Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Fr, 04.06.2021

Futtergetreide: Gerste kostet franko so viel wie Weizen

Nach einem kurzen Rücksetzer kehren die Getreidepreise wieder in den Aufwärtstrend zurück. Geschäfte kommen derzeit aber nur sporadisch zustande. Angesichts des hohen Verkaufsstandes der Ernte 2021 bleibt die Abgabebereitschaft der Erzeuger jedoch gering. Neuabschlüsse sind bei ihnen derzeit kein Thema. Verarbeiter ordern nur bei promptem Bedarf. Die Mischfutterhersteller in den Veredlungsregionen Südoldenburg, Westfalen und den Niederlanden sind bemüht, Ware bis zum Anschluss an die neue Getreideernte zu kontrahieren. Demgegenüber bekunden viehhaltend Betriebe bisher nur wenig Kaufinteresse bezüglich der kommenden Saison. Mit den steigenden Terminkursen für Mais legten auch am Kassamarkt die Preise für das überaus knappe Gut kräftig zu. Der Fronttermin in Paris legte im Vergleich zur Vorwoche um 14,25 EUR/t, hat aber auch einen großen Anteil an technischer Spekulation, denn er läuft bald aus. Der November-Kontrakt legte im Vergleich zur Vorwoche um 7 auf 207,75 EUR/t zu. Erzeuger in Deutschland sehen sich Geboten um durchschnittlich 241 EUR/t gegenüber, das sind knapp 5 EUR/t mehr als zuvor. Das ist dasselbe, was auch die Großhandelspreise zugelegt haben. Franko Südoldenburg oder Niederlande wird aktuell von 287 EUR/t gesprochen. Damit wird der Preisabstand zu Weizen und Gerste weiter ausgebaut. Damit wird alterntige Futtergerste auf Großhandelsstufe jetzt auf einer Preisebene wie Futterweizen bewertet. Dieser wird ebenfalls mit 255-260 EUR/t in den Veredelungsregionen im Westen bewertet und so 3-4 EUR/t über Vorwochenlinie. Das aktuell immer noch bestehende Kaufinteresse an Futtergerste lässt die Großhandelspreise um 2-3 EUR/t steigen, wobei auch Unterstützung von den Terminmärkten kommt. Franko Südoldenburg waren zuletzt 254 EUR/t aufgerufen, franko Niederlande sogar 260 EUR/t. In Bezug auf die nächste Ernte sind die Abstände zwischen Weizen und Gerste deutlich größer. Aber beide haben zur Vorwoche kräftig zugelegt. Futterweizen franko Niederlande zur Lieferung ab September kostete zuletzt 220 EUR/t und damit 12 EUR/t mehr als noch vor einer Woche. Futtergerste erreicht dort die Marke von 212 EUR/t, was ebenfalls 12 EUR/t mehr sind als zuvor.

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