Fr, 29.09.2023
Genomediting bei Nutztieren
(AgE/pk) Die EFSA hat einen Bericht über den Einsatz von Genomediting bei Nutztieren veröffentlicht. Auch haben daraus gewonnene Produkte schon eine Marktzulassung. So befinden sich in Japan bereits zwei mittels neuer gentechnischer Verfahren erzeugte Fischarten auf dem Markt. Diverse weitere Arten (z.B. Schwein, Honigbiene) in zahlreichen Ländern befinden sich noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase.
Laut dem Bericht streben 31 % der Projekte an, die Ausbeute von Fleisch beziehungsweise Fasern zu erhöhen. An zweiter Stelle folgen mit 22 % Vorhaben zur Modifikation von Aspekten der Reproduktion. Hier spielt der EFSA zufolge eine Rolle, dass einige Sektoren an möglichst eingeschlechtlichen Nachkommen interessiert sind. Biotischer Stress steht im Mittelpunkt von 16 % der Vorhaben; hypoallergene Produkte sind das Ziel von 8 %. Probleme mit abiotischen Faktoren wie beispielsweise Hitze werden von 2 % der Projekte angegangen, spürbar höhere Anteile haben mit 6 % auch die Farbe von Produkten sowie mit 5 % Qualitätsaspekte.
Die Erstautoren der 195 identifizierten wissenschaftlichen Publikationen hatten zu 56 % ihren Sitz in China. An zweiter Stelle lagen die USA, gefolgt von Japan und Südkorea.
In Europa wird in erster Linie in Norwegen und dem Vereinigten Königreich bei Nutztieren mit Genomediting geforscht. In Deutschland forschten lediglich 1 % der Erstautoren.