Fr, 28.05.2021
Futtergetreide: Alterntiges Futtergetreide ist gefragt
Die europäischen Maiskurse zeigen keine eindeutige Tendenz, können sich aber aufgrund des geringen Angebotes sehr viel besser behaupten als die US-Maiskurse, die unter dem Druck sich stetig verbessernder Aussaat- und Vegetationsbedingungen in den USA deutliche Verluste aufweisen. Die Großhandelspreise für Mais sind stabil auf erhöhtem Niveau rund 12-15 EUR/t über Vorwochenlinie. Die Erzeugerpreise konnten sich knapp behaupten, während für Gerste, Futterweizen, Roggen und Triticale zur sofortigen Lieferung vom Erfassungshandel mehr gezahlt wurde als noch in der Vorwoche. Demgegenüber sind die Kontraktpreise abgerutscht. Die positiveren Aussichten auf ausbleibende Ertragsschäden aufgrund der verbesserten Vegetationsbedingungen, die Sorgen vor Trockenschäden sind vorerst ausgeräumt, drücken die Gebote. Die Verkaufsbereitschaft der Erzeuger ist nun fast vollständig erlahmt, allerdings ist auch nicht mehr viel Verkaufspotenzial übrig. Die Feldbestände an Halmgetreide entwickeln sich mehr als zufriedenstellend. Aber Mais lässt noch zu wünschen übrig. Die Aussaat verlief unter guten Bedingungen, das Auflaufen erfolgte rasch und ohne Schäden, aber die Kälte bremst die weitere Entwicklung. Der Rückstand zu Normaljahren ist mindestens zwei Wochen, in Höhenlagen sogar drei. Das kann aber noch leicht wieder aufgeholt werden, wenn es denn endlich mal warm werden würde, denn die Vegetationsperiode für Mais ist noch lang. Das ist wohl auch der Grund, dass die aktuelle Einschätzung des EU-Prognosedienstes MARS seine Maisertragsschätzung gegenüber Vormonat nicht verändert hat.