Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

11.08.2023
Milchmarkt
Milch und Rind

Der saisonale Rückgang des Milchaufkommens war in KW 30 witterungsbedingt unterbrochen. Im Vergleich zur Vorwoche wurden 0,2 % mehr angeliefert, das Vorjahresniveau wurde um 2,6 % überschritten. Die Nachfrage nach Frischprodukten bewegt sich auf dem ruhigen Niveau der Vorwoche, sommerliche Witterung könnte zur Belebung der Nachfrage führen. Die Preise für abgepackte Butter haben zum Monatswechsel leicht nachgegeben. Die Nachfrage nach Blockbutter wird weiter als ruhig beschrieben. Für spätere Lieferungen (Ende `23/Anfang `24) gehen mehr Anfragen ein als zuletzt. Die Bestände in den Käse-Reifelagern sind insgesamt niedrig, für zusätzliche Anfragen fehlt es weiterhin an Ware.

Weiterhin ist ein sehr ruhiges Marktgeschehen für Magermilchpulver festzustellen, die Akteure sind in den Ferien. Der Markt für Vollmilchpulver ist ebenfalls ruhig bei unveränderten Preisen. Molkenpulver in Lebensmittel- und Futtermittelqualität bewegt sich preislich auf dem stabilisierten Niveau der Vorwoche. (AMI, ZMB)

11.08.2023
Aldi und Lidl listen Anbindehaltung aus
Milch und Rind

Fast gleichlautend haben Aldi und Lidl in dieser Woche verkündet, dass ab dem kommenden Jahr Trinkmilch nur noch aus den Haltungsformen 3 und 4 angeboten werden soll. Vor allem für Betriebe mit Anbindehaltung (unabhängig ob ganzjährig oder saisonal) wird dies wirtschaftliche Folgen haben. Obwohl nur 13 % der deutschen Rohmilch zu Trinkmilch verarbeitet wird, ist das ein deutlicher Fingerzeig für die gesamte Milchbranche. Lidl und Aldi verabschieden sich mit ihren Ankündigungen nun auch offiziell von den Branchenvereinbarungen zu QM+ und Initiative Tierwohl Rindfleisch in der Haltungsform 2. Wenn bei Trinkmilch Haltungsform 3 der Mindeststandard wird, ist die Haltungsform 2 nur noch bedingt geeignet für die Kommunikation des Mehr an Tierwohl. Gleiches gilt natürlich auch für Rindfleisch, wenn Lidl die Haltungsform 3 für „Rindfrischfleisch“ als neuen Mindeststandard formuliert.

11.08.2023
Deutsche Fleischerzeugung 2023 gesunken
Milch und Rind

(AMI) – Im Vergleich mit den Vorjahreswerten hat sich die in Deutschland hergestellte Fleischmenge in diesem Jahr weiter verringert. Mit fast 3,3 Mio. t Fleisch wurden von Januar bis Juni 2023 fast 6 % weniger produziert als noch ein Jahr zuvor.

Mit knapp zwei Dritteln entfällt der größte Anteil der erzeugten Menge dabei auf Schweinefleisch. Nach den starken Bestandsverringerungen bei den Schweinen werden nun die Folgen durch eine um über 9 % gesunkene Produktionsmenge bei Schweinefleisch sichtbar. Schon im vergangenen Jahr hatte es größere Rückgänge in der Erzeugung von Schweinefleisch gegeben.

Die zweitgrößte Menge entfällt mit Anteil von knapp einem Viertel auf die Geflügelhaltung. Die in den ersten sechs Monaten hergestellte Fleischmenge entwickelte sich bei Geflügel nahezu unverändert. Die Reduzierungen in der Putenmast wurden durch Steigerungen in der Hähnchenmast ausgeglichen. Rindfleisch hat einen Anteil von 15 % an der gesamten Fleischerzeugung, die Mengen wurden in diesem Jahr leicht ausgeweitet.

11.08.2023
Preis für Engagement im ländlichen Raum
Milch und Rind

Erstmals wird aktuell der mit 10.000,- EUR dotierte „Deutsche Kulturlandschafts-Preis“ ausgelobt. Damit soll das Engagement von Bäuerinnen und Bauern sowie anderer Akteure im ländlichen Raum gewürdigt werden. „Wir freuen uns sehr, dass der DBV, der Deutsche Landfrauenverband, der Bund der Deutschen Landjugend und der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland den Wettbewerb unterstützen und wir mit den Wochenblättern starke Medienpartner in allen Regionen Deutschlands an unserer Seite haben“, so Schulze Bockeloh (Vorsitzende der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft). Weitere Infos unter: https://bit.ly/445KM0x

11.08.2023
Geflügelschlachtungen leicht rückläufig
Geflügel

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im 1 Halbjahr 2023 in Deutschland 343,9 Mio. Stück Geflügel (Hühner, Puten und Enten) geschlachtet. Das waren 2,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit rund 770 900 Tonnen blieb hierbei die produzierte Geflügelfleischmenge konstant (-0,1%).

11.08.2023
HPAI-Impfung benötigt flankierende Maßnahmen
Geflügel

(FLI) Die Impfung gegen Geflügelpest als zusätzlicher Schutz für Geflügelbestände zielt darauf ab, die klinischen Folgen einer HPAIV-Infektion zu reduzieren, die Übertragung von HPAIV zu unterbinden, wirtschaftliche Verluste und Tierschutzprobleme zu begrenzen sowie das Risiko einer Exposition des Menschen gegenüber zoonotischen HPAIV zu verringern. Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler hat nun skizziert, wie eine Impfung mit Nulltoleranz für Infektionen erreicht werden kann, indem mehrere Ebenen geeigneter Überwachungsmethoden sinnvoll kombiniert werden.
Eine Impfung der Tiere allein hat sich bei der Bekämpfung der Geflügelpest allerdings nie als erfolgreich erwiesen. Biosicherheitsmaßnahmen, eine kontinuierliche Bewertung des Impfschutzes sowie eine angemessene Überwachung geimpfter Bestände, um sicherzustellen, dass keine Feldinfektionen auftreten, und die Typisierung nachgewiesener Feldvirusstämme zur Verbesserung der Impfstoffentwick-lung sind gleichermaßen erforderlich.

11.08.2023
Seit 11 Jahren Geflügelpest in Mexiko
Geflügel

Seit 2012 grassiert in Mexiko die Geflügelpest. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit waren in 2012 bereits 24 Mio. Legehennen von HPAI betroffen; seit dem Herbst 2022 sind es ca. 6,5 Mio. Geflügel. Die Ausbrüche wurden bisher in den Bundesstaaten Aguascalientes, Jalisco, Nuevo León, Oaxaca, Sonora, Tamaulipas und Yucatán festgestellt. Der vorerst letzte gemeldete HPAI-Ausbruch fand im Juli statt, bei dem ein Bestand mit knapp 163.000 Legehennen betroffenwar.

11.08.2023
Getreidekurse auf Wochensicht im Plus
Pflanzen

Die schleppende Ernte in Europa treibt erneut die Getreidekurse, allerdings dämpft mangelnde Wettbewerbsfähigkeit im Weizenexport.

An der Euronext können die Getreidekurse auf Wochensicht zulegen. Am 10.08.2023 schlossen die Weizenkurse bei 237,50 EUR/t, verglichen mit dem Vorwochenniveau ein Anstieg um 5,50 EUR/t. Für etwas Kursdruck sorgten zu Beginn der laufenden Handelswoche getrübte EU-Exportaussichten. Ägypten kaufte 235.000 t an russischem Weizen, was die Konkurrenz am Exportmarkt nochmals unterstrich. Russland wird seit mehreren Monaten von großen Importeuren meist bevorzugt, während teurerer EU-Weizen nur in der zweiten Reihe steht.

Demgegenüber sorgte das anhaltende Kriegsgeschehen in der Ukraine für Aufwind. Die Situation verschärfte sich erneut, als nun beide Parteien wichtige Standorte für Getreideexporte angriffen und beschädigten. So können nun auch die ukrainischen Angriffe auf die russische Schifffahrt starke Auswirkungen auf den Markt und die internationale Versorgung mit Weizen haben, falls die russischen Ausfuhren eingeschränkt oder sogar gestoppt werden müssen. Dann müsste die Nachfrage großer Importeure aus dem Nahen Osten oder Nordafrika kurzzeitig mit EU-Getreide gedeckt werden. Ein weiterer treibender Faktor war die potenzielle Nachfrage aus China und Indien. China hat derzeit mit großen Überschwemmungen zu kämpfen, wodurch die Ernteverluste voraussichtlich deutlich steigen dürften. Das würde den Importbedarf des Landes erhöhen. Indien zog zum Ende der Vorwoche in Betracht, die Einfuhrzölle zu senken, um den inländischen hohen Preisen entgegenzuwirken. Für etwas Unterstützung sorgte ebenfalls der rückläufige Eurokurs gegenüber dem US-Dollar. Bei einer fallenden Handelswährung wird Ware für Abnehmer aus anderen Währungsländern attraktiver, was das Kaufinteresse ankurbelt.

Im Fokus der Marktteilnehmer sind mit dem derzeit nur schleppenden Voranschreiten der Ernten auch die Witterungsbedingungen. In weiten Teilen Westeuropas mussten die Feldarbeiten in den vorangegangenen Wochen oftmals aufgrund von Niederschlägen unterbrochen werden. Das minderte insbesondere die Ertrags- und Qualitätsaussichten. Aktuell erwarten Marktteilnehmer, vor allem in Frankreich und Deutschland, aber keine gravierenden Ausfälle. Der Anteil an Futterweizen dürfte in diesem Jahr aber dennoch größer ausfallen als im Vorjahr. (Quelle: AMI)