Fr, 06.10.2023
EFSA-Update zur Geflügelpest in Europa
Die EFSA hat gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und dem EU-Referenzlabors (EURL) ihren neuesten Bericht zur HPAI-Situation in Europa veröffentlicht. Während sich die Lage bei Geflügel im Laufe des Sommers entspannt hat, sind Seevögel in Europa, vor allem an den Küsten, weiterhin vom hochpathogenen Vogelgrippevirus (HPAI) betroffen. Mit Beginn der herbstlichen Zugvogelsaison sollte dem Schutz von Geflügel und anderen Nutztieren vor Wildvögeln Vorrang eingeräumt werden.
Zwischen dem 24. Juni und dem 1. September 2023 wurden HPAI-Ausbrüche bei Haus- (25) und Wildvögeln (482) in 21 europäischen Ländern gemeldet.
Nach Einschätzung des ECDC ist das Risiko einer Infektion mit dem HPAI-Virus in Europa für die Allgemeinbevölkerung nach wie vor gering und für Menschen, die beruflich oder anderweitig mit infizierten Vögeln oder Säugetieren (Wild- oder Haustieren) in Kontakt kommen, gering bis mäßig.
Um das Infektionsrisiko weiter zu verringern, empfehlen Experten, den Kontakt mit toten oder kranken Seevögeln oder Säugetieren zu vermeiden.