Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

16.10.2020
Getreidepreise steigen langsamer als Börsennotie-rungen
Pflanzen

Infobrief Pflanze

Auch wenn es meistens kein reges Geschäft mit Brotgetreide gibt, ziehen die Preise weiter an. Vor allem für den unmittelbaren Bedarf sind die Mühlen gut mit Rohstoff eingedeckt und angesichts der aktuellen Preishöhe und der Erwartung einer zumindest global ausreichenden Versorgung besteht auch kaum Vorkaufinteresse. Anders ist die Lage beim Export, der durch den schwachen Wettbewerb mit anderen exportorientierten Nationen im nahen Umfeld längst besser floriert als sonst um diese.

Auf der Angebotsseite spielen unterschiedliche Gründe eine Rolle für die momentan noch geringe Abgabebereitschaft. Mal ist der Vermarktungsstand schon weit und die Landwirte warten erst einmal ab, mal sind den Erzeugern aber auch einfach die gebotenen Preise zu niedrig.

Dort, wo umfangreicher exportiert wird, legten die Brotweizenpreise im Wochenverlauf weiter kräftig zu. Die Händler berichten wenigstens dort von einer hohen oder zumindest steigenden Abgabebereitschaft der Erzeuger. Problematisch ist die Roggenvermarktung in einigen ostdeutschen Regionen. Abnehmer fehlen und aus Polen drückt Ware ins Land. Der Braugerstenabsatz stockt meistens noch, trotzdem lassen sich festere Preise realisieren.

Im Großhandel haben die Preise im Wochenverlauf in der Regel etwa 2 EUR/t zugelegt. Mitte dieser Woche gab es in Hamburg für Brotweizen zur prompten Lieferung genau wie am Niederrhein 200 EUR/t und für A-Weizen 206 EUR/t. In Westfalen legte der Preis für Brotweizen um 3 auf 202 EUR/t zu. Auch die Preise für Lieferungen bis Jahresende verbesserten sich entsprechend. Einzig für Brotroggen gab es weniger. Mit minus 2 EUR/t landete der Kurs am Niederrhein bei nur noch 162 EUR/t.

16.10.2020
Paris: Weizenkurse ziehen an
Pflanzen

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In der vergangenen Handelswoche kletterten die Weizenkurse an der Pariser Börse über die Marke von 200 EUR/t. Bereits in der Vorwoche erreichte der Fronttermin ein Niveau wie zuletzt vor fünf Monaten. Die Notierungen haben ihre Gewinne weiter ausgebaut, 203,50 EUR/t entsprechen einem Anstieg von 3 EUR/t zur Vorwochenlinie. Hauptgrund für den Kursauftrieb sind die jüngsten Entwicklungen im Außenhandel. Algeriens staatliche Getreidebehörde OAIC hat am Dienstag eine große Menge Weizen im Ausschreibungsverfahren gekauft, insgesamt schätzungsweise 600.000 t. Zwar konnten sich auch die Schwarzmeerstaaten Russland und Ukraine, als Anbieter bewerben, doch Marktteilnehmer gehen davon aus, dass Staaten aus der Ostseeregion oder aus anderen Teilen der Westeuropäischen Union, einschließlich Frankreich und Deutschland, den Zuschlag erhalten haben. Russische Ware könnte für diese Ausschreibung zu teuer gewesen sein bzw. die geforderten hohen Eiweißgehalte nicht erreicht haben. Den Preisanstieg am EU-Exportmarkt werten Marktteilnehmer als klares Indiz, dass der algerische Tender an EU- und nicht an Schwarzmeerherkünfte gegangen ist. Marktteilnehmer zeigen sich darüber hinaus optimistisch, dass bei anhaltend hohen russischen Preisen deutsche und baltische Exporteure auch in den kommenden Monaten Weizen nach Algerien liefern werden. Frankreich dürfte als Anbieter für den Exportmarkt seltener zum Zug kommen. Grund ist die schwache Weizenernte 2020 und die daraus resultierende knappere Versorgungslage. Nichts desto trotz hob das dortige Landwirtschaftsministerium, FranceAgriMer, am Mittwoch seine Prognose für die französischen Weichweizenexporte an Drittstaaten in der Saison 2020/21 um 0,1 auf 6,7 Mio. t an, wobei das aber immer noch 50 % weniger als im Rekordvorjahr wären.

14.10.2020
DBV fordert Bekenntnis zum Tierwohl beim Baurecht
Schwein

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Die Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und SPD hatten in einem gemeinsamen Gesetzentwurf zur Verbesserung des Tierwohls in Tierhaltungsanlagen Erleichterungen von Stallumbauten auf höhere Tierwohl-Standards vorgeschlagen. Obwohl sich die Mehrzahl der Sachverständigen anlässlich der Anhörung des Bundestags-Bauausschusses Anfang September für die Notwendigkeit eines ausreichenden Stallbaurechts aussprach, rückt die SPD mehr und mehr von der gemeinsamen Gesetzesinitiative ab. Mit großem Unverständnis reagiert der DBV auf diese derzeitige Blockade der SPD-Bundestagsfraktion. DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken fordert die Verantwortlichen dazu auf, „nun endlich den Fuß von der Bremse zu nehmen. Man kann nicht laufend mehr Tierwohl predigen, dann aber die Bauern beim Stallumbau im Stich lassen“, so Krüsken. Die Möglichkeit des Um- und Neubaus bei Ställen mit höheren Tierwohlstandards ist für die Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland zentrale und wichtige Voraussetzung. Der DBV fordert deshalb die zügige und umfassende Beseitigung der bestehenden Hemmnisse im Bau- und Immissionsschutzrecht.

Aber das Baurecht ist nach Einschätzung des DBV nicht die einzige Hürde auf dem Weg zu mehr Tierwohl. „Wir müssen auch im Immissionsschutzrecht gründlich nachbessern. Wenn Umbauten zwar baurechtlich möglich sind, aber an überzogenen Vorschriften der TA Luft scheitern, hilft das niemandem“, so Krüsken.

14.10.2020
Schlachthof Sögel läuft auf Sparflamme wieder an
Schwein

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Unter Auflage eines strengen Hygienekonzeptes hat der Landkreis Emsland dem Weidemark-Schlachthof in Sögel diesen Montag die Wiederaufnahme des Schlachtbetriebes gestattet. Zu den Auflagen zählt die Arbeit mit Minimal-Belegschaft von max. 200 statt 600 Mitarbeitern am Schlachtband, die sich in sog. Arbeitsquarantäne bis zum 31.10.2020 begeben müssen und somit ausschließlich zwischen Arbeitsplatz und Wohnung pendeln dürfen. Zudem müssen die Mitarbeiter FFP2-Masken tragen. Der Einbau von Spezialfiltern wurde ebenfalls angeordnet.

https://www.landundforst.de/landwirtschaft/tier/schweinemarkt-ernst-lage-noch-begriffen-563279

14.10.2020
Branchengespräch Fleisch zu ASP und Corona
Schwein

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Anlässlich eines Branchengesprächs Fleisch mit Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner und den Landwirtschaftsministerinnen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, Otte-Kinast und Heinen-Esser, hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, erneut eindringlich gefordert, alle Möglichkeiten zu eröffnen, um die Schlachtkapazitäten deutlich zu erhöhen. „Die Not in unseren Betrieben ist groß. Der Schweinestau in den Ställen kann für viele Betriebe zur Existenzfrage werden. Die Tiere müssen schnellstmöglich geschlachtet werden. Diese gefährliche Mischung aus Corona-Pandemie und Afrikanischer Schweinepest ist eine Gefahr für unsere Schweinehalter. Coronabedingte Sperrzeiten bei Schlachthöfen müssen verkürzt werden. Es gibt mittlerweile gute Konzepte aus den bisherigen Coronafällen in der Fleischwirtschaft. Diese müssen genutzt werden, um sich ressortübergreifend auf bundesweit einheitliche Vorgehensweisen bzw. Managementkonzepte bei zukünftigen Corona-Ausbrüchen zu verständigen. Ziel muss sein, bei Beachtung des notwendigen Gesundheitsschutzes für die Mitarbeiter und die Bevölkerung die vorhandenen Schlachtkapazitäten möglichst auszulasten.

DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier verwies im Hinblick auf die Forderung der Ministerinnen nach einer freiwilligen Reduzierung der Schweineerzeugung darauf, dass dieses Anliegen weder zielführend noch praxistauglich ist. Von der Besamung bis zur Schlachtung dauert es rund 300 Tage, somit kann damit auf kurzzeitige Schlachtkapazitätsausfälle nicht zeitnah reagiert werden. Ferner ist eine solche Maßnahme im EU-Binnenmarkt bei freiem Handel ohne Wirkung.

12.10.2020
Bio-Kartoffelpreise weit unter Vorjahr
Öko-Landbau

Info Ökolandbau

Aktuell wird in ganz Deutschland geerntet und die Witterungsbedingungen haben das Roden gut vorankommen lassen. Ab und an haben Regenschauer die Erntearbeiten unterbrochen. Vor allem am Niederrhein holen die Landwirte viele Kartoffeln vom Acker. Die Qualitäten sind allerdings durchwachsen und die Absor­tierungen für den Handel bereits deutlich er­höht. Es findet sich ein Mix aus qualitäts­einschränkenden Faktoren: Mehr Drahtwurm-Befall als im vergangenen Jahr, mehr Schorf, mehr Rhizoctonia und teilweise Übergrößen. Die Erzeugerpreise für Bio-Speisekartoffeln liegen deutlich unter den beiden preislich für Erzeuger guten Jahren 2018 und 2019.

12.10.2020
DBV und COPA plädieren aus Tierwohlgründen für Abschaffung 48 Stunden Mindestwartezeit
Öko-Landbau

Info Ökolandbau

Die Kommission will ab 2021 entweder eine 48 Stunden Mindestwartezeit für jegliche allopa­thische, medizinische Behandlung in der Öko-Tierhaltung einführen oder die bislang vorge­schriebene doppelte Wartezeit ganz abschaf­fen. Die doppelte Wartezeit gilt bislang nicht bei Wartezeit null und damit auch nicht für Parasitenbehandlungsmittel ohne Wartezeit. Aus Sicht des DBV und der COPA droht eine Mindestwartezeit von 48 h nach Parasitenbehandlungen, Öko-Tierhalter zur Unterlassung von dem Tierwohl förderlichen Parasiten­behandlungen zu veranlassen.

12.10.2020
COPA-FA Ökolandbau diskutiert Position zur Immuno-Kastration – DBV plädiert für Erhalt der Methodenvielfalt in der „Kastration“
Öko-Landbau

Info Ökolandbau

In Deutschland wurden bislang etwa 20 % der männlichen Öko-Mastschweine per Immuno-Kastration nicht chirurgisch kastriert. Seit Sep­tember haben die meisten Bundesländer außer Niedersachsen und Rheinland-Pfalz das Ver­fahren für die Öko-Schweinehaltung auf Druck von Brüssel vorläufig verboten, obwohl sie die Methode seit 10 Jahren als rechtlich öko-kon­form eingestuft hatten. Die einzige verbliebene Alternative, die Narkose der Ferkel mit Isofluran steht in zehn Jahren vor dem Verbot, denn dann verliert Isofluran aus Klimaschutzgründen seine Zulassung. Außerdem steht die chirurgische Kastration selbst bei Schmerzausschaltung in Tierschutzkreisen unter massiver Kritik. Vor diesem Hintergrund tritt der DBV für einen Erhalt der Methodenvielfalt in der Vermeidung von Ebergeruch ein. Die deutsche Ratspräsi­dentschaft drängt derzeit auf Wunsch der Bun­desländer auf eine rechtliche Klärung bzw. ökorechtliche Zulassung. Das veranlasste auch die erste Diskussion zum Thema in der COPA AG Ökolandbau. Seitens des DBV stellte ein Bio-Mäster aus der Oberpfalz seine langjährigen positiven Erfahrungen mit Improvac und die unproblematische Verbraucherreak­tion in der Direktvermarktung und der Vermarktung über Fleischereien und Rewe vor. Der Vorsitzende der COPA AG Tiergesundheit, ein spanischer Veterinär, erklärte präzise die praxisreife Anwendung und betonte, dass das Immuno-Verfahren die höchste Tierwohleinstu­fung durch tierärztliche Berufsorganisa­tionen und beste Akzeptanz durch die Tierschützer habe. Die Verbraucher sehen das Verfahren nach einer aktuellen EU-weiten Umfrage zu 68 % positiv, während 65 % Kastration ohne Schmerzausschaltung ablehnen. Der Vorsitzende der COPA AG Schwein, ein Italiener, sprach sich hingegen gegen die Zulas­sung der Immuno-Kastration im Ökolandbau aus. Er sah dafür keine Akzeptanz der Ver­braucher (in Italien darf wie in Osteuropa ohne Schmerzausschaltung kastriert werden!). Eine gemeinsame Position wurde bei dieser ersten Diskussion noch nicht gefunden.