Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Lokales aus dem Kreisverband

Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.

Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

09.02.2024
BMEL-Eckpunktepapier zum Tierwohlcent
Geflügel

Das BMEL hat auf Bitte der Regierungsfraktionen ein Konzept für eine Verbrauchssteuer auf bestimmte tierische Produkte (Fleisch, Fleischerzeugnisse, genießbare Schlachtnebenerzeugnisse, u.ä.) analog zur Kaffeesteuer erarbeitet. Die bei dieser Steuerart notwendige Zahl der sogenannten Steuerlager, an denen diese Steuer erhoben wird, soll durch Umsetzung am Flaschenhals der Schlacht- und Zerlegebetriebe möglichst überschaubar gehalten werden. Ob das gelingt, muss noch geprüft werden. Ziele dieser Steuereinnahmen sollen wichtige, vornehmlich landwirtschafts- und ernährungspolitische Vorhaben sein. Allerdings ist eine Zweckbindung dieser Einnahmen für die Finanzierung des Umbaus der Nutztierhaltung oder anderer landwirtschaftlicher Vorhaben rechtlich nicht möglich. Im Prinzip wurde das auch schon im Rahmen der Machbarkeitsstudie zum Borchert-Plan festgestellt. Der Generalsekretär des DBV, Bernhard Krüsken, kommentiert den Vorschlag wie folgt: „Als „Ersatz“ für den Agrardiesel taugt eine Tierwohlabgabe nicht, sondern wäre ein weiterer schiefer Kompromiss. Die Landwirtschaft braucht jetzt vor allem Lösungen, die alle Betriebe entlasten. Grundsätzlich ist eine Finanzierungsmöglichkeit für höhere Tierwohlstandards notwendig.

Die vorgeschlagene Ausgestaltung eines „Tierwohl-Cent“ setzt aber am falschen Ende an. Es ist vollkommen unklar, wie sichergestellt werden soll, dass das Geld am Ende auch beim Landwirt ankommt – dies muss aber Sinn und Zweck einer Tierwohlabgabe sein. Darüber hinaus ist für uns völlig unverständlich, weshalb das Thema Entbürokratisierung trotz aller Lippenbekenntnisse nicht endlich ernsthaft angegangen wird. Eine Verbrauchssteuer mit separatem Steuerlager schafft erst einmal massive Bürokratie und Zusatzkosten, ohne dass ein Mehrwert für die Tierhalter entsteht.“

09.02.2024
HPAI-Impfung: Kommt bald die Zulassung? Offene Fragen
Geflügel

Wie die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am 24. Januar 2024 mitteilte, bereiten die zuständigen Behörden in Deutschland in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe den Einsatz von Impfstoffen gegen die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) vor. Zwar steht nach wie vor kein geeigneter, regulär zugelassener Impfstoff gegen aktuell zirkulierende HPAI-Viren zur Verfügung. Im letzten Jahr wurden aber zwei rekombinante HVT-H5 Impfstoffe in den Niederlanden an Hühnern getestet. Alle Tiere überlebten den Versuch und bei keinem der geimpften Tiere sei eine kloakale Virusausscheidung beobachtet worden. Da HVT-Impfstoffe bei Wassergeflügel nicht eingesetzt werden können, wurden durch die zuständige französische Behörde ANSES zwei weitere Impfstoffe in Enten getestet. Insgesamt bewertet die StIKo Vet die Impf-Ergebnisse als erfolgversprechend und geht davon aus, dass bald entsprechende Impfstoffe zugelassen werden. Gleichzeitig warnt die StIKo Vet davor, von einer vollständigen Immunität der Tiere nach einer HPAIV-Impfung auszugehen und weist auf die besondere Bedeutung stringent umgesetzter Überwachungsmaßnahmen in Impfbetrieben hin. Wie das in der EU-Verordnung geforderte hohe Maß an Überwachungssicherheit bei vertretbarem Aufwand gewährleistet werden könne, werde weiter diskutiert. Noch gebe es offene Fragen: So sei weiter unklar, welche Tiergruppen oder in welchen Regionen geimpft werden sollten. Ein flächenhafter Einsatz von HPAIV-Impfstoffen gerade im Bereich der Klein- und Hobbyhaltung werde aufgrund des aktuell erforderlichen Überwachungsaufwands kaum umsetzbar sein.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://stiko-vet.fli.de/de/aktuelles/einzelansicht/weitere-informationen-zur-impfung-gegen-hochpathogene-aviaere-influenzaviren/

09.02.2024
Wie wichtig sind Lohnunternehmen?
Pflanzen

Mit einer Online-Umfrage über den Link https://survey.academiccloud.de/index.php/327811?lang=de möchte die Uni Göttingen die aktuelle Nutzung und Wahrnehmung von landwirtschaftlichen Lohnunternehmen in der Landwirtschaft beantworten. Aufgrund des Fachkräftemangels und Strukturwandels gilt die Auslagerung der Arbeitserledigung an Lohnunternehmen schon lange als ein effizientes Zukunftsmodell. Gleichzeitig ist aber der genaue Umfang der Tätigkeiten, die durch Lohnunternehmen übernommen werden und die Wahrnehmung von Lohnunternehmen durch Landwirte teilweise unklar.
Die anonyme Umfrage dauert etwa 10 – 15 min und richtet sich an Betriebsleiter sowohl von Betrieben die bereits Lohnunternehmen nutzen als auch an Betriebe, die keine Lohnunternehmen nutzen. Allen Teilnehmern winkt im Rahmen einer Verlosung die Chance auf einen Proxxon Ring-Maulschlüsselsatz im Wert von ca. 50€. Das Landvolk unterstützt die Umfragen und ruft zur Teilnahme auf.
Bei Fragen zu Inhalten der Umfrage gibt es unter folgender Adresse nähere Auskünfte:
Eike Christian Grupe (eike.grupe@uni-goettingen.de)
Rena Meyer (rena.meyer01@stud.uni-goettingen.de)

09.02.2024
Weizen und Mais in Paris erneut unter Vorwoche
Pflanzen

Die Notierungen geben weiter nach. Das globale Angebot an Getreide ist reichlich, Käufe großer Importeure bleiben aus. Und wenn doch etwas geordert wird, dann meist günstigeres Getreide aus der Schwarzmeerregion.

An der Pariser Börse geht es für die Getreidenotierungen weiter abwärts. Der Schlusskurs für Weizen lag am 08.02.2024 bei 205,25 EUR/t, gegenüber der vorigen Woche ein Minus von 7,25 EUR/t. Tagesschwankungen von -3,25 bis +1,75 EUR/t waren hierbei die Regel. Beim Maiskurs zeigt sich ein ähnliches Bild. Der Kurs verfehlt erneut mit jüngst 176,75 EUR/t das Vorwochenniveau um 4 EUR/t, bei Tagesschwankungen von -3 bis +1 EUR/t.

Im Fokus steht weiterhin der Exportmarkt. Der EU-Weizen steht bei einer ohnehin geringen Nachfrage aus wichtigen Importländern aus dem Nahen Osten oder Nordafrikas meist nur in zweiter Reihe, nach russischem oder ukrainischem Getreide. Das weltweite Angebot ist üppig, vor allem Russland hat noch große Bestände, was die Verkäufe der Importeure nicht gerade dazu drängt, Getreide zu kaufen. Hinzu kommt, dass die chinesische Nachfrage im Vorfeld des Mondneujahrsfestes am 10.02.204 deutlich abflachte. Zudem kämpft das Land derzeit mit wirtschaftlichen Problemen. Die Produktionsfähigkeit ist im Januar nun schon den vierten Monat in Folge gesunken. Bedingt dadurch könnte die Nachfrage nach Ölsaaten und Getreide auch in den kommenden Wochen deutlich schrumpfen.

Darüber hinaus wird sich die Nachfrage innerhalb der Europäischen Gemeinschaft abschwächen. Ukrainischer Futter- und Brotweizen ist meist günstiger als EU-Weizen, auch für Abnehmer aus Spanien oder Italien. (Quelle: AMI)

09.02.2024
Erzeugerpreise für Brotgetreide gehen weiter zurück
Pflanzen

Die Kurse für Brotgetreide stehen an den Börsen weiter unter Druck. Das wirkt sich zunehmend auf die Erzeugerpreise hierzulande aus. Weizen aller Qualitäten tendiert durchweg schwächer. Festere Preise sind absehbar nicht in Sicht. Für Braugerste wurde deutlich weniger bezahlt.

Auf Erzeugerebene können sich die Preise Brotgetreide Anfang Februar nicht behaupten und tendieren leicht schwächer. Für Brotweizen wurden im Bundesdurchschnitt 190,00 (155-210) EUR/t verlangt, über 3 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Für Qualitätsweizen erhielten Erzeuger mit 213,70 (170-230) EUR/t knapp 1 EUR/t weniger als in der Vorwoche. Brotroggen verlor im Bundesdurchschnitt gut 4 EUR/t und rutschte auf 158,80 (144-190) EUR/t. Bei Braugerste waren die Verluste massiv. Hier war ein Rückgang um knapp 14 EUR/t auf 285,50 (266-305) EUR/t zu verzeichnen. Insbesondere die Preisspitzen wurden gekappt. Die Nachfrage der Mälzer und Brauereien ist ausgesprochen ruhig. (Quelle: AMI)

09.02.2024
Getrübte Stimmung am Rapsmarkt
Pflanzen

Angesichts weiterer Abwärtskorrekturen der Preise für Rapssaat kommt die Abgabebereitschaft der Erzeuger erneut zum Erliegen. Wer nicht verkaufen muss, wartet ab. Ohnehin bleibt auch die Nachfrage der Ölmühlen gering.

Die Notierungen an der Pariser Börse befanden sich in der laufenden Handelswoche auf Berg- und Talfahrt. Während es binnen zweier Handelstage gut 8 EUR/t abwärts ging, konnte der Fronttermin tags darauf schon wieder einen Gewinn von 7 EUR/t verbuchen. Auf Wochensicht schloss der Mai-24-Kontrakt am 08.02.2024 mit 412,50 dennoch rund 10 EUR/t unter dem Niveau der Vorwoche. Ähnlich deutlich fällt die Abwärtskorrektur des August-24-Kontrakts aus. Mit ebenfalls 412,50 EUR/t schloss dieser 6,25 EUR/t niedriger. Im Fokus der Kursbewegung stehen dabei insbesondere die jüngsten Entwicklungen in Südamerika, denn die laufende brasilianische Sojaernte vergrößert das bereits üppige globale Ölsaatenangebot zusätzlich. Auch in Argentinien steht der Startschuss der Ernte kurz bevor. Für merklich Aufwind sorgte zuletzt jedoch auch der jüngste Report des Analystenhauses Tallage, denn im Zuge dessen wurde die EU-Rapsernte rund 7 % unter Vorjahresniveau avisiert.

Im Zuge der rückläufigen Terminmarktnotierungen wurden auch die Offerten für Raps auf Großhandelsebene nach unten korrigiert. Bei stabilem Aufgeld sind franko Niederrhein zur Lieferung ab Februar mit 433 rund 3 EUR/t weniger möglich als noch in der Woche zuvor. Franko Hamburg werden mit 422 EUR/t zur Lieferung ab März ebenfalls rund 3 EUR/t weniger in Aussicht gestellt. Für Partien der Ernte 2024 sind indes bis zu 417 EUR/t im Gespräch. Auch auf Erzeugerstufe wurden die Preismeldungen zurückgenommen. So werden im Bundesdurchschnitt aktuell 395,10 EUR/t für Partien der Ernte 2023 verlangt und damit 6,10 EUR/t weniger als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 360-425 EUR/t. (Quelle: AMI)

12.01.2024
Uneinheitliche Entwicklung an der Euronext
Pflanzen

Die Dominanz der Schwarzmeerkonkurrenz am Weizenexportmarkt bleibt groß, der EU-Export hinter dem Vorjahresvolumen zurück.

In Paris entwickelten sich die Getreidekurse unterschiedlich. Der Fronttermin für Weizen schloss am 10.01.2024 bei 221,50 EUR/t auf Wochensicht ein Anstieg um immerhin 2,25 EUR/t. Demgegenüber kann der Maiskurs das Vorwochenniveau nicht halten und verfehlt dieses mit jüngst 193,75 EUR/t um 2,75 EUR/t.
Die Besorgnis über eine geringe Nachfrage nach EU-Weizen dämpfte allerdings erneut den Kursanstieg. Im bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf exportierte die Gemeinschaft rund 15,84 Mio. t Weizen gegenüber 17,76 Mio. t im Vorjahreszeitraum (-10,8 %). Die große Konkurrenz aus der Schwarzmeerregion dominiert weiterhin den Markt. So steht der EU-Weizen aufgrund der äußerst üppigen und günstigeren russischen und ukrainischen Konkurrenz deutlich unter Druck.
Für Aufwind sorgten allerdings die jüngsten Ausschreibungen weltweit wichtiger Importeure. Vor allem Ägyptens Ausschreibung von über 400.000 t steht im Fokus der Marktteilnehmer, die Hoffnung auf wenigstens Teilmengenzuschlag Ägyptens an EU-Weizen konnte immerhin etwas stützen. (Quelle: AMI)

12.01.2024
Das Wetter spielt nicht mit
Pflanzen

Tiefe Temperaturen und Überschwemmungen beeinträchtigen nicht nur die Transportkapazitäten, sondern setzen regional die ohnehin schon gebeutelten Feldkulturen der Gefahr von Schäden aus.

Während an den Terminmärkten bei leicht schwankenden Weizenkursen rege Kontrakte gehandelt werden, bleibt es am Kassamarkt vergleichsweise ruhig. Ungünstige Witterung verspätet überregionale oder osteuropäische Herkünfte, was den zumeist gut versorgten Mühlen wenig Sorgen bereitet. Landwirte haben ihren Fokus auf den Demonstrationen und bei wenig veränderten Preisen ohnehin keinen drängenden Grund zu verkaufen. Die Landhandelsunternehmen sympathisieren und zeigen ebenfalls wenig Aktionismus. Über die gesamte Produktpalette zeigen sich in der 2. KW 2024 negative Vorzeichen mit Ausnahme für Qualitätshafer und Leguminosen. In Bezug auf den bisherigen Wirtschaftsjahresverlauf liegen nur noch Elite- und Qualitätsweizen sowie Braugerste, Hafer und Leguminosen über den Geboten, wie sie zu Beginn der Saison gezahlt wurden.

Auch mit Abschluss von Kontrakten auf die kommende Ernte halten sich Erzeuger sehr zurück. Neben den kaum entwickelten Geboten – in Ostdeutschland wurden für Brotweizen ex Ernte in der ersten Hälfte 2023/24 rund 211 EUR/t genannt, aktuell sind es ebenfalls 211 EUR/t – sind es vor allem die anhaltend ungünstigen Bedingungen auf den Feldern. Nach übermäßiger Nässe, die bereits der Aussaat ein jähes Ende bereitete und vielen Feldbeständen einen schlechten Start bescherte, sind es nun die Minustemperaturen, die den Pflanzen zu schaffen machen dürften. Von einer schützenden Schneedecke können die wenigsten profitieren. So ist die Einschätzung des Ertragspotenzials derzeit äußerst schwierig und verhindert einen vorschnellen Abschluss von Lieferkontrakten. Es zeichnen sich auch bereits häufiger als üblich notwendige Umbrüche an. Doch die Entscheidung, welche Kultur genommen wird, fällt nicht immer leicht. Zumal Saatgut für Sommerungen zum Teil bereits ausverkauft ist.

Auf Großhandelsstufe wird prompter Weizen in der 2. KW zumeist 4 EUR/t niedriger bewertet als vor einer Woche. Ausnahme ist Qualitätsweizen, der franko Hamburg mit 239 EUR/t nicht nur 20 EUR/t unter Vorwochenlinie liegt, sondern damit auch seine Prämie gegenüber Brotweizen auf 13 EUR/t verringert hat. Dieser wird dort mit 226 EUR/t bewertet. Franko Niederrhein werden 228 EUR/t aufgerufen. Brotroggen hat dort ebenfalls 4 auf 206 EUR/t verloren. Braugerste zur Lieferung im Januar/Juni 2024 wurde am 10.01.2024 mit 370 EUR/t rund 3 EUR/t unter Vorwochenlinie bewertet. Der vor einer Woche noch genannte Geldkurs von 360 EUR/t ist vorerst verschwunden. Für Braugerstenlieferungen ab Oktober 2024 stehen sich aktuell 303-308 EUR/t gegenüber, was auf beiden Seiten 7 EUR/t weniger ist als vor einer Woche. (Quelle: AMI)

12.01.2024
Rapspreise unter Druck schwacher Sojakurse
Pflanzen

Erschwerte Transportbedingungen erhöhen die Nachfrage nach schneller Ware, für die deutliche Aufgelder gezahlt werden. Darüber hinaus sind die Umsätze überschaubar, Termine ex Ernte vernachlässigt.

Die Umsätze am Rapsmarkt laufen weiterhin auf Sparflamme, allerdings werden die Versorgungslücken im 1. Quartal immer größer. Insbesondere die schwierigen Transportbedingungen durch Eis, Schnee oder Hochwasser lassen das Kaufinteresse an schneller Ware immer wieder aufblitzen, so dass deutlich höhere Prämien möglich waren. Aber die +12 EUR/t für schnelle Ware auf den Frontterminkurs für Raps in Paris sind nur die Ausnahme. Allerdings wurde das gesamte Niveau für die Liefertermine bis zur Ernte 24 angehoben, um das starke Minus der Terminkurse wenigstens ein bisschen auszugleichen. Vor allem im Norden wird aktuell von einer +7 EUR/t für Liefertermine bis Juni 24 gesprochen. Das sind 5 bzw. 7 EUR/t mehr als noch in der Vorwoche. Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit der Großhandelspreise für Raps franko Hamburg mit 430-431 EUR/t für alterntige Lieferungen 2 EUR/t unter Vorwochenniveau liegen. In Rostock oder am Niederrhein sind es sogar 5 EUR/t weniger. Noch deutlicher haben die Offerten für Raps ex Ernte nachgegeben. Hier schlägt das Minus der Terminkurse ungebremst auf den Kassamarkt durch, da die Prämien gegenüber Vorwoche nicht angepasst wurden. Mit 424 EUR/t franko Niederrhein oder nur 416 EUR/t franko Hamburg werden 6 EUR/t weniger genannt als noch vor einer Woche.
Die Erzeugerpreise haben kräftig Federn gelassen. Insbesondere weil die wöchentliche Preiserfassung bei Erfassungshandel zu Wochenbeginn erfolgt und damit das jüngste Kursplus keine Berücksichtigung gefunden hat. Mit durchschnittlich 359,54 EUR/t frei Erfasserlager wurden 13,36 EUR/t weniger genannt als noch vor einer Woche. Allerdings steht hinter den Preisen, die im Bundesgebiet zwischen 372-410 EUR/t rangieren, kaum ein Umsatz. Erzeuger verkaufen im fallenden Markt ungern, der Großhandel blickt auf gefüllte Läger und nur sporadisches Geschäft mit überschaubaren Mengen. Raps der Ernte 2024 wird vom Markt vollständig vernachlässigt, aber Sorgen bereitet er den Landwirten schon. Schläge unter Wasser, die nun auch noch durchfrieren und kaum schützende Schneedecken lassen die Gefahr von Schäden deutlich steigen. Vorkontraktpreise werden kaum genannt und sind nur noch aus wenigen Regionen erhältlich. Sie haben aktuell auf knapp 385 (385-415) EUR/t um fast 12 EUR/t nachgegeben. (Quelle: AMI)

12.01.2024
Speisekartoffelpreise steigen wieder
Pflanzen

Wie erwartet geht von Niedersachsen ausgehend ein Preisanstieg für Speisekartoffeln los. Der Aufschlag von 6,00 EUR/dt im Norden überrascht manchen, spiegelt aber wohl die Erwartung wider, dass die Vorräte nicht so lange reichen werden wie früher üblich.

Der Heidekartoffelverbund hat zu Beginn der Woche die Notierung für Speisekartoffeln um 6,00 EUR/dt auf nun 40,00 EUR/dt heraufgesetzt. Der Zeitpunkt war im Vorfeld erwartet worden und hat so niemanden überrascht, die Höhe von 6,00 EUR/dt scheint manchem zwar recht viel, sie spiegelt aber wohl die besondere Versorgungslage dieser Saison wider.

Die Flächenläger im Norden sind weitgehend geräumt und es müssen zeitig Vorräte aus Kühllägern mobilisiert werden, um den Bedarf zu decken. Damit diese den Erzeugern einen gleichbleibenden Erlös bringen, mussten die Preise angepasst werden. Niedersachsen ist Vorreiter. Woanders geben zwar Abpacker Gebote an die Kunden im LEH ab, die ebenfalls höher als bisher sind, ob sie aber mit einem so großen Aufschlag „durchkommen“, ist noch längst nicht überall sicher – selbst da nicht, wo die Kartoffeln besonders knapp sind, nämlich im Süden.
Weiterhin hat das hohe Preisniveau keinen Einfluss auf den Absatz. Mittlerweile können viele sagen, dass die Geschäfte zu den Feiertagen meistens sehr gut liefen. Viel Werbung hat das unterstützt. Wegen der Verfügbarkeit aber auch wegen Herausforderungen bei Logistik und Arbeitskräfteversorgung täte hier und da im Januar mal eine ruhigere Zeit ganz gut. Anders als sonst werden aber schon wieder Sonderaktionen im LEH angeboten und die Packzahlen bleiben auf hohem Mengenniveau.
Neben dem Inlandsabsatz läuft diese Woche auch der Export in Richtung Osten und zum Balkan wieder umfangreicher an und belebt die Geschäfte zusätzlich. Ob die nun steigenden Preise dem im Wege stehen, bleibt noch abzuwarten. (Quelle: AMI)