Fr, 09.06.2023
Auf den Feldern wie am Markt – Positive Trends beim Raps
Insbesondere auf leichten Böden wird dennoch Niederschlag benötigt, denn Wind und Sonne der vergangenen Wochen entziehen den Böden zunehmend Feuchtigkeit. Die Kurse steigen kräftig.
Nach dem wochenlangen Abwärtstrend konnten sich die Rapskurse an der Pariser Börse zuletzt wieder berappeln. So verzeichnete der Fronttermin August 23 fünf Tage in Folge grüne Zahlen und gewann kräftig um 44,50 auf 429,50 EUR/t. Partien der Ernte 24 schlossen am 06.06.2023 mit 434,75 EUR/t rund 35,50 EUR/t über dem Niveau der Vorwoche. Unterstützung kam dabei insbesondere von dem schwachen Eurokurs, welcher die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Partien auf dem Weltmarkt steigert. Hinzu kommen feste Rohöl- und Sojanotierungen sowie die nach wie vor kritische Lage am Schwarzen Meer.
Im Zuge dessen wurden auch die Großhandelspreise für Raps angehoben. Mit 443 EUR/t sind am 07.06.2023 franko Niederrhein bei erhöhtem Aufgeld (+2) rund 47 EUR/t mehr möglich als noch in der Woche zuvor. Franko Hamburg sind in der 23. KW für prompte Partien bei stabilen Prämien mit bis zu 425 rund 45 EUR/t mehr im Gespräch. Für Partien der Ernte 23 werden bis zu 445 EUR/t in Aussicht gestellt.
Mit dem Plus in Paris bewegen sich die auch die Erzeugerpreise für Raps nach oben. Im Bundesdurchschnitt werden aktuell 383,60 EUR/t verlangt und damit 15,50 EUR/t mehr als noch in der Woche zuvor. Die Meldungen aus den einzelnen Bundesländern rangieren dabei in einer Spanne von 360-415 EUR/t. Zum Vorjahreszeitpunkt wurden noch 816 EUR/t gefordert. Im Juni 21 waren es noch 527 EUR/t. Auch Vorkontrakte der Ernte 23 wurden um 11,60 auf 384,50 (360-411) EUR/t angehoben. (Quelle: AMI)
