Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

27.10.2023
Teilnahmeausschreibung für das Projekt U.S.-German Forum Future Agriculture
Milch und Rind

Projekt zur Förderung des transatlantischen Austausches in der Land- und Milchviehwirtschaft

(Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen) Das Aspen Institute Germany und die University of Illinois Urbana-Champaign schreibt eine Teilnahme für das U.S.-German Forum Future Agriculture aus.

Mit diesem Projekt soll der transatlantische Austausch in der Landwirtschaft und in ländlichen Regionen gefördert werden und damit zu einer nachhaltigeren landwirtschaftlichen Zukunft beitragen. Vor kurzem wurde der erfolgreiche Abschluss der ersten Teilnehmerkohorte markiert, sodass nun das zweite Programmjahr bevorsteht. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Oktober 2023.

Das Projekt bringt deutsche und US-amerikanische Landwirte und andere landwirtschaftliche Akteure aus Wirtschaft und Forschung zu einem lösungsorientierten Austausch zusammen. Für die zweite Kohorte werden 16 Teilnehmende von der Ostküste der USA und aus Norddeutschland (Schleswig-Holstein und Niedersachsen) gesucht. Die Gruppe wird sich im Jahr 2024 persönlich in Kiel und virtuell treffen. Neben der grundsätzlichen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bedeutung der Landwirtschaft für ländliche Regionen wird sich der zweite Jahrgang insbesondere mit dem Kernthema Digitalisierung in der Rinder- und Milchviehhaltung konzentrieren. Gemeinsam werden die Teilnehmende Vor-Ort-Besuche durchführen, um innovative Lösungen aus erster Hand zu sehen, in einem neuen transatlantischen Netzwerk voneinander zu lernen, politische Entscheidungsträger*innen zu treffen und konkrete Handlungsempfehlungen für die Zukunft der Landwirtschaft zu entwickeln. Die Teilnahmeausschreibung finden Sie unter diesem Link. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen ebenfalls dieser Website.

27.10.2023
Angebotsdruck drückt Kurse in Paris und Chicago
Pflanzen

Weizen und Mais schlossen unter Vorwochenniveau. Insbesondere der globale Angebotsdruck sowie die verbesserten Ernteaussichten für Australien und Argentinien belasteten dabei die Notierungen.

An der Pariser Börse geht es für die Getreidenotierungen abwärts. Am 25.10.2023 schloss der Fronttermin für Weizen bei 232 EUR/t und so 7,50 EUR/t unter Vorwochenlinie und nahe einem 2-Wochentief. Der Maiskurs gab hingegen binnen 5 Handelstagen lediglich um 2,75 auf 202,50 EUR/t nach.

Der globale Angebotsdruck, insbesondere aus der Schwarzmeerregion, belastet die EU-Notierungen. Die Aussicht auf die zweitgrößte Getreideernte in Russland mit 140 Mio. t und dem daraus erwarteten Exportpotenzial von 60 Mio. (davon 40 Mio. t Weichweizen) unterstreicht die harte Konkurrenz, insbesondere für EU-Weizen. Auch wenn im Oktober Russlands Exportvolumen erstmals im Vorjahresvergleich ein Minus hinlegt, sind die genannten 223 USD/t (211 EUR/t) fob unerreichbar. Aber auch aus der Ukraine kommen dank der geöffneten Exportroute über das Schwarze Meer mehr Getreide und Ölsaaten. So wurden seit Beginn des neuen Exportkorridors rund 700.000 t Getreide über See exportiert, Marktteilnehmer rechnen für die kommenden Wochen mit einem Ausbau der ukrainischen Getreideausfuhren über See, aber auch über die Nachbarländer Rumänien und Moldawien kommen derzeit größere Mengen.

Indes legten sich jüngst die Sorgen um die Getreideernten auf der Südhalbkugel. In Australien und auch Argentinien, die von einer Dürre betroffen waren, fielen in den vorangegangenen Tagen Niederschläge, die die zuvor getrübten Ernteaussichten verbesserten.

Am EU-Exportmarkt ist unterdessen derzeit kaum etwas los, nachdem noch in der Woche zuvor die Spekulationen um deutlich umfangreichere Importe aus Indien und China den Kursen mächtig Auftrieb verlieh. So belaufen sich nach Angaben der EU-Kommission die Weichweizenexporte der Europäischen Union im Wirtschaftsjahresverlauf bis zum 22.10.2023 auf rund 9,33 Mio. t, was einem Rückgang von 22 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. (Quelle: AMI)

27.10.2023
Ruhe am Brotgetreidemarkt
Pflanzen

Unveränderte Kassapreise, schwankende Terminkurse, volle Läger und wenige Warenbewegung. Noch nie war der Brotgetreidehandel im Oktober so statisch.

Der Oktober war geprägt von geringen Preisveränderungen und noch geringeren Umsätzen. Die Weizenterminkurse in Paris zeigten wenig Bewegung in einem mit -5 EUR/t bis +6 EUR/t verhältnismäßig engen Rahmen. Mit Blick auf den Schlusskurs am 16.09.23, seitdem der Dezember-Kontrakt Fronttermin ist, hat er sich bis zum 25.10.23 in Summe kaum bewegt. Am Kassamarkt war allerdings unterschwellig Schwächetendenz erkennbar. Franko Hamburg verlor Qualitätsweizen gegenüber Vormonat 8 EUR/t, Brotweizen allerdings nur 3 EUR/t. Das spiegelt das schwindende Interesse der Mühlen (diese sind bis Jahresende gut versorgt), aber vor allem das stockende Exportgeschäft wider. Zwar konnte zu Beginn des Wirtschaftsjahres vor allem in EU-Nachbarländer und in das Vereinigte Königreich mehr abgesetzt werden, aber das Drittlandgeschäft mit Weichweizen stockt. Seit Wirtschaftsjahresbeginn wurden bis zum 22.10.23 laut Brüssel 801.443 t aus Deutschland ausgeführt, ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. In der 42. KW konnten immerhin 53.000 t nach Saudi-Arabien und 23.750 t nach Kuba verschifft werden. Diese Mengen waren allerdings schon weit voraus gekauft worden.

Daher bewegt sich am Weichweizenmarkt derzeit wenig – kaum spürbare Nachfrage trifft auf marginale Verkaufsbereitschaft. Den Erzeugern sind die aktuellen Gebote weiterhin zu unattraktiv, auch wenn sich Getreide gegenüber Raps deutlich besser behaupten kann. So legten bundesweit die Preise frei Erfasserlager für Qualitätsgetreide außer für Eliteweizen und Braugerste zu. Das Plus von 0,40 EUR/t ist allerdings marginal und kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Oktober im Schnitt weniger gezahlt wurde als im September. Gegenüber Vorjahr muss gar nicht diskutiert werden, der Preisabstand beträgt 34 %. Gegenüber dem langjährigen Mittel zeigen sich die Getreidearten uneinheitlich: Elite- und Qualitätsweizen mit +9 % bzw. +2 %, Braugerste mit +36 %, aber Brotweizen und Brotroggen mit -3 %.

Mit den in der kommenden Woche anstehenden 2 Feiertagen hintereinander wird sich am deutschen Brotgetreidemarkt an der Situation nichts ändern. Regional wird etwas Ware gesucht, so legen franko Hamburg gegenüber Vorwoche die Großhandelspreise um 3 auf 241 EUR/t für Brot- bzw. 256 EUR/t für Qualitätsweizen zu. Franko Niederrhein geben sie indes um 2 auf 235 EUR/t nach. (Quelle: AMI)

27.10.2023
Kassamarkt für Raps kapituliert vor Volatilität der Kurse
Pflanzen

In dieser Woche kommt es einmal mehr darauf an, an welchem Tag die Preiserfassung stattgefunden hat. Innerhalb von 2 Handelstagen wurde an der Terminbörse eine Differenz von über 30 EUR/t verzeichnet.

Die Rapskurse in Paris tendierten im Sog rückläufiger Soja- und Rohölkurse sowie kanadischer Rapsnotierungen deutlich schwächer. In nur fünf Tagen hatte der Fronttermin über 34 EUR/t an Wert eingebüßt. Schon das hatte den physischen Markt gelähmt. Die Umsätze am Kassamarkt waren im Oktober auf ein Minimum reduziert. Auf Verkäuferseite ist kaum noch Angebot zu finden, zu enttäuschend erscheinen den Erzeugern die Gebote, die im Vergleich zur Vorwoche um knapp 10 auf 382 (345-410) EUR/t nachgegeben haben. Auf Großhandelseben wurde in den zurückliegenden Tagen ebenfalls wenig Ware bewegt. Die Bücher der Ölmühlen sind bis Jahresende gefüllt und es kommen nur vereinzelte Partien zum Zuge, die aufgrund auftretender logistischer Schwierigkeiten oder Verspätungen die Lücke schnell schließen müssen. Das sind aber nur sehr seltene und sehr überschaubare Umsätze. Einziger Lichtblick – immerhin ist der Niedrigwasserzuschlag mit den jüngsten, teils sehr starken Regenfällen wieder vom Tisch.

Mit dem absehbaren Ende des November-Kontraktes in Paris beginnt das Spiel mit den potenziellen Andienungsmengen. Was bleibt im Lager und wer nimmt sich die Ware? Wie viel wird noch vor Toresschluss entnommen und davon definitiv am Kassamarkt verfügbar sein? Der große Kursunterschied zwischen dem November- und dem Februar-Kontrakt von über 30 EUR/t fördert das Rollen der Kontrakte. So beschränkt sich das Rapsgeschäft in der letzten Oktoberwoche maßgeblich mit den Mengen aus bzw. über das Termingeschäft. Dass Börsenteilnehmer noch etwas tun müssen, zeigt der steile Anstieg von 14,25 EUR/t am 24.10.23 für den bald endenden November-Kontrakt, während die Folgetermine ihren Abwärtstrend fortsetzen.

Dass am Kassamarkt nicht viel läuft, lässt sich auch mit den weiterhin lebhaften Importen erklären. Allein in der 42. KW erhielt Deutschland 30.720 t Raps aus der Ukraine, die damit an die 60.270 t der Vorwoche nahtlos anschließen. Seit Wirtschaftsjahresbeginn waren es allein aus der Ukraine 325.760 t, gegenüber 94.524 t im Vorjahreszeitraum und 160.320 t im Juli/Oktober 2021.

Nahezu in gleichem Umfang haben sich die Vorkontraktpreise ex Ernte ermäßigt mit einem Minus von gut 9 EUR/t werden in der 43. KW im Schnitt 402 EUR/t genannt. Dabei reicht die Preisspanne in den Regionen von 380-420 EUR/t. Das Interesse keimt nur sehr vereinzelt auf und aus einigen Regionen wird gemeldet, dass die Anbaufläche gegenüber Vorjahr reduziert worden ist. (Quelle: AMI)

27.10.2023
Lagerkartoffeln nun doch noch knapp
Pflanzen

Verbreitet werden diese Woche Lageraufschläge für kommende Woche angekündigt/erwartet. Trotz sinkender Nachfrage nach den Aktionen im LEH sind Speisekartoffeln teils knapp, weil Landwirte weder an restliche Feldbestände noch an durchgeschwitzte Vorräte kommen.

Die Ernte von Speisekartoffeln hätte fast beendet sein können, wenn nicht jüngst Regen für Verzögerungen gesorgt hätte. So werden sich die Feldarbeiten wohl noch mindestens bis in die kommende Woche ziehen, wenn man den Norden und Westen des Landes betrachtet. So oder so müssen bald Lagerkartoffeln mobilisiert werden. Hier und da geschieht das schon, meistens aber zu den bisher notierten Preisen. Das dürfte sich dem Vernehmen nach spätestens in der kommenden Woche ändern – selbst in den Hauptanbaugebieten im Norden. Aktuell wird über die Höhe eines Aufschlags diskutiert, wobei es danach aussieht, als würde nicht nur Kosmetik betrieben, nur damit man von einem Aufschlag reden kann, sondern, als würde der Aufwand für Ein- und Auslagerung auch honoriert.

Aufschläge sind im Verlauf der Saison ein wichtiges Steuerungsinstrument. Im Vorjahr haben Landwirte darauf vergeblich gewartet. Die Erfahrung könnte dazu verleiten, jede Verkaufsmöglichkeit in den nächsten Wochen zu nutzen, die sich bietet. Schließlich sind die Erlöse schon gut. Diese Einstellung und dieses Verhalten waren in den Vorwochen auch schon zu beobachten. 2023 hatte es dazu geführt, dass die Vorräte zu früh geräumt waren.

Die Nachfrage nach Kartoffeln ebbt derzeit spürbar ab. Die Zeit, in welcher der LEH Sonderaktionen fährt oder sogar für die Einlagerung überregional Kartoffeln vom Norden in den Süden fließen, ist vorüber. Mancher teilt den Eindruck, als wäre bei letzterem viel mehr als sonst gelaufen, bei den Sonderangeboten aber eher weniger. Trotz sinkender Nachfrage heißt es in einigen Fällen diese Woche, dass das Angebot noch niedriger ist und der Bedarf nur mit Mühe gedeckt werden kann. Das dürfte erst besser werden, wenn mehr Kartoffeln durch den Schwitzprozess im Lager sind oder die restlichen Feldbestände gerodet werden. (Quelle: AMI)

27.10.2023
Regionaler Marktkommentar
Pflanzen

Nachdem zuletzt von festeren Tendenzen am Getreidemarkt berichtet worden war, konnte sich dieser Trend nicht weiter fortsetzen. Trotz des weiter großen und günstigen Angebotes aus dem Ausland und dem damit einhergehenden Druck auf den Brotweizen blieben die Preise jedoch insgesamt recht stabil. Handel kommt allerdings weiterhin kaum zustande, da bei aktueller Marktlage kaum Ware angeboten wird. Die Umsätze halten sich auch beim Futtergetreide in engen Grenzen. Es fehlt an Impulsen und Nachfrage, während sich die Erzeugerpreise kaum bewegen. Lediglich Körnermais wurde leicht besser bewertet, da sich zuletzt abzeichnete, dass tendenziell mehr Silomais und CCM und weniger Körnermais als erwartet geerntet wird. Der hiesige Rapsmarkt zeigt sich unterdessen gelähmt vom Auf und Ab an den Börsen. Zuletzt sackten die Kurse erneut ab, was zu einer deutlichen Abwärtskorrektur der Preise führte. Wie es am Ölsaatenmarkt weitergeht, ist kaum vorherzusagen, da zu viele Faktoren Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen. Bei den Kartoffeln geht die Ernte dem Ende entgegen. Auch wenn der teils ergiebige Regen in dieser Woche die Rodung auf den letzten Flächen bremste, werden die letzten Knollen wohl bald aus der Erde geholt. Weiterhin wird eingelagert, wo die Qualität es zulässt. Die Nachfrage im LEH hat unterdessen, unter anderem wegen der Schulferien, etwas nachgelassen. Aus der Gastronomie wird jedoch stetig geordert. Somit kam es unter dem Strich kaum zu Veränderungen und die Preise blieben auf Vorwochenniveau.

27.10.2023
Thünen-Institut: Neue Studie zum Verlust von Agrarflächen bis 2030
Geflügel

In einer jetzt erschienenen Studie hat das Thünen-Institut geschätzt, wie viel Landwirtschaftsfläche bis 2030 für andere Nutzungszwecke in Anspruch genommen wird, wenn die aktuellen Planungen und Strategien Realität werden. So werden bis 2030 mehr als 200.000 Hektar für Siedlung und Verkehr benötigt. Auch der geplante Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere der Freiflächen-Photovoltaik, wird bis 2030 mehr als 100.000 Hektar Freifläche beanspruchen. Gleichzeitig werden für Biodiversität und Klimaschutz entsprechende Flächen für naturnahe Lebensräume und Kohlenstoffsenken benötigt, was Flächennutzungsänderungen zur Folge hätte. Die Studie geht davon aus, dass nur ein Teil dieser Umnutzungen die aktuell landwirtschaftlich genutzte Fläche betreffen wird. Unter der Annahme, dass die formulierten Ziele der Politik bis 2030 erreicht werden, erwarten sie dennoch einen Rückgang von über 300.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Das sind 109 Hektar pro Tag und damit mehr, als ein durchschnittlich großer Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaftet (derzeit 64 ha). Daher sollten laut Studie die Nutzungsansprüche stärker miteinander in Einklang gebracht sowie Synergien und Mehrfachnutzungen von Flächen soweit wie möglich realisiert werden, so z.B. Geflügelhaltung unter Photovoltaikanlagen.

Die Studie „Flächennutzung und Flächennutzungsansprüche in Deutschland“ finden Sie unter:

https://www.thuenen.de/media/publikationen/thuenen-workingpaper/ThuenenWorkingPaper_224.pdf