(AgE) Die EU möchte einer drohenden großflächigen Zoonose der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) von Geflügel auf Menschen besser vorbeugen. Dafür werden nun bis zu 665.000 Impfstoffdosen des aktuellen Zoonose-Grippe-Impfstoffs zur Anwendung beim Menschen beschafft. Zudem soll es eine Option für 40 Mio. weitere Dosen geben. Laut der Brüsseler Behörde ist der Impfstoff präventiv für diejenigen Menschen bestimmt, die am stärksten der potenziellen Übertragung durch Vögel oder anderen Tiere ausgesetzt sind. Explizit genannt werden Geflügelzüchter und Tierärzte. Ziel ist es, die Ausbreitung oder potenzielle Ausbrüche der Aviären Influenza in Europa zu verhindern. Fünfzehn EU- und EWR-Mitgliedstaaten beteiligen sich an dieser freiwilligen Beschaffung. Der Vertrag soll es jedem teilnehmenden Land ermöglichen, je nach nationalem Bedarf, Impfstoffe zu bestellen. Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt höchstens vier Jahre.
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12.06.2024
ASP-Ausbruch in einem Schweinemastbetrieb in MV Schwein
Am Donnerstag, dem 6. Juni, wurde der Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Schweinemastbetrieb in Friedberg bei Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald (MV) bestätigt, nachdem die Tiere mit erhöhtem Fieber auffällig geworden waren. Der Bestand von etwa 3.500 Mastschweinen wurde am Samstagabend vollständig geräumt. In der eingerichteten Schutz- und Überwachungszone mit einem Radius von 10 Kilometern befinden sich verteilt auf 55 Kleinsthaltungen weitere etwa 3.500 Schweine.
Am Tag vor der Feststellung des ASP-Ausbruchs in MV wurden aus dem betroffenen Zulieferbetrieb jeweils rund 160 Mastschweine sowohl zum Schlachthof Perleberg (Brandenburg) als auch an den Schlachthof Tönnies in Weißenfels im Burgenland geliefert. Seit Mittwoch vergangener Woche standen die Bänder still. In beiden Fällen mussten die gesamten Tagesschlachtungen, in Weißenfels knapp 12.000 Tiere, insgesamt rund 1.000 Tonnen und in Perleberg ca. 4.000 Schweine verworfen und die Nebenprodukte sichergestellt werden. Laut Berichterstattung wurden 11 der Tiere im Nachhinein positiv auf ASP getestet. Seit Montag haben beide Schlachthöfe die Fleischproduktion wieder aufgenommen. Zuvor wurden sie vollständig desinfiziert und vom Veterinäramt freigegeben. Unmittelbar nach Bekanntwerden des ASP-Falls hat Korea eine Exportsperre eingeführt.
Das Landvolk möchte in diesem Zusammenhang nochmals alle Schweinehalter dazu aufrufen, ihre Tiere vor der Verladung sorgfältig auf Krankheitssymptome zu überprüfen – nur gesunde Schweine dürfen verladen und der Schlachtung zugeführt werden.
12.06.2024
Brasilien hält 32 % des Weltmarktes für gefrorene Schweinefleischteile Schwein
Brasilien war 2023 laut UN/Comtrade der größte Exporteur von gefrorenen Schweinefleischteilen mit einem Anteil von 32 % am Weltmarkt und einem Exportvolumen von 1,08 Milliarden Tonnen. Die USA folgten mit 29 %, die EU mit 23 % und Kanada mit 15 %. Gefrorene Teilstücke machten 90 % der brasilianischen Schweinefleischexporte aus. Hauptabnehmer waren China (34 %), Hongkong (10 %) und die Philippinen (9,9 %). China importierte 50 % seines Bedarfs aus Brasilien.
07.06.2024
Weißbuch zum Tierschutz bei Mastgeflügel vorgelegt Geflügel
Die europäische Tierschutzorganisation Eurogroup for Animals hat Ende Mai in einer Pressemitteilung auf ein bereits Anfang Mai veröffentlichtes Weißbuch zum Tierschutz bei Mastgeflügel hingewiesen. Angesichts der bevorstehenden Überarbeitung der EU-Tierschutzgesetzgebung fordert der Verband unter anderem, dass die EU eine Liste zugelassener langsam wachsender Rassen erstellt und eine Wachstumsgrenze von 50 Gramm pro Tag einführt, wie sie von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit empfohlen wurde. Außerdem empfiehlt die Organisation, auf dem European Chicken Commitment (ECC) aufzubauen. Laut anderen Presseberichten haben sich bereits mehr als 550 Unternehmen weltweit verpflichtet, die darin vorgeschlagenen Änderungen bis 2026 umzusetzen. Das ECC war Gegenstand einer von der europäischen Geflügelwirtschaft (AVEC) in Auftrag gegebenen Studie, die vor den wirtschaftlichen und klimatischen Auswirkungen der Umsetzung warnte. Demnach würde die Umsetzung der Europäischen Hühnerverpflichtung zu zusätzlichen Produktionskosten von 37,5 % pro Kilogramm Fleisch, einer Zunahme des Wasserverbrauchs um 35,4 % und einer Erhöhung der Treibhausgasemissionen pro produziertem Kilogramm Fleisch um 24,4 % führen. Weitere Informationen sowie das Weißbuch finden Sie unter: https://lmy.de/HHAaI
07.06.2024
Einsatz von Phagen in der Geflügelhaltung Geflügel
Der Einsatz von Bakteriophagen bietet eine vielversprechende Alternative oder Ergänzung zu Antibiotika in der Tierhaltung. Diese Methode zielt darauf ab, bakterielle Resistenzen zu verringern und die allgemeine Tiergesundheit zu fördern. Das internationale Forschungsprojekt Phage-STOP-AMR untersucht die Anwendung von Bakteriophagen zur Bekämpfung resistenter Bakterien in landwirtschaftlichen Betrieben und evaluiert gleichzeitig die Erwartungen verschiedener Interessengruppen an die Phagentherapie. Das Universitätsklinikum Münster bittet Landwirte und Tiermediziner, an einer 3-minütigen Umfrage teilzunehmen. Weitere Informationen sowie direkt zur Umfrage gelangen Sie unter diesem Link: https://lmy.de/hPwxy
07.06.2024
Rindermarkt: Deutschland reduziert Einfuhren von Rindfleisch Milch und Rind
(AMI) Im Zeitraum von Januar bis März 2024 gelangte deutlich weniger Rindfleisch nach Deutschland als im Vorjahr. Insgesamt importierte Deutschland knapp 86.000 t Rindfleisch, das sind gut 15 % weniger als 2023.
Beim wichtigsten Herkunftsland handelte es sich um die Niederlande. Gut ein Viertel des gesamten Rindfleischs erreichte Deutschland von dort. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sind die Einfuhren aus unserem Nachbarland um 5 % gesunken. Eine ähnliche Entwicklung ist in zahlreichen weiteren der wichtigen Herkunftsländer festzustellen, wobei sich die Importe teilweise halbiert haben. In Dänemark war das beispielsweise der Fall.
Mit einem Anteil von rund 87 % erhielt Deutschland einen Großteil des Rindfleischs aus Mitgliedstaaten der EU. Während die Lieferungen aus der EU um knapp 17 % verringert wurden, nahmen die Importe aus Drittstaaten weniger stark um etwa 5 % ab. Unter den Drittländern war Argentinien der wichtigste Herkunftsstaat. Von dort sind vor allem Edelteile für die Gastronomie gefragt, die Importmenge ging in einem vergleichsweise geringen Ausmaß zurück.
07.06.2024
Tag des offenen Hofes am 8./9. Juni 2024 Milch und Rind
(DBV) An dem bevorstehenden Wochenende öffnen wieder zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe ihre Höfe, um interessierten Bürgern einen Einblick in die moderne Landwirtschaft und Tierhaltung zu ermöglichen. Mehr Informationen unter www.offener-hof.de und auf dem Höfefinder.


