Mo, 10.07.2023
DBV-FA Ökolandbau befasst sich mit Neufassung der Ausbildungsordnung Landwirt
Bei einer Sondersitzung informierte sich der DBV Fachausschuss Ökolandbau zum Stand der verbandsinternen Diskussionen zur Neufassung der Ausbildungsordnung Landwirt. Derzeit werden DBV-intern gemeinsam mit den Landesbauernverbänden Eckpunkte für die Neufassung zusammengetragen und diskutiert. Dabei ist der DBV FA Ökolandbau mit einem praktischen Landwirt aus Hessen vertreten; außerdem sind drei weitere drei Öko-Landwirte seitens der LBV aus Bayern, Sachsen und Westfalen dabei. DBV SGS Gerald Dohme betonte zum Eingang der Sondersitzung, dass die Vermittlung von Fachwissen über den Ökolandbau in der Ausbildung Landwirt deutlich gestärkt werden muss und dass darüber im DBV Konsens bestehe. Es gelte unterschiedliche Bewirtschaftungsformen (ökologisch und konventionell) zu vermitteln, dabei aber die Berufsordnung verfahrensoffen zu halten, um zukünftigen Entwicklungen flexibel Rechnung tragen zu können, denn sie müsse für Jahrzehnte anwendbar bleiben. Dem Leitbild einer einheitlichen, grundständigen Berufsausbildung stimmte der teilnehmende BÖLW-Vorstand Landwirtschaft Hubert Heigl zu, fordert aber wie auch der DBV FA Ökolandbau verbesserte Vorgaben für die Implementierung der Öko-Lehrinhalte, eine breite und bessere Ausbildung der Berufsschullehrer und Prüfungspflichten zu den Öko-Lehrinhalten. Das Verfahren zur Neuordnung der Berufsausbildung wird voraussichtlich ein Jahr Zeit in Anspruch nehmen. Es gilt das Konsensprinzip zwischen den beteiligten Sozialpartnern (DBV und Arbeitgeberverband Land- & Forstwirtschaft sowie Gewerkschaft IG Bau, Agrar & Umwelt für die Arbeitnehmerseite).