(AMI) In den vergangenen Jahren wurden immer weniger Schweine nach Deutschland importiert. Dieser Trend hat sich im Jahr 2023 gedreht und die Einfuhren von Schweinen in unser Land steigen nun wieder. Nachdem die jährlichen Importe von lebenden Ferkeln und Schweinen nach Deutschland seit der Corona-Krise 2020 stets rückläufig waren, fiel die Zahl 2023 erstmals wieder größer aus. Dabei wirkt sich der in den vergangenen beiden Jahren sehr stark verringerte Schweinebestand auf den Importbedarf von Lebendtieren aus. Mit 11 Mio. Tieren wurden rund 1 Mio. Schweine oder ein Zehntel mehr nach Deutschland geliefert. Durch das hohe Erlösniveau ist die Schweinehaltung interessanter und die Einfuhren wurden sowohl bei Schlachtschweinen, aber auch bei Ferkeln ausgeweitet. Den weit überwiegenden Teil der Lebendimporte Deutschlands machen die Einfuhren von Ferkeln aus. Diese werden hauptsächlich aus Dänemark und den Niederlanden bezogen. Dennoch befinden sich die Importzahlen deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.
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Lokales aus dem Kreisverband
Die wichtigsten Veranstaltungen und Verbandsinformationen auf einen Blick. Informieren Sie sich über anstehenden Events sowie lokale Nachrichten aus dem Kreisverband und erhalten Sie täglich aktualisierte Informationen zu den verschiedenen Betriebszweigen von unserem Landesverband.
Aktuelles aus dem Kreisverband
Aktuelles aus dem Landesverband
27.03.2024
ASP-Risikoampel jetzt auch für Offenstallsysteme Schwein
(QS) Unter Leitung der Universität Vechta entwickelten Expertinnen und Experten ein Online-Tool zur Risikobewertung für das Eintragsrisiko von Afrikanischer Schweinepest (ASP) für schweinehaltende Betriebe in Offenstallhaltungen. Grundlage hierfür war der methodische Ansatz der bereits bestehenden ASP-Risikoampel, die 2020 als Folge der ASP gemeinsam mit QS erarbeitet wurde. Die Risikoampel ist ein kostenfreies, digitales Servicetool und bietet Landwirten die Möglichkeit, die individuelle betriebliche Biosicherheit zum Schutz vor der ASP freiwillig und anonym bewerten zu lassen. Mit gegenwärtig über 5.000 Fällen bei Wildschweinen und Einträgen in Hausschweinebeständen in vier Bundesländern stellt die ASP eine unmittelbare Bedrohung aller Hausschweinebestände in Deutschland dar. Besonders die Haltungssysteme mit Außenklima/Offenstall stehen im Kontext eines Eintrags von ASP aktuell in der Diskussion. Es ist daher von zentraler Bedeutung, Rahmenbedingungen für ein professionelles Tierhaltungs- und Abschirmungsmanagement zu definieren, die gemeinsam mit einem betriebsindividuellen und auf den jeweiligen Betriebsstandort angepassten Biosicherheitskonzept die Haltung von Schweinen in Offenställen dauerhaft ermöglichen.
25.03.2024
Umfrage zur Schadnagerbekämpfung Geflügel
Der Deutsche Lebensmittelverband bittet um Teilnahme an einer Umfrage zum Thema „Maßnahmen bei Schadnagerbekämpfung“.
Die Umfrage soll zur weiteren politischen Argumentation dienen, um Rodentizide als Bekämpfungsmittel weiter zu erhalten. Der Fragebogen ist aufgrund der standortspezifischen Besonderheiten für eine Betriebsstätte konzipiert. Bei mehreren Betriebsstätten pro Unternehmen muss der Fragebogen für jede Betriebsstätte einzeln ausgefüllt werden.
Wir rechnen damit, dass das Ausfüllen des Fragebogens (sofern die Antworten vorliegen) ca. 15 min in Anspruch nehmen wird.
Den Link zur direkten Teilnahme finden Sie hier: https://de.research.net/r/L88ZW85
22.03.2024
Forschungsprojekt DivGrass Milch und Rind
Universität Göttingen sucht Milchviehbetriebe in Nordsee-Region
(Uni Göttingen/ LVN) Im Rahmen des Projektes DivGrass soll die Bedeutung der Pflanzenvielfalt auf Grünland in der Nordsee-Region – besonders vor dem Hintergrund der Klimaresilienz – untersucht werden. Hierzu führen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Untersuchungen in fünf europäischen Ländern durch. Für die Studie werden zehn Milchviehbetriebe gesucht, die zunächst an einem Interview (Dauer ca. 60 Minuten) und einer kleinen Felderhebung auf Grünlandflächen (Dauer ca. 1−2 Stunden) teilnehmen möchten. Auf fünf Betrieben soll dann von Mai 2024 bis Oktober 2026 ein Versuch mit verschiedenen Grünlandsaatmischungen auf Ackerland durchgeführt werden. Zusätzlich sollen zwei Dauergrünlandflächen beprobt werden.
Für mitarbeitende Betriebe bietet das Projekt DivGrass im Gegenzug die Untersuchung von Boden- und Futterproben der Grünlandflächen an.
Interessierte Betriebe wenden sich bitte an Franziska Clausecker von der Universität Göttingen (franziska.clausecker@uni-goettingen.de).
22.03.2024
Veranstaltungshinweis: Kälberakademie der MSD Tiergesundheit Milch und Rind
Seminar mit Themen rund um Kälbergesundheit
(LWK Niedersachsen/LVN) Im Rahmen der Kälberakademie findet am 10. April 2024 von 09:00 bis 16:00 Uhr auf dem Hof Urban in Wüsting ein Seminar mit Themen rund um die Kälbergesundheit statt.
Bei der Kälberakademie stehen neben allgemeinen Themen der Kälberaufzucht die Ursachen und Prophylaxe-Maßnahmen bei Kälberdurchfall sowie die Kolostrumversorgung auf dem Programm. Auch das Thema Kryptosporidien im Kälberstall und Hygiene in der Kälberaufzucht sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse und deren praktische Umsetzung werden besprochen.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung zur Kälberakademie ist bis zum 2. April 2024 unter diesem Link möglich. Für das Seminar fallen 25,00 € (vor Ort in bar zu bezahlen) für Tagungsband, Teilnahmebescheinigung und Verpflegung an. Der Veranstaltungsfleyer kann hier heruntergeladen werden.
Bei Fragen zur Kälberakademie-Veranstaltung wenden Sie sich bitte direkt an die Ansprechpartner der MSD Tiergesundheit (Dirk Stottko, Telefon: +49 172 85 96 318, E-Mail: Dirk.stottko@msd.de oder Dr. Kirsten Stemme, Telefon: +49 172 89 91 482, E-Mail: Kirsten.stemme@msd.de).
22.03.2024
Erzeugung von Rindfleisch in der EU sinkt Milch und Rind
(AMI) Die Schlachtungen von Rindern sowie die Produktion von Rindfleisch entwickelten sich 2023 in der EU rückläufig. Von Januar bis Dezember nahm die Zahl der geschlachteten Rinder um 3,4 % auf rund 21,9 Mio. Tiere ab.
Größter Produzent war dabei Frankreich, wo die Schlachtungen um 5,2 % sanken. Beim zweitgrößten Erzeuger, Deutschland, konnte mit einer minimalen Abnahme von 0,3 % ein fast stabiles Schlachtniveau ermittelt werden. Italien und Spanien als große Erzeugerländer von Rindfleisch wiesen überdurchschnittliche Rückgänge auf. In den meisten Staaten der EU zeigte sich daher ein sinkender Trend mit nur wenigen Ausnahmen. So wurden unter anderem in den Niederlanden, Belgien und Schweden mehr Rinder geschlachtet als 2022.
Der Hauptgrund für die rückläufigen Rinderschlachtungen liegt in den abnehmenden Tierbeständen in der EU. Wegen gestiegener Futterkosten und länger anhaltender Dürreperioden in den südlichen Ländern Europas gaben zahlreiche Landwirte die Rinderhaltung auf. Das hatte geringere Schlachtzahlen zur Folge.
22.03.2024
Greenpeace & FiBL: Grünland-Studie
(DBV) Greenpeace hat in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, FiBL (CH), eine Studie zu den Potentialen grünlandbasierter Milchviehhaltung in Deutschland veröffentlicht. Zentrale Forschungsfrage: Wieviel Milch könnte bei fast/ganz ausschließlicher Fütterung mit Gras produziert werden? Ergebnisse: Grünlandbasierte Milchviehhaltung hat große Potentiale für den Klimaschutz. Die Produktivität der Milcherzeugung ist aber von einigen unsicheren Parametern (u.a. verfügbare Grünlandfläche, Grünlandqualität) abhängig. Die Aussagen der Studie sind daher als grobe Richtwerte zu sehen. In jedem Fall würde die Milcherzeugung deutlich sinken.
22.03.2024
Berliner Milchforum diskutiert Zukunftsfragen Milch und Rind
(DBV) Am 21./22.03. fand in Berlin das 14. Berliner Milchforum statt. Im Zentrum standen neben aktuellen agrarpolitischen Vorhaben wie der Novelle des Tierschutzgesetzes und der Bedeutung des ländlichen Raums auch die Frage, wie Milchviehhalterinnen und -halter in Zukunft rentabel wirtschaften können. Am ersten Veranstaltungstag fand wie gewohnt eine Podiumsdiskussion statt, an Tag zwei folgten Fachvorträge sowie das gemeinsame Pressegespräch von DBV und MIV. Zur Frage nach der Zukunft kritisierten die Haupt-Initiatoren der Veranstaltung die nach wie vor fehlende Langzeitperspektive für den Umbau der Nutztierhaltung und hoben bestehende Initiativen der Wirtschaft wie die Sektorstrategie 2030 hervor. Über 500 Personen nahmen vor Ort teil, viele weitere per Livestream. Save the date: Berliner Milchforum 2025 am 13./14. März.
22.03.2024
Milchmarkt Milch und Rind
(AMI, ZMB) In der 10. KW entsprach die Milchanlieferung dem Niveau der Vorwoche und lag damit 0,3 % unter der Vorjahreswoche. Der Blockbuttermarkt ist durch eher kurzfristige Geschäftsaktivitäten gekennzeichnet. Die Buttervorräte werden im Vgl. zum Vorjahr als niedriger eingeschätzt. Die Notierungen für Blockbutter wurden zurückgenommen. Die Preise für abgepackte Butter sind unverändert. Trotz guter Abrufe des LEH bleibt das Ostergeschäft etwas hinter den Erwartungen zurück, aber mit Blick auf die anstehende Spargelsaison wird eine Belebung erwartet. Der Käsemarkt ist weiterhin ausgeglichen bei stabilen Preisen. Die Pulvermärkte verlaufen ruhig mit uneinheitlicher bzw. schwächerer Preistendenz.

Beim GDT-Tender am 19. März 2024 wurden im Schnitt über alle Produkte und Zeiträume um 2,8 % geringere Preise als beim letzten Handels-termin realisiert. Bis auf Butteröl waren bei allen weiteren Produkten Preisabschläge zu beobachten. Die gehandelten Mengen gingen auf 19.655 t um 7,4 % zurück.
