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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
19.04.2024
Ausweitung der globalen Hähnchenfleischproduktion erwartet, Entwicklung in Brasilien und China gegensätzlich Geflügel
(AMI) – Für das aktuelle Jahr geht das US-Landwirtschaftsministerium in seiner neuesten Prognose von einer leicht steigenden globalen Produktion von Hähnchenfleisch aus. Gegenüber 2023 wird mit einer erzeugten Menge von rund 104,2 Mio. t gerechnet, was einer Zunahme von knapp 1 % entsprechen würde.
In Brasilien, dem zweitgrößten Erzeuger, soll die Produktion in diesem Jahr ein Rekordhoch erreichen. Gründe dafür sind eine starke Nachfrage aus dem Ausland sowie die geringeren Produktionskosten, da Futtermittel in diesem Jahr deutlich günstiger sein dürften. Für China hingegen wird ein Produktionsrückgang um 6 % erwartet. Aufgrund der Vogelgrippe dürfte die Produktion von Hähnchen wesentlich geringer ausfallen. Die deutliche Verringerung der Hähnchenfleischerzeugung im Land der Mitte kann durch die Zunahmen in den USA, Brasilien, Mexiko und weiteren Staaten mehr als ausgeglichen werden.
Sowohl bei den Ausfuhren als auch bei den Einfuhren wird ein leichtes Plus erwartet. Die globalen Exporte dürften um 2 % auf 13,8 Mio. t steigen. Besonders die Ausweitung der brasilianischen Ausfuhren wirkt sich auf die Gesamtexporte aus, wobei Brasilien das größte Exportland bleiben dürfte. Da es bislang keinen Ausbruch der Vogelgrippe in dem südamerikanischen Land gab, ist der Handel mit anderen Staaten nicht eingeschränkt. Für die EU werden relativ stabile Ein- und Ausfuhren im Vergleich mit dem Vorjahr erwartet.
19.04.2024
Ausstiegsprogramm in den Niederlanden: 1343 Tierhalter haben Anträge eingereicht Geflügel
In den Niederlanden wird nun mehr Geld in das freiwillige Ausstiegsprogramm aus der Nutztierhaltung investiert, nachdem die EU-Kommission den Antrag der niederländischen Regierung genehmigt hat. Das Budget für das Landesprogramm (Lbv) und das Lbv-Plus-Programm wurde deutlich aufgestockt, mit insgesamt 1,45 Milliarden Euro zusätzlich. Die EU-Entscheidung wurde begrüßt, da nun ausreichend Mittel für Entschädigungszahlungen vorhanden sind. Die Antragsfrist für das Lbv-Plus-Programm wird bis zum 20. Dezember 2024 verlängert, um den Landwirten mehr Bedenkzeit zu geben. Ursprünglich sollte die Frist am 5. April enden. Das Lbv-Plus-Programm zielt darauf ab, Nutztierbetriebe stillzulegen, die hohe Stickstoffemissionen verursachen. Gemäß aktueller Zahlen der niederländischen Regierungsbehörde (RVO) haben bis zum 3. April 2024 insgesamt 1343 Tierhalter Anträge für das Lbv- und Lbv-Plus-Programm eingereicht, vor allem aus der Schweinehaltung, Milchviehhaltung. Aus der Geflügelhaltung kamen 203 Anträge.
19.04.2024
Schon viele Frühkartoffeln im Markt Pflanzen
Gegenüber früheren Jahren kommt die Vermarktung von Frühkartoffeln flotter voran, vielleicht sogar noch schneller als im Vorjahr. Lagerware ist knapp und nicht immer mehr qualitativ gut geeignet. Ein früher Vermarktungsstart in Spanien scheint willkommen.
Es ist gerade Mitte April und in relativ vielen Geschäften in Deutschland sind schon Frühkartoffeln präsent – nicht nur als ergänzendes Spargelkartoffelangebot. In der Südhälfte und im Westen sind sie bei einem großen Discounter, einem Vollsortimenter mit angeschlossenem Discount und auch bei weiteren Vollsortimentern – bei den beiden letztgenannten auch zunehmend im Norden – zu finden. Wenn, dann wird nur hier und da noch im Preiseinstieg auf Lagerware gesetzt. Ein Discounter vermarktet deutschlandweit wohl wie immer bis zur Ankunft von Frühkartoffeln aus Spanien Ende der KW 18 hiesige Lagerkartoffeln und im Norden wird ein Pendant zum Unternehmen im Süden auch noch einige Wochen an der Lagerkartoffel festhalten.
In der Hauptsache werden Frühkartoffeln aus Ägypten vermarktet, die zu unveränderten Preisen von bis zu knapp 80,00 EUR/dt eintreffen. Israeli sind noch sehr selten. Wie es heißt, gab es bei dieser Herkunft Verzögerungen beim Schiffsversand. Kommende Woche soll es aber endlich ein größeres Angebot geben, das sich preislich wie üblich von den Neuen aus Ägypten absetzt. Ob es das auch qualitativ tut, bleibt abzuwarten. Bei Frühkartoffeln aus Ägypten jedenfalls wurde diese Woche eher schon mal rumgemäkelt – allerdings auf sehr hohem Qualitätsniveau, wie es Marktbeteiligte ausdrückten.
Angebot und Nachfrage sind bei Frühkartoffeln gut ausgeglichen. Die Lieferanten sehen den frühen Abzug ihrer Ware und glauben fest daran, die aus dem östlichen Mittelmeerraum bereitgestellten Mengen wie im Vorjahr gut auf die kommenden Wochen verteilen zu können. Der aktuelle Vermarktungsvorsprung hilft dabei auf jeden Fall. Er wird bei stetiger Gesamtnachfrage der Verbraucher unter Umständen sogar noch wachsen, so dass ein etwas früherer Auftritt Spaniens von Packern willkommen geheißen wird. Für Preisnachlässe ist aktuell kein Argument in Sicht – ohnehin sind die Programme für die nächsten Wochen längst eingestielt. Mit Lieferungen aus Spanien könnte es dann noch ein wenig beim Preis nach oben gehen, wenn sich die Anbieter in Andalusien mit ihren Vorstellungen durchsetzen können. (Quelle: AMI)
19.04.2024
Regionaler Marktkommentar Pflanzen
Es ist weiterhin wenig los am Getreidemarkt. Unverändert zu den letzten Wochen hält sich die Abgabebereitschaft in Grenzen, da die vergleichsweise schwachen Ernteaussichten Hoffnung auf ein steigendes Preisniveau schüren. Aufseiten des Handels wird sich mehr und mehr auf die kommende Ernte konzentriert. Auch wenn es bisher insgesamt wenige Abschlüsse gibt, konnten die Vorkontraktpreise durch die gesteigerte Nachfrage erneut zulegen. Die Erzeugerpreise für prompte Ware sind zur Vorwoche stabil bis leicht erhöht. Partien der vergangenen Ernte(n) sind jedoch kaum gefragt. Während die immer wiederkehrenden Regenschauer die Feldarbeiten vor allem auf schweren Böden immens erschweren, zeigt sich langsam, wie die Kulturen durch die herausfordernde Saison kommen. Der Raps ist wetterbedingt regional schon weit entwickelt und auf vielen Weizenschlägen ist der Pilzdruck enorm hoch. Das feuchte Wetter begünstigt die Ausbreitung der Pathogene und nötige Fungizidbehandlungen können oft nicht erfolgen. Bei der Gerste wird zumeist von guten Entwicklungsständen berichtet. Am Ölsaatenmarkt bestätigt sich die feste Tendenz der Rapspreise. Sowohl Vorkontrakte als auch prompte Ware sind gefragt und steigen erneut im Preis. Somit folgt der hiesige Markt den Terminbörsen im Gleichschritt, wo ebenfalls feste Tendenzen herrschen. Bei den Speisekartoffeln ist das Angebot weiter rückläufig, aber noch immer ausreichend. Selbst das begonnene Spargelgeschäft hat für keine nennenswerten Impulse gesorgt und mittlerweile drücken mehr und mehr importierte Frühkartoffeln in den Markt. Die Qualitäten der gelagerten Knollen sind Berichten zufolge mittlerweile oft unzureichend und die Absortierungsquoten steigen. Für die knappe Premiumqualität konnten sich entsprechend zu Beginn der Woche noch einmal Preiszuschläge durchsetzen. Ansonsten scheint es, als ob es bis zum Ende der Saison kaum noch Änderungen geben wird.
17.04.2024
Startfreigabe für das Herkunftskennzeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ Geflügel
Am 8. April gab die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft e. V. (ZKHL) den offiziellen Start des Herkunftskennzeichens „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ bekannt. Unternehmen und Organisationen aus der Agrar- und Ernährungsbranche ist es ab sofort möglich, sich online zu registrieren, eine entsprechende Zeichennutzungsvereinbarung abzuschließen und das neue Kennzeichen für ihre Produkte zu nutzen. In einem ersten Schritt kann das Kennzeichen für folgende Produktgruppen verwendet werden: Fleisch und Fleischwaren (Rind, Schwein, Geflügel), frische Eier, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Molkereiprodukte. Die Einführung des Herkunftskennzeichens ist das Ergebnis einer umfangreichen Branchenvereinbarung, die Herkunftskriterien für die gekennzeichneten Produkte festlegt und sicherstellt, dass nur Produkte, die diesen Kriterien entsprechen, das Zeichen tragen dürfen. Das Regelwerk ist nun vollständig und wurde durch den Steuerungskreis des ZKHL verabschiedet. Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels, Lebensmittelhersteller, aber auch Handwerksbetriebe, Direktvermarkter, Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung und ideelle Förderer können das Zeichen nutzen. Nähere Informationen finden Sie auf: https://herkunft-deutschland.de/
17.04.2024
Richtlinie über Industrieemission vom EU-Rat ratifiziert Schwein
Die überarbeitete Richtlinie über Industrieemissionen (IED) wurde im Rahmen der EU-Finanzratssitzung am 12. April 2024 von den Mitgliedstaaten angenommen. Die IED wird unterzeichnet und im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Nicht zugestimmt haben dem Trilog-Ergebnis nur vier Mitgliedstaaten (AT, BG, IT, RO). Am 20. Tag nach der Veröffentlichung wird die IED in Kraft treten und die EU-Mitgliedstaaten haben ab diesem Zeitpunkt bis zu 22 Monate Zeit, um die Bestimmungen der Richtlinie in nationale Gesetzgebung zu übernehmen. Die Kommission wird, erstmalig im Jahr 2028 (und danach alle fünf Jahre), die Umsetzung der Richtlinie unter Berücksichtigung neu verfügbarer Techniken überprüfen und bewerten. Bis 2026 muss die Kommission bewerten, wie die Emissionen aus der Viehzucht und aus den in der EU vermarkteten Erzeugnissen am besten behandelt werden können. So werden zukünftig die bestehenden Schwellenwerte bei Schweinen von aktuell 2.000 auf ca. 1.150 Mastschweineplätze bzw. von 750 Sauen auf ca. 470 Sauen incl. Ferkelaufzucht abgesenkt.


