Die Schweiz hat sich gegen ein Einfuhrverbot von Stopfleber entschieden. Begründet wird dies damit, dass es keine gleichwertigen Alternativen zur Stopfleber gäbe, kommt ein Verbot einem Konsumverbot gleich. Insbesondere in der Westschweiz würde ein Importverbot eine gesellschaftlich stark verankerte kulinarische Tradition beeinträchtigen. Eine Deklarationspflicht für Gänse- und Entenleber aus der Stopfmast soll jedoch bestehen bleiben. Eine solche hatte der Schweizer Bundesrat Ende April 2023 bekanntgegeben. Pro Jahr importiert die Schweiz 200.000 Kilogramm Gänse-Stopfleber. Um doch noch ein Einfuhrverbot zu erreichen, sammelt die Organisation Alliance Animale Suisse aktuell Unterschriften für eine Volksinitiative.
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Aktuelles aus dem Kreisverband
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23.06.2023
Frankreich: Tests mit HPAI-Impfstoff vielversprechend Geflügel
Wie das französische Landwirtschaftsministerium mitteilt, gab es allein in den beiden vergangenen Monaten mehr als 70 Nachweise der Geflügelpest in Nutztierhaltungen. Ein erster Erfolg konnte nun in Frankreich hinsichtlich der getesteten HPAI-Impfstoffe verzeichnet werden. Ersten Ergebnissen zufolge sind die Vakzine sowohl bei den Experimenten zur Untersuchung des Impfschutzes und der Virus-Ausscheidung als auch bei den Versuchen zur Ansteckung unter geimpften Tieren als „sehr vielversprechend“ einzustufen. Die beiden getesteten Impfstoffe hätten unter anderem die Ausscheidung der Menge des Erregers verringern können, erklärte das Ministerium. Zudem scheinen die Impfungen das Ansteckungsrisiko deutlich zu reduzieren und eine Infektion über die Luft möglicherweise sogar vollständig verhindern zu können. Die französischen Landwirte hoffen auf eine schnelle Zulassung, denn die Angst vor der nächsten Ausbruchswelle dort ist groß.
22.06.2023
Deutsche Ausfuhren von Schweinefleisch gehen zurück Schwein
(AMI) – In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind die Exporte von deutschem Schweinefleisch um insgesamt 11 % auf rund 685.000 t gesunken. Sowohl der Handel mit Mitgliedstaaten der EU als auch der mit Drittländern waren davon betroffen, wobei der Rückgang bei den Drittlandsausfuhren besonders stark ausfiel.
Gut 84 % der Exporte fand sein Ziel in der EU, was einem Großteil der Gesamtausfuhren entspricht. Die mit Abstand größten Abnehmer waren Italien und die Niederlande, die beide ihre Importe von Schweinefleisch aus Deutschland reduzierten. Der Handel innerhalb der EU ging um knapp 10 % zurück, während die Ausfuhren in Drittländer sogar um ein Fünftel abnahmen. Dabei machten sich teilweise die noch immer bestehenden Handelsrestriktionen wegen des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest im September 2020 in Deutschland bemerkbar.
Auch die rückläufige Produktion von Schweinefleisch wirkt sich auf die Lieferungen aus. Aufgrund der stetig sinkenden Tierbestände geht die erzeugte Fleischmenge stark zurück. Entsprechend steht insgesamt weniger Schweinefleisch für den Außenhandel zur Verfügung. Zuletzt wurde die Schlachtung von Tieren ausländischer Herkunft in Deutschland erhöht. In den kommenden Monaten ist mit einer Fortsetzung der abnehmenden Exporte zu rechnen.
(22.06.2023)
22.06.2023
Rentabilität der Schweinemast erhöht Schwein
(AMI) – Die wirtschaftliche Situation für schweinehaltende Betriebe hat sich im Juni weiter verbessert. So haben Schweinemäster in diesem Monat höhere Einkommensmöglichkeiten als in den Vormonaten. Dies liegt hauptsächlich an den gestiegenen Schlachterlösen für Schweine.
Zusätzlich fallen die Futterkosten geringer aus, dieser Vorteil wird allerdings durch höhere Aufwendungen für die Ferkel mehr als aufgehoben. Aktuell werden fast 47 % und damit der größte Anteil der Vollkosten für die Neubeschaffung von Ferkeln benötigt. Nach dem Modell der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft können durch die Schweinemast im Juni 16,50 EUR/Schwein erwirtschaftet werden.
Nach drei Monaten mit Gewinnen für die Schweinemast liegt auch der Durchschnitt des ersten Halbjahres mit 8 EUR/Schwein nach den Rechenmodell der AMI im positiven Bereich. Aufgrund des längerfristig geringen Schweineangebotes sollte die Mast in den kommenden Monaten rentabel bleiben und den Landwirten ein Einkommen aus diesem Betriebszweig ermöglich.
(22.06.2023)
21.06.2023
Tierhaltungskennzeichnung beschlossen Schwein
Der Deutsche Bundestag hat am 16. Juni 2023 nach 2./3. Lesung das Tierhaltungskennzeichengesetz beschlossen. Die Haltungskennzeichnung umfasst die fünf Stufen „Stall“, „Stall+Platz“, „Frischluftstall“, „Auslauf/Weide“ und „Bio“, die zunächst nur für Mastschweine gelten und auf frische Ware angewendet werden. Aus Sicht des DBV ist das Gesetz ein erster, aber zu kleiner Schritt. Nach wie vor gibt es große Lücken, die in einem zeitnahen nächsten Schritt zügig geschlossen werden müssen. Notwendig ist ein verbindliches Haltungskennzeichen, das nicht nur auf frisches Schweinefleisch beschränkt ist. Fleisch- und Wurstwaren müssen einbezogen werden, außerdem müssen die Kriterien auch die Ferkelerzeugung einschließen, sonst ist die Kennzeichnung nicht glaubwürdig. Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz wird nun dem Bundesrat zugeleitet, der am 07.07.2023 darüber beschließen wird.
21.06.2023
DBV zur Baugesetzbuch-Änderung: Wichtiger Schritt zum Stallumbau Schwein
Am vergangenen Freitag (16.06.2023) hat der Deutsche Bundestag ebenfalls einer Änderung des Baugesetzbuches zugestimmt. Damit fallen die baurechtlichen Hemmnisse für zahlreiche Betriebe, die ihre Ställe hin zu weiterem Tierwohl umbauen wollen. Dem DBV ist es gelungen, dass der Umbau nicht zwingend mit einem Bestandsabbau verbunden ist. DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken sieht darin lediglich einen ersten Schritt, dem weitere folgen müssen. „Seit nahezu zehn Jahren warten die Bauern auf Erleichterungen beim Tierwohlstallumbau. Jetzt kommt ein wichtiger Schritt. Aber weil die Sauenhaltung nicht mit einbezogen wird, sind Nachbesserungen über den Bundesrat dringend erforderlich. So ist es gesetzgeberische Plicht, rechtliche Vorgaben auch umsetzbar zu gestalten. Den hohen Anforderungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung können die sauenhaltenden Betriebe jetzt schon seit zwei Jahren nicht nachkommen. Zudem fehlt ein Gleichklang im Immissionsschutzrecht. Es hilft nicht, das Baurecht für Tierwohl freizuschalten, wenn die Ställe im zweiten Schritt wegen den damit verbundenen Emissionen dann doch nicht geöffnet werden dürfen.“ Am 7. Juli 2023 wird der Bundesrat über das Gesetz beraten.
21.06.2023
Belgien erlaubt Lokalanästhesie bei Ferkelkastration Schwein
Auch in Belgien besteht das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration. Nun wird es dort Ferkelerzeugern gemäß einem Königlichen Erlass ermöglicht, ab sofort die chirurgische Kastration von männlichen Ferkeln bis zu einem Alter von sieben Tagen, die lokale Betäubung selbst vorzunehmen. Ergänzend dazu ist ein Mittel zur Schmerzlinderung zu verabreichen. Zuvor muss der Sauenhalter eine schriftliche Vereinbarung mit dem Hoftierarzt abschließen, der auch die erforderlichen Betäubungsmittel zum Zeitpunkt des Eingriffs zur Verfügung stellt. Dieser Schritt ist die Folge des Tierarztmangels, der auch in Belgien deutlich zu spüren ist.
21.06.2023
Nur 0,2 % der Schlachtschweine genussuntauglich Schwein
Wie Destatis mitteilt, waren im Jahr 2022 von den rund 45,9 Mio. geschlachteten Mastschweinen laut amtlicher Fleischuntersuchung nur 105 800 Tiere oder ca. 0,2 % nicht zum menschlichen Verzehr geeignet. Der Anteil der zum Verzehr ungeeigneten Tiere blieb damit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Hauptgrund für die Untauglichkeitserklärung bei Mastschweinen waren mit 32,6 % (34 300 Tiere) multiple Abszesse (Eiteransammlungen im Gewebe), gefolgt von Abweichungen in Geruch, Konsistenz oder Farbe mit 14,2 % (14 900 Tiere.
16.06.2023
LWK bietet kostenloses Seminar zum Thema Mensch–Tier Beziehung im Stall – Guter Umgang lohnt sich! Milch und Rind
Mehr Tierwohl ist aktuell in aller Munde. Und wir kennen das sicher alle auch: geht es unseren Tieren gut, geht es uns auch gut und umgekehrt. Aber ist es wirklich so einfach? Und wie genau funktioniert dieses Prinzip eigentlich? Wie kann ich als Landwirt*in mit meinem Betrieb konkret von einer guten Mensch-Tier Beziehung profitieren und was gibt es für Möglichkeiten die Mensch-Tier-Interaktionen zu optimieren?
Zu diesem Themenkomplex präsentiert A. Univ. Prof. Dr. med. Susanne Waiblinger, von der Veterinärmedizinischen Universität Wien den Stand der Forschung und wie diese Erkenntnisse uns in unserem täglichen Umgang mit unseren Tieren helfen können.
28.06.2023, 18:30 – 20:00 Uhr, https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/vera/8852
