Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

27.06.2025
Rindermarkt: Deutschland führt mehr Rindfleisch ein
Milch und Rind

(AMI) Deutlich erhöht wurden die Importe von Rindfleisch nach Deutschland. Mit einem Plus von über 8 % sind die in unser Land eingeführten Mengen an Rindfleisch von Januar bis April 2025 gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Die Ausweitungen der Einfuhren betreffen sowohl die aus der EU als auch die aus Drittländern bezogenen Mengen.

So wurde im oben genannten Zeitraum fast 7 % mehr Rindfleisch aus Drittländern nach Deutschland geliefert, aus Staaten innerhalb der EU sogar fast 9 %. Aufgrund der rückläufigen Entwicklung der deutschen Rinderbestände durch den Strukturwandel zusätzlich verstärkt durch die Einbußen wegen der Blauzungenkrankheit erhöht sich der Importbedarf.

Die Nachfrage nach Rindfleisch entwickelt sich relativ stabil und dürfte 2025 nur geringfügig zurückgehen. Der Pro-Kopf-Verzehr von Rindfleisch lag 2024 bei 9,3 kg und wird für das laufende Jahr auf 8,9 kg geschätzt. Deutschland ist damit weiter auf Einfuhren von Rindfleisch angewiesen. Dies betrifft besonders den Bezug von Edelteilen wie Filets und Roastbeefs, welche für Kurzbratartikel genutzt werden.

27.06.2025
Landvolk Hinweis zu Tierschutz- und Konditionalitätsverstößen
Milch und Rind

In letzter Zeit kam es vermehrt zu Verstößen gegen Tierschutzvorgaben, was neben tierschutzrelevanten Folgen auch Kürzungen bei Agrarzahlungen im Rahmen der Konditionalität nach sich zieht. Das Landvolk bittet um Beachtung und Nachbesserung in der Umsetzung geltender Rechtsvorgaben.

Kranke oder verletzte Tiere müssen mehrfach täglich kontrolliert und gegebenenfalls abgesondert und behandelt werden. Bei unklarer Prognose ist unverzüglich ein Tierarzt hinzuzuziehen. Für Kälber gilt: Einzelhaltung nur bis zur 8. Lebenswoche – dabei muss Sicht- und Berührungskontakt zu anderen Kälbern möglich sein. Es sind die Mindestflächen laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung einzuhalten. Zudem müssen Kälber ab dem 15. Lebenstag jederzeit Zugang zu Wasser und spätestens ab dem 8. Tag Raufutter zur freien Aufnahme haben.

Gemäß der Verordnung (EU) 2021/21151 ist die Gewährung von Agrarzahlungen auch geknüpft an
die Einhaltung von Vorschriften im Bereich Tierschutz. Verstöße gegen die im Rahmen der Konditionalität zu beachtenden Verpflichtungen führen zu einer prozentualen Kürzung der genannten Zahlungen. Das Unterlassen der Behandlung erkrankter Tiere, stellt häufig – abhängig von Schwere und Dauer – zusätzlich einen Straftatbestand dar. Bei Fragen oder detaillierteren Infos, auch zu anderen Tierarten, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Kreisverband.

27.06.2025
Bauerntag 2025: „Mehr Politikwechsel wagen!“
Milch und Rind

(DBV) In seiner Grundsatzrede zum Auftakt des Deutschen Bauerntages 2025 in Berlin, bekräftigte DBV-Präsident Rukwied die dringende Notwendigkeit eines echten Politikwechsels: „Die neue Bundesregierung ist gefordert zu liefern. (…) Umbrüche, geopolitische Unsicherheiten sowie (…) Klimawandel fordern nicht nur unsere Wirtschaft und Gesellschaft heraus – sie verlangen auch von der Politik ein Umdenken und zügiges Handeln. Wir müssen mehr Politikwechsel wagen!“ Bundeslandwirtschaftsminister Rainer zog in seiner Rede eine erste 50-Tages-Bilanz: u.a. Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung ab 2026, Abschaffung der Stoffstrombilanz und anstehende Novelle des Düngegesetzes, Erhöhung des Bundeszuschusses zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung in 2025 um 20 Mio. Euro, stabiler BMLEH-Haushalt und GAK-Finanzmittel in 2025 trotz angespannter Bundeshaushaltslage sowie zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen in Höhe von jährlich 20 Mio. Euro für Digitalisierung und Forschung. Die avisierte Mindestlohnerhöhung sieht BM Rainer kritisch und will diese rechtlich prüfen lassen. Steuerliche Erleichterungen bei AfA und Biokraftstoffen sind im Fokus. Zudem ging er auf den Arbeitsfortschritt der neu eingerichteten Stabstelle für Bürokratieabbau ein. Beide Reden können auf dem YouTube-Kanal „Die Deutschen Bauern“ gestreamt werden.

27.06.2025
Milchmarkt
Milch und Rind

(AMI, ZMB) In der 24 KW hat sich die Milchanlieferung in Deutschland nach einem vorherigen Rückgang wieder stabilisiert. Im Vergleich zur Vorwoche stieg sie um 0,2 %, lag jedoch 1,7 % unter dem Niveau der Vorjahreswoche. Abgepackte Butter wird weiterhin gut nachgefragt. Die Molkereien sind mit der stabilen Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel zufrieden, die Preise bleiben auf dem Vorwochen-Niveau. Der Blockbutter-Markt ist ruhig mit begrenztem Angebot und zurückhaltender Nachfrage. Die Preise in Kempten bleiben stabil bei 7,40 – 7,58 EUR/kg. Nachfrage und Angebot sind zurückhaltend, langfristig herrscht Unsicherheit und es kommt nur zu wenigen Abschlüssen. Der Schnittkäsemarkt ist ausgeglichen, die Nachfrage in Handel und Food-Service ist gut. In Südeuropa besteht weiterhin Bedarf, der Export läuft saisonüblich, hier mit Konkurrenz aus den USA und Neuseeland.

MMP-Markt ist ruhig. Nachfrage und Preise leicht rückläufig, Exporte erschwert. VMP-Markt ist ruhig, Preise stabil bis leicht schwächer. MP-Markt ist ruhig, Exporte leiden unter starkem Euro. Preise stabil bis schwächer.

27.06.2025
Eiermarkt stabil
Geflügel

(AMI/MEG) Auch im Verlauf des Monats Juni ließ die Nachfrage der Verbraucher nach Konsumeiern nicht nach. Ob sich die Sommerferien, die in einigen Bundesländern bereits Anfang Juli beginnen, auf den Eierkonsum auswirken werden, kann noch nicht abgeschätzt werden. Die Marktteilnehmer rechnen jedoch in diesem Jahr nicht mit dem früher üblichen Sommerloch. Wegen des anhaltend hohen Preises auf dem Spotmarkt deckten sich die Verarbeiter nur für den laufenden Bedarf ein. Die neu eingestallten Herden waren noch nicht voll in der Produktion, sodass weiterhin alle gelegten Eier sofort ihre Abnehmer fanden. Da, im Gegensatz zum Anfang des Jahres, im Mai und Juni in Polen nur noch wenige Ausbrüche von AI festgestellt wurden, stabilisiert sich auch die Lage auf dem EU-Markt, mit nennenswerten Engpässen rechnen die Marktbeobachter nicht mehr. Nach geringfügigen Preissenkungen im Mai fielen die Preise im Juni nicht weiter.

27.06.2025
Geflügelmarkt rege nachgefragt
Geflügel

AMI/MEG) Im Juni blieb das Interesse an Geflügelfleisch rege. Das Pfingstfest sowie der regionale Feiertag Fronleichnam führten zu einem etwas höherem Bestellvolumen des LEHs. Die Schlachtereiabgabepreise am Hähnchenmarkt tendierten nochmals nach oben. Nachdem im Vormonat insbesondere die Preise für frisches Hähnchenbrustfilet anzogen, wurden nun die Preise für frische Griller und Schenkelprodukte stärker angehoben. Die Bestände an Frostware waren gering. In diesem Bereich könnte es durch derzeit ausbleibende brasilianische Importe zu weiterer Verknappung kommen. Brasilien beabsichtigte, sich wieder als frei von AI zu erklären. Bleibt abzuwarten, ob die EU bald wieder Zulieferungen gestattet. Die hiesige Putenproduktion wurde flott vom Markt aufgenommen. Von leichten Kürzungen der Bestellmengen wurde berichtet. Auf Großhandelsebene zogen die Preise im Juni etwas an. Weiterhin fehlen Schlachtkapazitäten für Althennen in Süddeutschland. Bemühungen der Branche, die Schlachtungen unter neuer Geschäftsleitung wieder in Gang zu bekommen, ziehen sich hin.

27.06.2025
Deutscher Bauerntag 2025
Geflügel

In der Grundsatzrede zum Deutschen Bauerntag 2025 am Mittwoch, den 25. Juni, betonte Joachim Rukwied, DBV-Präsident, die dringende Notwendigkeit eines Politikwechsels. Er forderte die neue Bundesregierung auf, angesichts von Umbrüchen, geopolitischen Unsicherheiten und dem fortschreitenden Klimawandel schnell zu handeln. Rukwied betonte die Bedeutung eines fairen Wettbewerbs in der EU für den Wirtschaftsstandort Deutschland und kritisierte die Bürokratielast und Dokumentationspflichten für Landwirte. Besonders die Unsicherheit unter Tierhaltern sei groß. Rukwied forderte eine praxistaugliche und förderfähige Gestaltung des gesellschaftlich gewünschten Umbaus der Tierhaltung und plädierte für EU-weite Lösungen statt nationaler Alleingänge. Auf EU-Ebene forderte Rukwied ein starkes, zweckgebundenes Budget für die Gemeinsame Agrarpolitik und kritisierte Gesetze wie die EU-Entwaldungsverordnung sowie das Bodenüberwachungsgesetz. „Wir wollen nicht abwarten, wir wollen gestalten“, stelle Rukwied abschließend dar. Er rief dazu auf, kooperative Ansätze zu fördern, um die Herausforderungen im Klimaschutz und beim Erhalt der Biodiversität anzugehen. Die komplette Pressemitteilung finden Sie unter: Deutscher Bauernverband e.V. – Rukwied: Mehr Politikwechsel wagen

(27.06.2025)