Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 09.06.2023

Kontrakte der kommenden Getreideernte kaum noch gehandelt

Die nicht mehr ganz so optimalen Vegetationsbedingungen – auf leichten Standorten werden Trockenstresssymptome sichtbar – bremsen die Kontraktbereitschaft, auch wenn mehr geboten wird.

Der Anstieg der Börsenkurse konnte kaum Umsätze am Kassamarkt generieren. Zwar werden für prompten Brotweizen in einigen Regionen bis zu 13 EUR/t mehr genannt, in anderen wurden allerdings die Gebote um bis zu 5 EUR/t gesenkt, sodass im Bundesdurchschnitt mit knapp 196 (170-215) EUR/t nur 1,25 EUR/t mehr genannt werden als in der Vorwoche. Es erfolgen ohnehin nur vereinzelt Verkäufe. Die Abgabebereitschaft von Erzeugerseite bleibt gering. Nur vereinzelt werden Restbestände abgegeben, um die Lager auf die nächste Saison vorbereiten zu können. Hinsichtlich der kommenden Ernte konnten die steigenden Gebote allerdings die Kontraktbereitschaft überhaupt nicht beleben. Im Streckengeschäft Ostdeutschland werden mit 203,65 (180-222) EUR/t rund 5,80 EUR/t mehr genannt als in der Vorwoche. Da die Ertragsaussichten immer ungewisser werden, spekulieren viele Erzeuger auf höhere Gebote zur nächsten Ernte und nehmen daher auch alterntige Ware mit in die nächste Saison.

Auf den Feldern entwickeln sich die Wintergetreide sehr gut, aber vor allem auf den leichten Standorten macht sich der fehlende Regen bemerkbar, sodass vor allem Sommerungen Trockenstresssymptome aufweisen. Sollte es weiterhin an Niederschlag mangeln, dürften auch schwereren Böden keine optimalen Bedingungen mehr bieten können. Aber noch wird von einem überdurchschnittlichen Ertragspotenzial ausgegangen. Erzeuger bereiten langsam die Gerstenernte vor, teils wird vorher noch kurz Urlaub gemacht. Entsprechend ruhig ist es am Markt. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage gering, denn Mühlen und Futtermittelhersteller spekulieren auf weiter sinkende Preise im Zuge des zunehmenden Angebots während der Ernte.

Während in Paris der Fronttermin gegenüber Vorwoche deutlich zulegte, weisen die Großhandelspreise einen etwas verhalteneren Aufschwung auf. Prompter Brotweizen franko Hamburg verteuerte sich um 10 auf 234 EUR/t, an den Mühlenstandorten im Inland wurden allerdings nur 8-9 auf 231-233 EUR/t verzeichnet. Qualitätsweizen legt franko Hamburg um 6 auf 240 EUR/t zu, aber Brotroggen verteuert sich franko Niederrhein um 11 auf 217 EUR/t. Für Braugerste bewegen sich die Verkaufsideen für alterntige Partien nicht und bleiben franko Oberrhein stabil bei 290 EUR/t. Kräftig nach oben bewegt haben sich allerdings die Gebote für Partien zur Lieferung ab September 23, die am 06.06.23 bei 312 EUR/t lagen und so 9 EUR/t über Vorwochenlinie. (Quelle: AMI)

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