Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

20.06.2024
Ausbreitung von Blauzungenkrankheit vorbeugen – Region Hannover empfiehlt dringend Notimpfung bei Schafen und Ziegen
Milch und Rind

(Region Hannover) Der Ausbreitung von Blauzungenkrankheit vorbeugen – seit kurzem sind drei Impfstoffe von verschiedenen Herstellern freigegeben, die vor der Blauzungenkrankheit schützen. Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine virusbedingte Krankheit, die nicht direkt von Tier zu Tier, sondern über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) übertragen wird. Für Menschen ist das Virus völlig ungefährlich. Empfänglich sind ausschließlich Wiederkäuer wie Schafe, Ziegen und Rinder. Das Virus verursacht teilweise schwere Symptome und kann insbesondere bei Schafen zum Tod der Tiere führen. Bei Rindern wurde zum Beispiel ein starker Milchrückgang beobachtet. In den Niederlanden hat sich die Infektion im Herbst 2023 sehr schnell ausgebreitet. Auch in Niedersachsen sind bereits im Oktober 2023 die ersten Fälle der Blauzungenkrankheit aufgetreten. „Wir rechnen damit, dass sich die Krankheit auch in Niedersachsen flächendeckend ausbreitet, wie es hier in Deutschland schon einmal im Jahr 2008/2009 der Fall war. Es ist jedoch möglich, die Tiere zum Schutz vor der Infektion impfen zu lassen. Bereits damals konnten durch eine Notimpfung massive Tierverluste verhindert werden“, so Dr. Petra Spieler, Leiterin des Fachbereichs Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover.

Die Region Hannover empfiehlt daher allen Halter*innen von Schafen und Ziegen, ihre Tiere gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen. Bei Rindern ist eine Impfung ebenfalls empfehlenswert, jedoch erscheint eine Abwägung von Kosten und Nutzen sinnvoll. Die Impfung erfolgt durch den jeweiligen Haustierarzt oder der jeweiligen Haustierärztin. Laut dem Friedrich-Löffler-Institut bietet die Impfung den einzigen sicheren Schutz der Tiere vor einem schweren Verlauf und sollte bis zum Beginn der Hauptflugzeit der übertragenden Gnitzen im Sommer (in der Regel ab Juli) abgeschlossen sein. Bei Schafen und Ziegen ist dazu eine Impfung ausreichend, die nach drei Wochen einen Schutz vermittelt. „Mit den Impfungen sollte also zügig begonnen werden“, empfiehlt Spieler.

Die Niedersächsische Tierseuchenkasse unterstützt die Impfung von Schafen und Ziegen mit einer Beihilfe in Höhe der nachgewiesenen Kosten, maximal aber mit drei Euro pro Tier. In diesem Zusammenhang müssen alle Impfungen in der HI-Tier-Datenbank dokumentiert werden, was auch die Haustierärzt*innen übernehmen können. Die Dokumentation ist Voraussetzung für die Beihilfe zur Impfung seitens der Tierseuchenkasse.

Weitere Informationen zur Blauzungenkrankheit sind unter https://tierseucheninfo.niedersachsen.de zu finden. Der Fachbereich Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region hat eine Allgemeinverfügung mit der erforderlichen Genehmigung für Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit veröffentlicht. Die Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung der Region Hannover zur Genehmigung der freiwilligen vorbeugenden Schutzimpfung ist hier hinterlegt: https://bekanntmachungen.region-hannover.de

19.06.2024
Änderung des Tierschutzgesetzes enthält praxisferne und nicht praktikable Regelungen und Verbote
Schwein

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied hat erneut auf die weitreichenden Verschärfungen für die Tierhalter durch die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geplanten Änderungen des Tierschutzgesetzes hingewiesen. „Der vorgelegte Gesetzentwurf enthält praxisferne und nicht praktikable Regelungen und Verbote, die dringend nachgebessert werden müssen! Vor allem die Vorgaben zur Schweinehaltung führen zu weniger Tierschutz und zu mehr Bürokratie“, so Rukwied.

„Die Tierhalter sind bereit zur Weiterentwicklung des Tierwohls und des Tierschutzes. Dazu brauchen sie aber praktikable Regelungen im europäischen Gleichklang und keine nationalen Alleingänge, die nur die Verlagerung der Tierhaltung ins Ausland zum Ziel haben.“ Der Deutsche Bauernverband erwartet in diesem Sinne ein deutliches Zeichen vom Bundesrat, wenn den Bundesländern etwas an einer Zukunft der Tierhaltung zur Stärkung und Stabilisierung des ländlichen Raumes gelegen ist.

19.06.2024
Erster ASP-Fall bei Wildschwein in Hessen bestätigt
Schwein

Am Samstag, den 15. Juni, wurde im Landkreis Groß-Gerau, Hessen, erstmals ein Wildschwein positiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) getestet. Das infizierte Tier ist südlich von Rüsselsheim in der Nähe einer Landstraße aufgefallen und geschossen worden und bisher der einzige Fall in dieser Region. Das hessische Landwirtschaftsministerium berichtete am Folgetag, dass das Tier eine sehr hohe Viruslast aufwies, was auf eine relativ frühe Infektion hindeutet und Hoffnung auf eine effektive Eindämmung gibt. Es wird vermutet, dass das Virus durch Speisereste entlang der nahegelegenen Autobahn eingeschleppt wurde, doch dies ist bisher nicht abschließend bestätigt. Die Suche nach weiteren Kadavern wird durch den Einsatz von Kadaverspürhunden und Drohnen unterstützt. Die Virus-Sequenzierung durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) steht noch aus. Um eine Ausbreitung der ASP in der Region sowie einen Übertritt auf Hausschweine zu verhindern, wurden bereits umfassende Schutzmaßnahmen eingeleitet. Rund um den Fundort wurde eine Restriktionszone mit einem Radius von 15 km eingerichtet. In dieser Zone befinden sich 60 Schweinehalter mit insgesamt etwa 5.000 Tieren. Dabei handelt es sich größtenteils um kleinstrukturierte Betriebe, bis auf einen größeren, im geschlossenen System wirtschaftenden Betrieb mit rund 2.000 Plätzen. Eine Besamungsstation liegt genau an der Grenze der Restriktionszone. Der Transport von Tieren innerhalb dieser Zone ist bis auf Weiteres untersagt.

19.06.2024
DBV-Fachausschuss Schweinefleisch
Schwein

Am 18. Juni 2024 tagte unter Vorsitz von DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier der DBV-Fachausschuss Schweinefleisch. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand vor allem der vorliegende Gesetzesentwurf des BMEL zur Änderung des Tierschutzgesetzes. Am 24.05.2024 ging der Entwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes im Umlaufverfahren durch das Kabinett. Gegenüber dem ersten Referentenentwurf vom Februar sind deutliche Verschärfungen für die Schweinehalter hinzugekommen. Aus Sicht des DBV-Fachausschusses bedarf es hier deutlicher Nachbesserungen. Tierhalter stehen zu Weiterentwicklungen beim Tierschutz. Dazu bedarf es aber machbarer, praktikabler Regelungen im europäischen Gleichklang. Andernfalls kommt es nur zu einer Verlagerung der Tierhaltung ins Ausland. Ferner beschäftigte sich der Fachausschuss mit den Themen Sustainable Finance, Taxonomie und CSRD-Nachhaltigkeitsberichtspflichten sowie den aktuellen Anstrengungen des Sektors zur Harmonisierung von CO2-Berechnungs-Modellen für die Klimabilanzierung.

14.06.2024
Brasiliens Hühnerfleischexporte steigen wieder
Geflügel

Brasiliens Export von Hähnchenfleisch hat im April wieder Fahrt aufgenommen. Laut der Vereinigung Tierisches Protein (ABPA) stiegen die Exporte von Hähnchenfleisch im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,5 % auf 480.700 Tonnen. Allerdings zeigt die Bilanz für den Zeitraum Januar bis April ein weniger positives Bild: Die Ausfuhrmenge lag mit 1,70 Mio. Tonnen um 2,8 % unter dem Vorjahresergebnis. Im März war der internationale Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat noch um 18,8 % eingebrochen. Dennoch hat sich der Abstand zum Rekordjahr 2023 zuletzt verringert. Dies gilt auch für die Exporteinnahmen im ersten Drittel des Jahres, die mit 2,79 Mrd. Euro um 11,4 % unter dem Vorjahresniveau lagen. Im Mai könnten sich die starken Überschwemmungen im exportrelevanten Bundesstaat Rio Grande do Sul negativ auf die Ausfuhren auswirken. Laut ABPA trug Rio Grande do Sul zuletzt etwa 16 % zu den Hühnerfleischexporten bei. Der Zugang zum Haupthafen des Bundesstaates ist durch die Überschwemmungen und Erdrutsche beeinträchtigt. Produktions- und exportmindernd dürften sich auch die Schäden an der für die Geflügelwirtschaft relevanten Infrastruktur auswirken. Viele Geflügelbetriebe wurden beschädigt oder ganz zerstört. Berichten zufolge waren oder sind etliche Geflügelschlachthöfe aufgrund nicht passierbarer Straßen von Lieferengpässen beim Schlachtvieh betroffen. Zudem ist stellenweise der Zugang zu Futter und Trinkwasser für die Nutztiere eingeschränkt, was zu Leistungseinbußen führen dürfte.

14.06.2024
Ukraine: Neue Handelsregelungen in Kraft
Geflügel

Seit dem 06. Juni sind die neuen Regelungen für den Agrarhandel der Ukraine mit der Europäischen Union in Kraft. Diese enthalten im Unterschied zu den Vorgängerregelungen allerdings Einschränkungen bei den Erleichterungen. Zum Beispiel ist jetzt der Import bestimmter Agrarprodukte gedeckelt. Nach der Zustimmung durch das EU-Parlament Ende April segnete schließlich auch der Rat nach einigem Hin und Her am 13. Mai endgültig die Verlängerung der sogenannten autonomen Handelsmaßnahmen um ein weiteres Jahr ab. Zunächst hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, die ukrainischen Lieferungen für Zucker, Geflügelfleisch und Eier zu begrenzen. Auf Druck wurde diese Liste dann noch um Mais, Hafer, Getreidegrütze sowie Honig erweitert. Sobald die Liefermengen von diesen Produkten das durchschnittliche Importniveau der zweiten Jahreshälfte 2021 sowie von 2022 und 2023 überschreiten, sollen Zölle erhoben werden. Mit der Ukraine werden zur Zeit seitens der Kommission offenbar schon intensiv Gespräche über eine dauerhafte Liberalisierung des Handels vorbereitet.

14.06.2024
Finnland startet als erstes mit Vogelgrippeimpfungen
Geflügel

Finnland hat als erster EU-Mitgliedstaat eine Impfung gegen das Vogelgrippevirus H5N1 gestartet, das derzeit unter US-Rindern verbreitet ist. Das Land nutzt den gemeinsam auf EU-Ebene beschafften Impfstoff. Die National Immunisation Technical Advisory Group (NITAG) hat beschlossen, dass Personen, die mit Geflügel und in Pelztierfarmen arbeiten, eine Impfung gegen H5N1 angeboten wird. Dies ist das erste Mal, dass der Impfstoff gegen H5N1 eingesetzt wird.