Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

26.04.2024
Frühjahrsmahd: Wildtiere effektiv schützen- Mähtod vermeiden
Milch und Rind

Richtige Erntestrategie und gute Kommunikation mit der Jägerschaft sind wichtig

Die Mahd von Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen fällt in die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Ducken und Tarnen schützen Hase und Reh zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Der sogenannte „Drückinstinkt“ der Jungtiere in den ersten Lebenstagen führt dazu, dass Rehkitze statt zu fliehen meist bewegungslos auf dem Boden verharren, sobald eine Gefahr droht.

Die heutige Mähpraxis mit Mähgeschwindigkeiten bis zu 15 km/h und Mähbreiten von 13 m und mehr lassen Fuchs und Hasen oftmals keine Chance. Es ist nicht nur der Schaden, den die Natur und nicht zuletzt die Artenvielfalt nehmen, im schlimmsten Falle stellen die durch Wildtierkörper verunreinigten Silagen eine Eintragsquelle für Botulismus dar.

Landvolk und Landesjägerschaft Niedersachsen empfehlen präventive Maßnahmen

Verluste entstehen in erster Linie beim Mähen von Grünlandflächen, die vielen wildlebenden Tieren als Rückzugsraum und Schutz dienen. Durch unmittelbar vor der Mahd durchgeführte Vergrämungsmaßnahmen auf den zu mähenden Flächen kann bereits ein großer Teil der Wildtiere gerettet werden. Dabei sollten die Ernteflächen gezielt in den Stunden vor dem Mähtermin – idealerweise am Vorabend beunruhigt werden. Denn vor allem junge Kitze verlassen die Fläche nicht von allein, sondern werden dann von den Ricken aus der Fläche geführt. Nutzen sie einfache Hilfsmittel wie blauweißes Flatterband, akustische Signaltongeber („Pieper“) und farbigen Rundumleuchte.

Zum Teil ist es nicht möglich, zu einem Schnittzeitpunkt, auf den kompletten Flächen Vergrämungsmaßnahmen durchzuführen. Sprechen sie in jedem Fall mit Ihrem Jagdpächter ab, in welchen Flächen er am ehesten Wild vermutet und beunruhigen Sie möglichst diese Flächen. Konzentrieren sie sich auch auf den Randbereich, denn der Großteil des Wildes (bis zu 80 %) nutzt diesen. Während der Mahd sollte die Mähtechnik dem Tierverhalten angepasst werden:

Es wird empfohlen das Feld flächenspezifisch zu mähen, z.B. von innen nach außen, Kopfenden freilegen, an stärke befahrenen Straßen einseitig von der Straße beginnend oder bei besonders großen Flächen eine zeitlich gestaffelte Mahd auf verschiedenen Parzellen.

Zeit vor der Mahd nutzen

  • Jäger und/oder Landwirt „beunruhigen“ abends vor dem Schnitt gezielt die Erntefläche
  • Absuche im Randbereich mit oder ohne Jagdhund
  • Beunruhigung der Wildtiere mit akustischen Signaltongebern („Pieper“), farbige Rundumleuchten und bunten Trassierband oder Knistertüten

Während der Mahd

  • Vermeiden Sie das Mähen in der Dunkelheit
  • Mähen Sie flächenspezifisch, z. B. von innen nach außen, Kopfenden freilegen, an stärker befahrenen Straßen einseitig von der Straße beginnend
  • Verringern Sie die Mähgeschwindigkeit bei hohem Wildaufkommen

Möglichst frühzeitig sollten sich die Landwirte mit den Jagdausübungsberechtigten vor Ort in Verbindung setzen, damit rechtzeitig alle Vorkehrungen getroffen werden können. So verfügen viele Jägerschaften oder Hegeringe bereits über eigene Drohnenteams, die nach Absprache direkt vor dem Mahdtermin zur Wildtiersuche eingesetzt werden können. Auch für das Abfliegen der Flächen mit Wärmebilddrohnen gilt: Eine frühzeitige Bekanntgabe der Mahdtermine ist wichtig.

Zusätzlich zur richtigen Erntestrategie ist eine frühe und gute Kommunikation zwischen Landwirt, Jäger und Lohnunternehmer unverzichtbar, da nur gemeinsam etwas bewegt werden kann!

26.04.2024
Webinars zu Preisabsicherungstools
Milch und Rind

Das ife-Institut in Kiel bietet am 29. April, 10:00 Uhr wieder ein Online-Seminar zu Festpreismodellen an und geht dabei auch auf die Umsetzung des Art. 148 GMO ein. Zum Programm und zur Anmeldung: https://www.ife-kiel.de/neue-schulungsreihe/.

Der Internationale Milchwirtschaftsverband (IDF) bietet am 2. Mai, 21:00 Uhr ein einstündiges Webinar zur Preisabsicherung beim Betriebsmitteleinkauf an. Zur Anmeldung geht es hier.

26.04.2024
FLI: Hohes Risiko für BTV-3-Ausbrüche erwartet
Milch und Rind

In seiner Meldung vom 15. April 2024 schätzt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko einer saisonalen Übertragung der Blauzungenkrankheit (BTV-3) durch Gnitzenbewegung und Windverdriftung ab Mai als hoch ein. Derzeit arbeiten die Impfhersteller an einem zugelassenen Impfstoff gegen BTV-3 für Deutschland. In den Niederlanden wurde durch ein beschleunigtes Verfahren nun ein Impfstoff für Rinder und Schafe zugelassen, wie das dortige Agrarministerium heute (26. April 2024) mitteilte. Der Impfstoff stammt vom spanischen Pharmaunternehmen Syva.

26.04.2024
Duldungspflicht im Solarpaket I gestrichen
Milch und Rind

Die geplante Duldungspflicht für Leitungen von Erneuerbaren Energieanlagen ist nun nur noch für Grundstücke in der öffentlichen Hand vorgesehen. Der DBV hat sich von Beginn an klar gegen die geplante Duldungspflicht auf Privatgrundstücken positioniert und sich stattdessen für Verhandlungen mit den Privateigentümern ausgesprochen. Er sah zudem eine Gefahr für die Akzeptanz zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Eigentumsrechte.

26.04.2024
Vizepräsident Schmal beim Molkereikongress
Milch und Rind

Auf dem Molkereikongress der Lebensmittelzeitung hat DBV-Vizepräsident Schmal in dem Podiumstalk „Milch 4.0“ mit Vertretern von Molkereien, Handel und Wissenschaft über nachhaltige Zukunftsperspektiven und Herausforderungen diskutiert. Die Umsetzung des Art. 148 GMO sieht Schmal aus Gründen des Bürokratieaufwandes und der Vertragsfreiheit weiterhin kritisch, erwarte aber auch von Molkereien weitere Angebote zur Preisabsicherung. Zum Thema Nachhaltigkeit führte er aus, dass sich die Milcherzeuger hier weiterentwickeln wollen, aber dies wirtschaftlich darstellbar sein muss und die Politik die passenden, verlässlichen Rahmenbedingungen schaffen muss.

26.04.2024
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 15. KW lag die angelieferte Rohmilchmenge 0,1 % über dem Niveau der Vorwoche und 1,1 % über dem des Vorjahresniveaus. Der Buttermarkt zeigt sich aktuell etwas ruhiger mit stabilen Notierungen für abgepackte Butter und leicht rückläufigen Notierungen für Blockbutter. Der Käsemarkt ist weiterhin ausgeglichen bei stabilen Preisen. Die Pulvermärkte verlaufen relativ ruhig mit überwiegend stabilen Preisen. Der bundesdurchschnittliche AMI-Vergleichspreis für Milcherzeuger ist im März im Vgl. zum Vormonat um 0,3 Ct/kg (bei 4,2 % Fett; 3,4 % Eiweiß) weiter leicht gestiegen.

26.04.2024
Veranstaltungshinweis: Kälber und Fresser für Spezialisten
Milch und Rind

Die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) veranstaltet ein gemeinsames Seminar für Landwirte, Tierärzte und Berater rund um die Stars von Morgen – unsere Kälber. Während der zweitägigen Veranstaltung vermitteln die beiden Kälberspezialisten Prof. Dr. med. vet. Martin Kaske von der Universität Zürich und Dr. agr. Hans-Jürgen Kunz von der Universität Kiel aktuelles Wissen rund um die Haltung, Fütterung und Tiergesundheit von Kälbern und Fressern. Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter https://www.ava1.de/img/cms/1%20Prog-%20K%C3%A4lber%20und%20Fresser%202024_1.pdf.

Wann? 07.-08. Mai 2024
Wo? Agrar- und Veterinär-Akademie, Wettringer Str. 10 in 48565 Steinfurt-Burgstein
Kosten? 295 € für Landwirte

26.04.2024
Rindermarkt: Angebot an Kühen bleibt knapp
Milch und Rind

(AMI) – Wurde in den vergangenen Wochen häufig von leichtem Druck im Handel mit Jungbullen gesprochen, scheint sich der Markt nun zu drehen. Die vorhandenen Mengen gehen stetig zurück und lassen sich zumeist ohne Probleme absetzen, regional scheinen selbst etwas höhere Preise nicht ausgeschlossen. Die Mengen dürften dabei vorerst begrenzt bleiben. Entsprechend bleibt die Preisempfehlung unverändert. Bei den weiblichen Kategorien sind die Stückzahlen fast überall knapp, einzig die qualitativ hochwertigen Färsen sind in ausreichender Stückzahl vorhanden. Der Handel mit Schlachtkühen läuft zügig, die Preisempfehlung wird entsprechend angehoben. Zwar äußern die Vertreter der Schlachtunternehmen Bedenken über die aktuelle Preisentwicklung, dennoch müssen die Aufschläge akzeptiert werden, um den Bedarf zu decken.

24.04.2024
Weiterer Schlachthof bei Danish Crown vor dem Aus
Schwein

Der dänische Fleischkonzern Danish Crown (DC) baut weitere Produktionskapazitäten ab und will im September 2024 die Schweineschlachtung und -verarbeitung in Ringsted bei Kopenhagen aufgeben. Wie das genossenschaftliche Unternehmen am 18. April mitteilte, soll damit die Effizienz im Gesamtunternehmen gesteigert werden. Seit Jahren leidet DC unter einem rückläufigen Schlachtschweineangebot und einer unzureichenden Auslastung seiner Kapazitäten. Deshalb waren bereits zuvor andere Standorte geschlossen oder Kapazitäten verringert worden, darunter auch im mecklenburg-vorpommerschen Boizenburg. In Ringsted werden laut DC derzeit rund 45.000 Schweine in der Woche geschlachtet; durch die Standortschließung gehen fast 1.200 Arbeitsplätze verloren.