Niedersächsisches Landvolk Kreisverband Rotenburg-Verden e.V.

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Do, 02.01.2020

Schweinefleischmarkt zum Jahreswechsel

Info Schwein

(DBV) Die Schlachtschweinepreise habe im letzten Monat ein Rekordhoch verzeichnet. Lag die VEZG-Preisempfehlung Anfang des Jahres noch bei 1,36 €/kg SG, wurden Mitte Dezember sagenhafte 2,03 €/ kg SG verkündet. China und andere von der ASP betroffene Länder Asiens haben aufgrund der dort grassierenden Schweinepest einen hohen Einfuhrbedarf an Schweinefleisch. Bis Ende September führte die EU knapp 3,2 Mio. t Schweinefleisch aus, wovon fast die Hälfte nach China ging. Deutschland zählt hierbei neben Spanien zu den wichtigsten Lieferländern. Durch das knappe Angebot sowie die hohe Nachfrage Chinas lagen die Preise für Schlachtschweine, Schlachtsauen und Ferkel erheblich über dem entsprechenden Vorjahresstand. Auch 2020 könnte Deutschland vom enormen Importbedarf Chinas profitieren. Unwägbarkeiten bestehen aus jetziger Sicht aufgrund der Auswirkungen des Brexit, da Großbritannien der Hauptmarkt für deutsche Wurstwaren ist, und bei einem möglichen ASP-Ausbruch in Deutschland mit evtl. Exportsperren.

Der Strukturwandel in der Schweinehaltung setzt sich weiter fort. Waren es 2015 noch 28 Mio. gehaltene Schweine in Deutschland, verminderte sich der Viehbestand gegenüber 2018 um fast 4 % auf 25,9 Mio. Tiere. In der längerfristigen Betrachtung verringerte sich die deutsche Schweineherde innerhalb von fünf Jahren um fast 8 %. Bei den Sauen ist seit 2014 ein Rückgang um 13 % zu verzeichnen. Ursächlich hierfür sind die wirtschaftlich schwierigen Bedingungen für die Schweinehalter, aber auch die immer weiter steigenden gesetzlichen Vorgaben für die Tierhaltung.

Ein Rückgang der Schweinebestände ist EU-weit zu beobachten. Ausnahme bildet Spanien, das in den letzten Jahren seinen Schweinebestand und damit auch die Schlachtungen massiv ausgebaut hat. Weiter rückläufig ist auch die Anzahl der Schweine haltenden Betriebe, die nun bei 21.600 liegt. Zum Vergleich: im November 2018 gab es noch 3,5 % oder 800 Betriebe mehr. Die Zahl der gehaltenen Schweine pro Halter steigt hingegen seit 2001 kontinuierlich an.

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