Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

21.07.2023
Milchmarkt
Milch und Rind

Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung wurde kurzfristig unterbrochen. In der 27. KW wurden 0,3 % mehr als in der Vorwoche angeliefert, was einem Zuwachs von 2,3 % zur Vorjahreswoche entspricht. Die Bestellungen für Produkte aus dem weißen Sortiment bewegen sich im normalen Rahmen. Regional machen sich ferienbedingte Unterschiede bemerkbar. Auch die Nachfrage nach abgepackter Butter verläuft in einem für die Ferienzeit normalen Rahmen, Aktionen sorgen für eine gewisse Belebung. Der Markt für Blockbutter hat sich zuletzt weiter beruhigt. Die Preise tendieren schwächer und die Notierung in Kempten wurde auf 4,40 bis 4,50 EUR/kg zurückgenommen.

Die Lage am Markt für Schnittkäse ist weiter von einer insgesamt sehr guten Nachfrage gekennzeichnet. Das Angebot an Schnittkäse ist uneinheitlich. Die Bestände in den Reifelagern sind für die Jahreszeit niedrig und haben sich zuletzt weiter rückläufig entwickelt. Der Markt für Mager- und Vollmilchpulver ist aktuell ruhig bei etwas schwächeren Preisen. (AMI, ZMB)

21.07.2023
Naturwiederherstellungsgesetz belastend
Milch und Rind

DBV-Präsident Rukwied bewertet das Ergebnis der Abstimmung im EU-Parlament zum Naturwiederherstellung-Gesetzes kritisch: „Die Streichung der Stilllegungsverpflichtung und die Wiederherstellung landwirtschaftlicher Ökosysteme ist als kleiner Lichtblick zwar zu begrüßen. Dennoch bleibt der Vorschlag mit seiner Ausrichtung auf Beschränkungen der Erzeugung eine Belastung für die Landwirtschaft“. Im Vorfeld der Abstimmung hatten Landwirte aus den Reihen des DBV gemeinsam mit ihren europäischen Berufskollegen in Straßburg gegen entsprechende Maßnahmen demonstriert. „Die Bauernfamilien unterstützen den Erhalt der biologischen Vielfalt. Mit vielen Initiativen und den GAP-Programmen setzen sie Maßnahmen für den Erhalt der Artenvielfalt um. Wir sind bereit, mehr zu tun und weitere Maßnahmen umzusetzen. Allerdings muss der kooperative Naturschutz die Grundlage und Leitschnur dafür sein“, stellt Bauernpräsident Rukwied klar.

21.07.2023
ALDI bei DBV-Vizepräsident Schmal
Milch und Rind

DBV-Vizepräsident Karsten Schmal hat Ende der letzten Woche den ALDI Süd-Geschäftsführer Erik Döbele auf seinem Milchviehbetrieb empfangen. Während des Betriebsbesuches und dem anschließenden ausgiebigen Gespräch konnte Schmal verdeutlichen, dass Milchviehhalter Verlässlichkeit von politischen Institutionen, aber auch vom deutschen Lebensmitteleinzelhandel benötigen, wenn der angestrebte Umbau der Tierhaltung in Deutschland gelingen soll. Ehrlich war diesbezüglich vor allem der Austausch über die Verlässlichkeit und Verbindlichkeit von Branchenvereinbarungen.

21.07.2023
Verhaltene Nachfrage nach Schlachtkühen
Milch und Rind

(AMI) – Das Angebot an schlachtreifen Rindern wird für fast alle Kategorien aktuell als klein beschrieben. Gleichzeitig ist aber auch die Nachfrage weiterhin ruhig, was in einigen Bereichen zu anhaltendem Preisdruck führt. Die Vermarktung von Jungbullen verläuft dabei noch vergleichsweise zügig. Teilweise wird von einem rückläufigen Angebot berichtet. Insgesamt passen die überschaubaren Stückzahlen zur verhaltenen Nachfrage. Die Preise für die männlichen Kategorien liegen dementsprechend auf dem Niveau der Vorwoche. Auch Schlachtkühe werden in geringen Mengen angeboten. Dennoch ist das Aufkommen an verfügbaren Schlachttieren zu umfangreich für das sehr geringe Kaufinteresse. Die Schlachtunternehmen fordern deutliche Preisrücknahmen.

21.07.2023
Deutschland erhöht Einfuhren von Schweinen
Schwein

(AMI) – Die Importe von Schweinen und Ferkeln nach Deutschland entwickelten sich in den ersten sechs Monaten 2023 je nach Herkunftsland sehr heterogen. Insgesamt lässt sich jedoch eine Zunahme der Einfuhren um 4 % beobachten.

Die Tiere erreichen Deutschland als Ferkel, Schlachtschweine oder Zuchttiere, wobei die gelieferten Ferkel zu einem Großteil aus Dänemark und den Niederlanden stammen. Während in Dänemark relativ stabile Ausfuhren festgestellt werden können, haben die Niederlande ihre Schweinetransporte nach Deutschland etwas erhöht. Fast verdreifacht hat sich hingegen die Zahl der eingeführten Schweine aus Belgien, wobei es sich hier überwiegend um Schlachtschweine handelt.

Wegen der sinkenden deutschen Schweinebestände steigt der Importbedarf an Schweinen und Ferkeln für die heimische Produktion. In diesem Jahr gibt es daher eine Trendwende bei den Einfuhren von Schweinen. In den vergangenen Jahren wurden diese immer weiter reduziert.

21.07.2023
Strukturwandel der deutschen Schweinehaltung hält an
Schwein

(AMI) – Die Zahl der Schweinehalter in Deutschland ist zuletzt stärker zurückgegangen als der Bestand an gehaltenen Tieren. Das ergab die aktuelle Viehbestandserhebung vom Mai 2023. Nahm der Schweinebestand gegenüber der Erfassung im Vorjahresmonat um 7,3 % ab, hat sich die Menge der Halter um 11,2 % auf 15.900 reduziert.

Der Trend, dass immer mehr Betriebe aus der Schweinehaltung aussteigen, ist seit einigen Jahren erkennbar. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Schweinehalter in Deutschland um 43,4 % verringert. Die Gründe für die Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebs sind vielfältig. Zum einen waren die vergangenen Jahre geprägt durch eine wirtschaftlich sehr schwierige Phase für Schweinehalter. Stark gestiegene Betriebskosten und zeitweise sehr geringe Erlöse für die Schlachttiere sorgten dafür, dass zahlreiche Landwirte rote Zahlen schrieben. Zudem werden immer anspruchsvollere gesetzliche Rahmenbedingungen an die Schweinehaltung gestellt, die häufig mit hohen Investitionen einhergehen.

Während der Bestand und die Halterzahl sanken, erhöhte sich die Schweinezahl pro Halter im Vergleich zum Vorjahr um 55 Schweine auf durchschnittlich 1.303 Tiere. Seit 2013 ist die Bestandsgröße pro Halter um fast ein Drittel gestiegen. Kleine Betriebe mit wenigen gehaltenen Schweinen kommen entsprechend immer seltener vor.

21.07.2023
Kritik an Berichterstattung auf tagesschau.de
Geflügel

Die Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung hat bei der ARD Beschwerde gegen die diffamierende Berichterstattung auf tagesschau.de eingelegt. Grund dafür ist die Meldung vom 17. Juli unter der Überschrift „Billigfleisch dominiert im Supermarkt“ auf der Tagesschau Webseite über eine Greenpeace-Anfrage im Lebensmitteleinzelhandel. Entgegen dem Anspruch eines öffentlich-rechtlichen Senders, eine fachlich ausgewogene Berichterstattung zu gewährleisten, wurde unreflektiert das wertende Wording von Greenpeace übernommen, so der Vorwurf. Dabei würden mit der Haltungsformkennzeichnung, in deren System Programme und Standards eingruppiert werden, besondere Anforderungen an die Produktion gestellt und überprüft. Bei diesen Haltungsformen von „Billigfleisch“ zu sprechen, wird den landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland nicht gerecht.

21.07.2023
Frankreich: Rechtsstreit um Geflügelpest-Impfung
Geflügel

In Frankreich könnte die Impfung gegen die Geflügelpest von einem Rechtsstreit ausgebremst werden. Der französische Hersteller Ceva Santé Animale hat jetzt vor dem Pariser Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die Entscheidung des Landwirtschaftsministeriums eingelegt, die ersten 80 Millionen Impfdosen vom deutschen Konkurrenten Boehringer Ingelheim zu beziehen. Aus Sicht von Ceva sollten mindestens zwei Hersteller beauftragt werden, um das Risiko zu streuen. Dem Vernehmen nach hatte sich das Landwirtschaftsministerium für das Vakzin von Boehringer entschieden, weil das Gesamtpaket als besser bewertet wurde und man sich zunächst auf die besonders anfälligen Enten konzentrieren wolle. So ist der Impfstoff des deutschen Herstellers für Barbarie- und Mulardenten zugelassen, während das Konkurrenzprodukt nur bei Mulardenten (Stopfleberproduktion) eingesetzt werden darf. Medienberichten zufolge muss das angebotene Vakzin von Cevas tiefgefroren vorgehalten werden, was die Logistik verkompliziert. Es kann allerdings bereits in den Brütereien frisch geschlüpften Küken verabreicht werden, während die Boehringer-Impfung in den Mastbetrieben durchgeführt werden muss. Das Landwirtschaftsministerium hat die juristische Auseinandersetzung bislang nicht kommentiert und stattdessen seinen Fahrplan für die Impfkampagne präzisiert. Demnach sollen im Einzugsgebiet der Loire, einer Hochburg der französischen Geflügelwirtschaft, zunächst die Bestände verringert werden, indem vor Beginn der Kampagne keine Enten mehr eingestallt werden. Ab Oktober soll dann eine grundsätzliche Impfpflicht für alle gewerblichen Entenhaltungen eingeführt werden. Brütereien und Vermehrungsbetriebe können von einer Ausnahmeregelung profitieren. Die Kosten für die Impfung sollen laut Ministerium zunächst zu 85 % vom Staat getragen werden. (AgE)