Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

Unsere Tradition: Die Zukunft sichern

Auf dem neusten Stand

Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

27.03.2025
Online-Seminarreihe zum Thema „Zukunftsmodell Dorfladen“

Tipps zur Gründung und zum Betrieb von Dorfläden

Die Agrarsoziale Gesellschaft (ASG) bietet eine Online-Seminarreihe zum Thema „Zukunftsmodell Dorfladen“ an. Diese richtet sich an Dorfladenbetreiber, Gründungsinitiativen sowie Multiplikatoren, die sich für die Nahversorgung in ländlichen Räumen engagieren. Ziel ist es, insbesondere Gründungsinitiativen zu informieren und ihnen praxisnahe Tipps zur Gründung und zum Betrieb von Dorfläden zu vermitteln.

Die Seminarreihe startet am 23. April 2025 und findet bis zum 2. Juli 2025 jeweils mittwochs von 18 bis 19:30 Uhr statt. Die einzelnen Module behandeln Themen wie die ersten Schritte zur Verbesserung der Nahversorgung im Dorf, Gründung und Rechtsform eines Dorfladens, Einrichtungs- und Sortimentsplanung, betriebswirtschaftliche Aspekte, Finanzierung und Förderung, der Dorfladen als Treffpunkt, Warenpräsentation sowie die Sicherung der Nahversorgung ohne Dorfladen.

Interessierte können sich HIER. anmelden.

27.03.2025
Landvolk legt eigene Strategie vor

Leistungen müssen honoriert werden

Die Herausforderungen des Klimawandels betreffen uns alle – besonders aber die Landwirtschaft, die einerseits Emissionen reduzieren, andererseits jedoch weiterhin eine sichere Lebensmittelversorgung gewährleisten muss. Das Landvolk Niedersachsen hat deshalb eine eigene KlimaSchutzStrategie entwickelt, die Lösungen aufzeigt, wie unsere Branche zur Klimaneutralität beitragen kann, ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

Die Strategie umfasst 41 konkrete Maßnahmen, mit denen sich Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft um bis zu 20 % senken lassen – ohne die Produktionsleistung zu gefährden. Besonders im Fokus stehen:

✅ Effizientere Fütterung zur Reduktion von Methanemissionen ✅ Gezielte Förderung von Blühstreifen und Agrargehölzen für mehr Biotopvernetzung ✅ Einsatz emissionsmindernder Futterzusätze und Güllezusatzstoffe ✅ Optimierte Lagerung und Behandlung von Wirtschaftsdünger ✅ Schutz des Dauergrünlands durch gezielte Fördermaßnahmen ✅ Carbon Farming und Humusaufbau zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung

Ein zentraler Punkt der Strategie ist, dass die Klimafreundlichkeit der Landwirtschaft nicht pro Hektar, sondern pro produzierter Einheit (z. B. 1 kg Milch, 1 kg Weizen) bewertet werden sollte. So können wir sicherstellen, dass Niedersachsens Landwirtschaft effizient bleibt und nicht durch Produktionsverlagerung ins Ausland zusätzliche Emissionen verursacht (“Carbon Leakage”).

Zudem setzen wir uns für freiwillige Maßnahmen mit finanziellen Anreizen statt bürokratischer Auflagen ein. Ein Beispiel ist die Förderung von Carbon Farming, bei dem Landwirte für ihre Klimaschutzleistungen honoriert werden.

Wir möchten Sie einladen, sich aktiv an der Umsetzung dieser Strategie zu beteiligen und Ihre Meinung einzubringen. Gemeinsam können wir den Klimaschutz in der Landwirtschaft vorantreiben und gleichzeitig die Zukunft unserer Betriebe sichern.

Für Fragen oder weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

25.03.2025
Landvolk mahnt zur Vorsicht wegen Hasenpest

Krankheit ist auf Menschen übertragbar – Nur wenige Fälle in Niedersachsen

Das Landvolk Niedersachsen mahnt zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit bestimmten Wildtieren im Zusammenhang mit der sogenannten Hasenpest. Zwar gibt es in Niedersachsen im Vergleich beispielsweise zum Nachbarland Hessen nur vereinzelte festgestellte Fälle, aber die Krankheit ist hoch ansteckend und auch auf den Menschen übertragbar. „Wer beruflich oder in der Freizeit engen Kontakt zu Wildtieren hat, ist besonders gefährdet“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers, der auch Vorstandsvorsitzender der Tierseuchenkasse Niedersachsen ist. Das Bakterium ist vor allem in Wildtieren zu finden und kann verschiedenste Tierarten befallen. Hasen sind besonders empfänglich, daher wird die Erkrankung auch als Hasenpest (Tularämie) bezeichnet. Die Übertragung kann durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kadavern erfolgen, aber auch nicht ausreichend durchgegartes Fleisch birgt ein Infektionsrisiko.

Frank Kohlenberg, selbst Jäger und Vizepräsident des Landesbauernverbandes, warnt: „Um einer Infektion vorzubeugen, sollte der ungeschützte Kontakt zu Wildtieren oder Kadavern von Wildtieren vermieden werden. Potenziell erregerhaltiges Fleisch muss vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden.“ Vorbeugend sollten beim Umgang mit Wildtieren zudem Einmalhandschuhe und eine Atemschutzmaske getragen werden. Auch ein Stich oder Biss von infizierten Insekten oder Zecken kann die bakterielle Krankheit übertragen. Weiterhin können sich Nagetiere wie Ratten oder Mäuse, aber auch Wildwiederkäuer und Fleischfresser infizieren. Bei Hasen und Kaninchen endet die Tularämie meist tödlich. Bei Menschen zeigen sich grippeähnliche Symptome mit hohem Fieber, Lymphknotenschwellungen, Atemnot oder Durchfall.

Im Jahr 2024 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover 200 Tiere aus ganz Niedersachsen auf Tularämie untersucht. Insgesamt wurden 181 Feldhasen und 19 Wildkaninchen beprobt. Bei zehn Feldhasen (fünf Prozent) wurde der Erreger nachgewiesen; alle untersuchten Wildkaninchen waren hingegen negativ. Im Jahr 2023 wurden 77 Tiere auf Tularämie untersucht. Von den 60 Feldhasen und 17 Wildkaninchen waren sieben Feldhasen (neun Prozent) an Tularämie erkrankt. Bei den Wildkaninchen wurde der Erreger auch 2023 nicht nachgewiesen.

11.03.2025
MKS & Co.: Vorsorgen ist besser als Räumen!

Online-Veranstaltung zur aktuellen Lage der MKS in Deutschland und Europa und Veröffentlichung der Risikoampel Rind

Der Verbund trafo:agrar lädt in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Loeffler-Institut und den Tierseuchenkassen Niedersachsen und Thüringen zu folgender kostenloser Informationsveranstaltung ein:

“MKS & Co.: Vorsorgen ist besser als Räumen - Online-Veranstaltung zur aktuellen Lage der MKS in Deutschland und Europa und zur Veröffentlichung der Risikoampel Rind” am Freitag, 4. April 2025 von 09:30 bis 12:00 Uhr.

Der MKS-Ausbruch im Januar 2025 in Brandenburg verdeutlicht erneut die herausragende Bedeutung von Biosicherheitsmaßnahmen, um den Eintrag sowie eine weitere Verbreitung der Tierseuche zu verhindern. Ziel ist die Sicherung der Tiergesundheit, der Lebensmittelerzeugung und der Schutz vor erheblichen wirtschaftlichen Schäden in der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Die Online-Tagung bietet rinder- und klauentierhaltenden Betrieben (Schafe, Ziegen und Schweine) und allen Interessierten eine aktuelle Einschätzung von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Veterinärbehörden und landwirtschaftlicher Praxis an und stellt die neu entwickelte Risikoampel vor. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll die aktuelle Situation aus fachlich verschiedenen Perspektiven betrachten und diskutiert werden.

Anmeldungen erfolgen bitte bis Mittwoch, 2. April 2025 HIER.

11.03.2025
Update E-Rechnungen

Neue E-Mail-Absenderadresse

Wie bereits angekündigt werden auch das Niedersächsische Landvolk Rotenburg-Verden e.V. und die BBS GmbH Steuerberatung Rotenburg und Verden in Zukunft E-Rechnungen schreiben. Da wir das Rechnungsschreibungsprogramm der DATEV verwenden, werden unsere Rechnungen zukünftig von der E-Mailadresse e-invoice@datev.de verschickt werden. Der Absender der Rechnung wird Euch dabei im Betreff angezeigt werden. Nähere Informationen zum Ansprechpartner könnt Ihr aus der E-Mail entnehmen. Die E-Rechnung wird sich im Anhang befinden.

Mandanten, welche das Rechnungsschreibungsprogramm „Auftragswesen Next“ der DATEV bereits nutzen, verschicken so auch bereits ihre Rechnungen.

10.03.2025
Kirche goes Echem

Thementag Tierhaltung

Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) Echem und die Referentinnen von „Kirche und Landwirtschaft“ im Team Arbeit und Wirtschaft laden ein zum Thementag Tierhaltung am Freitag, 4. April 2025, von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr Zur Bleeke 6, 21379 Echem.

Geplanter Ablauf:
10.00 Uhr: Begrüßung; Vorstellung LBZ Echem; Vorstellung des Arbeitsfeldes „Kirche und Landwirtschaft“ der ev. Kirche

10.45 Uhr: Führung über das Gelände mit besonderer Erläuterung der Tierhaltung zum Schwerpunkt Rind oder Schwerpunkt Schwein. Bitte geben Sie bei der Anmeldung den Interessenschwerpunkt an.

12.30 Uhr: Mittagessen und Zeit für Begegnung

13.30 Uhr: Arbeitsgruppen (jeweils 1 h Dauer. Es besteht die Möglichkeit, an zwei AGs teilzunehmen)
AG 1: Umgang mit Nutztieren in der Bibel und Schlussfolgerungen für heute (Cornelia Möller, Pastorin und Referentin für Land- und Ernährungswirtschaft)
AG 2: tierethische Aspekte der Ernährung (Henrike Knop, Agrarreferentin)
AG 3: praktische Fragen und Herausforderungen für tierhaltende Landwirtinnen und Landwirte heute (LBZ Echem)
AG 4: Zukunft für junge Landwirtinnen und Landwirte (LBZ Echem)
Bitte geben Sie bei der Anmeldung die zwei Arbeitsgruppen an, an denen Sie teilnehmen möchten.

15.30 Uhr: Rückblick auf die Arbeitsgruppen bei Kaffee & Kuchen

15.50 Uhr: Schlusswort und Abschlusssegen

16.00 Uhr: Ende

Der Teilnahmebeitrag beträgt pauschal 20,- EUR inkl. Verpflegung. Anmeldungen erfolgen bitte bis zum 26.3.25 an: Karen.Greve-Krause@LWK-Niedersachsen.de

03.03.2025
Sorgen in der Weidetierhaltung

Landvolk kritisiert bürokratische Hürden bei Herdenschutzprämie

Das Landvolk Niedersachsen und das Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement sehen in der Förderrichtlinie zur Schaf- und Ziegenweidehaltung für Naturschutzzwecke (RL SchaNa) erhebliche Probleme – vor allem durch hohe bürokratische Hürden und fehlende Unterstützung für andere Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter. „Wir erkennen an, dass nun endlich die laufenden Mehrkosten einiger Weidetierhalter übernommen werden. Unsere zahlreichen Verbesserungsvorschläge wurden aber nur teilweise aufgenommen“, kritisiert Jörn Ehlers, Landvolk-Vizepräsident und der Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement. „Die Richtlinie ist entgegen der Behauptung von Umweltminister Meyer weder einfach noch unbürokratisch. Wir befürchten, dass viele kleinere und mittlere Betriebe davon Abstand nehmen und auf Herdenschutzmaßnahmen stattdessen verzichten“, bewertet Ehlers das vom niedersächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium neue Förderprogramm für die Halterinnen und Halter von Schafen und Ziegen, um den zusätzlichen Arbeitsaufwand, der durch den Wolf entsteht, zu vergüten.

Halterinnen und Halter von Schafen und Ziegen können noch für 2025 die neue jährliche Prämie in Höhe von 260 Euro pro Hektar Weidefläche oder 325 Euro pro Hektar Deichfläche beantragen – umgerechnet 40 Euro pro Tier auf Weideflächen und 50 Euro pro Tier am Deich. Voraussetzung ist ein bereits bestehender wolfsabweisender Grundschutz. Während das Landvolk anerkennt, dass damit die Mehrbelastung durch den Wolf zumindest teilweise ausgeglichen wird, fordert es eine Ausweitung der Förderung auf weitere Weidetierarten.

Zudem plädiert der Landesbauernverband für eine einfachere Vergütungsform: „Eine Kopfprämie pro Tier wäre praktikabler und würde viele Probleme vermeiden“, erklärt Ehlers. Wie zum Beispiel die Nutzung von Weideflächen in angrenzenden Bundesländern wie Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern. Hier führt die aktuelle Regelung zu Problemen, insbesondere wenn Schafe zeitweise auf angepachteten Flächen außerhalb Niedersachsens gehalten werden.

Auch bleiben viele Fragen zur langfristigen Planung offen. Laut Umweltminister Meyer bleibt der Wolf in Niedersachsen zukünftig mit mindestens 44 Wolfsrudel und er betont, dass Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter die Prämie über den fünfjährigen Förderzeitraum fest einplanen könnten. Doch Ehlers hält das für Augenwischerei: „Diese Anforderungen an den Herdenschutz müssen über die gesamte Laufzeit stabil bleiben. Ab 2030 werden die Anforderungen an den wolfsabweisenden Grundschutz steigen, und dann muss dieser neue Standard erfüllt werden“, sieht Ehlers hier die Problematik.

Besonders besorgt sind die Tierhalterinnen und Tierhalter zudem wegen möglicher Rückzahlungsforderungen. „Es muss einen klaren Prüfkatalog geben, der definiert, welche Verstöße zu welchen Konsequenzen führen“, fordern Landvolk und Aktionsbündnis. Niemand solle für kleinste Formfehler oder unvermeidbaren Verschleiß bestraft werden. Die Antragsfrist für die diesjährige Förderung endet am 15. März 2025. Anträge können ab sofort HIER bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gestellt werden.

26.02.2025
Starkes Trio: Landwirtschaft - Biodiversität & Klimaschutz

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum

Vom 24.03. bis zum 26.03.2025 bietet die Evangelische Akademie Loccum eine spannende Tagung zum Thema “Starkes Trio: Landwirtschaft - Biodiversität & Klimaschutz” an: Biodiversität und Produktion, Artenvielfalt und Wirtschaftlichkeit müssen nicht zwangsläufig Gegensätze sein. Es gibt neue wissenschaftliche Daten und Projekte zur biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften, ebenso Pioniere, die voranschreiten und Maßnahmen umsetzen sowie ungewohnte Allianzen schmieden. Es liegen Projektergebnisse und Erfahrungen von Landwirtinnen und Landwirten vor, die sich lohnen weitergegeben zu werden. Diese Tagung soll den Austausch und dadurch die landwirtschaftliche Transformation befördern. Unter anderem gibt es hierzu interessante Vorträge von Heinrich Kersten, Dipl.-Ing. Maschinenbau und Imker aus Verden, sowie aus dem Projekt FINKA (Förderung der Biodiversität von Insekten im Ackerbau).

Diese Tagung wird als zweitägige Fortbildungsveranstaltung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen anerkannt. Die Tagungsgebühren betragen regulär 210€ und ermäßigt 125€.

Den genauen Tagesablauf sowie detaillierte organisatorische Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie HIER.

24.02.2025
Bis zum 31. März für den Ceres Award bewerben

Fachzeitschrift lobt den Preis „Landwirt/in des Jahres 2025“ aus

Die Bewerbungsphase für den Ceres Award läuft: Bis zum 31. März haben alle Landwirtinnen und Landwirte aus dem deutschsprachigen Raum die Chance, sich um den Titel „Landwirt/in des Jahres 2025“ zu bewerben, teilt die Redaktion von „agrarheute“ mit. Mit dem Preis zeichnet die Fachzeitschrift seit 2014 jährlich außergewöhnliche Leistungen des Berufsstandes aus. „Diese Auszeichnung bietet eine öffentlichkeitswirksame Plattform, um die Fähigkeiten hervorzuheben – innerhalb der Landwirtschaft und darüber hinaus“, heißt es in dem Aufruf.

Die Bewerbung beim Ceres Award ist in den Kategorien Ackerbau, Rinderhaltung, Schweinehaltung, Geflügelhaltung, Junglandwirt/in, Unternehmer/in und Energielandwirt/in möglich. Das Mitmachen ist in einer oder mehreren Kategorien gleichzeitig möglich. Aus den jeweiligen Gewinnerinnen und Gewinnern der einzelnen Kategorien wird dann der oder die Gesamtsieger oder Gesamtsiegerin „Landwirt/in des Jahres 2025“ ausgewählt. Der Sieg ist mit 20.000 Euro dotiert, und alle Kategoriengewinnerinnen und -gewinner erhalten 1.000 Euro.

Mit einer Teilnahme haben die Höfe die Chance, öffentlich sichtbar zu werden. „Präsentieren Sie Ihren Betrieb und Ihre Innovationen in der Landwirtschaft. Tragen Sie dazu bei, die Bedeutung Ihrer Arbeit nach außen zu kommunizieren und die Wahrnehmung der Branche zu verbessern“, heißt es in dem Aufruf.

Auch Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies ermuntert die Landwirtinnen und Landwirte aus Niedersachsen, sich an dem renommierten Wettbewerb zu beteiligen: „Der Ceres Award bietet nicht nur eine gute Plattform, sich innerhalb des Berufsstandes zu vernetzen und zu zeigen, wie innovativ wir sind, sondern es ist auch aufregend und macht Spaß daran teilzunehmen – das habe ich 2016 selbst erlebt. Viele Preisträger kamen in den zurückliegenden Jahren aus Niedersachsen – ich drücke auch für diese neue Runde wieder kräftig die Daumen!“

Alle Informationen zur Bewerbung für den Ceres Award 2025 sind HIER zu finden. Die Preisverleihung findet im Herbst in Berlin statt.

20.02.2025
Gut ausgebildet in die Zukunft

Ausbildertagungen an der BBS Rotenburg und der BBS Verden

Kürzlich fanden an der BBS Rotenburg und der BBS Verden die Ausbildertagungen für den Bereich Landwirtschaft statt. Norbert Kaufmann, Studiendirektor der BBS Rotenburg, machte bei seiner Begrüßung deutlich: „Wir brauchen gut ausgebildete Landwirte, die bereit sind, innovative Ansätze zu verfolgen und Verantwortung zu übernehmen.“ Dabei sei es essenziell, die Auszubildenden nicht nur fachlich und praktisch, sondern auch persönlich zu begleiten. Christian Intemann, Kreislandwirt in Rotenburg und Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden, hob die Wichtigkeit der Ausbildertagungen hervor und dankte insbesondere Constanze Wellenbrock und Sören Wilkening, die als Ausbildungsberaterin und Ausbildungsberater bei der Landwirtschaftskammer tätig sind, sowie den Lehrkräften für ihr außerordentliches Engagement.

Wellenbrock und Wilkening informierten die landwirtschaftlichen Ausbildungsbetriebe über den aktuellen Stand der Ausbildung in den Agrarberufen. „Auch wenn die Gesamtanzahl der Auszubildenden in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahren leicht gesunken ist, haben wir im Vergleich zu anderen Branchen mit 2.335 Auszubildenden in Niedersachsen im Jahr 2024/2025 immer noch sehr gute Zahlen“, betonte Wilkening. Bei genauerem Blick zeigte sich, dass die Bezirksstelle Bremervörde, zu der auch die Berufsschulen in Rotenburg und Verden gehören, mit 429 Auszubildenden mit Abstand den meisten landwirtschaftlichen Nachwuchs ausbildet. Insbesondere die BBS Rotenburg ist als Ausbildungshochburg bekannt und wird von vielen Schülerinnen und Schülern aus anderen Landkreisen besucht. Aktuell werden 135 Auszubildende der Landwirtschaft an der BBS Rotenburg und 46 landwirtschaftliche Auszubildende an der BBS Verden geschult. Ein erfreulicher Trend ist zudem, dass sich auch immer mehr weibliche Auszubildende für den Beruf der Landwirtin entscheiden.

Die landwirtschaftliche Ausbildung hat einen hohen Stellenwert für den Agrarbereich, da sie eine zentrale Säule bildet, um die Branche sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich zukunftsfähig zu gestalten und die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung zu stellen. Die Anforderungen an den Branchennachwuchs sind hoch, denn heutzutage müssen die Landwirtinnen und Landwirte zunehmend Allroundtalente sein. Nicht nur das vielfältige Fachwissen, der Umgang mit immer neuen Technologien sowie ein betriebswirtschaftliches Verständnis sind gefragt, auch der Umgang mit klimatischen Veränderungen und gesellschaftlichen sowie politischen Anforderungen rückt stetig weiter in den Fokus. So herausfordernd der Beruf auch sein mag, so viele positive Aspekte bringt er gleichzeitig mit sich: Neben einem spannenden und unglaublich abwechslungsreichen Arbeitsalltag wählt man hiermit auch einen sehr bedeutungsvollen Beruf, der nicht nur eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln darstellt, sondern auch in den Bereichen Energieversorgung sowie Klima- und Artenschutz maßgebliche Potenziale birgt. Landwirtinnen und Landwirte sind damit echte Problemlöser, die nicht lang schnacken, sondern es selbst anpacken! Der Tatendrang und das lösungsorientierte Handeln spiegeln sich auch in der täglichen Arbeit auf den Betrieben wider. Das selbstständige Arbeiten ermöglicht zudem eine hohe Unabhängigkeit und Flexibilität im Arbeitsalltag.

Früh übt sich: Am 3. April 2025 öffnen wieder viele landwirtschaftliche Betriebe anlässlich des Zukunftstags ihre Hoftore für interessierte Schülerinnen und Schüler. Ein möglicher erster Anknüpfungspunkt für die berufliche Zukunft im Traumjob Landwirtin oder Landwirt. Wer selbst einen Schüler oder eine Schülerin aufnehmen möchte oder aber selbst den Zukunftstag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb verbringen möchte, kann sich gerne bei Silke Aswald melden: Per Telefon unter 0162-4177151 oder per E-Mail unter aswald@landvolk-row-ver.de.

Aktuelles aus dem Landesverband

06.03.2026
Aktualisierte Kurzmeldung zur Newcastle-Krankheit
Geflügel

Ende Februar kam es erstmals seit vielen Jahren wieder zu Fällen der Newcastle Disease (ND, sog. Atypische Geflügelpest) bei Nutzgeflügel in Deutschland. Der DBV hat hierzu einen Beitrag in DBVexklusiv veröffentlicht. Sowohl in Bayern als auch Brandenburg breitet sich ND seither weiter aus. In Bayern wurden im Landkreis Erding, nahe München, inzwischen über 100.000 Legehennen gekeult, im Landkreis Mühldorf am Inn 30.000 Masthähnchen, sowie im Landkreis Rottal‑Inn 60.000 Masthähnchen. Die neun im TierSeuchenInformationsSystem hinterlegten bayerischen Fälle liegen teils räumlich rund 50 km auseinander. Die Restriktionsgebiete wurden entsprechend deutlich ausgeweitet. Auch in Brandenburg wurde ein weiterer ND‑Ausbruch bestätigt. In Bestensee im Landkreis Dahme‑Spreewald ist das Virus in einem Legehennenbetrieb mit rund 375.000 Tieren nachgewiesen worden. Weitere Stallungen auf dem Gelände mit 510.000 müssen ebenfalls gekeult werden. Wie bei HPAI greifen auch bei ND unmittelbar strenge Bekämpfungsmaßnahmen. Dazu gehören Sperrzonen, Aufstallungspflichten und umfassende Kontrollen sämtlicher geflügelhaltender Betriebe in den betroffenen Regionen. Die Ukraine hat wegen des ND-Ausbruchs Importsperren für Eintagsküken, Bruteier und Geflügelerzeugnisse verhängt und eine Regionalisierung abgelehnt. Nach Destatis (2025) gingen rund 5,8 Mio. Eintagsküken und 25,1 Mio. Bruteier in die Ukraine – etwa 6,7 % des deutschen Bruteier‑Exports. Der DBV appelliert eindringlich an alle Geflügelhalter, ihre betriebsspezifischen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent zu überprüfen und strikt einzuhalten. Dazu gehören insbesondere eine einwandfreie Stallhygiene, strenge Zugangsbeschränkungen sowie der Schutz vor indirekten Einträgen.

06.03.2026
DBV fordert Reform des Verbandsklagerechts
Geflügel

Anlässlich der ersten Lesung zur Reform des Verbandsklagerechts im Deutschen Bundestag fordert die DBV-Generalsekretärin, Stefanie Sabet, die Bundesregierung auf, das Verbandsklagerecht sowohl im nationalen und europäischen Recht als auch im Rahmen der Vertragsweiterentwicklung der Aarhus- Konvention auf den Prüfstand zu stellen und dem Prinzip „Blockade durch Klage“ endlich ein Ende zu setzen. „Die Betriebe brauchen Rechts- und Planungssicherheit statt Blockade“. Das aktuelle Verbandsklagerecht führe zu erheblichen Verzögerungen bei betrieblichen Entwicklungen. „Es verhindert Planungssicherheit, etwa bei Stallbauten. Für viele Familienbetriebe bedeutet das: Investitionen werden blockiert, Existenzen gefährdet. Daher müssen die Ausschlussregelungen nachgeschärft werden. Die Betriebe brauchen Rechtssicherheit statt potenzieller Klageverfahren. Notwendige Investitionen in der Landwirtschaft dürfen nicht durch überzogene Klagerechte ausgebremst werden“, so Sabet.

06.03.2026
Aktueller Stand GMO Artikel 148
Milch und Rind

In der gestrigen vierten Trilogrunde zur Reform der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) konnten sich die drei EU-Institutionen auf einen vorläufigen Kompromiss einigen. Nach aktuellem Stand sieht der Kompromiss vor, dass schriftliche Lieferverträge zwischen Landwirten und Käufern künftig EU-weit zum Regelfall werden sollen. Welche konkreten Bestandteile diese Verträge enthalten müssen, können die einzelnen EU-Mitgliedstaaten festlegen. Ihnen steht dabei unter bestimmten Voraussetzungen ein sogenanntes Opt-out zu für den sich das Landvolk in den letzten Monaten intensiv eingesetzt hat. Das bedeutet, dass die Länder selbst entscheiden können, welche Elemente (Milchpreis, die Liefermenge, Bezug zu Produktionskosten etc.) verpflichtend in den Verträgen geregelt werden müssen. Die vorläufige Einigung muss noch formell vom Europäischen Parlament und vom Rat bestätigt werden, bevor sie in Kraft treten kann. Detailliertere Regelungen und dessen Auswirkungen werden sich in den nächsten Wochen ergeben.

06.03.2026
Rindermarkt: Rindfleischerzeugung in der EU rückläufig
Milch und Rind

(AMI) Nachdem die Zahl der Rinderschlachtungen in der EU im Jahr 2024 leicht gestiegen war, setzte sich dieser Trend im Folgejahr nicht fort. So wurden von Januar bis Dezember 2025 rund 21,1 Mio. Rinder geschlachtet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 5,8 %.

An erster Stelle der europäischen Produzenten stand Frankreich mit 3,8 Mio. geschlachteten Rindern. Mit deutlichem Abstand folgte Deutschland auf dem zweiten Rang. Beide Länder verzeichneten einen starken Rückgang bei der Menge der durchgeführten Schlachtungen. Ähnlich war es in den anderen wichtigen Erzeugerländern. Auch dort kam es durchweg zu Rückgängen der Schlachtzahlen. Die Verringerung der erzeugten Fleischmenge in der EU fiel etwas geringer aus als die der Schlachtungen. Die um 4,2 % gesunkene Produktion deutet auf höhere Schlachtgewichte als im Vorjahr hin. Gründe für die sinkende Rindfleischproduktion in der EU sind unter anderem der anhaltende Strukturwandel. In zahlreichen Ländern nehmen die Bestände seit Jahren ab, da Landwirte die Rinderhaltung aufgeben. Hohe Futter- und Energiekosten führten dazu, dass vielerorts Betriebe geschlossen wurden.

06.03.2026
Jahr der Bäuerin und Internationaler Frauentag
Milch und Rind

(DBV) Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2026 und des von den Vereinten Nationen ausgerufenen „International Year of the Woman Farmer“ veranstaltet der Internationale Weltmilchverband (IDF) am 11. März 2026 von 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr ein Webinar, dass den Beitrag und die Expertise von Frauen in der globalen Milchwirtschaft würdigt. Internationale Referentinnen werden Einblicke geben, wie der Milchsektor die Führung von Frauen stärken und die nächste Generation von Landwirtinnen weltweit unterstützen kann. Zum Programm und zur Anmeldung geht es hier. Zudem hat auf nationaler Ebene eine Allianz aus neun Verbänden die Entscheidung der Vereinten Nationen begrüßt und dazu ein Positionspapier mit acht Handlungsfeldern verabschiedet.

06.03.2026
16. Berliner Milchforum 2026 fast ausgebucht
Milch und Rind

(DBV) Das am 12./13. März 2026 im Berliner Titanic Chaussee Hotel stattfindende Berliner Milchforum ist fast ausgebucht. Noch ist eine Anmeldung ist für den zweiten Tag in Präsenz und für die Gesamtveranstaltung (außer Branchentreff am Abend) virtuell möglich. Am ersten Tag startet die Veranstaltung mit einem Debattenformat unter dem Titel „Mehr. Wert. Milch – Wer zahlt, wer zählt?“, in dem Vertreter aus Land- und Molkereiwirtschaft, Handel und QM-Milch die Wertschöpfungskette beleuchten. Am 13. März 2026 findet vormittags eine Vortragsreihe zu den Themen Milchmarkt, Ernährungstrends und Stallbauinnovation statt und am Nachmittag diskutieren Vertreter aus Politik, Verbänden und Praxis auf dem Podium das Thema „Versprochen – gehalten? Ein Jahr neue Bundesregierung“. Zur Anmeldung für die noch verfügbaren Plätze und zum Programm geht es hier.

06.03.2026
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) Die Milchanlieferung in Deutschland liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. In der 8. KW stieg das Milchaufkommen um 0,3 % zur Vorwoche und um 6,1 % zum Vorjahr. Nachfrage nach abgepackter Butter bleibt hoch; die Preise in Kempten lagen am 04.03.2026 bei 3,65- 4,85 €/kg. Kurzfristig werden steigende Molkereiabgabepreise erwartet. Nachfrage nach Blockbutter bleibt hoch, Preise ziehen weiter an- sowohl in den Niederlanden als auch in Kempten. Die Nachfrage nach Schnittkäse ist sehr hoch, das Angebot knapp, und die Preise steigen weiter – besonders für Blockware. Exporte laufen gut, während geringe Lagerbestände den Markt zusätzlich festigen.

Nachfrage nach MMP ist weiter stark, die Werke sind ausgelastet und die Preise steigen. Der Konflikt erhöht Energie – und Logistikkosten, doch das Kaufinteresse bleibt hoch; der schwächere Euro stärkt zusätzlich die Wettbewerbsfähigkeit. Markt für VMP tendiert fester, und es werden höhere Preise erzielt; Kaufinteresse für verschiedene Termine ist vorhanden. Die Lage bei MP ist sehr fest: hohe Nachfrage, knappes Angebot und deutlich steigende Preise.  

06.03.2026
Auf und Ab der Weizenkurse an der Euronext
Pflanzen

(AMI) Ausschreibungen aus Nordafrika und dem Nahen Osten bestätigen das Kaufinteresse am Weltmarkt. Westeuropäischer und US-Weizen stehen jedoch weiterhin unter starkem Konkurrenzdruck aus der Schwarzmeerregion.

Nach ausgeprägten Tagesschwankungen zwischen -4,50 und +4,25 EUR/t schloss der Fronttermin für Weizen am 05.03.2026 mit 196,25 EUR/t etwa 3 EUR/t über dem Vorwochenniveau. Zwischenzeitlich erreichte der Fronttermin mit 197,50 EUR/t den höchsten Stand seit Anfang August 2025. Der Kontrakt der Ernte 2026 zeigte sich ebenfalls fester und schloss zuletzt bei 208,75 EUR/t, was einem Wochenplus von 6,25 EUR/t entspricht.

Die Entwicklungen im Nahost-Konflikt hatten auf die Pariser Weizenkurse nur begrenzten Einfluss. Deutlichere Auswirkungen zeigte das Kriegsgeschehen hingegen bei den Ölsaaten sowie deren Nachprodukten, insbesondere bei Pflanzenölen. Kursstützend wirkte jedoch der schwache Euro. Eine nachgebende Gemeinschaftswährung verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Getreide auf den internationalen Märkten. Der US-Dollar fungierte erneut als sicherer Hafen und legte allein in den vergangenen drei Handelstagen um 1,8 % zu.

Auf der Nachfrageseite zog das Kaufinteresse wichtiger Importländer in den vergangenen Tagen leicht an. Vor allem ägyptische Käufer suchten Weizen zur Lieferung ab April, bevorzugten jedoch weiterhin das im Vergleich zu EU-Weizen günstigere Angebot aus der Schwarzmeerregion. Saudi-Arabien deckte sich zum Wochenbeginn im Rahmen einer internationalen Ausschreibung mit knapp 800.000 t Weizen ein, nachdem zuvor eine Ausschreibung über 655.000 t angekündigt worden war. Der überwiegende Teil der Mengen – voraussichtlich rund 550.000 t – dürfte mit russischem Weizen beliefert werden, ergänzt durch weitere Lieferungen aus der Schwarzmeerregion, unter anderem aus Rumänien.

Auch Algerien soll zum Wochenwechsel eine größere Weizenmenge von rund 400.000 t gekauft haben, eine offizielle Bestätigung steht bislang jedoch aus. Wie bereits bei anderen Ausschreibungen galt westeuropäischer Weizen auch hier als kaum wettbewerbsfähig gegenüber Schwarzmeerherkünften. Gleichwohl entziehen die Ausschreibungen aus Saudi-Arabien und Algerien dem insgesamt gut versorgten Weltmarkt zusammengenommen rund 1,2 Mio. t Weizen.

06.03.2026
Deutsches Brotgetreide tendiert fester
Pflanzen

(AMI) An der ruhigen Marktsituation hat sich kaum etwas verändert. Mühlen ordern nur sehr verhalten und das Exportgeschäft mit Brotgetreide läuft aus Sparflamme. Die heimischen Preise legen auf Wochensicht etwas zu, ex Ernte fällt das Wochenplus deutlicher aus.

Der deutsche Brotgetreidemarkt zeigte sich in der Berichtswoche insgesamt ruhig mit etwas festeren Tendenz, wobei die Entwicklungen regional unterschiedlich ausfielen. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sorgten zwar an den Börsen zeitweise für erhöhte Aufmerksamkeit, hatten bislang jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf den physischen Handel im Inland.

Brotweizen verteuert sich um 2,01 auf 172,73 (161-183) EUR/t und Qualitätsweizen verzeichnet ein Wochenplus von 1,87 auf 177,22 (167-183) EUR/t. In Niedersachsen wurden für B-Weizen 176 (173-186) EUR/t und für A-Weizen 182 (179-189) EUR/t gemeldet. Ex Ernte legt Brotweizen im Bundesschnitt um 6,37 auf 178,76 EUR/t zu. Deutscher Qualitätsweizen verzeichnet das größte Wochenplus mit +7,20 auf 192,93 EUR/t.

Die Nachfrage nach Brotgetreide blieb in weiten Teilen der Bundesrepublik verhalten. Viele Mühlen sind noch immer gut versorgt, teils reichen die Lagerbestände bis zur neuen Ernte, wodurch der kurzfristige Bedarf begrenzt bleibt. Entsprechend bewegten sich die Erzeugerpreise meist stabil bis nur leicht fester. In einzelnen Regionen führte das teilweise verbesserte Preisniveau zu einer höheren Verkaufsbereitschaft auf Erzeugerseite, während die Käuferseite überwiegend abwartend agierte.

Regional kam es zu punktuell lebhafterem Handel, insbesondere dort, wo bestehende Exportverpflichtungen noch zu bedienen waren. Dies galt vor allem für den norddeutschen Küstenraum. Insgesamt blieb das Exportgeschäft jedoch überschaubar, und der erwartete Impuls aus dem Weizenexport ließ auf sich warten.

06.03.2026
Futtergetreidemarkt trotz Börsenimpulsen verhalten
Pflanzen

(AMI) Steigende Börsenkurse sorgen nur begrenzt für Bewegung am Kassamarkt. Gerste und Körnermais profitieren von Exportnachfrage und knapper Verfügbarkeit , das Handelsgeschehen insgesamt bleibt ruhig.

Der deutsche Futtergetreidemarkt zeigt sich trotz der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin vergleichsweise ruhig. An den Börsen ging es hingegen aufwärts. So notiert der neue Juni-Fronttermin für Mais an der Pariser Börse am 05.03.2026 bei 201,75 EUR/t und liegt damit 3 EUR/t über dem Monatsstart an der Börse am 02.03.2025.

Bereits in den Tagen zuvor hatte der Konflikt im Nahen Osten an den Börsen für steigende Kurse gesorgt und damit auch die Preise am heimischen Kassamarkt gestützt. Der zwischenzeitliche Kursauftrieb hat zwar sowohl alterntige Ware aus den Lagern der Erzeuger mobilisiert als auch das Interesse an Vorkontrakten für die neue Ernte belebt. Dennoch bleibt das Handelsgeschehen insgesamt verhalten; es werden lediglich vereinzelte und sporadische Abschlüsse gemeldet. Gleichzeitig warten einige Erzeuger weiterhin ab und setzen auf nachhaltig höhere Preise. Ob sich diese Erwartung erfüllt, ist derzeit offen.

Die Erzeugerpreise für Futterweizen, Futterroggen, Triticale und Futterhafer geben in der aktuellen Situation leicht nach. Eine Ausnahme bilden Futtergerste und Körnermais: Gestützt durch eine anhaltend starke Exportnachfrage beziehungsweise ein knappes Angebot steigen die Preise auf 162,05 und 184,55 EUR/t. Die Nachfrage nach deutscher Gerste bleibt ungebrochen und auch Körnermais bleibt knapp verfügbar, was zunehmend auf die ausbleibenden Importe aus den östlichen Nachbarländern zurückzuführen ist.

In Niedersachsen waren in der Berichtswoche ab Hof für Futtergerste 168 (162-178,5) EUR/t möglich, während Körnermais mit 189,5 (185-210) EUR/t gehandelt wurde. Mit Futterweizen konnten 169 (162-185) EUR/t erzielt werden.