Fr, 14.05.2021
Brotweizen kostet so viel wie vor acht Jahren
Die steigenden Terminkurse für Weizen, Paris legte gegenüber Vorwoche für den neuen Fronttermin Sept. 2021 um 6,25 €/t zu (226,75 EUR/t), werden am deutschen Kassamarkt nur noch z.T. umgesetzt. Die Großhandelspreise franko Niederrhein für prompte Ware bleiben unverändert bei 252 EUR/t, Lieferungen ab Sept. verteuerten sich ggü. Vorwoche um 2 auf 226 EUR/t. Die Erzeugerpreise für alterntigen Brotweizen liegen mit 216,70 gut 4 EUR/t über Vorwochenlinie, jedoch ohne nennenswerten Umsatz. Erzeuger haben fast nichts mehr zu verkaufen. Vereinzelt kommen noch Partien an den Markt, die allerdings flott aufgenommen werden, auch zu höheren Preisen. Der Fokus liegt aber auf der Abwicklung bestehender Kontrakte. Gefragt ist v.a. die Übergangszeit von der alten in die neue Saison. Auch wenn die Vorkontraktpreise in der aktuellen Woche noch einmal deutlich angehoben wurden, für Brotweizen frei Lager werden ca 200 EUR/t genannt, ist das Interesse der Erzeuger an Vorkontrakten sehr begrenzt. Mühlen agieren in der Haussephase äußerst zurückhaltend und spekulieren auf baldige Kursschwäche. Im Großen und Ganzen werden die Aktivitäten mit Brotroggen als sehr ruhig bezeichnet. Aus der alten Ernte ist weiterhin nur noch von Restbeständen die Rede, unerwartet knapp scheint das Angebot, jedenfalls regional, geworden zu sein. Die Erzeugerpreise tendieren daher mit einem Plus von 6 auf 179 EUR/t sehr fest. Die neue Ernte steht auch noch nicht so sehr im Fokus der Käufer und Verkäufer, denn ein großer Unsicherheitsfaktor ist die zu erwartende Qualität. Die Verkäufer haben sich vom Braugerstenmarkt zurückgezogen, Briefkurse sind vorerst nicht erhältlich, obgleich für neuerntige Liefertermine die Geldkurse um 2 auf 248 EUR/t angehoben wurden. Für Braugerste zur prompten Lieferung werden franko Oberrhein unverändert 245 EUR/t geboten. Die Preisideen für Ware zur Lieferung ab Oktober 2022 liegen bei 240-245 EUR/t franko.