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Aktuelles aus dem Kreisverband

Aktuelles aus dem Landesverband

02.07.2024
Geflügelpest in der Grafschaft Bentheim: Biosicherheitsmaßnahmen streng einhalten
Geflügel

(ML, LK Grafschaft Bentheim) Die hochpathogene Geflügelpest (aviäre Influenzavirus vom Subtyp H7) wurde in einem Betrieb mit rund 90.000 Legehennen in der Grafschaft Bentheim festgestellt. Dies haben Untersuchungen des nationalen Referenzlabors des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) heute (02.07.2024) ergeben. Der Landkreis hat die erforderlichen Schutzmaßnahmen eingerichtet und führt Untersuchungen in Nachbarbetrieben durch. Die Tiere wurden entsprechend den Vorgaben des EU-Tiergesundheitsrechts tierschutzgerecht getötet.

Die Bestätigung der hochpathogenen Virus-Infektion führt nun zur Umsetzung weitreichender Schutzmaßnahmen, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Die zunächst angeordnete vorläufige Sperrzone wird aufgehoben. Stattdessen werden rund um den Ausbruchsbetrieb eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet. Die Überwachungszone umfasst somit große Teile der Obergrafschaft und reicht bis nach Nordhorn. Benachbarte niederländische Regionen, u.a. Denekamp, liegen ebenfalls in dieser Zone. Eine neue tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung ist auf der Internetseite des Landkreises Grafschaft Bentheim eingestellt und tritt am morgigen Mittwoch, 03. Juli 2024, in Kraft.

Rund 1,5 Millionen Tiere und 317 Betriebe sind in Restriktionszonen betroffen

In der Schutzzone liegen 14 geflügelhaltende Betriebe mit insgesamt rund 232.300 Tieren. Im Bereich der Überwachungszone befinden sich weitere 303 Betriebe mit rund 1.265.000 Tieren. Insgesamt sind damit in den Restriktionszonen über 1.497.300 Tiere und 317 Betriebe betroffen. Innerhalb der beiden Zonen gelten strenge Seuchenbekämpfungsmaßnahmen, um einer Verbreitung des Virus vorzubeugen. So ist u.a. die Teilausstallung von Geflügel in beiden Zonen untersagt. In der Schutzzone und der Überwachungszone ist zudem jeglicher Transport von lebendem Geflügel, Eiern und weiteren Erzeugnissen verboten. Weiterhin wurde die Aufstallung des Geflügels in den beiden Restriktionszonen verfügt. Die besondere Beachtung von umfangreichen Desinfektions- und Hygienemaßnahmen wurde ebenfalls angeordnet.

Der betroffene Betrieb in Bad Bentheim, in dem das Virus ausgebrochen ist, hatte rund 91.000 Tiere gehalten. In enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Task Force Tierseuchen des LAVES wurde der gesamte Bestand der Legehennenhaltung am gestrigen Montagmorgen tierschutzgerecht getötet. Anschließend wurde im betroffenen Betrieb mit der Reinigung und Desinfektion begonnen.

Die Geflügelpest ist eine hoch akut verlaufende, fieberhafte Viruserkrankung, die für die betroffenen Tiere meist tödlich endet. Um die Ursache des Ausbruchs sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen, werden seitens des Grafschafter Veterinäramtes epidemiologische Ermittlungen vorgenommen. Sollte kein neuer Fall der Geflügelpest in der Grafschaft auftreten, kann die Schutzzone frühestens 21 Tage nach der Reinigung und Desinfektion des betroffenen Betriebes in Bad Bentheim aufgehoben werden. Dieser Bereich geht dann in die Überwachungszone über, die frühestens nach 30 Tagen aufgehoben werden kann.

Tierseuchen-Logistikzentrum wird hochgefahren

Kurzfristig wird zur Bekämpfung der Geflügelpest das gemeinsame Tierseuchen-Logistikzentrum der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim in Nordhorn-Klausheide hochgefahren. Die große Halle, in der sonst Flugzeuge stehen, ist voraussichtlich ab Mittwoch, 03. Juli 2024, einsatzbereit und dient als Dreh- und Angelpunkt für ein effektives Krisenmanagement. Dort werden dann die tierärztlichen Untersuchungsteams mit Material ausgerüstet, Proben entgegengenommen sowie Ausrüstung und Fahrzeuge gereinigt und dekontaminiert.

Ministerium appelliert an niedersächsische Betriebe: Biosicherheitsmaßnahmen streng einhalten!

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) appelliert an die niedersächsischen Betriebe, die Biosicherheitsmaßnahmen unbedingt einzuhalten und gegebenenfalls zu verbessern. Tierhalterinnen und Tierhalter, die Auffälligkeiten – etwa eine verminderte Futter- und Wasseraufnahme der Tiere, vermehrte Todesfälle im Tierbestand oder andere klinische Symptome – bemerken, sollten sich umgehend beim zuständigen Veterinäramt melden. Bisher gab es 2024 zwei Ausbrüche der Geflügelpest in niedersächsischen Betrieben: Im Januar wurde die anzeigepflichtige Seuche in einer Putenhaltung im Landkreis Emsland und in einer Legehennen-Freilandhaltung im Landkreis Northeim festgestellt. Bei Wildvögeln wurde der jüngste Nachweis in Niedersachsen im März bei einer Möwe im Landkreis Friesland (Wangerooge) festgestellt. Im Jahr 2023 waren insgesamt 17 Betriebe mit rund 220.700 Tieren betroffen.

Das „Niedersächsische Biosicherheitskonzept für Geflügel haltende Betriebe“ bietet eine Hilfestellung für die Optimierung der betrieblichen Biosicherheit

https://www.ndstsk.de/1259_Biosicherheitskonzept%20Gefluegel.html

Das Infoblatt „Verhaltensregeln für kleine Geflügelhobbyhaltungen“ gibt eine Übersicht über die wichtigsten Biosicherheitsmaßnahamen für kleine Geflügel-Hobbyhaltungen:

https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/download/156980/Verhaltensregeln_fuer_Kleinbetriebe _mit_Gefluegelhaltung_unter_1000_Tiere_und_Gefluegelhobbyhaltungen_Stand_11_2020_nicht _barrierefrei_.pdf

Weitere Informationen zur Geflügelpest finden Sie unter

https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/geflugelpest-biosicherheitsmassnahmen-streng-einhalten-233502.html

https://www.grafschaft-bentheim.de/grafschaft/aktuelles/meldungen/gefluegelpest-in-der-grafschaft-bentheim-hochansteckende-virus-variante-bestaetigt.php

https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/geflugel/geflugelpest/geflugelpest/aviare-influenza-190642.html

28.06.2024
Eiermarkt schwächer
Geflügel

(AMI/MEG) Eier landeten auch im Juni kontinuierlich in den Einkaufswagen der Konsumenten. Die Nachfrage hat sich gegenüber den Vormonaten aber etwas beruhigt. Von der Mitte Juni gestarteten Fußball-Europameisterschaft hatten sich manche Anbieter eine leichte Belebung der Nachfrage versprochen, die aber bis Monatsende noch kaum zu erkennen war. Das Interesse der Verarbeiter wurde uneinheitlich eingeschätzt. Die Preisvorstellungen der Marktteilnehmenr für Verarbeitungsware gingen teils deutlich auseinander. In den Betrieben standen wegen der andauernden Ausstallungen noch etliche Ställe leer. Das Angebot an Eiern war jedoch bei allen Haltungsformen ausreichend, sodass der Bedarf gedeckt werden konnte. Verarbeiter, die auf KAT-Ware angewiesen sind, hatten jedoch teilweise Probleme, sich mit genügend entsprechender Ware zu versorgen. Im Juni 2024 gaben die Eierpreise am Spotmarkt tendenziell nach, insbesondere bei Eiern der Gewichtsklassen L und M. Die Festigung der Futterpreise setzte sich im Juni nicht fort.

28.06.2024
Rindermarkt: Verbraucher kaufen mehr Geflügel- und Rindfleisch
Milch und Rind

(AMI) Die Nachfrage der privaten Haushalte nach Fleisch, Wurst und Geflügel ist von Januar bis Mai 2024 leicht gestiegen. Insgesamt nahm die nachgefragte Menge nach den genannten drei Kategorien um 0,8 % zu. Fleisch ohne Wurst und Geflügel landete hingegen etwas seltener in den Einkaufswagen der Verbraucher.

Deutliche Zuwächse bei den eingekauften Mengen waren bei gemischtem Hackfleisch, Geflügel und Rindfleisch zu verzeichnen. Wurst und Schweinefleisch nahmen in der Gunst dagegen ab und wurden in geringeren Mengen nachgefragt. Besonders bei Schweinefleisch fiel der Rückgang mit 4,7 % recht deutlich aus. Ein Grund dafür dürfte in dem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Preis liegen. Bei anderen Fleischarten fiel die Verteuerung kleiner aus. Insgesamt entwickelten sich die Preise relativ stabil. Für Fleisch, Wurst und Geflügel zahlte der Verbraucher etwa 0,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Verzehr von Fleisch insgesamt entwickelt sich in Deutschland rückläufig. Es wird weniger gegessen oder auf Fleischalternativen ausgewichen. Die Zunahme der Nachfrage nach Fleischersatzprodukten lag bei 6,4 %. Preislich bewegten sich die vegetarischen Alternativen in etwa auf dem Vorjahresniveau. Im Vergleich mit der Nachfrage nach Fleisch, handelt es sich bei den Alternativprodukten nach wie vor um einen kleinen Markt.

28.06.2024
Geflügelmarkt meist lebhaft
Geflügel

(AMI/MEG) – Für lose gehandeltes Hähnchen- und Putenfleisch wurden im Monat Juni die Schlachtereiabgabepreise nochmals heraufgesetzt. Die Lieferung an den LEH fand zu stabilen Preisen statt. Hier stehen erst im Herbst dieses Jahres Verhandlungen an. Der Absatz im Außer-Haus-Bereich war belebt, hier wirkte sich in der zweiten Monatshälfte die Fußball EM absatzstärkend aus. Grillbetonte Aktionen belebten die Nachfrage nach Hähnchenfleisch. Die bestellten Mengen an mariniertem Hähnchenfilet konnten trotz regnerischem Wetter nicht gänzlich bedient werden. Im Nachgang wieder festerer Futterpreise erhöhten einige Schlachtereien nach einer Phase der Stagnation die Auszahlungspreise für die Hähnchenmäster. Der Absatz am Putenmarkt hat sich im Juni stabilisiert. Offensichtlich setzen nun weitere Lebensmitteleinzelhandelsketten auf Ware der Haltungsstufe 3. Die Althennenschlachtereien waren umfangreich mit Ware versorgt. Augenscheinlich wurden weniger Tiere im Ausland geschlachtet. Die Althennenpreise gaben tendenziell nach. In Belgien und in den Niederlanden lagen die Notierungen teils im negativen Bereich.

28.06.2024
Grundsatzrede zum Deutschen Bauerntag – Wettbewerbsfähigkeit wieder in den Mittelpunkt stellen
Geflügel

(DBV) In seiner Grundsatzrede zum Deutschen Bauerntag 2024 in Cottbus kritisiert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, die fehlende Fokussierung auf Wettbewerbsfähigkeit in der Politik der Bundesregierung und betont, dass Perspektiven für die Landwirtschaft geschaffen werden müssen: „Mit unseren Bauernprotesten haben wir Türen aufgestoßen und deutlich gemacht, dass Wettbewerbsfähigkeit bei allen Gesetzesvorhaben zwingend mitgedacht werden muss. Während auf EU-Ebene ein Umdenken erkennbar ist, scheint die Bundesregierung noch immer nicht verstanden zu haben, dass der Wirtschafts- und Landwirtschaftsstandort Deutschland nur dann zukunftsfähig ist, wenn er auch wettbewerbsfähig ist. Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen dringend Entlastungen – insbesondere steuerliche Entlastungen und einen echten Bürokratieabbau. Den Ankündigungen im Zuge der Proteste müssen jetzt Taten folgen. Alles andere wäre ein Wortbruch und würde das Vertrauen in die Politik weiter erodieren lassen.“ Insbesondere bei den Tierhaltern seien die Zukunftsängste aktuell groß, betont Rukwied weiter: „Mit der jetzigen Form der Novellierung des Tierschutzgesetzes wird vielen Tierhaltern das Licht ausgeknipst.“ Dennoch sei die Bereitschaft der Branche hoch, noch mehr gesellschaftliche Leistungen anzubieten. „Wir Landwirtinnen und Landwirte können noch mehr Klima-, Natur- und Artenschutzmaßnahmen umsetzen. Dieses Potenzial kann aber nur mit produktionsintegrierten und kooperativen Konzepten ausgeschöpft werden.“ Entscheidend für die Landwirtschaft und die ländlichen Räume sei, dass endlich eine wissenschaftsbasierte und ideologiefreie Politik in den Fokus gerückt werde.

28.06.2024
DBV- Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand
Geflügel

(DBV) Die Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes hat Joachim Rukwied mit 87,5 % der Stimmen für weitere vier Jahre als Präsidenten wiedergewählt. Auch die Vizepräsidenten Günther Felßner (75,8 %), Dr. Holger Hennies (84,9 %) und Karsten Schmal (92,6 %) wurden wiedergewählt. Der neu gewählte Vizepräsident Torsten Krawczyk erhielt mit 96,8 % der Stimmen großen Zuspruch. Susanne Schulze Bockeloh bleibt kooptiertes Mitglied im Vorstand. Präsident und Vizepräsidenten des DBV werden von 482 Delegierten für vier Jahre gewählt und bilden gemeinsam mit dem Generalsekretär den Vorstand.

28.06.2024
Geringes HPAI-Risiko: Vorbeugende Maßnahmen
Geflügel

Seit März 2024 wird von einem Infektionsgeschehen in US-amerikanischen Milchviehherden durch das Vogelgrippevirus H5N1 berichtet. Inzwischen sind mehr als 100 Betriebe in 12 US-Bundesstaaten betroffen. Es besteht die Vermutung, dass das Virus durch Transporte von infizierten Tieren oder kontaminierte Gerätschaften verbreitet wird. Kanada blieb trotz Fällen an der Staatsgrenze bisher verschont und verlangt nun negative Tests für Importfärsen und Ausfuhrbescheinigungen für importierte Schlachtkühe. Die Regierung stellt rund 28.000 Dollar pro Betrieb zur Verfügung, um Biosicherheitsmaßnahmen, Tierarztkosten und Schutzausrüstung zu finanzieren. Über 100 Mio. Dollar sind für die Erforschung des Virus sowie für Test- und Überwachungsmaßnahmen vorgesehen.

Das Friedrich-Löffler-Institut stuft das Infektionsrisiko für Deutschland als gering ein. Die aktuelle Risikoeinschätzung zur HPAI (Stand 07.06.2024) empfiehlt Maßnahmen, um einen Kontakt zu potenziell kontaminierten Rinderprodukten zu vermeiden (ab Seite 8). Der DBV rät, diese Maßnahmen in der bevorstehenden Urlaubssaison zu befolgen. Die Risikoeinschätzung finden Sie unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/

28.06.2024
Deutscher Schweinebestand unverändert
Schwein

(AMI) – Bei der jüngsten Viehbestandserhebung Anfang Mai dieses Jahres blieb die Zahl der in Deutschland gehaltenen Schweine gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Allerdings haben sich die schweinehaltenden Betriebe nach den vorläufigen Daten innerhalb von zwölf Monaten um 3,4 % verringert.

Damit setzt sich der Trend der steigenden Betriebsgrößen in der Schweinehaltung weiter fort. Im bundesdeutschen Durchschnitt wurden im Mai 2024 mit 1.338 Schweinen 45 Tiere mehr gehalten als ein Jahr zuvor. In der langfristigen Betrachtung ist der Schweinebestand in Deutschland stark gesunken. So reduzierte sich die Anzahl der gehaltenen Schweine innerhalb von zehn Jahren um 7,2 Mio. Tiere oder um gut ein Viertel. Noch deutlicher verringerten sich die Halterzahlen. Diese sanken von 2014 bis 2024 um 42 % auf 15.700 Betriebe mit Schweinehaltung.

Bei den einzelnen Tierkategorien sind unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Während die Sauenherde fast unverändert blieb, gab es Zuwächse bei den Ferkeln und Jungschweinen. Gesunken ist dagegen die Zahl der Mastschweine mit einem Minus von 3,2 %. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen mit einer rentablen Schweinehaltung kam es zu einer Stabilisierung der Haltung.