkurse an der Börse in Chicago zuletzt wieder berappeln und legten kräftig zu. So verzeichnete der Fronttermin Juli 22 bis zum 06.06. fünf Handelstage in Folge grüne Zahlen und gewann umgerechnet rund 13,80 auf 215,90 EUR/t. Angetrieben wurden die Notierungen dabei durch ausbleibende Niederschläge in Teilen der europäischen Anbaugebiete sowie am Schwarzen Meer. Das dürfte die Erträge und somit auch das weltweite Angebot 2023/24 limitieren. Indes wurden nach jüngsten Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums bis zum 04.06.2023 rund 36 % der bonierten Weizenschläge als gut bis ausgezeichnet eingestuft, was einem Anstieg von 2 Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche entspricht. Die Markterwartungen von 35 % wurden damit knapp übertroffen.
Auch die Maisnotierungen in Chicago bewegten sich im Aufwind der festen Getreidekurse nach oben, konnten ihr Niveau zwischenzeitlich jedoch nicht halten. So schloss der Fronttermin Juli 22 am 06.06.2023 bei umgerechnet 224 EUR/t und damit rund 6,30 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Ausschlaggebend für die Aufwärtskorrektur waren dabei Trockenheit und Hitze im mittleren Westen der USA. Marktteilnehmer befürchten, dass diese die Maisbestände in ihrem noch frühen Entwicklungsstadium beeinträchtigen könnten. So teilte das Ministerium zuletzt mit, dass sich bis zum 04.06.2023 rund 64 % der US-Maisbestände in einem guten bis ausgezeichneten Zustand befanden, 5 Prozentpunkte weniger als noch in der Woche zuvor und 3 Prozentpunkte weniger als von Analysten im Vorfeld erwartet worden waren. (Quelle: AMI)

09.06.2023
Kontrakte der kommenden Getreideernte kaum noch gehandelt Pflanzen
Die nicht mehr ganz so optimalen Vegetationsbedingungen – auf leichten Standorten werden Trockenstresssymptome sichtbar – bremsen die Kontraktbereitschaft, auch wenn mehr geboten wird.
Der Anstieg der Börsenkurse konnte kaum Umsätze am Kassamarkt generieren. Zwar werden für prompten Brotweizen in einigen Regionen bis zu 13 EUR/t mehr genannt, in anderen wurden allerdings die Gebote um bis zu 5 EUR/t gesenkt, sodass im Bundesdurchschnitt mit knapp 196 (170-215) EUR/t nur 1,25 EUR/t mehr genannt werden als in der Vorwoche. Es erfolgen ohnehin nur vereinzelt Verkäufe. Die Abgabebereitschaft von Erzeugerseite bleibt gering. Nur vereinzelt werden Restbestände abgegeben, um die Lager auf die nächste Saison vorbereiten zu können. Hinsichtlich der kommenden Ernte konnten die steigenden Gebote allerdings die Kontraktbereitschaft überhaupt nicht beleben. Im Streckengeschäft Ostdeutschland werden mit 203,65 (180-222) EUR/t rund 5,80 EUR/t mehr genannt als in der Vorwoche. Da die Ertragsaussichten immer ungewisser werden, spekulieren viele Erzeuger auf höhere Gebote zur nächsten Ernte und nehmen daher auch alterntige Ware mit in die nächste Saison.
Auf den Feldern entwickeln sich die Wintergetreide sehr gut, aber vor allem auf den leichten Standorten macht sich der fehlende Regen bemerkbar, sodass vor allem Sommerungen Trockenstresssymptome aufweisen. Sollte es weiterhin an Niederschlag mangeln, dürften auch schwereren Böden keine optimalen Bedingungen mehr bieten können. Aber noch wird von einem überdurchschnittlichen Ertragspotenzial ausgegangen. Erzeuger bereiten langsam die Gerstenernte vor, teils wird vorher noch kurz Urlaub gemacht. Entsprechend ruhig ist es am Markt. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage gering, denn Mühlen und Futtermittelhersteller spekulieren auf weiter sinkende Preise im Zuge des zunehmenden Angebots während der Ernte.
Während in Paris der Fronttermin gegenüber Vorwoche deutlich zulegte, weisen die Großhandelspreise einen etwas verhalteneren Aufschwung auf. Prompter Brotweizen franko Hamburg verteuerte sich um 10 auf 234 EUR/t, an den Mühlenstandorten im Inland wurden allerdings nur 8-9 auf 231-233 EUR/t verzeichnet. Qualitätsweizen legt franko Hamburg um 6 auf 240 EUR/t zu, aber Brotroggen verteuert sich franko Niederrhein um 11 auf 217 EUR/t. Für Braugerste bewegen sich die Verkaufsideen für alterntige Partien nicht und bleiben franko Oberrhein stabil bei 290 EUR/t. Kräftig nach oben bewegt haben sich allerdings die Gebote für Partien zur Lieferung ab September 23, die am 06.06.23 bei 312 EUR/t lagen und so 9 EUR/t über Vorwochenlinie. (Quelle: AMI)

09.06.2023
Auf den Feldern wie am Markt – Positive Trends beim Raps Pflanzen
Insbesondere auf leichten Böden wird dennoch Niederschlag benötigt, denn Wind und Sonne der vergangenen Wochen entziehen den Böden zunehmend Feuchtigkeit. Die Kurse steigen kräftig.
Nach dem wochenlangen Abwärtstrend konnten sich die Rapskurse an der Pariser Börse zuletzt wieder berappeln. So verzeichnete der Fronttermin August 23 fünf Tage in Folge grüne Zahlen und gewann kräftig um 44,50 auf 429,50 EUR/t. Partien der Ernte 24 schlossen am 06.06.2023 mit 434,75 EUR/t rund 35,50 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Unterstützung kam dabei insbesondere von dem schwachen Eurokurs, welcher die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Partien auf dem Weltmarkt steigert. Hinzu kommen feste Rohöl- und Sojanotierungen sowie die nach wie vor kritische Lage am Schwarzen Meer.
Im Zuge dessen wurden auch die Großhandelspreise für Raps angehoben. Mit 443 EUR/t sind am 07.06.2023 franko Niederrhein bei erhöhtem Aufgeld (+2) rund 47 EUR/t mehr möglich als noch in der Woche zuvor. Franko Hamburg sind in der 23. KW für prompte Partien bei stabilen Prämien mit bis zu 425 rund 45 EUR/t mehr im Gespräch. Für Partien der Ernte 23 werden bis zu 445 EUR/t in Aussicht gestellt.
Mit dem Plus in Paris bewegen sich die auch die Erzeugerpreise für Raps nach oben. Im Bundesdurchschnitt werden aktuell 383,60 EUR/t verlangt und damit 15,50 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 360-415 EUR/t. Zum Vorjahreszeitpunkt wurden noch 816 EUR/t gefordert. Im Juni 21 waren es noch 527 EUR/t. Auch Vorkontrakte der Ernte 23 wurden um 11,60 auf 384,50 (360-411) EUR/t angehoben. (Quelle: AMI)

09.06.2023
Erste Schätzungen zur Ernte in Australien Pflanzen
Das ABARES hat seine ersten Schätzungen für die australische Winterernte veröffentlicht, die sich jetzt in der Endphase der Aussaat befindet. Trockenheit wird die Serie von drei aufeinanderfolgenden Rekordergebnissen wohl beenden.
Für Weizen wird im jüngsten vierteljährlichen australischen Erntebericht für 2024 eine Ernte von 26,2 Mio. t prognostiziert, was einem Rückgang von 33 % gegenüber den 39,2 Mio. t aus diesem Jahr entspricht. Für Gerste werden 9,9 Mio. t prognostiziert, ein Rückgang um 30 % gegenüber 14,1 Mio. t in 2023 und Raps wird auf 4,9 Mio. t veranschlagt, was sogar 41 % weniger wären als die Rekordernte 2023 von 8,3 Mio. t. Das Landwirtschaftsministerium ABARES prognostiziert die gesamte australische Ernte an Winterungen, Getreide, Raps und einer Vielzahl von Hülsenfrüchten auf 44,9 Mio. t und damit ein Drittel unter dem Allzeithoch von 2023. Im Vergleich zum langjährigen 10-Jahresdurchschnitt ist das ein Minus von 3 %.
Die Weizenanbaufläche wird voraussichtlich um 2 % auf 12,8 Mio. ha zurückgehen, während Gerste auf 4,3 Mio. ha sogar 4 % mehr angebaut wird, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass diese Kultur im Vergleich zu Weizen und Raps trockeneren Bedingungen besser standhält.

09.06.2023
Erschwernisausgleich noch bis 30. Juni beantragen Pflanzen
Durch die im Bundesgesetz festgehaltenen Paragrafen §4 Abs. 1 PflSchAnwV und §30 BNatSchG ist es in Niedersachsen aktuell untersagt, bestimmte Pflanzenschutzmittel auf Flächen in Naturschutzgebieten, Nationalparks, Naturdenkmälern oder gesetzlich geschützten Biotopen anzuwenden, wenn diese Fläche zugleich einem Natura 2000 Gebiet zugewiesen ist. Um den entstehenden Minderertrag entgegenzuwirken kann noch bis 30.06. ein Antrag auf Erschwernisausgleich gestellt werden. Für produktiv genutzte Ackerflächen beträgt der Erschwernisausgleich voraussichtlich 382 EUR/ha. Die Antragsformulare sowie weitere Informationen zu dem Thema können unter https://www.agrarfoerderung-niedersachsen.de/agrarfoerderung/news/40345_Erschwernisausgleich_Pflanzenschutz abgerufen werden.
09.06.2023
Frist für Nachbauerklärung endet im Juni Pflanzen
Die STV erinnert an das Auslaufen der Rückmeldefrist für die Nachbauerklärung Herbst 22 / Frühjahr 23. Demnach können die Formulare noch bis zum 30.06.2023 eingereicht werden. Seit dem 2015 gefällten Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) ist der Nachbau bestimmter Arten und Sorten nach europäischem Recht nur dann rechtmäßig, wenn bis zum Ende des Wirtschaftsjahres der Aussaat die geschuldeten Nachbaugebühren gezahlt werden. Die Erklärung kann auf der Seite der STV (https://www.stv-bonn.de) online eingereicht werden. Für Rückfragen kann das STV-Service-Center unter 0228 96 94 31 60 telefonisch kontaktiert werden.
09.06.2023
Regionaler Marktkommentar Pflanzen
Während sich die Dürrelage vielerorts in Europa zuspitzt und mancher Marktteilnehmer schon an den zuletzt noch guten Ernteaussichten zweifelt, steigen die Getreidekurse an den Warenterminbörsen merklich. Da die Mehrzahl weiterhin mit einer guten Ernte rechnet ist die Stimmung jedoch weiter verhalten. Am hiesigen Markt konnten sich die Trends wenig durchsetzen und von einer Belebung am Kassamarkt kann nicht die Rede sein. Sofern die Kapazitäten es zulassen, werden einige Erzeuger wohl einen Teil der alten Ernte überlagern. Wer den Platz für die neue Ernte braucht und noch Mengen im Lager hat, sucht dringend nach Abnehmern. Das Kaufinteresse bleibt allerdings weiter gering. Die Wassersituation ist in einigen Regionen bereits angespannt. Wo es möglich ist, werden vor allem auf leichten Böden viele Kulturen beregnet. Der Niederschlag wird nun dringend benötigt, damit es beim Getreide nicht zu größeren Beeinträchtigungen in der Kornausbildung kommt. Bis zum Anfang der kommenden Woche scheint sich die aktuelle Wetterlage jedoch mindestens zu halten. Am Markt für Ölsaaten haben die Rapsnotierungen in den letzten Tagen regelrechte Sprünge gemacht. Der lange Negativtrend wurde damit vorerst beendet. Am Kassamarkt war der Rapspreis zum Anfang der Woche im Vergleich zur Vorwoche noch stabil. Sollte sich der Positivtrend an den Börsen jedoch halten, ist davon auszugehen, dass auch die Erzeugerpreise wieder anziehen. Bei den Kartoffeln wechselt der Fokus zunehmend von der Lagerware zu den Frühkartoffeln. Die zu Beginn kühlen und nun trockenen Bedingungen haben die Entwicklung und das Wachstum der Knollen zunächst gebremst. Mittlerweile erhöhen sich Angebot und Nachfrage allerdings stetig. Von den Hofläden werden gute Absätze berichtet und die Erzeugerpreise halten sich bei etwa 90 EUR/dt.
