Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

08.09.2023
Bio-Futtergetreide in der Spekulationsblase
Öko-Landbau

Die Ernte vom Bio-Futtergetreide und Bio-Leguminosen ist bundesweit größtenteils abgeschlossen. Mit den zum Monatsende trockeneren Witterungsbedingungen ist die Ernte nach holprigem Verlauf dann doch noch in Schwung gekommen. Entsprechend haben sich die Zweifel hinsichtlich des weiteren Ernteverlaufs wieder gelegt. Die wenigen Bestände in Deutschland, die noch auf dem Halm stehen, dürften bald gedroschen werden. Mit der hohen Luftfeuchtigkeit und der unzureichenden Trocknung auf den Äckern sind die Qualitätsaussichten aber eher bescheiden, je weiter sich die Ernte verzögert. (Quelle: DBV/AMI)

08.09.2023
Überhänge bei Bio-Rindern
Öko-Landbau

Bei Bio-Rindern bleibt die Marktlage angespannt: Weiterhin sind zu viele Tiere am Markt bzw. die Nachfrage bleibt schwach. Manche Vermarkter begegnen dem mit Sonderangeboten. Die schwache Nachfrage bedeutet für die Landwirte sinkende Preise für Bio-Rinder. Der Rückgang verläuft recht parallel mit den konventionellen Rinderpreisen, wobei sich der Preisabstand sowohl bei Kühen als auch bei Schlachtrindern zuletzt wieder vergrößert hat. (Quelle: DBV/AMI)

08.09.2023
DBV strikt gegen Patentierung bei neuen Züchtungstechnologien, aber für ein gesondertes Zulassungsrecht
Öko-Landbau

Der DBV wendet sich strikt gegen eine Paten­tierung von natürlich vorkommenden Gen­sequenzen im Zusammenhang mit der geson­derten Regelung für neue Züchtungstechno­logien. Es gilt, das Züchtungsprivileg und die mittelständische Züchtungslandschaft in Deutschland und der EU zu erhalten. Der DBV sieht aber in der Zulassung der neuen Züch­tungstechnologien bei ausschließlicher Ver­wendung innerhalb des Genoms einer Art eine große Chance, da dies eine Beschleunigung und Präzisionsverbesserung des Züch­tungsfortschritts ermöglicht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), wie zuvor bereits die Deutsche Forschungsge­meinschaft (DFG) und die Deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina, sieht hin­sichtlich der Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier sowie für die Umwelt keine spezifischen Gefahren im Zusammenhang mit einer gezielten Mutagenese oder Cisgenese. Die EFSA schätzt sogar das Potenzial für unbeabsichtigte Wir­kungen (wie z. B. Off-Target-Effekte) durch gezielte Mutagenese im Vergleich zur Transgenese oder her­kömmlichen Züchtung als erheblich verringert an. Zur Gewährleistung der Wahlfreiheit braucht es eine klare Dokumentation der Züchtungsmethode des Saatguts bei Einsatz neuer Züchtungstechnologien. Der DBV tritt damit für die Wahlfreiheit der (Öko-) Erzeuger ein, fordert aber, eine mögliche Ein­schränkung für den Ökolandbau wissenschaft­lich überprüfbar und reversibel zu halten und im EU-Öko-Fachrecht und nicht in der Zulassungsverordnung zu verankern. Ein dauerhafter Ausschluss könnte den Ökolandbau langfristig vom züchterischen Fortschritt und Zugang zu speziellen Kulturarten ausschließen. (Quelle: DBV)

08.09.2023
Neue Öko-Demonstrationsbetriebe gesucht
Öko-Landbau

Die Geschäftsstelle des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) wird das Netz­werk der Demonstrationsbetriebe Ökolo­gischer Landbau neu aufbauen. Um das Potenzial aller Öko-Betriebe für das Netzwerk zu ermitteln, führt das BÖL bis Mitte September eine bundesweite „Markter­kundung“ durch. Öko-Betriebe mit Vorbildcharakter, die Teil des Netzwerkes werden möchten, finden Unterlagen unter: https://www.bundesprogramm.de/demobetriebe-jetzt-mitmachen (Quelle: DBV)

08.09.2023
Anmeldestart zu Öko-Junglandwirt*innen Tagung 2023
Öko-Landbau

Unter dem Motto „Öko – Land – Wirtschaft“ laden das Öko-Junglandwirte-Netzwerk und Schweisfurth-Stiftung zur Tagung am 10.-12. November 2023 in Fulda ein

Ab sofort können sich Interessent*innen zur Öko-Junglandwirt*innen-Tagung 2023 anmelden! Mehr Infos finden Sie hier https://www.oeko-junglandwirte-tagung.de/. Über diesen Link können Sie sich direkt anmelden: https://forms.gle/coyYWinrGZXmicFp7. Das ausführliche Programm finden Sie hier: https://schweisfurth-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/06/2023-Programm-Oeko-Junglandwirte-Tagung.pdf

08.09.2023
Teilnahme an EU-Konsultation zu neuen Züchtungsmethoden nötig
Bioenergie

Nachdem die EU den Gesetzesentwurf zur Zulassung neuer genomischer Züchtungstechniken vorgelegt hat, ist aktuell ein Zeitfenster für die öffentliche Konsultation geöffnet (bis 23.10.). Jeder EU-Bürger hat die Möglichkeit, an dieser Meinungsabfrage teilzunehmen. Die eingegangenen Rückmeldungen werden nach Fristende von der Europäischen Kommission zusammengefasst und dem Europäischen Parlament und dem Rat vorgelegt, um in die Gesetzgebungsdebatte einfließen zu können. Daher ist es wichtig, durch die zahlreiche Teilnahme aufzuzeigen, dass die geplanten Regelungen für den Berufsstand eine erhebliche Bedeutung haben. Ein Beweis für die positive Wirkung unserer Beiträge ist die hohe Beteiligung bäuerlicher Betriebe im Herbst 2022 zur SUR.

Das Einbringen inhaltlicher identischer Musterschreiben ist dabei nicht zielführend, da diese als Kampagne gewertet und zusammengefasst werden. Kritik und Forderungen sollten daher möglichst individuell verfasst und vorgetragen werden.

Besonders die Vorteile durch die schnellere Verfügbarkeit innovativer Sorten können hervorgehoben werden. Mithilfe dieser Züchtungsbeschleunigung kann beispielsweise besser auf die immer häufiger auftretenden Dürrereignisse reagiert und Erträge nachhaltig gesichert werden. Auch eine höhere Stresstoleranz gegenüber biotischen und abiotischen Faktoren und damit einhergehende Einsparungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Betriebsmitteln bieten gute Argumente. Auch für ökologisch wirtschaftende Betriebe ist eine Teilnahme wichtig. Die Forderung nach Wahlfreiheit beim Saatgut und Konzepten für die Koexistenz können beispielsweise gefordert werden.

Darüber hinaus sollte eine Zulassung der Methoden unter dem Patentrecht kritisiert und abgelehnt werden. Das Sortenschutzrecht bietet eine gute und faire Grundlage für eine diverse Züchterlandschaft und die Wahlfreiheit von Saatgut für Landwirte.

Die Konsultation ist unter folgenden Links zu erreichen:

EU-Konsultation (europa.eu)

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/13119-Rechtsvorschriften-fur-Pflanzen-die-mithilfe-bestimmter-neuer-genomischer-Verfahren-gewonnen-werden_de

Eine ausführliche Ausfüllhilfe für die Konsultation geht den Kreisverbänden in Kürze zu.

08.09.2023
Weiter wenig Umsatz am Brotgetreidemarkt
Pflanzen

Geringe Nachfrage der Verarbeiter trifft auf zurückhaltende Abgabebereitschaft.

Der Getreidemarkt fällt in sein saisontypisches Septemberloch, zumal Beprobung, Aufbereitung, Sortierung und Separierung der qualitätsschwachen Ernte noch mehr Zeit beanspruchen als üblich. Verarbeiter zeigen sich ausreichend versorgt und tasten vorerst die Möglichkeiten ab, vor allem, was die Menge in passender Qualität angeht. Für die nächsten Wochen ist der Bedarf mit alterntiger und Vorkontraktware gedeckt, sodass sich die Nachfrage ohnehin auf spätere Liefertermine in diesem Jahr bzw. auf das nächste Jahr konzentriert. Nur sehr vereinzelt laufen kleinere prompte Partien. Es hat zwar eine deutliche Verschiebung zu den schwachen Qualitäten gegeben, was aber nicht bedeutet, dass es zu wenig hochwertige Partien gibt. Das belastet momentan vor allem die Brotroggenpreise. Im fallenden Markt müssen sich Käufer ohnehin nicht beeilen. In Paris verlor der Weizenkontrakt gut 12 auf 215,50 EUR/t und befindet sich damit auf einem Niveau wie im Juli 2021 – und er gilt für Weizen mit 11,5 % RP(!). Daher vollziehen die Kassapreise für höhere Qualitäten diese Bewegung kaum mit. Das absehbar kleinere Angebot an Qualitätsweizen aus der Ernte 23 stabilisiert derzeit die Prämien und lässt sie je nach Nachfrageintensität sogar steigen. Franko Hamburg werden aktuell für Qualitätsweizen unverändert zur Vorwoche 270 EUR/t genannt, Brotweizen liegt 27 EUR/t darunter und hat damit um 2 auf 243 EUR/t nachgegeben. An den Mühlenstandorten am Rhein werden 239-240 EUR/t genannt und damit ebenfalls 2 EUR/t weniger als in der Vorwoche.

In der 36. KW gaben die Getreidepreise im Bundesdurchschnitt nach, sogar Braugerste hat gegenüber Vorwoche um 0,30 auf 324,45 (280-355) EUR/t verloren. Die Prämien blieben nahezu stabil, da Weizen für alle Qualitäten zwischen 2-3 EUR/t gegenüber Vorwoche nachgegeben hat. (Quelle: AMI)

08.09.2023
Futtergetreide: Unsicherheit um Ernte lässt nach
Pflanzen

Überreichliches Angebot an herabgestuftem Mahlgetreide lässt Mischfutterhersteller entspannt ordern.

In der aktuellen Woche ist es nicht länger erkennbar, dass die Gebote für Futtergetreide stärker zurückgenommen werden als für Mahlqualitäten. Die große Unsicherheit über die tatsächlichen Qualitäten ist weitgehend vorüber. Alle Arten tendieren schwächer, weil sich zum einen abzeichnet, dass reichlich Ware verfügbar ist und zudem auch noch in brauchbarer Qualität. Etwas Skepsis zeigen Verarbeiter gegenüber Triticale, die deutlich häufiger auswuchsgeschädigt ist und daher einen hohen Beprobungsaufwand erfordert, da wird vorzugsweise Futterweizen geordert, der qualitätsbedingt von den Mühlen verschmäht wurde. Die Lagerkapazitäten bei Erzeugern und Erfassungshandel sind nahezu ausgereizt. Die Anlieferungen erfolgten in kurzer Zeit in großer Anzahl und der Aufbereitungsaufwand ist auch beim Futtergetreide höher als in den Jahren zuvor. Da es nicht an Ware mangelt, stehen auf Erzeugerstufe die Preise unter Druck. Allerdings sind die Verluste deutlich geringer als an der Börse in Paris. Auf Großhandelsstufe zeichnet sich der aktuelle Futtergetreidemarkt durch Stabilität aus. Gerste und Mais kosten aktuell noch genau so viel wie vor einer Woche, Futterweizen hat örtlich 1 EUR/t verloren und wird mit 221-222 EUR/t bewertet. Nur der Oberrhein bewilligt unverändert 213 EUR/t. Futtergerste kostetet durchweg 211 EUR/t. Mais zeigt hingegen regionale Unterschiede; während im Westen und den Niederlanden durchaus 253 EUR/t aufgerufen werden, bewertet die Rheinschiene mit 245 EUR/t franko Niederrhein und 242 EUR/t franko Oberrhein niedriger. Auf den vorderen Lieferterminen sind die Mischfutterhersteller gut versorgt. Kaufinteresse wächst aber zunehmend auf den Lieferterminen ab Januar 24, für die noch eine große Menge in die Bücher muss. Hinsichtlich der Konkurrenz aus dem Osten bestätigt die EU-Kommission einen leicht rückläufigen Trend. Aktuell haben die Maislieferungen aus Drittländern etwas nachgelassen, nachdem in der 34. KW knapp 11.000 t aus der Ukraine gemeldet wurden, waren es in der 35. KW bis zum 03.09.23 rund 7.259 t. (Quelle: AMI)

08.09.2023
Rapsaussaat regional bereits beendet
Pflanzen

Am Rapsmarkt bleibt es weiterhin ruhig. Der Fokus der Erzeuger liegt auf den laufenden Feldarbeiten. So konnte die Aussaat teils sogar bereits abgeschlossen werden.

Das Auf und Ab der Pariser Rapsnotierungen hält auch weiterhin an. Legte der Fronttermin November 23 Ende der 35. KW noch deutlich zu, konnte das Niveau zum Wochenstart nicht mehr gehalten werden. So büßte die Notierung allein binnen zweier Handelstage knapp 18 EUR/t an Wert ein. Auf Wochensicht schloss der November-Kontrakt mit 455,75 EUR/t zuletzt rund 9 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Etwas weniger deutlich fällt der Rückgang des August-24-Kontrakts aus. Mit 472,50 EUR/t sind es hier rund 3,50 EUR/t weniger.

Mit dem Minus in Paris wurden auch die Gebote für Raps auf Großhandelsstufe zurückgenommen. Franko Hamburg sind am 06.09.2023 rund 448 EUR/t für Partien zur Lieferung ab November möglich, 9 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Franko Niederrhein sind es mit 458 EUR/t ebenfalls rund 9 EUR/t weniger.

Am deutschen Rapsmarkt herrscht nach wie vor Flaute. Dabei geht es beiderseitig ruhig zu – eine schwache Nachfrage trifft auf eine verhaltene Abgabebereitschaft. In den vergangenen Wochen hatten sich Verarbeiter in Deutschland vor allem mit Importraps aus dem Baltikum und der Ukraine versorgt, welcher deutlich preisgünstiger offeriert wurde. Die Zurückhaltung der Rapserzeuger ist auf Preisniveau und -verlauf zurückzuführen. Vor dem Hintergrund einer gegenüber dem Vorjahr kleineren Rapsernte in Deutschland und des allgemein volatilen Rapsmarktes liegen die Preisvorstellungen der Erzeuger höher als das aktuelle Niveau am Kassamarkt. In der Hoffnung auf erneute Preissteigerung wird mit der Vermarktung daher weiterhin abgewartet.

Auch auf Erzeugerstufe wurden die Forderungen im Zuge der schwächeren Tendenz am Terminmarkt zurückgenommen. Im Bundesdurchschnitt werden in der 36. KW rund 423 EUR/t für Raps der Ernte 2023 verlangt und damit 4,50 EUR/t mehr als noch in der Vorwoche. Die Spanne der einzelnen Preismeldungen hat sich mit 394-445 EUR/t kaum verändert.

Indes konnte die Rapsaussaat vielerorts bereits beendet werden. Gebietsweise unterbrachen jedoch Niederschläge das Voranschreiten der Feldarbeiten. (Quelle: AMI)