Fr, 28.05.2021
Brotgetreide: Preisschere öffnet sich
In einer Woche hat der September-Termin in Paris knapp 10 EUR/t verloren, was nicht ohne Folgen am Kassamarkt blieb. Da die Schwäche von den verbesserten Vegetationsentwicklungen ausgeht, entwickelte sich am deutschen Kassamarkt auf die Kontraktpreisen ex Ernte die größte Preiswirkung. Franko Niederrhein verlor Brotweizen zur Lieferung im September rund 7 auf 208 EUR/t. Demgegenüber wurde für prompte Ware mit 248 EUR/t nur 3 EUR/t weniger genannt. Das knappe Angebot kann hier preisstützende Wirkung entfalten, aber anders als am Futtergetreidemarkt ist kaum noch Kaufinteresse vorhanden, so dass die Preise dann letztendlich doch leicht nachgaben. Die zumeist nominellen Erzeugerpreise sind zur Vorwoche nahezu unverändert und mit 216 EUR/t für Brotweizen frei Erfasserlager weiterhin auf relativ hohem Niveau. Mit den rückläufigen Geboten für die neue Ernte, dafür werden frei Erfasser mit knapp 187 rund 7 EUR/t weniger genannt als in der Vorwoche, weitet sich allerdings der Preisabstand zwischen alter und neuer Ernte immer weiter aus. Für Brotweizen sind es aktuell bereits 33 EUR/t. Das ist allerdings nichts im Vergleich zu den 49 EUR/t für Futterweizen.