Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

23.04.2021
Insektenprotein als Futter hat globales Potenzial
Geflügel

Die Rabobank (NL) geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Insektenprotein für Futterzwecke in den kommenden zehn Jahren deutlich zunehmen dürfte. Dabei wird der voraussichtliche globale Bedarf für das Jahr 2030 auf 500.000 t beziffert; das wäre fünfzig Mal so viel wie das aktuelle Marktvolumen. Die derzeitige Nachfrage nach Insektenprotein ist aber wegen der relativ hohen Preise noch sehr gering. Die Ware koste zwischen 3.500 Euro/t bis 5.000 Euro/t und sei damit deutlich teurer als Fischmehl und Sojaschrot. Die Fischmehlpreise hätten in den vergangenen fünf Jahren lediglich zwischen 1.200 $/t (997 Euro) und 2.000 $/t (1.662 Euro) rangiert. Allerdings dürfte die Ausweitung der Produktionskapazitäten für Insektenprotein in den kommenden Jahren deutliche Preissenkungen ermöglichen. Als Hauptabnehmer für Insektenprotein dürften Aquakulturen in Frage kommen, aber auch der Einsatz in der Fütterung von Legehennen mit 70.000 t, bei Masthähnchen mit 50.000 t und bei Ferkeln mit 30.000 t, so laut Rabobank.

Die Gesamtprognose basiert auf der Annahme, dass es weder produktionstechnische noch gesetzliche Angebotsbeschränkungen gibt.

23.04.2021
Neues EU-Tiergesundheitsgesetz in Kraft
Geflügel

Am 21.04. ist das neue EU-Tiergesundheits-gesetz (EU) 2020/689 in Kraft getreten, das unmittelbar in allen Mitgliedstaaten zur Anwendung kommt. Damit wird auch die Tierseuchenbekämpfung in Deutschland auf eine neue gesetzliche Grundlage gestellt. Schwerpunkte der neuen Verordnung sind die Früherkennung sowie Bekämpfung von Tierseuchen und der Impfschutz von Tieren. Zudem wurden die Biosicherheitsmaßnahmen mehr in den Fokus gerückt. Da bislang noch nicht alle Rechtsbereiche in nationales Recht umgesetzt werden konnten, wird es laut BMEL eine Übergangszeit für die endgültige Implementierung des neuen EU-Rechtsaktes geben, wobei allerdings gleichlautende oder entgegenstehende Regelungen im nationalen Recht nicht mehr gültig sind.

Bei einem HPAI-Ausbruch im Nutzgeflügelbestand gelten bestehende Restriktionszonen fort und müssen nicht aufgehoben und neu angeordnet werden. Änderung des EU-Rechts ergeben sich im Besonderen für das Verbringen von Schlachtgeflügel, Eintagsküken und Bruteiern aus HPAI-Schutzzonen.

23.04.2021
ASP: Merkblätter für Saisonarbeitskräfte in 14 Sprachen
Pflanzen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitete sich 2020 in den Wildschweinbeständen vieler Regionen Europas und Asiens weiter aus (Ungarn, Polen, Belgien, Baltikum, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Slowakei, Serbien). In den betroffenen Ländern wurden vielfach auch Hausschweinebestände mit ASP infiziert. Lebensmittel, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, sind ansteckend. In rohem Fleisch, gepökelten oder geräucherten Fleischwaren, wie Schinken und Würsten (z.B. Salami), ist das Virus monatelang haltbar. Eine Übertragung ist auch durch Kleidung, Gegenstände und Fahrzeuge möglich, sofern sie mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Um die Gefahr des Ausbruchs der ASP in Niedersachsen durch die unsachgemäße Entsorgung fleischhaltiger Lebensmittel aus Ländern zu vermeiden, in denen die Seuche bereits im Hausschweinebestand auftritt, weist das Landvolk erneut auf die wichtigen Merkblätter für Saisonarbeitskräfte in 14 Sprachen zum Download unter

https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/klauentiere/afrikanische_schweinepest/afrikanische_schweinepest/afrikanische-schweinepest-21709.html
hin.

23.04.2021
Futtergetreide läuft immer
Pflanzen

Die Futtergetreidepreise tendieren im Aufwind der Terminnotierungen ebenfalls fester, vor allem Futterweizen hat sich spürbar verteuert. Die jüngsten Bewegungen der internationalen Terminbörsen haben am deutschen Kassamarkt anfänglich zu Verunsicherung gesorgt und letztendlich das Geschäft gelähmt. Vorerst ordern Mischfutterhersteller nur verhalten und hoffen, dass die Rallye am Terminmarkt, ausgelöst durch die ungünstigen Aussaatbedingungen für Weizen und Mais in den USA sowie den Sorgen um die ertragsbeeinträchtigende Trockenheit in Europa, bald beendet ist. Der Bedarf ist noch nicht vollständig gedeckt, zumal gerade die Mischfutterhersteller aufgrund der Verunsicherung aufgrund grassierende Tierseuchen keine großen Vorräte angelegt haben, bzw. kaum Kontrakte abgeschlossen haben. So wird weiterhin Kaufinteresse aus den Benelux-Ländern verzeichnet und Weizen und Gerste bleiben gesucht. Die Nachfrage steht einem überschaubaren Angebot aus Erzeugerhand gegenüber. Alterntige Partien finden nur noch selten an den Markt. Viel interessanter, aus Sicht der Landwirte, weil die Preise ebenfalls steigen und noch potenzielle Mengen verkauft werden könnten, ist die Futtergetreideernte 2021. Denn die festen Kurse treiben auch die Kassapreise für Weizen, Mais und Gerste der nächsten Saison. So werden die erhöhten Angebote immer mal wieder genutzt, um Kontrakte abzuschließen, aber von lebhaftem Geschäft kann auch hier nicht gesprochen werden. Mais tendiert ebenfalls fest, auch wenn die Aufschläge gegenüber Vorwoche nicht ganz so groß ausfielen wie für Weizen. Die Entwicklungen in den USA werden mit mehr Skepsis beobachtet und die Kurswirkung ist abgeschwächt. Chicago legte um 13 EUR/t zu, Paris um knapp 9 EUR/t. Hinsichtlich der kommenden Ernte wird vorerst noch wenig verkauft.

23.04.2021
Paris: Getreide im Plus
Pflanzen

Der Mai-Kontrakt für Weizen Paris schreibt seit 2 Handelstagen grüne Vorzeichen. Die kräftigen Gewinne bescheren ein Wochenplus von 11 auf 231,50 EUR/t. Der Septemberkontrakt hat sich ebenfalls befestigt und in der Berichtswoche um 8,50 auf 213 EUR/t zugelegt. Kursunterstützung bringt v.a. die eher ungünstige Wetterlage in den Getreideregionen Nord- und Südamerikas. In den USA werden Frostschäden an den Weizenfeldbeständen befürchtet, während in Brasilien Trockenheit den Maiskulturen zu schaffen macht. Jedoch haben auch in Frankreich April-Fröste Ertrag gekostet und nun herrscht verbreitet Trockenheit, die den Pflanzenstress weiter erhöhen. Begrenzt werden die Gewinne der Weizenkurse in Paris durch mangelnde EU-Exportgeschäfte mit Weizen in der aktuellen Handelswoche. Der Ramadan beruhigt das Geschäft mit traditionell großen Importnationen. Ägypten konzentriert seine Nachfrage auf die kommende Ernte, Saudi-Arabien ist inaktiv und Südafrika sucht Weizen in Russland. Für den Pariser Weizen grundsätzlich belastend, sind auch die jüngsten Entwicklungen in Russland. Russische Exporteure bieten Weizen für Lieferungen ab Juni 2021 an, Marktbeobachter sprechen von aggressiver Vermarktung. Das ist insofern überraschend, als dass ab Juni Exportsteuern in noch unbekannter Höge erhoben werden sollen. Trotzdem hat Russland kürzlich 290.000 t Weizen zur Lieferung im August nach Ägypten verkauft. Die Maiskurse orientieren sich an den sehr festen Vorgaben aus Chicago. Dort hat der Mais in den vergangenen drei Handelstagen fast 7 % an Wert gewonnen. Die Pariser Notierung folgt mit einem Zuwachs von 4 %. Auf Wochensicht steht ein Plus von 8 auf 229 EUR/t.

21.04.2021
Landkreis Osnabrück | Aufhebung der Stallpflicht
Geflügel

Der Landkreis Osnabrück teilt mit, dass er beabsichtigt, die Aufstallpflicht für Geflügel in Stadt und Landkreis Osnabrück zu Freitag, den 23.04.2021, aufzuheben. Der Landkreis weicht wie der Landkreis Diepholz von den Empfehlungen der übergeordneten Behörden ab und begründet diese Entscheidung damit, dass aktuell das Risiko eines AI-Eintrages geringer eingeschätzt wird, weil sich das Seuchengeschehen in der Umgebung beruhigt hat, die Wildvogelbewegungen deutlich nachgelassen haben und sich die Änderung der Witterungslage günstig auswirkt. Zudem wurden im Gebiet von Stadt und Landkreis Osnabrück weder Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln noch Ausbrüche in Geflügelbeständen festgestellt. Es wurden mehr als 130 Proben von Wildvögeln untersucht; in keiner wurde der Erreger der Geflügelpest nachgewiesen.

Da der AI-Erreger in der Wildvogelpopulation vorkommt, weist der Landkreis auf die strikte Einhaltung der Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen hin. Insbesondere sollten die Ausläufe vor Wiederbenutzung nach Wildvogelkadavern abgesucht und diese entfernt werden.

Für die Umregistrierung der Legehennenhaltung von Boden- auf Freilandhaltung wenden Sie sich bitte direkt an das LAVES.

Bitte beachten Sie die online gestellten Hinweise, Allgemeinverfügungen und Anträge der betroffenen Landkreise Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Diepholz, Oldenburg und Vechta zur Verbringung von Geflügel. Die interaktiven Karten mit den Restriktionsgebieten in den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Vechta werden mit jeder neuen Allgemeinverfügung aktualisiert.

21.04.2021
QS verlängert Remote-Kontrollen
Geflügel

(QS GmbH) Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie verlängert QS die Möglichkeit zur Durchführung von Remote-Kontrollen bis zum 31. Oktober 2021. Grundsätzlich gilt zwar weiterhin, dass Audits möglichst vor Ort durchgeführt und dabei alle notwendigen Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Seit dem 15. November 2020 bietet QS jedoch zusätzlich Remote-Kontrollen an, sofern – aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus, der ASP bzw. der Geflügelpest die Durchführung von Audits in Risiko- bzw. Restriktionsgebieten vor Ort nicht möglich ist.

21.04.2021
EU-Finanzhilfe für ASP-Wildschweinezaun
Schwein

(BMEL) Um eine weitere Ausbreitung der ASP zu verhindern, ist der Bau eines Wildzaunes ein wichtiger Baustein, deren Errichtung und Finanzierung in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländer fällt. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte den Bundesländern zugesagt, sich bei der EU-Kommission für Finanzhilfen einzusetzen, damit die Kosten für die Zaunbaumaßnahmen Brüsseler Zuschüsse erhalten. Die EU-Kommission hat nun signalisiert, auf Grundlage der angegebenen Kosten eine Finanzhilfe in Höhe von 9 Mio. Euro für Sachsen und Brandenburg zu gewähren. Das BMEL wird die Bundesländer dann bei der weiteren Antragstellung unterstützen.

Künftig wird der Parlamentarische Staatssekretär im BMEL, Uwe Feiler, als zentraler Ansprechpartner die landespolitische und kommunale Ebene bei der ASP-Bekämpfung begleiten und sich regelmäßig vor Ort informieren.