Mit dem ausgiebigen und teilweise extremen Niederschlag wechselt das Wetter dieser Tage vielerorts von einem Extrem in das nächste. Regional sind am Donnerstagabend bis zu 100 mm Regen gefallen. Mengen, die von den ausgetrockneten Böden kaum aufzunehmen waren. Der am Freitag eingesetzte Landregen soll sich in der kommenden Woche teilweise fortsetzen und könnte mit Blick auf die bald startende Ernte für Entspannung sorgen. Unterdessen tendierten die Erzeugerpreise am Getreidemarkt weiter aufwärts. Die Trockenheit, welche neben Deutschland auch Europa und insbesondere den mittleren Westen der USA betrifft, bereitet Sorgen um deutliche Ertragseinschränkungen. In den USA sind beispielsweise etwa 50 % der Maisbestände betroffen. Mit den steigenden Erzeugerpreisen sind zuletzt viele Landwirte dazu übergegangen, ihre Restmengen an den hiesigen Markt zu bringen. Das Interesse an Kontrakten für die kommende Ernte wird aus Händlerkreisen allerdings weiter als gering bezeichnet. Die trockenen Bedingungen in den USA haben auch die Sojapreise in dieser Woche noch einmal beflügelt. Davon beeinflusst stiegen auch die Preise für Raps erneut. Ein weiterer Faktor für die starke Tendenz der Ölsaaten ist die Abwärtskorrektur der in Australien erwarteten Rapsernte, welche sich nach letzten Schätzungen von erst angenommenen 8,2 Mio. t auf 4,9 Mio. t fast halbieren könnte. Zum Ende der Woche sackten die Rapsnotierungen an der Pariser Börse jedoch wieder ab. Ob es sich hier nur um einen kurzzeitigen Markteffekt handelt, bleibt abzuwarten. Währenddessen werden die letzten Speisekartoffeln der letzten Ernte gepackt und vermarktet. Die knappe Versorgungslage hält die Erzeugerpreise auf einem hohen Niveau. Die hohe Nachfrage von Schälbetrieben und Einzelhandel an Frühkartoffeln kann kaum bedient werden und Importware steht nur noch in geringen Mengen zur Verfügung. In den kommenden Wochen wird allerdings mit größeren Mengen festschaliger Ware gerechnet.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
23.06.2023
23.06.2023
Eiermarkt schwächer Geflügel
(AMI/MEG) Im Laufe des Junis tendierte der Eiermarkt schwächer. Mit steigenden Temperaturen ließ das Verbraucherinteresse nach. Insbesondere Eier, die nach EU-Standard erzeugt wurden, waren genügend vorhanden. Dies war zum Teil auch darauf zurückzuführen, dass etliche Produzenten die Erzeugung nach Richtlinien des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) vorübergehend ruhen ließen. Entsprechend war die Produktion von Eiern aus Produktionssystemen ohne Kükentöten (OKT-Ware) eingeschränkt. Das Angebot solcher Eier war aber nicht mehr ganz so knapp wie noch im Mai. Das Interesse der Verarbeiter fiel im Juni weniger rege aus. Man hatte sich wohl international mit Ware versorgt, zudem wurden teilweise auch Rezepturen verändert und weniger Rohware benötigt. Saisonal aufschlagende Betriebe hielten sich noch mit Käufen zurück. Im Juni gaben die Preise am Spotmarkt stärker nach als im Mai. Das Preisniveau des Vorjahres wurde aber deutlich übertroffen. In den vermarktungsstarken Gewichtsklassen L und M lagen die Preise für Bodenhaltungseier laut MEG-Erhebung Mitte Juni ca. 40 bis 50 % über Vorjahr.
23.06.2023
Geflügelmarkt abwartend Geflügel
(AMI/MEG) Das im Juni überwiegend sommerliche Wetter förderte die Nachfrage nach Grillprodukten von Hähnchen und Pute. Der Absatz wurde jedoch uneinheitlich stark eingeschätzt. Einige Anbieter berichteten von Kürzungen der Bestellmengen, andere sahen Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüberstehen. Marktteilnehmer sprachen zuletzt von einem verstärkten Importdruck. Insbesondere polnische Ware wurde recht niedrigpreisig offeriert. Die Schlachtereiabgabepreise bei Lieferung an den Lebensmitteleinzelhandel blieben am Hähnchenmarkt stabil. Bleibt abzuwarten, was die kommenden Verhand-lungen zwischen Anbietern und den Einzelhandelsketten ergeben. Auf Ladenstufe wird Hähnchenfilet als Aktionsware wieder unter der 10 Euro-Marke offeriert. Saisonüblich hat sich die Nachfrage nach Brustfleischartikeln von der Pute belebt. Die Althennenschlachtereien berichteten von einem anhaltend umfangreichen Angebot an Althennen. Die Althennenpreise gaben nach. Das Vorjah-resniveau wurde im Verlauf des Monats Juni 2023 wieder unterschritten.
23.06.2023
Anteil nicht verzehrsfähiger Masthühner bei 2,0 % Geflügel
Wie Destatis mitteilt, erklärten die Veterinärbehörden im vergangenen Jahr 12,1 Mio. Masthühner für nicht zum Verzehr geeignet, das waren 2,0 % der insgesamt 612,2 Mio. geschlachteten Tiere. In 2021 lag der Wert bei 2,1. Bei den Masthühnern stellte die tiefe Dermatitis (Hautentzündung unter anderem im Bereich des Unterbauches und der Kloake) mit einem Anteil von 34,1 % weiterhin die Hauptursache für eine Untauglichkeit dar. Als zweithäufigsten Grund (16,8 %) gab das Untersuchungspersonal Bauchwassersucht (Aszites) an. Neben den tierbezogenen Untauglichkeitsgründen werden auch die sogenannten Schlachtschäden erfasst, die z.B. durch den Schlachtvorgang oder eine unzureichende Ausblutung der geschlachteten Tiere entstehen können. Bei der Schlachtung von Masthühnern wurden aus diesem Grund 0,3 % der Tiere verworfen (1,6 Mio. Masthühner).
23.06.2023
Schweiz: Weiter Import von Stopfleber Geflügel
Die Schweiz hat sich gegen ein Einfuhrverbot von Stopfleber entschieden. Begründet wird dies damit, dass es keine gleichwertigen Alternativen zur Stopfleber gäbe, kommt ein Verbot einem Konsumverbot gleich. Insbesondere in der Westschweiz würde ein Importverbot eine gesellschaftlich stark verankerte kulinarische Tradition beeinträchtigen. Eine Deklarationspflicht für Gänse- und Entenleber aus der Stopfmast soll jedoch bestehen bleiben. Eine solche hatte der Schweizer Bundesrat Ende April 2023 bekanntgegeben. Pro Jahr importiert die Schweiz 200.000 Kilogramm Gänse-Stopfleber. Um doch noch ein Einfuhrverbot zu erreichen, sammelt die Organisation Alliance Animale Suisse aktuell Unterschriften für eine Volksinitiative.
23.06.2023
Frankreich: Tests mit HPAI-Impfstoff vielversprechend Geflügel
Wie das französische Landwirtschaftsministerium mitteilt, gab es allein in den beiden vergangenen Monaten mehr als 70 Nachweise der Geflügelpest in Nutztierhaltungen. Ein erster Erfolg konnte nun in Frankreich hinsichtlich der getesteten HPAI-Impfstoffe verzeichnet werden. Ersten Ergebnissen zufolge sind die Vakzine sowohl bei den Experimenten zur Untersuchung des Impfschutzes und der Virus-Ausscheidung als auch bei den Versuchen zur Ansteckung unter geimpften Tieren als „sehr vielversprechend“ einzustufen. Die beiden getesteten Impfstoffe hätten unter anderem die Ausscheidung der Menge des Erregers verringern können, erklärte das Ministerium. Zudem scheinen die Impfungen das Ansteckungsrisiko deutlich zu reduzieren und eine Infektion über die Luft möglicherweise sogar vollständig verhindern zu können. Die französischen Landwirte hoffen auf eine schnelle Zulassung, denn die Angst vor der nächsten Ausbruchswelle dort ist groß.
22.06.2023
Deutsche Ausfuhren von Schweinefleisch gehen zurück Schwein
(AMI) – In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind die Exporte von deutschem Schweinefleisch um insgesamt 11 % auf rund 685.000 t gesunken. Sowohl der Handel mit Mitgliedstaaten der EU als auch der mit Drittländern waren davon betroffen, wobei der Rückgang bei den Drittlandsausfuhren besonders stark ausfiel.
Gut 84 % der Exporte fand sein Ziel in der EU, was einem Großteil der Gesamtausfuhren entspricht. Die mit Abstand größten Abnehmer waren Italien und die Niederlande, die beide ihre Importe von Schweinefleisch aus Deutschland reduzierten. Der Handel innerhalb der EU ging um knapp 10 % zurück, während die Ausfuhren in Drittländer sogar um ein Fünftel abnahmen. Dabei machten sich teilweise die noch immer bestehenden Handelsrestriktionen wegen des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest im September 2020 in Deutschland bemerkbar.
Auch die rückläufige Produktion von Schweinefleisch wirkt sich auf die Lieferungen aus. Aufgrund der stetig sinkenden Tierbestände geht die erzeugte Fleischmenge stark zurück. Entsprechend steht insgesamt weniger Schweinefleisch für den Außenhandel zur Verfügung. Zuletzt wurde die Schlachtung von Tieren ausländischer Herkunft in Deutschland erhöht. In den kommenden Monaten ist mit einer Fortsetzung der abnehmenden Exporte zu rechnen.
(22.06.2023)


